Einspritzungen von Tabak in den After durch eine Pfeifenspitze.
Gegen Vergiftungen von Säuren, wie Schwefel- (~Sulphuric~), Salpeter-
(~Nitric~), Salz- (~Muriatic~) und Phosphor- (~Phosphoric~) Säure,
wende man Hirschhorn-Spiritus (~Spirits of Hartshorn~), Seifenschaum,
Magnesia, Kalk- (~Lime~), Kreide- (~Chalk~) Pulver, mit heißem Wasser
vermischt, Holzasche, mit Wasser gemischt, an.
Der durch Kleesäure hervorgerufenen Vergiftung kann am besten durch
Kreide, Kalk oder der Pflastermasse, womit das Innere der Zimmer
bekleidet ist, und welche Substanzen man mit Wasser vermischt,
entgegengewirkt werden.
Wenn Schwefelsäure (~Sulphuric acid~) genommen worden ist, wird die
Anwendung von viel Wasser schädlich sein.
Bei Vergiftungen durch Alkalien, wie Potasche (~Pot~) und Perlasche
(~Pearl ashes~), Soda und Weinsteinöl (~Oil of tartar~), wende
als Gegengift Essig, Citronensaft, Castoröl, Leinsamenthee, Alaun
(~Alum~) und Olivenöl an. Sie sollten in großen Quantitäten gegeben
werden.
Wenn Arsenik genommen wurde, gebe man Buttermilch, süßes oder anderes
Oel oder Magnesia in großen Quantitäten, gleiche Theile von Oel und
Kalkwasser mögen ebenfalls gegeben werden. Das sicherste Gegengift
ist das Eisenhydrat (~Hydrated Protoxide of Iron~), welches in Dosen
von einem Theelöffel voll mit Wasser gemischt alle 5 oder 10 Minuten
gegeben werden sollte. Auch ist eine Magenpumpe anzuwenden.
Wenn ~Corrosive Sublimate~, Kupfer oder ~Verdigris~ genommen worden
sind, so ist das beste Mittel das Eiweiß. Man mische das Weiße von 12
Eiern mit einem Quart Wasser oder Milch und gebe alle zwei oder drei
Minuten ein Glas voll. Kreidewasser, Milch, Stärke von Weizenmehl
können auch angewendet werden.
Bei Vergiftung durch Blei oder irgend ein Bleisalz gebe man
Bittersalz (~Epsom salts~) oder Glaubersalz (~Glauber’s salts~) oder
Gyps (~Plaster of Paris~) mit Wasser gemischt.
Salpetersaures Silber (~Nitrate of Silver~) kann durch starkes
Trinken von Wasser, in dem gewöhnliches Salz aufgelöst ist,
neutralisirt werden.
Bei Vergiftung durch Zinn (~Tin~) oder irgend ein Zinnsalz, gebrauche
man Zucker, Eiweiß, Milch und Mehl.
Bei Vergiftung durch Brechweinstein (~Tartar Emetic~), Antimoniumwein
(~Antimonial wine~) gebrauche man eine Auflösung von Tannin-Säure
(~Tannic acid~), Eichenrinde, Chinarinde (~Peruvian bark~) oder sehr
starkem grünen Thee.
Jodin oder Potaschen-Jodid (~Iodide of Potassium~) kann durch
Stärke oder Weizenmehl neutralisirt werden, oder auch durch
Pfeilwurz (~Arrow root~), gehörig mit Wasser gemischt und in starken
Quantitäten getrunken. Dem lasse man eine Mischung von Essig und
Wasser folgen.
Bei Vergiftung durch ~Opium~, ~Belladonna~, ~Stramonium~
(Stechapfel), ~Nux Vomica~ (Brechnuß), ~Morphine~, ~Helleborus~
(Nieswurz) u.s.w., gebe man ein Brechmittel, dem man ein
Ueberschütten mit kaltem Wasser über den Betreffenden und starken
Kaffee oder Essig mit Wasser verdünnt, folgen läßt. Auch lasse man
die Person zwischen zwei Andern recht schnell gehen. Die Magenpumpe
sollte ebenfalls angewendet werden.
