Auch den Doktor Fuchs hat der Lärm angezogen. »Donnerwetter, Jungs, was

macht ihr denn nun schon wieder?«

Der dicke Puntz rappelt sich eben erst noch hoch. »Der -- der -- Doef,

der macht ’n wilden Mann!«

Der also Angeschuldigte hat sich jetzt auch so weit erholt. »Ja,«

verteidigt er sich, »ich -- ich wollte es mit Maßen und die nicht!«

Da muß Doktor Fuchs doch auch lachen. Dann aber entscheidet er kurz:

»Wir wollen mal den Ring hier sprengen. Fritze Köhn und du, ihr geht

ganz nach hinten! Puntz und Zeidler in den Abteil zu Ehrenfried! Du und

du nebenan! Doef bleibt mit euch beiden hier!«

Andere Gäste ziehen für die Ausgewiesenen ein; als sich aber jetzt der

Zug in Bewegung setzt, geht der Krawall von neuem los. Doktor Fuchs

indessen sagt vorläufig nichts dazu, bis sich nach wenigen Minuten die

Fahrgeschwindigkeit wieder verlangsamt. Da erst schreitet er die ganze

Länge des Wagens ab und bedeutet den Jungen: »Nikolassee jetzt! Also

Ruhe im Saal!«

»Jroßmutter will danzen!« flüstert Fritze Köhn dazu.

Ja, schön! Man hält sich ruhig! Aber dafür fängt man an zu kichern

und zu lachen. Weshalb? Warum? Worüber? Wenn die Jungen _das_ sagen

könnten! Man legt sich zurück; man legt sich vor; man fällt auf den

Nachbar nach links oder rechts; man quetscht sich schnell mal unter

die kleine Reihe auf der andern Bank, trotzdem die gegenüberliegende

ganz leer ist. Und dabei lacht man und lacht und lacht wieder, bis

sich der Zug von neuem in Bewegung setzt und man zu denen ans Fenster

stürzt, die da inzwischen Schmiere gestanden hatten, daß keiner mehr

hereinkam. --

Am schlimmsten dran war jetzt Fritze Köhn, den Doktor Fuchs selber

zu sich genommen hatte. Der Junge saß da wie versteinert; er sah zum

Fenster hinaus und tat, als wenn er gar nicht hörte, daß der kleine

Achim Köckeritz von seinem Hund zu Hause erzählte, wie der einmal ein

ganzes Pfund Butter aufgefressen hatte.

»Na, Fritze,« wendet sich da der Achim an seinen schweigsamen Nachbar,

»du hast wohl gar nicht gehört, was ich erzählt habe?«

»Doch,« wendet sich der Fritze Köhn zu ihm um und antwortet mit dem

ernsthaftesten und bärbeißigsten Gesicht, »lange nich so jelacht! Weißt

du aber auch, wie Lack dekliniert wird?«

»Na freilich!« sagt der kleine Köckeritz schnell und doch etwas

schwankend, da er dem Spaßvogel nicht recht traut.

»Na, mache mal!«

»Der Lack, des Lacks, dem Lack --«

»Na, siehste woll! _Demlack!_[17] Det stimmt janz jenau!«

[17] Demlack = Dummkopf.

Da müssen die andern alle mächtig losprusten; auch Doktor Fuchs

lacht den reingefallenen kleinen Köckeritz aus. Er sogar nicht zum

wenigsten. -- -- --

Der dicke Puntz in seinem Abteil hatte sich schließlich in einer Ecke

recht häuslich eingerichtet; ja, er tat sogar so, als wollte er ein

Schläfchen riskieren. Er hätte auch gar nicht nötig gehabt, zu seinem

Nachbar zu sagen: »Du, höre mal, du kannst mich auf Bahnhof Friedrich

Straße wecken!« Die andern besorgten das gründlich genug und nicht erst

auf Bahnhof Friedrich Straße, sondern auf jeder Station vorher. Und

deren Reihe war lang. --

Als dann der Dicke zu Hause so ungefähr seinen Appetit gestillt und

sich auf das Sofa hatte fallen lassen, um seine Erlebnisse bequemer zu

erzählen, da schlief er doch immer schon halb dabei ein.

