Obwohl der nach diesen Grundsätzen unternommene Schutz der heimischen
Natur sich bisher in der Hauptsache auf das Sattelberggebiet erstreckt
hat, so kann doch schon heute gesagt werden, daß der Erfolg ein sehr
erfreulicher, in vielen Fällen sogar die gehegten Hoffnungen weit
übertreffender, gewesen ist. Es wurde fast überall ein unerwartet hohes
Verständnis für die Notwendigkeit des Schutzes unserer Heimatnatur
und bereitwilliges Eingehen auf die angeregten Schutzmaßnahmen bei
der einheimischen Bevölkerung vorgefunden. Seit Jahren angeknüpfte
und sorgsam gepflegte Beziehungen zur eingesessenen Bevölkerung haben
hier reiche Früchte für Natur- und Heimatschutz getragen. Hier am
Sattelberge weiß jedes Kind, wer wir sind und was wir wollen. Manch
biedrer Alte ist uns hier zum lieben Freunde geworden, ist doch hier
so vieles noch lebendig, was andernorts schon längst als überlebt zur
Seite geschoben wurde. Freilich – eine Landschaft lernt man schneller
kennen als ihre Bewohner, wer sich aber bemüht, die Letzteren in
ihrer Eigenart und ihren Besonderheiten kennen und verstehen zu
lernen, dem wird manche landschaftlich schöne Gegend nicht mehr stumm
gegenüberstehen, sondern sie beginnt zu reden von Land und Leuten und
erzählt vom Gegenwärtigen und vom längst Vergangenen.
[Illustration: =Botanisch bedeutungsvolle Landschaft bei Bienhof=