Bei Vergiftung durch Safran (~Saffron~) und Kampher (~Camphor~)
sollte der Patient viel schwarzen Kaffee trinken.
Bei Vergiftung durch spanische Fliegen (~Cantharides~) gebe man
Kampher (~Camphor~) innerlich oder vermittelst Riechens, auch Eiweiß
und Gruel.
Gegen Vergiftungen durch Clams, Hummern, Muscheln u.s.w. gebe man ein
Brechmittel, dem man eine Dosis Salz folgen läßt. Der Patient mag
viel schwarzen, starken Kaffee, Zucker und Wasser oder eine Lösung
von Kampher (~Camphor~) trinken.
Bei Vergiftung durch den Giftwein oder ~Sumac~ mögen die Theile mit
einer Lösung von Borax oder Vitriol (~Copperas~), auch kochende
Hollunder-Rinde in Butter oder Milch gewaschen werden. Der flüssige
Extrakt der Schlangenwurzel (~Fluid extract of Serpentaria~) als
Umschlag auf den Ausschlag gebracht, wird sehr empfohlen.
Wenn Jemand in Folge giftiger Gase, wie Kohlensäure (~Carbonic acid~)
oder schwefelsaures Hydrogen (~Sulphureted Hydrogen~) bewußtlos
geworden ist, sollte er sogleich entkleidet und der ganze Körper mit
kaltem Wasser übergossen werden. Die Lungen sollten durch Mittel, wie
beim Scheintod durch Ertrinken empfohlen, mit frischer Luft gefüllt
werden. Auch lasse oder zwinge man den Patienten, verdünnten Ammoniak
(~Dilute Ammonia~), Wein und Brandy oder auch andere Reizmittel zu
verschlucken.
Bei Vergiftung durch Strychnin sind sowohl Brechmittel, wie Senf oder
schwefelsaures Zink (~Sulphate of zinc~), als auch eine Magenpumpe
anzuwenden.
Wenn das Erbrechen nicht bewirkt werden kann oder sich als nutzlos
zeigt, sollte das Einhauchen von Chloroform verordnet werden.
Schlagen diese Mittel fehl, so bediene man sich Dr. Marshall Hall’s
praktischer Methode, die unter „Scheinbarer Tod beim Ertrinken“
angegeben ist.
Bei Vergiftung durch Arnica gebe man Essig.
Bei Vergiftung durch Aconitum wende man innerlich und äußerlich
Reizmittel an.
Angabe der Symptome der verschiedenen Krankheiten.
Bei der Angabe der verschiedenen Krankheitssymptome schien es uns nicht
nothwendig, alle Erkennungszeichen einer und derselben Krankheit,
sondern nur die hauptsächlichsten anzuführen. Solche Krankheiten, die
hier nicht bemerkt sind, kann der Leser mittelst des alphabetischen
Inhaltsverzeichnisses auffinden.
Ausschlag.
+Nesselfieber+ (~Nettle Rash~, ~Hives Urticaria~). -- Dieser
Ausschlag besteht in erhabenen Flecken auf der Hautoberfläche,
wodurch heftiges Brennen und Jucken erzeugt wird. Manchmal erscheint
dieser Ausschlag in Form großer Flecken.
Seite 18.
+Rose+ (~Erysipelas~). -- Der Rose gehen gewöhnlich Fieber,
Kopfschmerz, Frösteln &c. voran, worauf dann Hitze in der Haut,
schneller Puls und Schmerzen im Rücken und den Gliedern folgen, die
betreffenden Theile fangen bald an zu schwellen, sie werden roth oder
purpurfarben und das Prickeln und Brennen ist sehr heftig.
Seite 20.
