2 _Cor._ iv. 17.

Oh! let him whose sorrow

No relief can find,

Trust in God, and borrow

Ease for heart and mind.

Where the mourner weeping

Sheds the secret tear,

God His watch is keeping,

Though none else be near.

God will never leave thee,

All thy wants He knows,

Feels the pains that grieve thee,

Sees thy cares and woes.

Raise thine eyes to heaven

When thy spirits quail,

When, by tempests driven,

Heart and courage fail.

When in grief you languish,

He will dry the tear,

Who His children's anguish

Soothes with succour near.

All thy woe and sadness

In this world below,

Balance not the gladness

Thou in heaven shalt know,

When thy gracious Saviour,

In the realms above,

Crowns thee with His favour,

Fills thee with His love.

Der Leidensweg.

Welchen der Herr lieb hat, den züchtiget Er; Er stäupet aber einen

jeglichen Sohn den Er aufnimmt.

Gott, Den ich als Liebe kenne,

Der Du Krankheit auf mich legst,

Und des Leidens Gluth erregst,

Dass ich davon stöhn und brenne:

Brenne doch das Böse ab,

Das den Geist bisher gehindert,

Das der Liebe Regung mindert,

Die ich öfters von Dir hab.

In der Schwachheit sei Du kräftig,

In den Schmerzen sei mir süss;

Schaffe, dass ich Dich geniess,

Wenn die Krankheit streng und heftig:

Denn was jetzt den Leib bewegt,

Was mein Fleisch und Mark verzehret,

Was den Körper jetzt beschweret,

Hat die Liebe selbst erregt.

Leiden ist jetzt mein Geschäfte;

Anders kann ich jetzt nicht thun,

Als nur in dem Leiden ruhn:

Leiden müssen meine Kräfte,

Leiden ist jetzt mein Gewinnst;

Das ist jetzt des Vaters Wille,

Den verehr ich sanft und stille,

Leiden ist mein Gottesdienst.

Gott, ich nehms aus deinen Händen

Als ein Liebeszeichen an,

Denn in solcher Leidensbahn

Willst Du meinen Geist vollenden:

Auch die Labung, die man mir

Zu des Leibes Nothdurft giebt,

Kommt von Dir, Der mich geliebet,

Alles kommt, mein Gott, von Dir.

Lass nur nicht den Geist ermüden

Bei des Leibes Mattigkeit,

Dass er sich zu aller Zeit

In Dich senk in Lieb und Frieden:

Lass des Leibes Angst und Schmerz

Nicht der Seelen Auffahrt hindern

Und die Ruhe in mir mindern;

Unterstütze Du das Herz.

Hilf mir, dass ich ganz bescheiden

Und mit aller Freudigkeit,

Ruhe und Gelassenheit,

Mög auf meinem Bette leiden:

Denn wer so am Fleische leidt,

Wird gereinigt von den Sünden,

Und durch schmerzliches Empfinden

Nur an seinem Geist erneut.

Dir empfehl ich nun mein Leben,

Und dem Kreuze meinen Leib;

Gieb, dass ich mit Freuden bleib

An Dich völlig übergeben:

Denn so weiss ich festiglich,

Ich mag leben oder sterben,

Dass ich nicht mehr kann verderben;

Denn die Liebe reinigt mich.

Christian Friedrich Richter. 1676-1711.

The Path of Grief.

Whom the Lord loveth He chasteneth, and scourgeth every son whom He

receiveth.

_Hebrews_, xii. 6.

O God, Whose attributes shine forth in turn,

To me conspicuous as a God of Love,

Since with weak health Thou dost my patience prove,

And kindlest fires of grief that fiercely burn;

Burn in the furnace of affliction's fire

All that has been a hindrance and a let,

When, through Thy grace, my heart was fully set

To serve Thee as Thy righteous laws require.

In hours of weakness, O be Thou my Strength!

My Source of comfort, when by anguish tried;

And let thy joy within my breast abide,

Through agonizing days of tedious length:

What though incessant pain through weary hours

My flesh and bones in constant torture keep,

Though ceaseless throbbings bar my eyes from sleep,

'Tis love that on my head its blessing showers.

My sole employment now the whole day long,

The only talk my time to occupy,

Is still in meek submission here to lie;

To suffer weakness makes me grow more strong,

To suffer loss of health is greatest gain;

Reposing in my heavenly Father's Will,

In silent adoration I lie still;

My only service is to suffer pain.

As token, Lord, of thy great love I take

The pains I suffer, calm in this belief,

That thou dost purpose through my path of grief

My soul more perfect in thy sight to make:

The tender watchful care of nursing friends,

With kind attempts my suffering to relieve,

As from thy gracious Hand I will receive,

Since 'tis thy love the welcome succour sends.

Let not my soul halt in its heavenward race,

By weakness of this woe-worn frame opprest;

But let it evermore find peace and rest

In Thee, O Lord, and thy refreshing grace:

Then shall no constant ache, or sudden smart

Impede my spirit in its upward flight,

Or my repose and inward comfort blight;

O be Thou still the Stay of my poor heart!

So long as Thou seest fit my faith to try,

Let me with firm, serene, and tranquil mind,

Entirely to thy Holy Will resigned,

Unmurmuring on my bed of sickness lie;

Since it is through the offending body's pains,

The groaning spirit is made white and tried,

And from that human frailty purified,

Which with each tenant of the earth remains.

My span of days to Thee I dedicate,

Content to bear with Thee the blessed Cross;

Let me, through joy and grief, in gain or loss,

With trusting heart commit to Thee my fate:

I fear no ill, of this conviction sure,

That whether my sad journey's end be near,

Or long in weakness I must linger here,

Love works my good by all that I endure.

Kindliches Gemüthe.

Es sey denn, dass ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so

werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

O liebe Seele, könntst du werden

Ein kleines Kindchen noch auf Erden,

Ich weiss gewiss, es käm noch hier

Gott und sein Paradies zu dir.

