Yankeeland. Zachäus reist nach Wyoming.
Und die Prärie liegt da gleich einem endlosen Meer, über das die
Oktobersonne ihre langen Strahlen wirft, die blitzenden Pfriemen
gleichen.
Auf den Bänken bei New-Foundland
Monat für Monat lagen wir auf den Bänken und fischten Kabeljau. Der
Sommer und der Winter kam und ging, und wir lagen immer noch an
derselben Stelle, mitten im Meer, an der Grenze zweier Erdteile, Europa
und Amerika. Vier- bis fünfmal im Jahre gingen wir nach Miquelon
hinauf, um unsern Fang zu verkaufen und uns zu verproviantieren. Dann
segelten wir wieder auf das Meer hinaus, verankerten uns auf demselben
Grunde und fischten Kabeljau -- und steuerten wieder nach Miquelon
hinauf, um abermals zu löschen. Ich war in der Stadt niemals am Land.
Warum sollte ich auch an Land gehen? Man sah dort sehr wenig Menschen
an dem Platze, diesem kleinen Weltende, das nur einige Fischer und
Schiffshändler bewohnten.
Unser Schiff war ein Russe und führte den Namen »Kongo«, ein wirklicher
Russe, eine alte Bark, die noch auf den Seiten halbverdeckte
Stückpforten hatte von ihren jüngeren Tagen her. Wir waren acht Mann an
Bord: zwei Holländer und ein Franzose, zwei Russen und ich; der Rest
waren Neger.
Der »Kongo« hatte vier Boote. Auf ihnen fuhren wir am Morgen hinaus
und zogen unsere Schnüre ein, im Sommer um drei Uhr, im Winter beim
Morgengrauen, und am Abend legten wir sie wieder aus, immer auf
derselben Stelle, sieben- bis achthundert Faden W. S. W. vor dem
»Kongo«.
Ein Tag verging wie der andere, immer lagen wir da. Unser Dasein bot
keine Abwechselung; wir wußten nicht einmal immer, ob es Sonntag oder
Montag wäre. Das einzige, was unsere Verhältnisse von denen der andern
New-Foundlandfischer unterschied, war das Ungewöhnliche, daß unser
Schiffer seine Frau mit an Bord hatte. Diese Frau war ein junges, aber
sehr widerliches Geschöpf mit ganzen Trauben von Warzen an den Händen
und entsetzlich mager und sehr klein.
Wir sahen sie fast jeden Morgen, wenn wir von Bord abstießen; sie
war dann gerade aufgestanden, war schläfrig und sehr unordentlich
angezogen. Sie konnte sich gerade vor unsern Augen hinsetzen und --
nein, es läßt sich wirklich nicht erzählen. Aber obwohl sie so unsauber
war und fast niemals ein Wort mit uns sprach, hatten wir sie doch gern,
wir alle hatten sie gern, jeder in seiner Weise, und keiner von uns
hätte sie entbehren mögen. So genügsam waren wir geworden.
Wir waren keine Seeleute, sondern nur Fischer. Ein Seemann segelt immer
weiter, gelangt irgendwohin und beendet schließlich seine Fahrt, wie
lange sie auch währt; aber wir, wir lagen still, ewig und immer still,
mit allen unsern Ankern in der Bank. Es war nun so lange in dieser
Weise gegangen, daß wir schließlich uns fast nicht mehr entsinnen
konnten, wie das Festland eigentlich aussieht. Wir hatten uns sehr
verändert. Das ewige Stilliegen hatte uns seltsam stumpf, wirklich
ganz stumpf gemacht. Wir sahen nichts weiter als Nebel und Meer, und
hörten nichts anderes als Wind und Wetter, von oben und unten; wir
interessierten uns für nichts und dachten keine längeren Gedanken
mehr. Warum sollten wir auch denken? Unsere ständige Beschäftigung
mit Fischen hatte uns selbst zu Fischen gemacht, zu seltsamen,
fleischartigen Seetieren, die auf einem Schiff herumkrochen und eine
eigene, nur uns gegenseitig verständliche Sprache redeten.