+Masern+ (~Measles~). -- Die Symptome sind anfänglich denen des
Katarrhs oder einer Erkältung im Kopfe ähnlich; z. B. Frösteln,
Laufen der Nase, rothe wässerige Augen, Schmerz und Wundheit im Halse
und in der Brust, Fieber und Durst. Der Ausschlag tritt gewöhnlich am
vierten Tage heraus und besteht in kleinen, den Flohbissen ähnlichen
Punkten. Die Haut fühlt sich, wenn man mit der Hand darüber fährt,
rauh an.
Seite 25.
+Scharlachfriesel+ (~Scarlet Rash~). -- Dem Ausschlag geht Frösteln,
Hitze, Ruhelosigkeit und Trockenheit der Haut voran. Am dritten oder
vierten Tage zeigt sich der Ausschlag. Der Unterschied zwischen
Scharlachfriesel und Scharlachfieber ist bei Anführung der letzteren
Krankheit angegeben.
Seite 29.
+Scharlachfieber+ (~Scarlet Fever~). -- Im ersten Stadium der
Krankheit zeigt sich mehr oder weniger Fieber, Frösteln, Erschlaffung
und Kopfweh. Der Patient klagt über wehen Hals, welcher innen roth
und glänzend aussieht. Am zweiten Tag zeigt sich der Ausschlag, und
zwar zuerst im Gesicht und am Hals. Die Röthe der Haut verschwindet
beim Druck mit dem Finger. Der Unterschied zwischen Scharlachfieber
und Masern ist bei Anführung der letzteren Krankheit angegeben.
Seite 30.
+Windpocken+, +Wasserpocken+ (~Chicken Pox~). -- Manchmal zeigen
sich anfänglich Fiebersymptome, was jedoch nicht immer der Fall
ist. Hierauf erscheint der Ausschlag, jedoch nicht in jener
Regelmäßigkeit, durch welche die Blattern gekennzeichnet werden, die
zuerst im Gesicht ausbrechen.
Seite 40.
+Blattern oder Pocken+ (~Small Pox~). -- Dieser Krankheit
geht gewöhnlich ein drei- oder viertägiges Fieber voraus. Das
erste Stadium ist durch heftige Schmerzen im Kopf und Rücken
gekennzeichnet. Ungefähr am dritten Tage bricht der Ausschlag in
kleinen, hellrothen Flecken im Gesicht aus.
Seite 42.
Fieber.
+Nervenfieber oder Typhus+ (~Typhoid Fever~). -- Dieses Fieber tritt
gewöhnlich allmählig ein. Lange Zeit vorher mag der Patient über
Müdigkeit und allgemeine Schwere klagen. Nachdem diese Symptome
mehrere Tage oder Wochen lang gewährt, wird der Kranke von Frösteln
erfaßt, worauf Fieber folgt; er empfindet Schmerz im Unterleib,
welcher durch Druck auf die rechte Seite heftiger wird.
Seite 69.
+Gehirnfieber oder Gehirnentzündung+ (~Inflammation of the Brain~).
Tritt gewöhnlich nach und nach ein, manchmal aber auch plötzlich. Wo
die Krankheit allmählig herannaht, klagt der Patient eine Zeitlang
über Schwere, Schlaflosigkeit, Schwindel, geringen Appetit, Singen im
Kopfe, Ohrensausen, erschreckende Träume, Uebelkeit, Erbrechen u. s.
w. Mit dem Fortschritt der Krankheit verspürt der Kranke mehr oder
weniger Kopfweh, das manchmal sehr heftig ist, und hat starkes Fieber.
Seite 75.
+Remittierendes oder Gallenfieber+ (~Remittent or Bilious Fever~).
Dieser Krankheit gehen gewöhnlich Schwäche, Niedergeschlagenheit,
Appetitlosigkeit, Gähnen, Dehnen und Fieberschauer und Hitze voraus.
Nachdem diese Symptome einige Tage gewährt haben, tritt ein deutlich
hervortretendes Frösteln ein, welchem Hitze folgt.