Ein Kind kann nicht an Gold noch Schätzen,

Noch Pracht der Reden sich ergötzen:

Man mach es arm, man mach es reich,

Es gilt ihm Alles eben gleich.

Der Menschen Ansehn gilt ihm wenig,

Es fürchtet weder Fürst noch König:

O Wunder, und ein Kind ist doch

So arm, so schwach, so kleine noch!

Es kennet kein verstelltes Wesen,

Man kanns aus seinen Augen lesen:

Es thut einfältig was es thut,

Und denkt von Andern nichts als gut.

Mit Forschen und mit vielem Denken

Kann sich ein Kind das Haupt nicht kränken:

Es lebt in süsser Einfalt so

Im Gegenwärtigen ganz froh.

Ein Kindchen kann allein nicht stehen,

Geschweige, dass es weit sollt gehen;

Es hält die liebe Mutter fest,

Und so sich führn und tragen lässt.

Ein Kindchen kann nicht überlegen,

Es lässt sich heben, tragen, legen,

Denkt nicht an Schaden und Gefahr,

Es bleibt nur überlassen gar.

Ein Kind weiss nichts von fremden Sachen;

Was Andre thun, was Andre machen,

Was ihm vor Augen wird gethan,

Schaut es in stiller Unschuld an.

Sein liebstes Werk und höchst Vergnügen

Ist in der Mutter Armen liegen,

Sie anzusehen spät und früh,

Und zärtlich zu umarmen sie.

O süsse Unschuld, Kinderwesen!

Die Weisheit hab ich mir erlesen,

Wer dich besitzt ist hoch gelehrt

Und in des Höchsten Augen werth.

O Kindheit, die Gott selber liebet,

Die Jesu Geist alleine giebet,

Wie sehnet sich mein Herz nach Dir!

O Jesu, bilde Dich in mir!

O Jesu, lass mich doch auf Erden

Ein solch unschuldges Kindlein werden;

Ich weiss gewiss, so kommt schon hier

Gott und sein Paradies zu mir.

Gerhard Tersteegen. 1697-1769.

Childlike Temper.

Except ye be converted, and become as little children, ye shall not

enter into the kingdom of heaven.

_St. Matt._ xviii. 3.

Soul, while on earth thou still remainest,

If thou a childlike frame retainest,

With thee, e'en here, I know full well,

God and His Paradise will dwell.

A child does not in gold or treasure,

Or dazzling pomp of words take pleasure;

For whether he be poor or rich

Is one to him, he cares not which.

He holds not men in admiration;

Nor prince, nor king, nor lofty station

Can e'er a little child appal,

Yet is he poor, and weak, and small.

Still in his eyes his soul revealing,

He dreams not, knows not of concealing;

Does all he does with single mind,

And thinks of others what is kind.

No anxious thoughts his bosom vexing,

No fond conceits his head perplexing,

In sweet simplicity he lives,

Happy in what the present gives.

A child can not go any distance,

Nay, can not stand without assistance;

He holds his mother closely pressed,

And lets her lead where she sees best.

No projects in his mind combining,

To others' arms his fate resigning,

He fears not mischief may befall,

But passively submits to all.

No care on others' things bestowing,

Of others' actions nothing knowing,

Whate'er before his eyes is done,

In innocence he still looks on.

All day 'tis his beloved employment,

From morn till eve his chief enjoyment,

To gaze upon his mother's face,

Or cling to her with fond embrace.

O Innocence! sweet child's existence!

This have I learnt through God's assistance--

He who possesses thee is wise,

And valued in th' Almighty's eyes.

O childhood! well-beloved of heaven!

Whose mind by Christ alone is given,

How longs my heart to feel like thee!

O Jesu! form Thyself in me.

Lord, let me, while on earth remaining,

Thus live, a childlike frame retaining;

Then with me here, I know full well,

God and His Paradise will dwell.

Lied an dem Gott der Liebe.

Darinnen stehet die Liebe: nicht das wir Gott geliebet haben,

sondern dass Er uns geliebet hat.

Liebe, die Du mich zum Bilde

Deiner Gottheit hast gemacht,

Liebe, die Du mich so milde

Nach dem Fall hast wiederbracht,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die Du mich erkoren,

Eh als ich geschaffen war,

Liebe, die Du Mensch geboren

Und mir gleich wardst ganz und gar,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die für mich gelitten

Und gestorben in der Zeit,

Liebe, die mir hat erstritten

Ewge Lust und Seligkeit,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die Du Kunst und Leben,

Licht und Wahrheit, Geist und Wort,

Liebe, die sich blos ergeben

Mir zum Heil und Seelenhort,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich hat gebunden

An ihr Joch mit Leib und Sinn,

Liebe, die mich überwunden

Und mein Herze hat dahin,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich ewig liebet,

Die für meine Seele litt,

Liebe, die das Lösgeld giebet

Und mich kräftiglich vertritt,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich wird erwecken

Aus dem Grab der Sterblichkeit,

Liebe, die mich wird umstecken

Mit dem Laub der Herrlichkeit,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn to the God of Love.

Herein is Love, not that we loved God, but that He loved us.

_1 St. John_, iv. 10.

Love, Who in the first beginning

Man in thine own likeness made;

Love, Who, when we fell by sinning,

Raised us up no more afraid;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, Who once, thy grace bestowing,

Chose me ere life's breath I drew;

Love, Who once, thy mercy showing,

Took my form and nature too;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, Who here on earth endurest

Human sorrow, toil, and pain;

Love, Who by thy death procuredst

Joy to me and endless gain;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, Who by thy Word and Spirit

Life and light to me revealed;

Love, Who 'gainst the wrath I merit

Art my soul's protecting shield;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, to Whom my will submitted,

When I took thine easy yoke;

Love, to Whom my heart was knitted,

When thy love its love awoke;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, Whose wondrous love eternal

Thee my willing Ransom made;

Love, Who at the throne supernal

Pleadest now that Ransom paid;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Love, Who wilt to heaven's bright story

Raise me from my sleep profound;

Love, Who with the Crown of Glory

Wilt at length my head surround;

Henceforth I myself resign,

Love, to be for ever thine.