Wir lasen auch nicht, nichts lasen wir. Briefe konnten zu uns hier
draußen im Meer nicht hinausgelangen, und außerdem hatte der scharfe
Nebel, den wir einsogen, unsere tägliche Beschäftigung mit rohen
Fischen, unser ununterbrochener Aufenthalt auf den Bänken unsere ganze
Lebensfreude ertötet.
Wir aßen, arbeiteten und schliefen. Der einzige von uns, der nicht
ganz den Kopf verloren hatte und noch einigermaßen am Leben teilnahm,
war der Franzose. Er zog mich einmal auf Deck beiseite und fragte im
ernstesten Tone:
»Meinst du, daß man jetzt daheim Krieg führt?«
So gleichgültig waren wir für alles geworden, daß wir fast nicht mehr
miteinander sprachen. Wir wußten allzu gut, wie die Antwort auf jede
Frage lauten würde, und dazu kam noch, daß wir oft die größte Mühe
hatten, gegenseitig unsere Sprache zu verstehen. Was half es nämlich,
daß die offizielle Sprache des Schiffes englisch war! Sowohl die
Holländer, als der Franzose waren zu ungelehrig und zu trotzig, um sie
zu lernen, und selbst wenn die Russen etwas Längeres sagen wollten,
gingen sie ärgerlich in ihre eigene Sprache über. Kurz, wir waren in
jeder Beziehung hilflos und verlassen.
Aber bisweilen, wenn wir so saßen und die Schnüre einholten, zog
draußen ein Auswandererschiff vorbei, ein mächtiger, schattenhafter
Koloß, der seine Pfeife einmal ertönen ließ und in demselben Augenblick
im Nebel verschwand. Diese gewaltigen Ungeheuer, die für einen
Augenblick auftauchten und dann wieder verschwunden waren, gewährten
einen fast unheimlichen Anblick. Wenn es im Dunkeln geschah und
die Lichter vom Schiff uns mit runden, glühenden Ochsenaugen längs
des ganzen Rumpfes anstarrten, stießen wir oft einen plötzlichen
Schrei der Angst und Verwunderung aus. Bei stillem Wetter reichte der
Luftdruck von dem gigantischen Gespenst bis zu uns hin, und unsere
Boote wiegten sich lange hernach in den schweren Wellen, die das Meer
in Bewegung versetzten, wenn der Dampfer vorbeizog.
Es konnte auch vorkommen, wenn das Wetter ein wenig klar war, daß van
Tatzel, mein Bootskamerad, der gute Augen hatte, weit draußen ein
Segelschiff zu entdecken vermochte; aber sie kamen uns niemals so nah,
daß wir einen Menschen an Bord zu unterscheiden vermochten. Wir sahen
eben niemals andere Leute als unsere eigenen: einen Koch, acht Fischer
und den gichtbrüchigen Schiffer mit seiner Frau.
Merkwürdige Gemütsbewegungen konnten bisweilen in uns entstehen,
wenn wir saßen und mühsam an den Schnüren zogen und sie fast nicht
heraufbekommen konnten: es war uns dann, als würden unsere Angeln von
verborgenen Händen tief unten festgehalten, die unser Boot auf die
Seite kippten. Wir riefen einander zu mit klappernden Zähnen und ganz
toll vor Angst. Wir vergaßen, wo wir waren und was wir taten, wir
wurden ungeheuer erregt durch diesen Kampf mit den unsichtbaren Mächten
der Meerestiefe, die nicht loslassen wollten, was sie einmal gefaßt.
Wenn einer der Fischer einen Anfall dieser Gemütsstimmung bekam, sagte
man auf den Bänken, er sänge »um klares Wetter«, weil wir meinten,
der Nebel wäre daran schuld. Bisweilen kam es uns auch vor, wenn wir
saßen und tranken, als wenn wunderliche, phantastische Wesen uns aus
dem Nebel auf dem Meere zunickten, recht schlotterig nickten, mit
großen, zottigen Köpfen, und wieder verschwanden. Und zerfließende,
koboldhafte Gestalten schwebten in dem weißen Dunst umher, groß wie
Berge, sie flossen hierhin und dorthin, je nachdem, woher der Wind
blies, schwebend in schweren Schritten von West nach Ost, sie rollten
sich durch die Luft mit ihren nebelhaften Gliedern und in gewaltigen
Mänteln, die ihnen nachflatterten.