Seite 79.
+Intermittirendes oder Wechselfieber+ (~Intermittent Fever~). --
Diese Krankheit wird durch Fieberanfälle gekennzeichnet, die in
regelmäßigen Pausen eintreten. Jeder Anfall besteht aus drei Stadien,
nämlich -- das kalte, das hitzige und das Schweiß-Stadium. Dem kalten
Stadium geht gewöhnlich Mattigkeit, Unbehagen, Dehnen, Gähnen und
Schmerzen im Rücken, Kopf und den Lenden voraus, worauf Frösteln
erfolgt, das sich nach und nach über den ganzen Körper ausdehnt.
Seite 84.
+Gelbes Fieber+ (~Yellow Fever~). -- Diese Krankheit kennzeichnet
sich durch gelbliche Hautfarbe und dadurch, daß der Kranke eine
dunkle Flüssigkeit erbricht. Die ersten Symptome sind Schwindel,
Schmerzen im Rücken und in den Gliedern, Frost, Uebelkeit, Kopfweh
u.s.w.
Seite 92.
Geisteskrankheiten.
+Hypochondrie+, +Schwermüthigkeit+. -- Mattigkeit, Verdrossenheit und
Mangel an Energie sind die Hauptsymptome; auch grübelt der Kranke
beständig über sein Elend und Unglück, die ihm außerordentlich groß
erscheinen.
Seite 99.
+Hysterie+, +Bauchnervensucht+, +Mutterkrankheit+. -- Ein Anfall
folgt in der Regel auf Niedergeschlagenheit. In der Regel hat die
Kranke ein Gefühl, als ob eine Kugel von ihrer linken Seite nach
dem Hals gerollt würde. Der Anfall tritt häufiger zur Zeit der
Menstruation als sonst ein.
Seite 102.
Krankheiten des Kopfes.
+Schlagfluß+ (~Apoplexy~). -- Manchmal tritt ein Anfall ganz
plötzlich ein, obgleich einem solchen gewöhnlich gewisse Symptome
vorangehen. Zu diesen ist die beständige Neigung zum Schlaf,
beständiger, dumpfer Schmerz, Schwindel und Schwere im Kopf zu zählen.
Seite 109.
Augenkrankheiten.
+Entzündung des Augapfels+ (~Inflammation of the Eye-ball~). -- Die
Augen sind roth und geschwollen und der Kranke beklagt sich über ein
rauhes Gefühl unter dem Augenlid.
Seite 133.
+Schwarzer Staar+ (~Cataract~). -- Die Gegenstände erscheinen
verschwommen und es ist, als ob ein beständiger Nebel vor den Augen
sei, und bald erscheint ein kleiner Fleck in der Pupille.
Seite 140.
+Erblindung.+ -- Zeichen herannahender Erblindung sind: Schmerzen im
Kopf, Umwölkung des Blicks, Schwäche der Sehkraft und das scheinbare
Umherschwimmen kleiner Flecken vor dem Auge.
Seite 141.
Ohrenkrankheiten.
+Ohrenentzündung+ (~Inflammation of the Ear~). -- Heftiges Brennen,
stechende Schmerzen, Jucken, Röthe und Klopfen im Ohre.
Seite 147.
+Ohrfluß+, +Ohrlaufen+ (~Running of the Ear~). -- Fieber,
Kopfschmerzen, außerordentliche Schmerzen im Ohr, Absonderung einer
röthlich wässerigen Masse, die sich nach und nach verdickt.
Seite 153.
Krankheiten der Nase.
+Schnupfen+, +Erkältung im Kopfe+. -- Dumpfer Schmerz und Schwere in
der Stirn, Schneuzen, trockene, verstopfte Nase, Röthe der Augen.
Seite 156.
+Chronischer Katarrh.+ -- Heftige Kopf- und Augenschmerzen,
Schleimabsonderung aus der Nase, Appetitlosigkeit.