Das Zerknirschte Herz.

Bekehre Du mich, so werde ich bekehret.

Ich will von meiner Missethat

Zum Herren mich bekehren:

Du wollest selbst mir Hülf und Rath

Hiezu, o Gott, bescheren,

Und deines guten Geistes Kraft,

Der neue Herzen in uns schafft,

Aus Gnaden mir gewähren.

Der Mensch kann von Natur doch nicht

Sein Elend selbst empfinden;

Er ist ohn deines Geistes Licht

Blind, taub und todt in Sünden:

Verkehret ist Sinn, Will und Thun,

Des grossen Jammers wollst Du nun,

O Vater, mich entbinden.

Herr, klopf in Gnaden bei mir an

Und führ mir wohl zu Sinnen

Was Böses ich vor Dir gethan;

Du kannst mein Herz gewinnen,

Dass ich aus Kummer und Beschwer

Lass über meine Wangen her

Viel heisse Thränen rinnen.

Wie hast Du doch auf mich gewandt

Den Reichthum deiner Gnaden!

Mein Leben dank ich deiner Hand.

Du hast mich überladen

Mit manchem Gut, nebst Kleid und Brod;

Du machst, dass mir noch keine Noth

Bisher hat können schaden.

Du hast in Christo mich erwählt

Tief aus der Höllen Fluthen;

Es hat mir sonst auch nicht gefehlt

An irgend einem Guten;

Zuweilen bin ich auch dabei,

Dass ich nicht sicher leb und frei,

Gestäupt mit Vaterruthen.

Hab ich denn nun auch gegen Dir

Gehorsams mich beflissen?

Ach nein, ein anders saget mir

Mein Herz und mein Gewissen:

Darin ist leider nichts gesund,

An allen Orten ist es wund

Vom Sündenwurm gebissen.

Die Thorheit meiner jungen Jahr

Und alle schnöde Sachen

Verklagen mich zu offenbar;

Was soll ich Armer machen?

Sie stellen, Herr, mir vors Gesicht

Dein unerträglich Zorngericht,

Der Höllen offnen Rachen.

Bisher hab ich in Sicherheit

Fast unbesorgt geschlafen,

Gedacht, es hat noch lange Zeit,

Gott pflegt nicht bald zu strafen,

Er fähret nicht mit unsrer Schuld

So strenge fort, Er hat Geduld,

Der Hirte mit den Schafen.

Diess alles jetzt zugleich erwacht,

Mein Herz will mir zerspringen;

Ich sehe deines Donners Macht

Und Feuer auf mich dringen:

Du regest wider mich zugleich

Des Todes und der Höllen Reich,

Die wollen mich verschlingen.

Herr Jesu Christ, ich flieh allein

Zu deinen tiefen Wunden;

Lass mich da eingeschlossen sein

Und bleiben alle Stunden:

Dir ist ja, o Du Gotteslamm,

Der Menschen Sünd am Kreuzesstamm

Zu tragen aufgebunden.

Diess stelle deinem Vater für,

Dass Er sein Herze lenke

Und gnädig wiederkehr zu mir,

Nicht meiner Schulden denke:

Auf dass Er meine Sündenlast,

Die Du auf Dich genommen hast,

Ins tiefe Meer versenke.

Hierauf will ich nun jederzeit

Mit Ernst und Sorgfalt meiden

Der schnöden Lüste Eitelkeit,

Und lieber alles leiden,

Denn dass ich Sünd mit Willen thu:

Ach, Herr, gieb Du stets Kraft dazu,

Bis ich von hinnen scheide.

Luise Henriette, Electress of Brandenburg. 1627-1667.

The Contrite Heart.

Turn Thou me, and I shall be turned.

_Jer._ xxxi. 18.

With sorrow now for past misdeeds,

I turn to Thee, O Lord,

Assured the help my conscience needs

Thy mercy will afford,

And, through thy Spirit, grace instil

To cleanse my heart, subdue my will,

And make me keep thy Word.

We see not till renewed in mind

Our lost and sinful state;

As willing captives, deaf, and blind

To thy good Spirit's light,

We follow sin's perfidious law:

Father, yet more that veil withdraw

Which has obscured my sight.

Speak, Lord, in love's awakening tone,

And make me now recall

The wilful acts that I have done,

And in thy sight done all:

Thou canst my wandering heart reclaim,

And cause hot burning tears of shame

And penitence to fall.

The riches of thy mercy, Lord,

On me have largely flowed;

Life, and the joys with which 'tis stored

Thou freely hast bestowed;

Not only sent me daily bread,

But blessings showered upon my head,

And fenced from ills my road.

Me Thou hast saved from hell's dark flood,

Through Christ, the living God,

And strown with every earthly good

The paths which I have trod;

My only fear, amidst my bliss,

Proofs of a Father's love to miss,

The chastenings of his rod.

Yet in return, should one enquire

If I have served Thee well,

My heart and conscience both conspire

Another tale to tell:

In every part the serpent, sin,

With deadly fang has eaten in;

Remorse I cannot quell.

The sins and follies of my youth

In fearful muster pass,

With undisguised and naked truth,

Before stern memory's glass:

The terrors of thy judgment-seat,

And hell's gulf yawning at my feet,

How shall I flee, alas!

I thought, as blindly on I went,

Like one who walks in sleep,--

Some future day I will repent,

God will his mercy keep;

Not gladly doth the Lord afflict.

He suffereth long, He is not strict,

The Shepherd with the sheep.

