Die Calauas (sprich: Cala-ú-as) wohnen von Santacruz (an einem Zuflusse
des Rio Chico de Cagayán) bis Nachsiping am Rio Grande. Sie reichen
bis Piat und Tuao im Süden und Malaueg im Norden, nach letzteren Orten
werden sie und ihr Idiom auch Malaueg oder Malauec genannt. Bei den
nördlichen Stämmen ist der Name Itaves der gebräuchlichere, im Süden
aber Calauas. Ihre Tracht erinnert an ihre Nachbarn, die Guinanen,
während ihre ganze Lebensweise in's volle Gegentheil schlägt. Sie
sind noch friedfertiger als die ihnen nach Mas (pobl. 28) ähnlichen
Gaddanen, und zeichnen sich besonders durch fleissigen Feldbau
aus. Nächst Reis wird am intensivsten Tabak gebaut, dessen Anpflanzung
sie eine besondere Pflege zuwenden (Buzeta I, 56). Ihr Tabak wird als
der beste der Provinz Cagayán bezeichnet, und das will so viel sagen,
als dass der Tabak des Calaua-Gebietes der beste der Philippinen
ist. Nach der Tabakernte werden die gesammelten Blätter zuerst einem
Gährungsprocesse unterworfen, dann aber wieder an der frischen Luft
getrocknet. In kleine Ballen gepackt wird dann der Tabak nach Ilócos
Sur und Abra eingeschmuggelt (Mas, pobl. 8; Buzeta I, 56).
Religion unbekannt. Sie sind wie die Guinanen noch unabhängig, doch
ist in diesem Jahre ein Truppencorps gegen sie abgeschickt worden,
um sie zu unterwerfen.