Seite 160.
+Nasenkrebs+ (~Cancer of the Nose~). -- Dieses Uebel beginnt in der
Regel mit einer harten Geschwulst, die allmählig in Eiterung übergeht
und außerordentlich schmerzhaft wird.
Seite 162.
Krankheiten des Gesichts, der Lippen und der Kinnbacken.
+Starrkrampf+, +Kinnbackenkrampf+, +Mundklemme+ (~Locked Jaw~). Die
ersten Symptome sind Steifheit im Nacken, Unvermögen, den Mund zu
öffnen, Enge über der Brust, unbequeme Erregtheit der Zungenwurzel
u.s.w.
Seite 174.
Krankheiten der Zähne, des Zahnfleisches und des Mundes.
+Entzündung und Anschwellen der Zunge+ (~Inflammation of the
Tongue~). -- Frösteln, Appetitlosigkeit, dumpfe Schmerzen im Kopfe
und klopfender, stechender Schmerz in der Zunge.
Seite 185.
+Mundkrebs+ (~Cancer of the Mouth~). -- Schmerz im Zahnfleisch,
heißer, trockener Mund, Zahnfleisch und Gaumen schwellen an, das
Zahnfleisch ist schwammig und blutet, Eiterschwären an Wangen, Gaumen
und Zahnfleisch.
Seite 186.
+Scharbock+, +Scorbut+ (~Scurvy~). -- Erweichung, Eiterung und Bluten
des Zahnfleisches, die Gliedmaßen schwellen an und an verschiedenen
Körpertheilen erscheinen purpurrothe Flecken.
Seite 189.
Halskrankheiten.
+Weher Hals+ (~Quinsy~ -- ~Sore Throat~). -- Diese Krankheit beginnt
gewöhnlich mit starkem Fieber, Husten, Wundheit im Halse, welcher
glatt und glänzend roth ist, und Anschwellen der Halsdrüsen.
Seite 194.
+Eiternde, putride oder bösartige Halsentzündung+ (~Putrid Sore
Throat~). -- Beginnt mit Frösteln, worauf Fieber folgt, Mattigkeit,
Röthe des Halses und der Drüsen, säuerliche Absonderung aus der Nase.
Bald setzen sich am Halse und den Drüsen Schwären an.
Seite 198.
+Diphtheria oder Diphtheritis.+ -- Das erste Symptom ist gewöhnlich
Heiserkeit mit schwacher Stimme, Fieber, Kopfweh, worauf Wundheit des
Halses und Schwierigkeit beim Schlucken folgt. Gewöhnlich wird der
Kranke auch Schmerz in den Knochen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit
empfinden.
Seite 201.
Krankheiten der Luftröhre und der Brust.
+Bronchitis+, +Luftröhrenästeentzündung+. -- Beginnt mit Frösteln,
Fieber, Husten, Schmerz und Wundheit am obern Theil des Brustbeins,
Druck auf der Brust, schnelles, unregelmäßiges Athmen.
Seite 209.
+Influenz+, +Grippe+, +Flußfieber+. -- Zuerst zeigen sich
Katarrh-Symptome mit dumpfem Schmerz in der Stirne, erschwertes
Athmen, Schneuzen, Trockenheit der Nase, weher Hals, Frösteln.
Seite 215.
+Lungenentzündung+ (~Inflammation of the Lungs~). -- Beginnt mit
Frösteln, worauf Fieber folgt. Schmerz auf einer Seite der Brust,
erschwertes Athmen, Husten, stechende Schmerzen, der Patient kann
nicht auf der affizirten Seite liegen.
Seite 220.
+Brustfell-+, +Rippenfellentzündung+ (~Pleurisy~). -- Beginnt mit
Frösteln, worauf Fieber, Durst und andere Fiebersymptome folgen. Bald
zeigt sich ein scharfer Schmerz in der Brust, welcher durch tiefes
Athemholen erhöht wird. Trockener, hackender Husten, erschwertes und
beschleunigtes Athmen.