Now all has burst upon my sight,

And I am sore afraid,

Lest thunder of thy righteous Might

Strike my defenceless head;

Through fierceness of thy wrathful cup,

Both death and hell Thou stirrest up,

With threatening aspect dread.

Lord Jesu Christ, to Thee I flee,

In thy deep Wounds to hide;

O let my soul's safe refuge be

Thy pierced and gaping side;

Since in my stead, Thou Lamb of God,

Thou hast endured the chastening rod,

And on the Cross hast died.

Thy holy Father's Throne before,

This Ransom, Lord, present;

Remembering then my sins no more,

His justice will relent,

And in the depths of ocean vast

Thy self-inflicted load will cast,

If truly I repent.

From this time forth will I begin

With watchful care to shun

The world's vain paths, and paths of sin,

And all risk sooner run,

Than trespass with deliberate will:

Thy grace sufficient grant me still,

Lord, till my course is done.

Himmelan!

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftig suchen

wir.

Himmelan geht unsre Bahn

Wir sind Gäste nur auf Erden,

Bis wir dort in Canaan

Durch die Wüste kommen werden;

Hier ist unser Pilgrimsstand,

Droben unser Vaterland.

Himmelan schwing dich, mein Geist,

Denn du bist ein himmlisch Wesen,

Und kannst das, was irdisch heisst,

Nicht zu deinem Zweck erlesen:

Ein von Gott erleuchter Sinn

Kehrt zu seinem Ursprung hin.

Himmelan! ruft Er mir zu,

Wenn ich Ihn im Worte höre;

Das weist mir den Ort der Ruh,

Wo ich einmal hin gehöre:

Wenn mich dieses Wort bewahrt,

Halt ich eine Himmelfahrt.

Himmelan denk ich allzeit,

Wenn Er mir die Tafel decket,

Und mein Geist hier allbereit

Eine Kraft des Himmels schmecket:

Nach der Kost im Jammerthal

Folgt des Lammes Hochzeitmahl.

Himmelan! mein Glaube zeigt

Mir das schöne Loos von ferne,

Dass mein Herz schon aufwärts steigt

Ueber Sonne, Mond und Sterne:

Denn ihr Licht ist viel zu klein

Gegen jenen Glanz und Schein.

Himmelan wird mich der Tod

In die rechte Heimath führen,

Da ich über alle Noth

Ewig werde triumphiren!

Jesus geht mir selbst voran,

Dass ich freudig folgen kann.

Himmelan, ach himmelan!

Das soll meine Losung bleiben.

Ich will allen eiteln Wahn

Durch die Himmelslust vertreiben:

Himmelan steht nur mein Sinn,

Bis ich in dem Himmel bin.

Benjamin Schmolck. 1672-1737.

Heavenward still!

Here have we no continuing city, but we seek one to come.

_Heb._ xiii. 14.

Heavenward still our pathway tends;

Here on earth we are but strangers;

Till our road in Canaan ends,

Safely passed this wild of dangers,

Pilgrims we, a scattered band,

Seek above our Fatherland.

Heavenward still my soul ascend!

Thou art one of heaven's creations;

Earth can ne'er give aim or end

Fit to fill thy aspirations:

Turns a heaven-illumined mind

Evermore its source to find.

Heavenward still! God's volume blest,

Thus, throughout its sacred pages,

Calls me on, and speaks of rest,

Rest with Him through endless ages;

While my heart that call attends,

Still to heaven my path ascends.

Heavenward still my thoughts arise,

When His festal board invites me;

Then my spirit upward flies,

Foretaste then of heaven delights me:

When on earth this food has ceased

Comes the Lamb's own Marriage-feast.

Heavenward still my spirit wends,

That fair land by faith exploring;

Heavenward still my heart ascends,

Sun and moon and stars out-soaring;

Their faint rays in vain would try

Once with light of heaven to vie.

Heavenward still, when life shall close,

Death to my true home shall guide me;

There, triumphant o'er my woes,

Lasting bliss shall God provide me;

Christ Himself the way has led,

Joyful in His steps I tread.

Still then heavenward! heavenward still!

That shall be my watchword ever!

Joys of heaven my heart shall fill,

Chasing joys that filled it never:

Heavenward still my thoughts shall run,

Till the gate of heaven is won.

Die gute wahl.

Ich habe gesagt, Herr, das soll mein Erbe seyn, dass ich deine Wege

halte.

Nun so will ich denn mein Leben

Völlig meinem Gott ergeben;

Nun wohlan, es ist geschehn!

Sünd, ich will von dir nicht hören,

Welt, ich will mich von dir kehren,

Ohne je zurück zu sehn.

Hab ich sonst mein Herz getheilet,

Hab ich hie und da verweilet,

Endlich sei der Schluss gemacht,

Meinen Willen ganz zu geben,

Meinem Gott allein zu leben,

Ihm zu dienen Tag und Nacht.

Herr, ich opfre Dir zur Gabe

All mein Liebstes, das ich habe;

Schau, ich halte nichts zurück:

Schau und prüfe meine Nieren;

Solltest Du was Falsches spüren,

Nimm es diesen Augenblick.

Ich scheu keine Müh und Schmerzen;

Gründlich und von ganzem Herzen

Will ich folgen deinem Zug:

Kann ich stetig und in Allen

Deinen Augen nur gefallen,

Ach, so hab ich ewig gnug.

Eines will ich nur betrachten,

Und nicht wissen, noch drauf achten,

Was sonst draussen mag geschehn:

Fremd der Welt und ihren Sorgen

Will ich hier, in Dir verborgen,

Als ein wahrer Pilger gehn.

Dich allein will ich erwählen;

Alle Kräfte meiner Seelen

Nimm nur ganz in deine Macht:

Ja, ich will mich Dir verschreiben;

Lass es ewig feste bleiben,

Was ich Dir hab zugesagt.

