(Fritz springt munter in die Fluten, und haschet den Knaben.)
Am. Hab Dank für die Hülfe! Begehrt eine Gnade!
Fritz. Wer bist du?
Am. Ich bin ein Geigenmacher, und reise auf meine Kunst.
Liesch. Ich muß für dich dreyhundert ---- nein zweyhundert will ich
sagen ---- ja richtig zweyhundert Küsse zahlen, schenk mir aus
Erkenntlichkeit eine Geige von deiner Arbeit, denn du bist so artig, daß
deine Geigen viel Harmonie versprechen.
Am. Ich will Euch die Liebesgeige schenken. Singt mir indeß euer
Lieblingslied. Ich beginne die Arbeit. Seht das Meisterstück. Wenn man
sie spielt; so macht ihre Wunderkraft alle Zuhörer tanzen. Sammelt Geld,
das sey euer Hochzeitgeschenk.
Scene Extempore.
Amor verschwindet. Fritz und Lieschen erscheinen in der Stadt mit der
wunderbaren Liebesgeige. Sie sehen viel Volk auf dem Markte, und hoffen
Gewinn. Fritz geigt, alles tanzt. Sie eilen bis zum Gerichtsplatze. Das
Volk, die Krieger beginnen zu tanzen. Die Freunde Losins spähen von
ferne, nützen den glücklichen Augenblick, und bringen den Verurtheilten
in Sicherheit. Der Pöbel tanzt fort. Fritz und Lieschen bereichern sich,
feyern ihre Hochzeit, und kehren in das Dorf, wo noch jährlich alle
gesunden Beine den Einfluß der magischen Liebesgeige fühlen.
Scene.
Lusian. Marsis.
Lus. Edler Marsis meinen Abschiedskuß!