Seite 226.
+Herzentzündung+ (~Inflammation of the Heart~). -- Beginnt mit
Fiebersymptomen, z. B. Frösteln, Hitze, Durst &c. Hierauf folgt
rasches und erschwertes Athmen, mit scharfem Schmerz in der
Herzgegend, welcher durch Bewegung erhöht wird. Das Herz klopft
heftig.
Seite 230.
+Herzklopfen.+ -- Erhöhte, stärkere Thätigkeit des Herzens,
Kurzathmigkeit, Schmerz in der Herzgegend.
Seite 232.
+Lungenbluten+ (~Bleeding from the Lungs~). -- Gewöhnlich geht ein
Druck auf die Brust und Schwierigkeit des Athmens voraus, Hitze und
Prickeln im Brustbein, salziger, bitterer Geschmack im Munde.
Seite 236.
+Engbrüstigkeit+ (~Asthma~). -- Vor dem Anfall verspürt der Patient
gewöhnlich ein Vollsein in der Magengegend mit Kopfweh und Schwäche.
Beengung über der Brust, Schwerathmen mit keuchendem Ton.
Seite 239.
+Brustwassersucht+ (~Dropsy of the Chest~). Große Schwierigkeit
beim Athmen, was bei Anstrengung oder beim Niederlegen sich
noch verschlimmert. Schmerzhafter Druck in der Brust, bleiche
Gesichtsfarbe, kurzer, trockener Husten, Herzklopfen.
Seite 243.
+Auszehrung+ (~Consumption~). -- Die gewöhnlichen Symptome sind
Husten, Schmerzen in der Brust, Fieber, Hitze in den Händen, Füßen
und Wangen, Schwäche der Stimme, gekrümmte Nägel.
Seite 246.
Krankheiten des Magens und der Eingeweide.
+Dyspepsie oder Magenschwäche.+ -- Ein Gefühl der Ausdehnung des
Magens, Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Niedergeschlagenheit, belegte
oder farblose und weiche Zunge.
Seite 253.
+Magenneuralgie+, +Magenkrampf+. Ein dem Sodbrennen ähnlicher
Schmerz, welcher unregelmäßig eintritt und manchmal durch Druck
gelindert wird.
Seite 268.
+Magenweh oder Magencolik+ (~Stomach Ache~, ~Colic~). -- Gefühl des
Ineinanderschlingens und Kneipens in der Nabelgegend, der Leib ist
hart und in Knoten zusammengezogen.
Seite 271.
+Magenentzündung+ (~Inflammation of the Stomach~). -- Brennende
Schmerzen im Magen mit Durst, Uebelkeit und Erbrechen, Verlangen nach
kühlen Getränken, Verlust der Kräfte, der Schmerz wird durch Druck
vermehrt.
Seite 280.
+Gedärmentzündung+ (~Inflammation of the Bowels~). -- Beginnt mit
Frösteln, worauf Fieber und Durst folgen, heiße Haut, kneipender
Schmerz in den Eingeweiden, welcher durch Druck erhöht wird.
Seite 284.
+Leberentzündung+ (~Inflammation of the Liver~). -- Beginnt mit
Fiebersymptomen, einem prickenden, stechenden Gefühl in der rechten
Seite und Schmerzen in der Leber, die entweder nur zeitweilig oder
beständig vorhanden sind.
Seite 286.
+Milzentzündung+ (~Inflammation of the Spleen~). -- Beginnt
gewöhnlich mit Fiebersymptomen, Schmerz in der linken Seite in der
Gegend, wo die Milz liegt, mit Empfindlichkeit gegen Druck; Schmerz
beständig und schneidend.
Seite 292.
+Würmer.+ -- Die Symptome sind Blässe, Jucken in der Nase,
Zähneknirschen, Auffahren aus dem Schlafe, angeschwollener Leib,
unregelmäßiger Appetit.
Seite 294.