»Es war sehr fein!« lallte er. »Dieses Quecksilber, den Köckeritz, den

hat Fuchs aus dem Wasser geholt! -- Aber eigentlich war’s Ehrenfried!«

»Was?« -- Vater und Mutter rücken dem Jungen näher. -- »Wen hat er aus

dem Wasser geholt?«

»Ja, die dachten vielleicht -- ich war -- eine Blattlaus! Aber --

ich --«

»Wie? -- Was? -- Junge, du schläfst ja schon!«

»Ja! Seine Hosen -- waren auf -- Vater Ehreckes -- Schmerbauch --

eingerichtet, und den haben -- sie dann in die Brennesseln -- gesetzt

-- und --«

»Wen? Was?« -- Alles um den Jungen herum lacht laut auf. -- »Den

Schmerbauch?«

Der Dicke antwortet nicht mehr: er ist in die Ecke des Sofas

zurückgesunken und -- schläft. -- -- --

* * * * *

Doktor Fuchs war mit bis zum Lehrter Bahnhof gefahren, um erst den

Achim Köckeritz und dann den Ernst Ehrenfried persönlich abzuliefern.

Dem letzteren öffnete seine mutige Tat draußen an der Fähre zur

Pfaueninsel bald das Haus des Herrn Köckeritz. Glück auf, du wackerer

Ernst Ehrenfried! Jetzt ist für dich die Bahn frei, dein Leben zu

bauen und deinen Verwandten, die sich deiner in der höchsten Not

so edel angenommen haben, einst mehr zu helfen, als nur mit »2 ~m~

Schottisch!« --

Einen aber gab es, der sagte aus vollstem Herzen: »Gott sei

Dank!« als er endlich wieder in seinen vier Pfählen war und nach

diesem anstrengenden Tage gleichfalls sein Haupt zur Ruhe legen

konnte. -- -- --

Sonnabend: Ferien.

Als der dicke Puntz am andern Morgen erwachte und instinktiv nach der

Uhr griff, war es acht.

»Donnerwetter ja!« -- Ein blasser Schrecken durchzuckte den Jungen;

doch ebenso schnell war die Erlösung da: »Ach, es sind ja Ferien!«

Mit welcher Wonne sich da der Dicke auf das Kissen zurückfallen ließ!

Ja, diese Wonne mußte man fühlen! Er fühlte sie; _er_ durchkostete sie;

er _erhöhte_ sie sich dadurch, daß er noch einmal an die Partie von

gestern dachte und an die Pfingstferien, die nun kommen sollten oder

doch schon da waren. Er überlegte schließlich, ob er jetzt im Bette

liegen bleiben und etwas lesen oder lieber aufstehen sollte, um so die

Ferien mit noch größerem Bewußtsein und mit noch größerem Behagen zu

genießen.

In _dem_ Augenblicke fiel gerade unter seinem Fenster ein erster Schlag

und Bums! Und wieder Bums und Schlag! Und Bums um Schlag! Und Schlag um

Bums!

»So eine Gemeinheit! Mamaaaaa!« --

Schon war auch die Mama da. »Was ist denn los, Junge?«

»Mama, die klopfen ja Teppiche! Heute zum Sonnabend?«

»Ja, das ist so, mein Jungchen! In der Woche vor dem Fest darf an jedem

Tage geklopft werden!«

»Auch schon so früh?«

»So früh? Es ist ja beinahe halb neun! Steh auf und mache etwas schnell

dabei!« --

Der Dicke war eine gutmütige Haut: so bequemte er sich also wirklich

dazu. Und ein halbes Stündchen später -- heute ließ er sich mehr Zeit

als sonst! -- saß er am Frühstückstisch.