Van Tatzel und ich sahen einmal gleichzeitig eine Erscheinung, über
die wir fast erstarrten: es war an einem dunklen Abend, als wir unsere
Schnüre auslegten; wir sahen einen Mann, der in der Luft auf und
ab schaukelte, sein ganzer Kopf stand in Flammen, er blies wie ein
Sturmwind, wir hörten es alle beide. Kurz darauf strich ein Dampfer an
uns vorbei; wir stießen einen Schrei aus, als die Pfeife losschrie;
dann verschwand er ...
Aber wenn wir am Vormittag unsere Schnüre eingezogen hatten und mit
unsern vollbeladenen Booten am »Kongo« anlegten, machten unser guter
Fang und die Zufriedenheit, die schlimmste Arbeit für diesen Tag getan
zu haben, uns oft in einer andern Weise töricht und erregt. So geschah
es manchmal, daß wir eine ganz unnatürliche Freude daran fanden, die
Fische zu mißhandeln, unsere eigenen Fische ganz einfach zu mißhandeln.
Die beiden Russen waren namentlich ganz versessen darauf. Sie packten
die großen Fische beim Kopf, drückten die Finger in ihre weichen Augen
hinein und hielten sie so in die Höhe, indem sie ganz eigenartig
lachten und sie ansahen.
Eines Tages bemerkte ich, daß der eine von den Russen in einen rohen
Fisch hineinbiß, die Zähne tief in ihn hineinsetzte und ihn etwa zwei
Minuten so festhielt, indem er die Augen dabei schloß.
Diese fetten Fischleichen wirkten überhaupt sehr auf uns alle; wir
konnten ganz erregt werden, wenn wir ihre glatten Leiber öffneten; wir
schnitten ihnen lebend den ganzen Bauch auf, wühlten unnötig viel mit
den Händen in ihren Eingeweiden herum und besudelten uns mehr mit ihrem
Blut, als nötig war.
Der Franzose bewahrte sich immer vor diesen tierischen Gelüsten; aber
dafür war er von einer ganz verrückten Neigung zu der Schifferfrau
entflammt und vermochte es nicht einmal zu verbergen. Er sagte es uns
allen ganz offen. »Ich liebe sie, ja, Gott helfe mir, wie ich sie
liebe!« sagte er mehrmals am Tage.
Einer von den Negern, den wir den »Doktor« nannten, weil er in seiner
ersten Jugend ein wenig Medizin studiert hatte, war auch sehr verliebt
in sie; ich hätte ihn damals, als er es mir erzählte, auf der Stelle,
nur aus Eifersucht, totschlagen können. Denn auch mir erging es nicht
besser.
Aber sie selbst ging mager und stumpfsinnig und schrecklich schmutzig
umher und merkte nichts von dem allen. Uns würdigte sie keines Blickes.
Einmal, als ich etwas auf Achterdeck zu tun hatte, wo sie auf ihrem
Feldstuhl saß und gerade vor sich hinstarrte, stolperte ich über eine
Tauhaspel und wäre beinahe gefallen. Das ärgerte mich so, daß ich mich
umdrehte und diese Tauhaspel ganz dumm und geistesabwesend anstarrte,
statt weiterzugehen, -- ich muß entschieden sehr lächerlich ausgesehen
haben. Warum lachte sie denn nicht? Und warum sah sie mich die ganze
Zeit an, wenn es nicht geschah, um zu lachen? Sie hatte nach nichts
Verlangen; es verzog sich keine Miene in ihrem Gesicht.
»Sie verfault lebendigen Leibes!« sagte van Tatzel in seiner verrückten
Sprache; »weiß Gott, sie verfault!«
Und doch hätte keiner von uns um alles in der Welt sie los sein mögen
...
