47. Subanos.

Die Subanos bewohnen jene langgestreckte Halbinsel, welche den

äussersten westlichen Ausläufer Mindanao's bildet. Ihr Name bedeutet

so viel als Flussbewohner (Combés 24). Die Geschichte ihrer Abstammung

bei Barrantes (Guerras piráticas 417) ist sehr schön, aber für unsere

Zwecke nicht brauchbar. Neuere Schriftsteller und Reisende haben uns

keine erweiterte Kenntniss dieses malaiischen Volksstammes gebracht, so

sind wir denn noch immer auf Combés und Gemelli-Careri angewiesen. Sie

sind kriegerisch, und ihre Kriegslust wird durch ähnliche Bräuche

angefeuert, wie einst bei den Caragas, nur brauchte der Subano nur

einen einzigen Feind zu tödten, um den rothen Kopfbund tragen zu

dürfen. Obwohl bei ihnen Blutrache gilt, so kann diese leicht durch

Goldstaub gesühnt werden. Geschlechtlichen Ausschweifungen huldigen

sie in ebenso grossem Maasse, wie alle ihre Nachbarstämme. Ein Theil

von ihnen ist zum Christenthume bekehrt, die übrigen sind Heiden und

nur zum geringsten Theile Mohammedaner. Ihre Kopfzahl soll sich auf

70 000 belaufen (Jagor, Reisen 322).

Versuch einer Ethnographie der Philippinen · 第 62 / 80 题