»Na, wie war’s denn nun gestern? Gestern abend nämlich hast du nur

Unsinn geredet!«

»Ich? Unsinn? Wann denn?«

Die Mutter setzte ein so fröhliches Lachen dieser Frage entgegen und

wiederholte nur: »Na, wie war’s denn?«

»Ach, einfach wunderbar, Mama! So nach und nach werde ich euch mal die

ganze Partie erzählen! Wenn Papa auch dabei sein kann!«

»Na, schön!« lächelte die Mutter gutmütig. »Aber dann werde ich

mich wohl bis nach den Feiertagen gedulden müssen; denn morgen und

übermorgen fahren wir alle zu Onkel Fritz nach Fürsten--. Na nu? Was

ist denn los, Junge?«

Der Dicke hat die Schrippe, die er sich eben streichen wollte,

hingeworfen und verübt jetzt einen tollen Schunkelwalzer, so daß die

Mutter erschrocken dazwischenfahren muß: »Junge, die unten! Die müssen

ja denken, die Decke kommt runter!«

»Ach, Mama, laß doch! Fritze Köhn würde sagen: ›Ick frei mir nur so!‹

Wann fahren wir denn weg, Mama?«

»Na, morgen ganz früh! Papa läßt dir sagen, du sollst heute vormittag

noch gleich deine Schularbeiten machen!«

»Mama!« -- Das Gesicht des Jungen strahlt, als hätte er die Butter

nicht auf seine Schrippe, sondern auf seine Pausbacken geschmiert. --

»Mama! Wir haben ja _gar_ nichts auf! Das war überhaupt die feinste

Woche, die ich in meinem Leben erlebt habe! Wirklich die allerfeinste!

Und nun noch die Ferien dazu!«

»Ja, was aber nun?«

»Ach, laß nur, Mama! Ich werde schon wissen, was sich heute noch machen

läßt!«

»Du kannst auch immerhin mal ein bißchen so arbeiten oder repetieren!«

»Aber, Mama! Ich werde doch nicht die ganze, schöne Woche so

verrungenieren! Ich weiß ja schon, Mama! Aber ich meinte nur, so würde

Fritze Köhn sagen. Ach, es ist doch zu schön!« -- Der Dicke griff dabei

nach der dritten Schrippe. -- »Aber halt! Mama, was meinst du? Bin ich

gesund? Ist mir die Partie von gestern bekommen? Sage es mal ganz offen

und ehrlich! Ich muß es wissen!«

Was für Augen da die Mutter machte! »Ob du gesund bist? Na, ich hoffe

doch! Junge, wie kommst du denn überhaupt auf eine solche Frage?«

»Ja, wer heute nicht gesund ist, oder wem die Partie von gestern

nicht bekommen ist, der soll gleich dem Doktor Fuchs eine Postkarte

schreiben. Das brauche ich also nicht! Das ist jedenfalls nur für

Ehrenfried und Köckeritz!«

Jetzt aber mußte die Mutter wirklich aus vollem Halse lachen: »_Du_

brauchst nicht zu schreiben, Dicker! Oder du müßtest gerade schreiben,

daß du einen fürchterlichen Appetit entwickelst!«

»Na,« kaute der Dicke eben noch an seiner dritten Schrippe, »ich höre

jetzt schon auf. Aber ich kann ja gleich noch frühstücken, ehe ich zu

Zeidler gehe!« --

Das tat er denn auch. -- -- --

Ja, ja! Goethe war ja wohl ein großer Menschenkenner! Hätte er aber

einen modernen Tertianer gekannt und zum Beispiel den dicken Puntz nach

dieser »feinen Woche« gesehen, er hätte sich dann sicherlich selber

verbessert und geschrieben:

»Alles in der Welt läßt sich ertragen,

_sogar_ eine Reihe von schönen Tagen!«

Vom gleichen Verfasser erschien im gleichen Verlage:

Mit Gott für König und Vaterland!