Gerhard Tersteegen. 1697-1769.

The good choice.

Thou art my portion, O Lord; I have promised to keep Thy law.

_Ps._ cxix. 57.

Lo! my choice is now decided,

Now, with heart no more divided,

I devote to God my days;

Sin, to thee no more I listen,

World, howe'er thy gauds may glisten,

I on thee no more will gaze.

Toys my heart away have carried,

Here and there I oft have tarried,

Now my purpose shall not swerve;

All my life to God I tender,

To his Will my own surrender,

Him both day and night to serve.

Lord, to Thee I yield sincerely

All that here I prize most dearly,

See, from Thee I nothing keep;

Search my reins and heart all over,

Shouldest Thou there deceit discover,

Root it out, though hidden deep.

No fatigue or pain declining,

All my heart to Thee resigning,

I will go where Thou dost lead;

If my every word and action

In Thy sight give satisfaction,

Nothing more I then can need.

One thing first and only knowing,

Elsewhere not a thought bestowing,

Now I quit the paths I trod;

Stranger now to worldly pleasure,

Here I lay not up my treasure,

Hid my life with Christ in God.

This the lot I would inherit;

Let my heart, and soul, and spirit

In Thy service, Lord, be bowed;

Thine henceforth, O blessed Saviour,

May I, in my whole behaviour,

Practise what my lips have vowed.

Eins ist noth.

Eins ist Noth:

Maria hat das gute Theil erwählet.

Eins ist Noth: ach Herr, dies Eine

Lehre mich erkennen doch;

Alles andre, wies auch scheine,

Ist ja nur ein schweres Joch;

Darunter das Herze sich naget und plaget,

Und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget:

Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt,

So werd ich mit Einem in allem ergötzt.

Seele, willst du dieses finden,

Suchs bei keiner Creatur;

Lass was irdisch ist dahinten,

Schwing dich über die Natur;

Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet,

Wo alle vollkommene Fülle erscheinet,

Da, da ist das beste, nothwendigste Theil,

Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil.

Wie Maria war beflissen

Auf des Ewigen Geniess,

Da sie sich zu Jesu Füssen

Voller Andacht niederliess!

Ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören,

Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren;

Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt,

Und wurde ihr Alles in Einem geschenkt.

Also ist auch mein Verlangen,

Liebster Jesu, nur nach Dir;

Lass mich treulich an Dir hangen,

Schenke Dich zu eigen mir:

Ob viel auch umkehrten zum grössesten Haufen,

So will ich Dir dennoch in Liebe nachlaufen:

Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist,

Was ist wohl, dass man nicht in Jesu geneusst!

Aller Weisheit höchste Fülle

In Dir ja verborgen liegt:

Gieb nur, dass sich auch mein Wille

Fein in solche Schranken fügt,

Worinnen die Demuth und Einfalt regieret,

Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet:

Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiss,

So hab ich der Weisheit vollkommenen Preis.

Nichts kann ich vor Gott ja bringen,

Als nur Dich, mein höchstes Gut:

Jesu, es muss mir gelingen

Durch dein rosenfarbnes Blut:

Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,

Da Du bist am Stamme des Kreuzes gestorben;

Die Kleider des Heils ich da habe erlangt,

Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt.

Nun so gieb, dass meine Seele

Auch nach deinem Bild erwacht;

Du bist ja, den ich erwähle,

Mir zur Heiligung gemacht:

Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben,

Ist in Dir, mein Heiland, mir alles gegeben:

Entreisse mich aller vergänglichen Lust,

Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewusst.

Ja, was soll ich mehr verlangen?

Mich beschwemmt der Gnaden Fluth:

Du bist einmal eingegangen

In das Heilge durch dein Blut:

Da hast Du die ewge Erlösung erfunden,

Dass ich nun der höllischen Herrschaft entbunden:

Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt,

Im kindlichen Geiste das Abba! nun klingt.

Volles Gnügen, Fried und Freude

Jetzo meine Seel ergötzt,

Weil auf eine frische Weide

Mein Hirt Jesus mich gesetzt:

Nichts Süsses kann also mein Herze erlaben,

Als wenn ich nur, Jesu, Dich immer soll haben;

Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt,

Als wenn ich Dich, Jesu, im Glauben erblickt.

Drum auch, Jesu, Du alleine

Sollst mein Ein und Alles sein;

Prüf, erfahre, wie ichs meine,

Tilge allen Heuchelschein:

Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichen Stege,

Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege;

Gieb, dass ich hier alles nur achte für Koth,

Und Jesum gewinne: dies Eine ist Noth.

Johann Heinrich Schröder. 1696.

The one thing needful.

But one thing is needful: and Mary hath chosen that good part.

_St. Luke_, x. 42.

One thing needful! then, Lord Jesus,

Keep this one thing in my mind;

All beside, though first it please us,

Soon a grievous yoke we find:

Beneath it the heart is still fretting and striving,

No true, lasting happiness ever deriving:

The gain of this one thing all loss can requite,

And teach me in all things to find some delight.

Soul, wilt thou this one thing find thee?

Seek it in no earthly end;

Leave all Nature far behind thee,

High above the world ascend:

For where God and man both in one are united,

With God's perfect fulness the heart is delighted;

There, there is the worthiest lot and the best,

My one and my all, and my joy, and my rest.

How were Mary's thoughts devoted

Her eternal joy to find,

As intent each word she noted,

At her Saviour's feet reclined!

How kindled her heart, how devout was its feeling,

While hearing the lessons that Christ was revealing;

For Jesus all earthly concerns she forgot,

And all was repaid in that one happy lot.

Thus my longings, heavenward tending,

Jesus, rest alone on Thee;

Help me, thus on Thee depending,

Saviour! come and dwell in me;

Although all the world should forsake and forget Thee,

In love I will follow Thee, ne'er will I quit Thee;

Lord Jesus, both spirit and life is Thy Word,

And is there a joy which Thou dost not afford!

