Edu. Du sprichst lauter Räthsel ----

Fuhrm. Ich meyne das Kriegsheer. Aber zum Henker! Mit meinem Geschwätze

wählte ich eine falsche Strasse. Meine Kameraden sind dort auf dem

Seitenwege.

Edu. Ich will dir aus dem Holwege heraushelfen.

Fuhrm. Dank Herr! -- Ich bin nicht sicher vor feindlichen Haufen.

Edu. Was sagt man von König Eduard?

Fuhrm. O das ist ein Teufelskerl! Wenn er mich hier findet; so läßt Er

mich und meine Mitknechte hängen.

Edu. Izt fahr zu! Wenn du zum Lager kömmst, grüße die Soldaten, und sag:

Eduard der Teufelskerl hat dir aus dem Holwege geholfen, und schickt

dich und deine Kameraden mit einem Frühstück zu ihnen! Leb wohl.

(Eduard reitet zu seinem Gefolge, und der Kutscher treibt ängstlich

seine Pferde an.)

Scene.

Ein Saal bey Hofe. König Willhelm, der Leibarzt, ein Bothe,

hernach der Barbier und einige Räthe.

(Der König liegt auf einem Sopha, hat beyde Füsse in Verbänden, und

zerreißt wütend ein Papier.)

Willh. Verdorren soll die Hand, die dieses schrieb! -- Der Feind an

meiner Gränze! Hölle und Teufel! Was machen meine Statthalter?

Der Eroberer Eine poetische Phantasie in fünf Kaprizzen. Aus alten Urkunden mit neuen Anmerkungen · 第 10 / 57 题