Wenn die Fische »hergerichtet« und die Schnüre wieder ausgelegt waren,
war unsere Tagesarbeit getan, und wir verbrachten ein oder zwei Stunden
mit Essen und Tabakrauchen. Und dann gingen wir in die Kojen.
Nun konnten wir, wenn wir nicht allzu müde waren, ein bißchen
miteinander plaudern und sogar allerlei Geschichten erzählen, alles in
einer derben und unvollkommenen Sprache, voller Flüche und häßlicher
Worte ... Der Franzose wußte ein Stück von einem Mann zu erzählen,
der »kein Weib ansehen konnte, ohne ihrer zu begehren,« und dieses
Stück hatte er mehrmals erzählt, immer mit demselben großen Erfolg.
Die Russen waren ganz entzückt davon und lachten unaufhörlich, wenn es
erzählt wurde. Ihre Freude über die derbe Erzählung war so aufrichtig
wie bei Kindern, sie verzerrten ihren Mund und warfen sich aufgeregt
in ihrer Koje hin und her. »Na, und dann?« fragten sie die ganze Zeit.
»Wie ging es dann weiter?« Und doch wußten sie ebensogut wie wir
andern, wie das Ganze zugegangen war.
Van Tatzel dagegen war fast niemals so glücklich, wenn er ^seine^
Geschichte erzählte; wir mochten sie selten anhören. Wir verstanden
ihn so schlecht, er konnte so wenig Englisch, und außerdem verdrehte
er noch das Wenige, was er wußte. Wenn er im Begriff war, etwas zu
sagen, und plötzlich fest saß, sah er sich nach uns allen mit seinem
verzweifelten Gesicht um und wußte nicht, wie er sich helfen sollte. Er
war wirklich sehr zu bedauern.
Van Tatzel war der älteste von den Holländern, ein altes Schwein;
ziemlich taub, aber sonst gutmütig und gefällig. Er hatte immer
Wattebüschel in den Ohren, Sommer und Winter, große Wattebüschel,
die von Alter und Unsauberkeit schon ganz gelb waren. Er hatte eine
ungewöhnlich schwerfällige Gestalt. Das Meer hatte ihn zu einem reinen
Kinde gemacht, und er vermochte nicht über seine Nasenspitze hinaus
zu denken. Wenn er in der Koje lag, rauchte er seinen starken Tabak,
spuckte rücksichtslos in die Kajüte hinab und begann seine Erzählung
immer folgendermaßen:
»Es war einmal eines Abends in Amsterdam,« sagte er, »es war eines
Abends in Amsterdam. Ich hatte gerade Heuer genommen, und es war mein
letzter Abend an Land. Ich entsinne mich nicht, wieviel Uhr es war,
aber es war schon sehr spät,« sagte van Tatzel. »Als ich aus einer
Bierhalle herauskomme und mich an Bord begeben will, kremple ich erst
meine Hosen auf; ich entsinne mich, daß ich an jedem Hosenbein zwei
Krempel machte. Aber übrigens war ich mehr als betrunken und fiel bei
dem Aufkrempeln auf die Kniee. Dann kreuzte ich davon und war gerade
bis zur Leopoldsgasse gekommen, da trat etwas ein, -- etwas, was mich
betraf. Denn ich war nicht mehr betrunken, als ich sie sah; sie war
dicht hinter mir, mitten in der Straße -- ihr mögt es mir glauben oder
nicht, aber es war eine Dame.«
Der alte Narr richtet sich in seiner Koje auf und sieht uns an. »Eine
feine Dame!« sagt er. Und weiter kommt er nicht. Sein Englisch reicht
nicht weiter, er kommt nicht mehr von der Stelle.
»Eine wirkliche Dame war hinter dir her auf den Straßen von Amsterdam?«
fragt der »Doktor« neckend von seiner Koje her.
