21. Calauas oder Itaves.

Die Calauas (sprich: Cala-ú-as) wohnen von Santacruz (an einem Zuflusse

des Rio Chico de Cagayán) bis Nachsiping am Rio Grande. Sie reichen

bis Piat und Tuao im Süden und Malaueg im Norden, nach letzteren Orten

werden sie und ihr Idiom auch Malaueg oder Malauec genannt. Bei den

nördlichen Stämmen ist der Name Itaves der gebräuchlichere, im Süden

aber Calauas. Ihre Tracht erinnert an ihre Nachbarn, die Guinanen,

während ihre ganze Lebensweise in's volle Gegentheil schlägt. Sie

sind noch friedfertiger als die ihnen nach Mas (pobl. 28) ähnlichen

Gaddanen, und zeichnen sich besonders durch fleissigen Feldbau

aus. Nächst Reis wird am intensivsten Tabak gebaut, dessen Anpflanzung

sie eine besondere Pflege zuwenden (Buzeta I, 56). Ihr Tabak wird als

der beste der Provinz Cagayán bezeichnet, und das will so viel sagen,

als dass der Tabak des Calaua-Gebietes der beste der Philippinen

ist. Nach der Tabakernte werden die gesammelten Blätter zuerst einem

Gährungsprocesse unterworfen, dann aber wieder an der frischen Luft

getrocknet. In kleine Ballen gepackt wird dann der Tabak nach Ilócos

Sur und Abra eingeschmuggelt (Mas, pobl. 8; Buzeta I, 56).

Religion unbekannt. Sie sind wie die Guinanen noch unabhängig, doch

ist in diesem Jahre ein Truppencorps gegen sie abgeschickt worden,

um sie zu unterwerfen.

Versuch einer Ethnographie der Philippinen · 第 36 / 80 题