Wisdom's highest noblest treasure,

Jesus, lies concealed in Thee;

Grant that this may still the measure

Of my will and actions be,

Humility there and simplicity reigning,

In paths of true wisdom my steps ever training;

Oh! if I of Christ have this knowledge divine,

The fulness of heavenly wisdom is mine.

Christ, Thou art the sole Oblation

I will bring before my God;

In His sight is acceptation

Only through thy streaming Blood:

Immaculate righteousness I have acquired,

Since Thou on the tree of the Cross hast expired;

The robe of salvation for ever is mine,

In this shall my faith through eternity shine.

Let my soul, in full exemption,

Wake up in thy likeness now;

Thou art made to me redemption,

My sanctìfication thou.

What though all through life in good works I had striven,

For thy sake alone my reward should be given:

Oh! let me all perishing pleasures forego,

And thy life, O Jesus, alone let me know.

Where should else my hopes be centred?

Grace o'erwhelms me with its flood!

Thou, my Saviour, once hast entered

Holiest heaven through Thy Blood:

Eternal redemption for sinners there finding,

From hell's dark dominion my spirit unbinding,

To me perfect freedom thy entrance has brought,

Who childlike to cry "Abba, Father" am taught.

Christ Himself, my Shepherd, feeds me,

Peace and joy my spirit fill;

In a pasture green He leads me

Forth beside the waters still:

Oh! nought to my soul is so sweet and reviving,

As thus unto Jesus alone to be living;

True happiness this, and this only supplies,

Through faith on my Saviour to fasten my eyes.

Then, Lord Jesus, my Salvation,

Thou my One, my All shalt be;

Prove my fixed determination,

Root out all hypocrisy:

Look well if on sin's slippery paths I am hasting,

And lead me, O Lord, in the way everlasting;

This one thing is needful, all others are vain,

I count all but loss that I Christ may obtain.

Bibellied.

Mein Wort soll nicht wieder zu Mir leer kommen; sondern thun, das

Mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu Ich es sende.

Walte, walte nah und fern,

Allgewaltig Wort des Herrn,

Wo nur seiner Allmacht Ruf

Menschen für den Himmel schuf.

Wort vom Vater, der die Welt

Schuf und in den Armen hält,

Und der Sünder Trost und Rath

Zu uns hergesendet hat!

Wort von des Erlösers Huld,

Der der Erde schwere Schuld

Durch des heilgen Todes That

Ewig weggenommen hat!

Kräftig Wort von Gottes Geist,

Der den Weg zum Himmel weist,

Und durch seine heilge Kraft

Wollen und Vollbringen schafft!

Wort des Lebens, stark und rein,

Alle Völker harren dein:

Walte fort, bis aus der Nacht

Alle Welt zum Tag erwacht.

Auf zur Erndt in alle Welt!

Weithin wogt das reife Feld,

Klein ist noch der Schnitter Zahl,

Viel der Garben überall.

Herr der Erndte, gross und gut,

Weck zum Werke Lust und Muth:

Lass die Völker allzumal

Schauen deines Lichtes Stral.

Bible Hymn.

My word shall not return unto Me void; but it shall accomplish that

which I please, and it shall prosper in the thing whereto I sent

it.

_Isa._ lv. 11.

Far and near, almighty Word,

Spread the name of Christ the Lord;

Far and near extend your leaven,

Where there dwells an heir of heaven.

Word by God the Father sent,

Lord of all, Omnipotent!

Word for sinners' need supplied,

As their comfort and their guide!

Word of our Redeemer's grace,

Who, to save our sinful race,

Of our guilt to pay the price,

Gave Himself a Sacrifice!

Word of God the Spirit's might,

Who our heavenward course doth light,

Prompteth good, and by his breath

What He prompts accomplisheth.

Word of life, both pure and strong!

Word for which the heathen long!

Spread abroad, till out of night

All the world awake to light.

Up! for lo! earth's surface o'er

Waving fields with ripening store!

Countless sheaves are spread around,

Few, oh! few the reapers found!

Lord of Harvest, great and kind!

Rouse to action heart and mind;

Let the gathering nations all

See thy light, and hear thy call.

Ein Fels ewiglich.

Verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott, der Herr, ist ein

Fels ewiglich.

Ein feste Burg ist unser Gott,

Ein gute Wehr und Waffen;

Er hilft uns frei aus aller Noth,

Die uns jetzt hat betroffen:

Der alt böse Feind,

Mit Ernst ers jetzt meint,

Gross Macht und viel List

Sein grausam Rüstung ist,

Auf Erd' ist nicht seins Gleichen.

Mit unser Macht ist nichts gethan,

Wir sind gar bald verloren;

Es streit für uns der rechte Mann,

Den Gott hat selbst erkoren;

Fragst du, wer der ist?

Er heisst Jesus Christ,

Der Herr Zebaoth,

Und ist kein ander Gott;

Das Feld muss Er behalten.

Und wenn die Welt voll Teufel wär

Und wollt uns gar verschlingen,

So fürchten wir uns nicht so sehr,

Es soll uns doch gelingen:

Der Fürst dieser Welt,

Wie saur er sich stellt,

Thut er uns doch nicht;

Das macht, er ist gericht,

Ein Wörtlein kann ihn fällen.

Das Wort sie sollen lassen stahn,

Und kein Dank dazu haben;

Er ist bei uns wohl auf dem Plan

Mit seinem Geist und Gaben:

Nehmen sie den Leib,

Gut, Ehr, Kind und Weib:

Lass fahren dahin,

Sie habens kein Gewinn;

Das Reich muss uns doch bleiben!

Martin Luther. 1483-1546.

The Rock of Ages.

Trust ye in the Lord for ever: for in the Lord Jehovah is

everlasting strength.