»Ja, eine Dame!« sagt er entzückt und lacht übers ganze Gesicht. Das
erregt ihn so, daß er es zweimal beschwört, und wir lachen über ihn
alle zusammen. Er versucht, weiter zu erzählen, sitzt aber wieder fest;
es ist ihm nicht möglich, weiter zu kommen. Er arbeitet sein altes
Hirn ab, strengt sich aufs furchtbarste an, um ein Wort zu finden,
das uns die Sache klar machen könnte; aber er schweigt mäuschenstill.
Ihm liegt soviel daran, sich gerade über diesen Punkt auszusprechen;
und plötzlich, als er völlig überwältigt ist von der Erinnerung an
diese Dame und ganz voll Verzweiflung, weil er sich nicht auszudrücken
vermag, erfolgt ein Ausbruch in seiner eigenen Sprache, poltert ein
großer Schwall wunderlicher Worte hervor, die nicht ein einziger von
uns verstehen kann, ausgenommen sein Landsmann, der in einer andern
Koje liegt und schnarcht.
Das war van Tatzels Geschichte, die einzige, die er konnte, und die
immer hier endigte. Wir hatten sie so viele Male gehört; sie begann
stets in derselben Weise mit dem Abend in Amsterdam. Es war eine
glaubwürdige Geschichte, und keiner von uns zweifelte daran.
Dann lagen wir eine Weile und dachten an diese Erzählungen, während das
Meer draußen lärmte, die Lampe in ihrem Messingringe schwankte und die
Wache mit ihren Holzschuhen auf Deck über uns trampelte. Dann kam die
Nacht ...
Aber bisweilen wachte ich um Mitternacht wieder auf, halb erstickt von
dem Geruch von all diesem ausdünstenden Menschenfleisch, das sich in
wilden Träumen wälzte und die Decken abstrampelte. Die Lampe leuchtete
auf die plumpen Körper in grauen Wollhemden herab. Die Russen mit ihren
paar langen Barthaaren sahen wie schlafende Seehunde aus, und ihre
dicken, nackten Füße glichen Fausthandschuhen.
Aus jeder Koje vernahm man Stöhnen und halbe Worte; die Neger lagen und
fletschten ihre weißen Zähne und sprachen laut, nannten einen Namen und
bliesen ihre schwarzen Wangen auf.
Aus der Koje des jüngsten Holländers vernahm man unter glucksendem
Lachen denselben Namen, und dazwischen Schnarchen und kurzes, lautes
Wimmern, -- den Namen der Schifferfrau. Alle beschäftigten sich mit
ihr, diese lüderlichen Tiere sprachen sogar von ihr, wenn sie im Schlaf
lagen, jeder in seiner Sprache. Sie lagen da in schnarchendem Schlaf
mit geschlossenen Augen und murmelten die schamlosesten Worte und
lächelten und streckten die Zunge aus. Nur van Tatzel schlief ruhig,
gesund und friedlich, wie ein sprachloses Tier.
Der scharfe Kajütenduft, der Tabakrauch, der Geruch nach schwitzenden
Menschen und der Fischladung vermengte sich zu einem schweren,
drückenden Dunst, der sich auf meine Augen legte, sobald ich sie
öffnete. Und ich schlief wieder ein, und eine ungeheuer große Blume saß
auf mir wie ein Alb und legte sich auf mich und saugte mich in ihre
nassen Blätter hinein, erstickte mich, ruhig und sicher, leise und
still. Und ich wußte nichts mehr von der Welt ...
Dann kam die Wache und weckte mich auf.
Die in diesem Auswahlbande enthaltenen
Novellen stammen aus folgenden
Büchern von ^Knut Hamsun^:
Sklaven der Liebe
und andere Novellen
Die Königin von Saba
und andere Novellen
Kämpfende Kräfte
Novellen
Werke von Knut Hamsun
Erzählende
Schriften
Im Mai wird erscheinen:
^Die letzte Freude.^
Roman Geh. ca. Mk.
4.--, geb. ca. Mk. 5.--
Früher sind erschienen:
^Hunger.^ Roman. 7.
Tausend. Geh. Mk.