+Diarrhöe oder Durchfall.+ -- Oeftere Stuhlentleerungen mit einem
Gefühl von Schwere und stärkerem oder schwächerem Kneipen.
Seite 300.
+Ruhr+ (~Dysentery~). -- Appetitlosigkeit mit Hartleibigkeit und
Diarrhöe, worauf schleimige mit Blut vermischte Stuhlgänge folgen.
Seite 304.
+Cholera Morbus+, +Brechdurchfall+. -- Diese Krankheit tritt
gewöhnlich plötzlich mit Erbrechen und Durchfall ein, was mit
heftigen kneipenden Schmerzen im Magen und den Gedärmen verbunden
ist. Die Stuhlentleerungen bestehen zuerst aus Speiseaussonderungen
und später aus wässerigem, galligem Wasser.
Seite 308.
+Asiatische Cholera.+ -- Das erste Stadium ist durch Störung in den
Verdauungsorganen gekennzeichnet, Kollern in den Eingeweiden, Schmerz
in verschiedenen Körpertheilen, Durst mit leichter Diarrhöe. Diesen
Symptomen folgt Erbrechen, dünne, farblose Stuhlentleerung (dem
Reiswasser ähnlich) und heftige Krämpfe.
Seite 311.
+Hämorrhoiden+ (~Piles~). -- Dem Anfall geht in der Regel ein Gefühl
von Schwere in dem unteren Theile des Unterleibes mit schmerzhaftem
Afterjucken voraus.
Seite 315.
+Unterleibswassersucht+ (~Dropsy of the Abdomen~). -- Anschwellen
des Unterleibes mit einem Gefühl von Schwere, Appetitlosigkeit,
Hartleibigkeit u.s.w.
Seite 320.
Krankheiten der Urin- und Geschlechtsorgane.
+Nierenentzündung+ (~Inflammation of the Kidneys~). -- Der Krankheit
gehen in der Regel Fiebersymptome voraus, worauf tiefsitzender
Schmerz folgt, der sich bis zur Blase hinzieht, und durch Bewegung
und Druck vermehrt wird.
Seite 323.
+Blasenentzündung+ (~Inflammation of the Bladder~). Brennender,
durchdringender Schmerz, welcher sich zwischen den Beinen bis zu den
Hoden und Schenkeln hinabzieht.
Seite 326.
+Chronische Blasenentzündung.+ -- Leichter Schmerz mit einem Gefühl
von Hitze in der Blase und häufigem Verlangen das Wasser abzulassen,
schleimiger Urin.
Seite 326.
+Harnträufeln, auch Harnruhr+ (~Diabetes~). -- Außerordentlicher
Appetit und Durst, geschwollenes Zahnfleisch und entzündeter,
trockener Mund, Abmagerung.
Seite 330.
+Blasenpolyp, auch Blasenstein+ (~Stone in the Bladder~). --
Plötzliche Schmerzanfälle in der Nierengegend; die Schmerzen ziehen
sich bis zu den Schenkeln hinab, öftere Neigung zum Urinlassen,
Schmerz an der Eichel des Penis.
Seite 331.
Frauenkrankheiten.
+Verzögerte oder unterdrückte Menstruation.+ -- Kopfweh, Vollheit
und Pulsiren in der Mitte der Hirnschale, Schmerz im Rücken und den
Lenden, kalte Füße und Hände.
Seite 349.
+Bleichsucht+ (~Chlorosis~). -- Allgemeine Ermüdung, gelblichgrüne
Hautfarbe, Blässe der Lippen, kalte Haut, Schwäche, geringer Appetit.
Seite 351.
+Uebermäßige Menstruation.+ -- Schwäche und Schmerz im Kreuz, der
Schmerz zieht bis zu den Hüften, Kopfweh mit Klopfen in den Schläfen.
Seite 356.
+Schwere Menstruation.+ -- Heftige drückende Schmerzen in der Gegend
der Gebärmutter, Schmerz im Kreuz und den Schenkeln.