_Isa._ xxiv. 4.

A Fortress firm and stedfast Rock

Is God in time of danger,

A Shield and Sword in every shock,

From foe well known or stranger.

The old foe of man,

Intent on his plan,

With might and with craft

Still plies each deadly shaft;

His like earth saw not ever.

In our own might, so lost our plight,

Our arm no conquest gaineth;

That Righteous Man must win the fight

Whom God Himself ordaineth:

Thou askest His Name?

None else bears the same--

Christ Jesus the Lord,

As God of Hosts adored,

'Tis He must win the battle.

And were the world a hungry crew

Of devils all around us,

Their leaguered host we could subdue,

The thought need not confound us:

The world's vanquished prince

His doom had long since;

His fiercest array

One word of faith can fray,

In spite of threatening gesture.

Unharmed the Word shall yet remain--

For this no thanks they merit--

He aids us on our battle-plain

With his good gifts and Spirit.

Then take they our life,

Wealth, fame, child and wife:

No triumph they gain,

For all their boast is vain,

While ours is still the kingdom.

Der Morgenstern.

Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein heller Morgenstern.

Wie schön leuchtet der Morgenstern

Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn!

Du süsse Wurzel Jesse,

Du Davids Sohn aus Jacobs Stamm,

Mein König und mein Bräutigam

Hast mir mein Herz besessen:

Lieblich,

Freundlich,

Schön und herrlich, Gross und ehrlich,

Reich von Gaben,

Ueber alles hoch erhaben!

O meine Perl, Du werthe Kron,

Wahr Gottes und Marien Sohn,

Ein hochgeborner König!

Mein Herz erfreut sich deiner Ehr;

Deins heilgen Wortes süsse Lehr

Ist lauter Milch und Honig:

Freudig

Sing ich

Hosianna! Himmlisch Manna,

Das wir essen,

Deiner kann ich nicht vergessen.

Geuss sehr tief in mein Herz hinein,

Du Gottes Licht und Himmelsschein,

Die Flamme deiner Liebe;

Und erfreu mich, dass ich doch bleib

Ein Glied an deinem heilgen Leib

In reinem Liebestriebe:

Nach Dir

Ist mir,

O holdselge Himmelslilje,

Aug und Herze

Hingerückt in süssem Schmerze.

Von Gott kommt mir ein Freudenlicht,

Wenn Du mit deinem Angesicht

Mich freundlich thust anblicken:

O Jesu, Du mein trautes Gut,

Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut

Mich innerlich erquicken:

Nimm mich

Freundlich

In dein Anne, Das ich warme

Werd von Gnaden;

Auf dein Wort komm ich geladen.

Herr Gott Vater, mein starker Held,

Du hast mich ewig vor der Welt

In deinem Sohn geliebet;

Dein Sohn hat mich Ihm selbst vertraut,

Er ist mein Lieb, ich bin sein Braut,

Sehr hoch in Ihm erfreuet:

Ewges,

Selges,

Himmlisch Leben wird Er geben

Mir dort oben,

Ewig soll mein Herz Ihn loben.

Stimmt an der Jubellieder viel,

Und lasset süsses Saitenspiel

Ganz freudenreich erschallen,

Dass ich mit Jesu mög allein,

Dem wunderschönen Bräutgam mein,

In steter Liebe wallen:

Singet,

Springet,

Jubiliret, Triumphiret,

Dankt dem Herren,

Gross ist der König der Ehren.

Wie bin ich doch so herzlich froh,

Dass meine Lieb, das A und O,

Der Anfang und das Ende,

Er wird mich doch zu seinem Preis

Aufnehmen in das Paradeis,

Des will ich fröhlich sterben:

Amen!

Amen!

Komm Du schöne Freudenkrone,

Bleib nicht lange;

Deiner wart ich mit Verlangen.

Philipp Nicolai. 1556-1608.

The Morning Star.

I am the Root and Offspring of David, and the bright and Morning

Star.

_Rev._ xxii. 16.

How lovely now the Morning Star,

Sent forth by God from heaven afar,

With truth and mercy shineth!

Hail! Jesse's Root and Jacob's Rod,

Hail! David's Offspring, Son of God,

To Thee my heart inclineth:

Beauteous,

Bounteous,

Prince victorious, Great and glorious,

Freely giving,

High enthroned o'er all things living.

Hail! Son of Mary, Pearl and Crown,

Great Bridegroom, King of high renown,

Of royal race descended!

Thy glory fills my soul, O Lord;

The doctrine of thy Holy Word

Is milk and honey blended:

Glad praise

I raise;

Hail, Hosanna! Heavenly Manna,

Food sustaining

Faith that else might soon be waning.

Shed deep within this heart of mine,

Thou Holy Flame, Thou Light Divine,

True love by thine excited;

Thus let my love to thine respond,

Now joined to Thee in mystic bond,

A member close united:

In troth--

Heaven's growth,

Lily fairest, Purest, rarest--

Nought shall sever

Heart and eye from Thee for ever.

A joyful ray from heaven above

Shoots through me when thy look of love

Thou castest down with favour;

Lord Jesus Christ, my chiefest good,

Thy Word and Spirit, Flesh and Blood

Refresh me with their favour:

Let grace

Embrace,

Closely folding, Firmly holding,

Safe from falling,

Me who come at thine own calling.

O God the Father, God of might,

Ere yet the world came out of night,

Thou in thy Son didst love me;

Now safe beneath his shelter housed,

To Him in heavenly bonds espoused,

His love to love doth move me.

Joys pure

Endure

High in heaven, When 'tis given,

Tiring never,

Still to chant thy praise for ever.

Then hymns of tuneful gladness sing,

And wake to joy the sounding string,

For nought shall break this union;

Each heart with notes of triumph rouse,

Because with Christ, the Heavenly Spouse,

I live in blest communion.

