Die Subanos bewohnen jene langgestreckte Halbinsel, welche den
äussersten westlichen Ausläufer Mindanao's bildet. Ihr Name bedeutet
so viel als Flussbewohner (Combés 24). Die Geschichte ihrer Abstammung
bei Barrantes (Guerras piráticas 417) ist sehr schön, aber für unsere
Zwecke nicht brauchbar. Neuere Schriftsteller und Reisende haben uns
keine erweiterte Kenntniss dieses malaiischen Volksstammes gebracht, so
sind wir denn noch immer auf Combés und Gemelli-Careri angewiesen. Sie
sind kriegerisch, und ihre Kriegslust wird durch ähnliche Bräuche
angefeuert, wie einst bei den Caragas, nur brauchte der Subano nur
einen einzigen Feind zu tödten, um den rothen Kopfbund tragen zu
dürfen. Obwohl bei ihnen Blutrache gilt, so kann diese leicht durch
Goldstaub gesühnt werden. Geschlechtlichen Ausschweifungen huldigen
sie in ebenso grossem Maasse, wie alle ihre Nachbarstämme. Ein Theil
von ihnen ist zum Christenthume bekehrt, die übrigen sind Heiden und
nur zum geringsten Theile Mohammedaner. Ihre Kopfzahl soll sich auf
70 000 belaufen (Jagor, Reisen 322).