Liesch. Aber sey nicht schlimm ----

Fritz. Zu Zeiten einen Blick, und einen Kuß ---- Ich will fromm wie ein

Turteltäubchen seyn ----

Liesch. Geh, du bist ein loser Schurke! Der Ort ist einsam ---- Mein

Herz ---- Ach mein Herz ----

Fritz. Wann wird es ganz mein Eigenthum? ---- Wär ich reich! ---- O

Liebe gieb mir eine Heerde!

Liesch. Fritz, sieh, es ziehen dort Wetterwolken über die blauen

Gebirge. O diesem Winkel trau ich nie! Alle Stürme kommen daher!

Fritz. Es blitzt wirklich; auch der Donner schleicht schon ferne. Die

Winde heulen. Sieh dort schwellen die Wogen empor ----

Liesch. Wenn etwa unsere Fischer Schaden leiden. Sieh, was ringt dort

mit den Wellen?

Fritz. Ein Kind!

Liesch. O das arme Kind! Hülfe! Geschwind Hülfe! ---- Nimm lieber Fritz

ein Schiffchen! ---- O mein Fritz hundert Küsse!

Fritz. Nur hundert? ---- Willst du zweyhundert geben; so schwimme ich um

den Knaben ---- weniger nicht ----

Der Eroberer Eine poetische Phantasie in fünf Kaprizzen. Aus alten Urkunden mit neuen Anmerkungen · 第 34 / 57 题