3.50, geb. Mk. 4.50
^Mysterien.^ Roman. 4.
Tausend. Geh. Mk.
4.--, geb. Mk. 5.--
^Neue Erde.^ Roman. 4.
Tausend. Geh. Mk.
4.--, geb. Mk. 5.--
^Pan.^ (Aus Leutnant
Thomas Glahns Papieren.)
9. Tausend.
Geh. Mk. 2.50, geb. Mk. 3.50
^Redakteur Lynge.^
Roman. 2. Tausend.
Geh. Mk. 3.50, geb. Mk. 4.50
^Victoria.^ Die Geschichte
einer Liebe. 7. Tausend.
Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--
^Die Königin von
Saba.^ Novellen. 3.
Tausend. Geh. Mk.
3.--, geb. Mk. 4.--
^Sklaven der Liebe.^
Novellen. 3. Tausend.
Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--
^Im Märchenland.^
Erlebtes und Geträumtes
aus Kaukasien. 2.
Tausend. Geh. Mk.
3.--, geb. Mk. 4.--
^Kämpfende Kräfte.^
Novellen. 3. Tausend.
Geh. Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--
^Schwärmer.^ Roman.
3. Tausend. Geh. Mk.
3.--, geb. Mk. 4.--
^Unter dem Halbmond.^
Reisebilder. 3.
Tausend. Geh. Mk.
3.--, geb. Mk. 4.--
^Benoni.^ Roman. 3.
Tausend. Geh. Mk.
4.--, geb. Mk. 5.--,
in Halbfr. Mk. 7.--
^Rosa.^ Roman. 3. Tausend.
Geh. Mk. 4.--,
geb. Mk. 5.50, in Halbfr.
Mk. 7.--
Albert Langen, Verlag, München
Werke von Knut Hamsun
^Unter Herbststernen.^
Erzählung eines Wanderers.
3. Tausend. Geh.
Mk. 3.--, geb. Mk.
4.50, in Halbfr. Mk. 6.--
^Gedämpftes Saitenspiel.^
Erzählung eines
Wanderers. 3. Tausend.
Geh. Mk. 3.50, geb.
Mk. 5.--, in Halbfr.
Mk. 6.50
^Die Stimme des
Lebens.^ Novellen. 5.
Tausend. Geh. M. 1.--,
geb. Mk. 1.50
Dramen
^An des Reiches Pforten.^
Schauspiel. Geh.
M. 3.--, geb. M. 4.--
^Abendröte.^ Schauspiel.
Geh. M. 2.--, geb. Mk. 3.--
^Munken Vendt.^ Dramatisches
Gedicht. Geh.
Mk. 3.--, geb. Mk. 4.--
^Königin Tamara.^
Schauspiel. Geh. Mk.
2.--, geb. Mk. 3.--
^Spiel des Lebens.^
Schauspiel. Geh. Mk.
2.--, geb. Mk. 3.50
^Vom Teufel geholt.^
Schauspiel. Geh. Mk.
3.50, geb. Mk. 5.--
^Hamburgischer Korrespondent^: Knut Hamsun ist, seit Ibsen tot ist,
der seelisch differenzierteste Dichter unter den Norwegern. Er ist
der Sänger einer großen melancholischen Melodie. Er ist ein Meister
schwermütiger Visionen, ein Offenbarer alles Menschlichen, ein
Verkünder der Geheimnisse, die in uns wohnen. So tief in das seltsam
pochende Herzblut der Menschheit hineingehorcht wie er haben nicht
viele der heutigen Dichter. Und wer verfügte über eine so beredte
Sprache, das Erlauschte zu verkünden, wie er?
Albert Langen, Verlag, München
Druck von Hesse & Becker in Leipzig
Papier von Bohnenberger & Cie., Papierfabrik,
Niefern bei Pforzheim.
Einbände von E. A. Enders, Großbuchbinderei, Leipzig
Notizen des Bearbeiters:
- Text in Antiqua markiert durch _..._
- Gesperrter Text markiert durch ^...^
- Altertümliche Schreibweisen wurden beibehalten.