Die Mandayas wohnen am Rio Hijo, der in die Bucht von Davao mündet
(Cavada II, 222), am Oberlaufe des Rio Agusan und des Rio Sahug,
ebenso trifft man Mandayas in dem Hinterlande der Küstenorte Caraga,
Santa Maria und Zatagoza (Dr. Montano y Rey).. Dann bewohnen sie den
südlichen Theil von Mindanao, von Linao an der Westküste bis zu den
grossen Seen im Innern des Landes, sie sind dann auch weiter bis gegen
Butuan anzutreffen (Jagor, Reisen 322). Die am Meerbusen von Davao
wohnenden sind mit Manguangas vermischt (Jagor, l. c.). Ihre Hautfarbe
ist eine sehr helle (Cavada II, 206 u. 223), diess hat Mallat zu der
Annahme verleitet, dass sie Mischlinge von Japanen und Visayern sein
sollen, was aus historischen Gründen sehr unwahrscheinlich ist; Sir
J. Bowring's Hypothese, nach welcher die Mandayas gar Abkömmlinge
von Weissen und Eingeborenen wären, muss bei jedem Kenner der
Geschichte Mindanao's nur Unwillen erzeugen. Schwerwiegend ist
jedoch, dass Prof. Semper sich für eine Vermengung mit Chinesen
ausgesprochen hat (Semper, Skizzen 59), gegen diese Autorität wage
ich es nicht, Etwas einzuwenden. -- Sie sind von starker Gestalt und
kräftigem Gliederbau, kriegerisch und stets zum Kampfe bereit, mit
den Christen aber unterhalten sie freundliche Beziehungen (Cavada II,
206 u. 223). Ihre Waffen sind Lanze, Kris, Pfeil, Bogen und Bolomesser
(Cavada II, 223). Während die Mandayas der Provinz Surigao Freunde
einer herumschweifenden Lebensweise sind (Cavada II, 206), sind die
Mandayas von Davao arbeitsame Leute (Cavada II, 223). Ihre Religion
besteht in einem Ahnencultus (Semper, Skizzen 59).