In den vergangenen Jahrhunderten bis zu den Jahren 1821-23 bestand die
Linientruppe der Philippinen, soweit sie sich nicht aus Eingeborenen
ergänzte, zumeist aus mejicanischen Indianern und Mestizen. Zwar
blieben die Soldaten auch nach vollendeter Dienstzeit im Lande und
verheiratheten sich mit eingeborenen Frauen, aber ohne irgendwie
eine selbständige Kaste zu bilden, sie gingen einfach in den Malaien
auf. Dasselbe gilt von den Negern, Kaffern und Papuas, welche in
geringer Anzahl nach den Philippinen im Beginne der spanischen
Conquista von portugiesischen Sclavenhändlern gebracht wurden; da
aber bereits Philipp II. durch ein Decret die Aufhebung der Sclaverei
auf den Philippinen bewirkte [46], so blieben die Philippinen von dem
Fluche einer Negerkaste befreit. Die wenigen Sclaven, welche 1565-90
den Spaniern aus Siam, Cambodscha und Borneo zugeführt wurden, kommen
gar nicht in Betracht.