Seite 359.
+Unterdrückte Menstruation.+ -- Kopfweh, Fieber, heiße Haut, Durst,
schneller Puls, Vollheit und Klopfen in der Mitte und dem hinteren
Theil des Kopfes, Schmerzen im Rücken.
Seite 361.
+Vorfall der Gebärmutter+ (~Falling of the womb~). -- Druck und
Schmerz in den unteren Theilen des Unterleibes mit Schmerzen im
Kreuz, Schmerz durch Bewegung oder wenn die Betreffende lange steht,
vermehrt.
Seite 367.
+Weißer Fluß+ (~Leucorrhœa~). -- Hitze und Wundheit der
Geschlechtstheile mit einem Gefühl von Schwere, abwärtsdrückenden
Schmerzen und einem Ausfluß.
Seite 371.
+Aufgebrochene Brüste+ (~Broken Breast~). -- Beginnt mit Frösteln,
woraus Fieber und spießende Schmerzen in der Brust folgen. Die Brust
schwillt an, wird hart und knotig.
Seite 407.
+Kindbettfieber+ (~Childbed Fever~). -- Diesem gehen Fiebersymptome,
z. B. Frösteln, Hitze der Haut mit Schmerz im Leib, welcher sich beim
Druck vermehrt, voraus. Der Leib schwillt an und ist außerordentlich
empfindlich.
Seite 409.
+Weiße Schenkelgeschwulst+ (~Milk Leg~). -- Schmerzen im unteren
Theile des Unterleibs, die sich bis zu den Hüften ziehen. Das Bein
beginnt anzuschwellen, und die Geschwulst dehnt sich bis zu den
Schamleisten und von da abwärts aus.
Seite 411.
Kinderkrankheiten.
+Convulsionen+, +Krämpfe+, +Gicht+ (~Spasms~, ~Fits etc.~) -- Die
Augen sind anfänglich starr, die Gesichtsmuskeln zusammengezogen,
manchmal schäumt das Betreffende mit dem Mund, und oft ist der ganze
Körper zusammengezogen.
Seite 422.
+Mundschwamm+ (~Thrush~). -- Röthe der Zunge und des Zahnfleisches,
und Trockenheit im Mund. Es scheint als ob der ganze Mund mit
weißlichen Flecken überzogen sei.
Seite 428.
+Kopfwassersucht+ (~Dropsy of the Brain~). -- Schläfrigkeit, der
Patient legt seine Hände auf den Kopf und gibt augenscheinliche
Zeichen des Leidens und Schmerzes, der Kopf ist heiß, erschwertes
Athmen.
Seite 430.
+Remittirendes oder Wechselfieber der Kinder.+ -- Beginnt mit
Mattigkeit und Reizbarkeit, die Lippen sind trocken. Auf diese
Symptome folgen Fieber, belegte Zunge, kalte Gliedmaßen &c.
Seite 432.
+Cholera Infantum.+ -- Der Anfall mag plötzlich mit heftigem
Erbrechen und Abführen eintreten, oder es geht demselben leichte
Diarrhöe voraus. Der Kranke erbricht den ganzen Mageninhalt, die
Stühle sind grünlich, oder gelblich und wässerig.
Seite 434.
+Häutige Bräune+ (~Croup~). -- Beginnt in der Regel mit
Catarrhsymptomen, mit trockenem Husten, heißer Haut, schneller Puls,
Röcheln im Halse und Heiserkeit. Wenn das Kind einen Anfall bekommt,
so ist der Husten heiser, das Athmen beschleunigt, das Gesicht
geröthet &c.
Seite 439.
+Keuch- oder Stickhusten+ (~Whooping Cough~). -- Ist durch
krampfhafte Hustenanfälle gekennzeichnet, wobei das Athemholen ein
zischendes Geräusch hervorbringt. Fängt mit Catarrhsymptomen an.
Seite 442.