Erlebnisse eines preußischen Jungen. ▣ Von =F. Pistorius=. ▣

Band I: =Das Unglücksjahr 1806.= 3. Aufl.

Band II: =Preußens Erwachen 1807/09.= 2. Aufl.

Band III: =Das Volk steht auf! 1813.= 2. Aufl.

Prächtige Geschenkbände mit buntfarb. Titelbild und Karten ~à~ 4 M.

▪ Jeder Band ist ein abgeschlossenes Ganzes. ▪

_Urteile (über die Bände I--III)_:

[Illustration]

Das ist ein herrliches Buch für unsere deutsche Jugend. Es erzählt die

Schicksale der Söhne des Prenzlauer Gutsbesitzers Pistorius, Fritz und

Traugott, die mit jugendlichem Heldenmut in den Zeiten der tiefsten

Erniedrigung Preußens ihrem König und Vaterlande dienen, der eine als

tapferer Offizier, der jüngere als Kundschafter und Lazarettgehilfe. Es

ist alles mit dramatischer Lebendigkeit und mit peinlicher historischer

Treue erzählt. Unseren Jungens werden die Augen leuchten und die

Herzen glühen, wenn sie diese von flammender Vaterlandsliebe zeugenden

Berichte aus Deutschlands schmachvoller Zeit lesen, die mit dem Anbruch

der großen Freiheitsbewegung eindrucksvoll schließen. Wir vermuten

wohl richtig, daß der Verf. für diese lebendigen Schilderungen sein

Familienarchiv hat benutzen können.

=Christl. Bücherschatz.=

Pistorius erzählt uns in seiner glühenden Schreibweise aus der

schwersten Zeit unseres deutschen Vaterlandes. Doch nicht uns --

sondern seinen Jungen erzählt er! Aber wie er erzählt! Wir glauben

uns bei der Lektüre in die Stube des Erzählers versetzt, glauben

seine Stimme zu vernehmen. Und so wie Pistorius die Ereignisse des

denkwürdigen Jahres erzählt hat, so hat er sie auch niedergeschrieben

-- _flott_, _anschaulich_, _lebendig_, _packend_, alles in allem -- ein

echter Pistorius!

=Tägliche Rundschau, Berlin.=

An überirdischen Idealgestalten berauscht sich wohl die Jugend, aber

der Rausch verfliegt bald; dieser märkische Junge ist von so gutem,

nüchternem Schrot und Korn, daß man nur wünschen möchte, unsere moderne

Jugend nähme sich Traugott Pistorius zum Exempel.

=Professor L. Freytag im »Pädagogischen Archiv«.=

[Illustration]

Pistorius wollte der deutschen Jugend es ermöglichen, die furchtbar

schwere und dann herrlich ausklingende Zeit mitzuerleben. Das ist

ihm auch in hervorragender Weise gelungen. Die Verknüpfung der

Lebensschicksale seines Helden mit den Generalen Blücher, Bülow,

York, mit der Lützowschen Freischar (Theodor Körner) zeigt die

Geschicklichkeit des Schriftstellers. Die ganze Schwere des Druckes,

der auf dem preußischen Volke gelagert hat, wird deutlich in den

Wirkungen, die er ausübt. So ist es ein Buch, das nicht nur der Jugend

Interesse abgewinnt, sondern auch den Mann ergreift.

=Die Reformation.=

Fritz Pistorius:

_Von Jungen, die werden._

Neue Geschichten :: vom Doktor Fuchs.

Zweite Auflage. :: Mit Buchschmuck. :: Gebunden 3 M.

Fröhlicher, glücklicher Schulhumor leuchtet auch aus diesem neuen

Pistorius-Buch.

