Lus. O Herr Abt, die Beicht eines Eroberers wird lang dauern ----

Maur. Nichts weniger! Zu Zeiten giebt man in zwey Minuten den Segen über

ganze Kriegsheere. Gewisse Handlungen sind zu sehr verwickelt, man muß

sie nicht auflösen, sondern wie Alexander, der ein geschickter Feldpater

war, den Knoten in Stücken hauen. Ich eile ----

Lus. Es lebe die geistliche Kürze!

Generalbericht.

Der König, Abt Mauritz sein Gewissensrath.

(Der König liegt im Bette. Der Beichtvater sizt an der Seite, und fühlt

an den Puls.)

Edu. Mein lieber Abt, ich habe einige ausserordentliche

Gewissenszweifel, die ich sonst nie fühlte ----

Abt. Eure Majestät handeln sehr großmüthig mit ihrem Gotte; andere große

Könige wissen nicht einmal, daß ein Gott ist. Die Gewissenszweifel sind

eine Gattung schwerer Träume. So ein Alp entsteht vom dicken Geblüte.

Wie befinden sich Eure Majestät?

Der Eroberer Eine poetische Phantasie in fünf Kaprizzen. Aus alten Urkunden mit neuen Anmerkungen · 第 44 / 57 题