=Reclams Universum.=

Wer nach der Lektüre der früheren Bücher gedacht haben sollte, daß das

Thema nun erschöpft sei, wird mit Staunen sehen, daß Pistorius hier

noch 25 neue Schulfälle sozusagen aus dem Ärmel schüttelt, und dazu so

interessante, wie das Kapitel vom Pumpgenie, von der Ehrlichkeit, zu

der ein flunkernder Schüler erzogen wird, vom neugebackenen Tertianer,

von den Schülertypen des langsamen und dummen Kerls, des genialen und

des liederlichen und des Wildlings.

=Reichsbote.=

Ein frisches frohes Buch, den Freunden der Jugend und dieser selbst zur

Freude und Erquickung geschrieben.

=Mainzer Journal.=

_Eine feine Woche!_

Mit Titelbild und Einbandzeichnung. Dritte Auflage. Stattlich gebd. 3 M.

Ich habe das Buch, oder vielmehr das Buch hat mich nicht losgelassen,

bis ich es ganz gelesen hatte. Das ist so recht etwas für unsere

Jungen! _Das_ Buch werden sie verschlingen. Die Probe, die ich mit

einigen Schülern machte, bestätigte meine Ansicht: bald wurde ich von

den andern bestürmt, es ihnen auch zu leihen. Das ist nur natürlich,

denn die geschilderten kleinen Leiden und Freuden unserer Schuljugend

sind so unmittelbar aus dem Leben gegriffen und so launig und fesselnd

erzählt, daß jeder Schüler sich sagen muß: das hat einer geschrieben,

der Verständnis für uns Pennäler besitzt. Ich bin übrigens überzeugt,

daß das Buch in den Klassenbibliotheken zu den begehrtesten gehören

wird.

Gymnasial-Oberlehrer =~Dr.~ Hermann.=

Auf der Wildbahn.

Ferienabenteuer in deutschen Jagdgründen.

Für Jung und Alt nach eigenen Erlebnissen erzählt

von

=A. Becker.=

Mit 9 Vollbildern und 18 Textillustrationen von Professor Woldemar

Friedrich.

Mit einem Situationsplan.

Neue billige Ausgabe, prächtig gebd. 5.50 M.

Ausgabe mit getonten Bildern gebd. 7 M.

Das ist _ein Knabenbuch, wie es kaum seinesgleichen gibt_. So frisch

und froh und spannend, daß einem der Atem fast stillsteht vor

Erwartung, und doch frei von nervenreizender Aufregung erzählt es.

=Daheim.=

[Illustration]

»Bitte wieder so eines!« Mit diesen Worten, die eine schlichte

Schülerkritik enthalten, gab der erste Entleiher das Buch zurück.

=Professor Dr. Thomas=-Ohrdruf.

In dem vorliegenden Buche sehen wir den _deutschen Wald_ mit allem, was

in ihm lebt ... Verfasser erweist sich als ein Meister der Darstellung;

köstlicher Humor wechselt ab mit sachkundiger, von jeder Schulmeisterei

sich fernhaltender Belehrung.

=Professor Dr. K. Kraepelin=-Hamburg

im »Hamburg. Correspondent«.

Mein eigenes Urteil genügte mir nach dem Lesen des Buches noch nicht.

Darum wendete ich mich an zuständigere Richter: ich gab es meinen

Jungen. Die haben sich darum gerissen! Damit hat »Rom« gesprochen.

=Professor ~Dr.~ Fr. Seiler=-Wernigerode

in der »Täglichen Rundschau«.

Meine Jungen haben noch keine Erzählung mit solchem Eifer gelesen, auch

nicht den Lederstrumpf, wie diese Jagdgeschichten aus der Heimat.

=Hannoversches Sonntagsblatt.=

... Ich habe »Auf der Wildbahn« gelesen, von Anfang bis zu Ende, mit

stiller Freude und wachsendem Frohgefühl. Das ist ja ein wunderbar

schönes Buch.

Drei Jungen, wackere, prächtige Jungen, oder richtiger Jünglinge

sind es, die während der Ferien und oft auch an den Sonntagen Stadt-

und Schulluft hinter sich lassen, um ein benachbartes, wald- und

wasserreiches Landgut aufzusuchen. Wie sie nun da unter Führung

eines wackeren Weidmannes, einer herrlichen Idealgestalt, eines

Helfers in allen Nöten -- ach, und sie geraten in mancherlei Not --

die Natur kennen und lieben lernen, wie sie sie belauschen in ihrer

geheimnisvollen stillen Tätigkeit, wie ihr wunderbares Leben ihnen

offenbar wird, wie sie durch mancherlei kleine, frohe Abenteuer,

viele heitere Jagderlebnisse, Wanderungen und Fahrten immer mehr mit

dem Walde verwachsen, wie er im erwachenden Lenzesleben, in seiner

Sommerpracht, im Herbstrauschen und im Winterzauber immer den gleichen

Reiz auf sie ausübt, wie das alles nun so allmählich in ihr Herz

wächst und sie an Körper und Geist gesund und stark und groß und frei

macht -- das ist alles so einfach, so schön, so natürlich, mit so

liebenswürdigem Humor erzählt, daß man sich gar nicht davon losreißen

kann.

=Hermann Brandstädter=,

Verf. von »Wie Friedel eine Heimat fand«, »Erichs Ferien« usw.

... Ich möchte den Knaben oder jungen Mann kennen lernen, dem das

Buch nicht gefällt ... Ganz aus dem Geiste eines geweckten Knaben

geschrieben, zählt die Jugendschrift zu den besten, die mir seit Jahren

zur Kritik vorgelegen haben ...

=Franz Woenig=, Lit.-Kritiker des »Leipziger Tageblatt«.

Homers Ilias.

[Illustration]

Neue metrische Übersetzung von Professor =Hans Georg Meyer=.

Mit 24 Kopfleisten von _Hans Krause_.

:: Hochelegant gebunden 5 M. 50 Pf. ::

So erschließt Hans Georg Meyer, Professor am Grauen Kloster zu

Berlin, als erster das vollgültige Bild der gewaltigen Dichtung

-- dem erwachsenen Leser zur lichten Freude, dem jugendlichen zur

Begeisterung, die für den Urtext das Verständnis bereitet, das unter

der Schwierigkeit der schleppenden Lektüre bisher meist verloren ging.

=Königsbg. Hartung’sche Zeitung.=

_Als Übersetzer Homers_ wird für den deutschen Leser _künftig nur Meyer

in Betracht kommen_. Mit Vergnügen und mit naiver Hingabe erfreut sich

die Jugend des Zaubers der Sprache in dieser Übersetzung.

=Preußische Jahrbücher.=

Hier spricht ein Dichter zu uns, der sich vollständig in die Welt

Homers einzuleben verstand und in eigenartig packender Sprache die

Kämpfe um Troja vor Augen zaubert.

=Das XX. Jahrhundert.=

Alle Nebentöne, an denen die _Ilias noch reicher_ als die Odyssee ist,

kommen zum Erklingen.

=A. D. B. Zeitschrift.=

In _leuchtender Schönheit_ ist die unsterbliche Weltdichtung in dieser

Bearbeitung wiedererstanden. Die Verse sind von herrlichem Klang, und

die straffere Zusammenfassung ist eine wahre Wohltat. Wie in neuem Gold

geprägt erscheint die alte liebe Voßübersetzung in diesem metrischen

Meisterwerk.

=Detlev v. Liliencrons’s Literarischer Jahresbericht.=

[Illustration]

Druck von Trowitzsch & Sohn, Berlin ~SW~ 48.

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Folgen

von Gedankenstrichen und die Darstellung der Ellipsen wurden

vereinheitlicht.

Eine feine Woche! · 第 9 / 9 段