The song

Prolong;

Jubilate! Exultate;

Spread the story,

Great is Christ the King of glory!

Now joy is come, and sorrow past;

Alpha, Omega, First and Last,

Of all the source and ending,

To Paradise my soul shall raise,

For evermore to sing his praise,

To death sure comfort lending.

Amen!

Amen!

My chief treasure, Crown and pleasure,

Wait no longer;

Evermore my love grows stronger.

Lobgesang. I.

Bringet her dem Herrn die Ehre seinen Namen.

Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut,

Dem Vater aller Güte,

Dem Gott, Der alle Wunder thut,

Dem Gott, Der mein Gemüthe

Mit seinem reichen Trost erfüllt,

Dem Gott, Der allen Jammer stillt:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Es danken Dir die Himmelsheer

O Herrscher aller Thronen,

Und die auf Erden, Lust und Meer

In deinem Schatten wohnen.

Die preisen deine Schöpfermacht,

Die alles also wohl bedacht:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Was unser Gott geschaffen hat,

Das will Er auch erhalten;

Darüber will Er früh und spat

Mit seiner Gnade walten:

In seinem ganzen Königreich

Ist alles recht, ist alles gleich:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich rief dem Herrn in meiner Noth:

Ach Gott, vernimm mein Schreien!

Da half mein Helfer mir vom Tod,

Und liess mir Trost gedeihen:

Drum dank, ach Gott, drum dank ich Dir:

Ach danket, danket Gott mit mir,

Gebt unserm Gott die Ehre!

Der Herr ist noch und nimmer nicht

Von seinem Volk geschieden;

Er bleibet ihre Zuversicht,

Ihr Segen, Heil und Frieden:

Mit Mutterhänden leitet Er

Die Seinen stetig hin und her:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Wenn Trost und Hülf ermangeln muss,

Die alle Welt erzeiget,

So kommt und hilft der Ueberfluss,

Der Schöpfer selbst, und neiget

Die Vateraugen denen zu,

Die sonsten nirgends finden Ruh:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Ich will Dich all mein Lebelang,

O Gott, von nun an ehren;

Man soll, o Gott, dein Lobgesang

An allen Orten hören:

Mein ganzes Herz ermuntre sich,

Mein Seel und Leib, erfreue dich:

Gebt unserm Gott die Ehre!

Ihr, die ihr Christi Namen nennt,

Gebt unserm Gott die Ehre;

Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt,

Gebt unserm Gott die Ehre:

Die falschen Götzen macht zu Spott,

Der Herr ist Gott! der Herr ist Gott!

Gebt unserm Gott die Ehre!

Johann Jacob Schütz. 1640-1690.

Hymn of Praise. I.

Ascribe unto the Lord the honour due unto his Name.

_Ps._ xcvi. 8.

Sing praise to God Who reigns above,

The God of all creation,

The God of power, the God of love,

The God of our salvation;

With healing balm my soul He fills,

And every faithless murmur stills;

To God all praise and glory!

The angel host, O King of kings,

Thy praise for ever telling,

In earth and sky all living things

Beneath thy shadow dwelling,

Adore the wisdom which could span,

And power which formed creation's plan;

To God all praise and glory!

What God's almighty power hath made

His gracious mercy keepeth;

By morning glow or evening shade,

His watchful eye ne'er sleepeth:

Within the Kingdom of his might,

Lo! all is just, and all is right:

To God all praise and glory!

I cried to God in my distress--

In mercy hear my calling--

My Saviour saw my helplessness,

And kept my feet from falling;

For this, Lord, thanks and praise to Thee!

Praise God, I say, praise God with me!

To God all praise and glory!

The Lord is never far away,

Throughout all grief distressing

An ever-present help and stay,

Our peace, and joy, and blessing.

As with a mother's tender hand,

He leads his own, his chosen band;

To God all praise and glory!

When every earthly hope has flown

From sorrow's sons and daughters,

Our Father from his heavenly throne

Beholds the troubled waters;

And at his Word the storm is stayed

Which made his children's hearts afraid;

To God all praise and glory!

Then all my gladsome way along,

I sing aloud Thy praises,

That men may hear the grateful song

My voice unwearied raises:

Be joyful in the Lord, my heart!

Both soul and body bear your part!

To God all praise and glory!

O ye who name Christ's holy Name,

Give God all praise and glory!

All ye who own his power, proclaim

Aloud the wondrous story!

Cast each false idol from his throne,

The Lord is God, and He alone;

To God all praise and glory!

Lobgesang. II.

Danket dem Herrn, denn Er ist freundlich:

Und feine Güte währet ewiglich.

Nun danket alle Gott

Mit Herzen, Mund und Händen,

Der grosse Dinge thut

An uns und allen Enden;

Der uns von Mutterleib

Und Kindesbeinen an

Unzählig viel zu gut

Und noch jetzund gethan.

Der ewig reiche Gott

Woll uns bei unserm Leben

Ein immer fröhlich Herz

Und edlen Frieden geben,

Und uns in seiner Gnad

Erhalten fort und fort,

Ja uns aus aller Noth

Erlösen hier und dort.

Lob, Ehr und Preis sei Gott,

Dem Vater und dem Sohne,

Und Dem der beiden gleich,

Im höchsten Himmelsthrone:

Dem dreimaleinen Gott,

Als Der ursprünglich war

Und ist und bleiben wird

Jetzund und immerdar.

Martin Rinckart. 1585-1649.

Hymn of Praise. II.

O give thanks unto the Lord, for He is gracious, and his mercy

endureth for ever.

_Ps._ cxxxvi. 1.

Lift heart, and hands, and voice

To God's bright throne of glory;

In grateful songs rejoice,

And tell aloud the story,

How from our natal day

His mercies numberless

Have blest us on our way,

And still unnumbered bless.

The ever bounteous Lord,

Throughout our life's duration,

Wilt joy of heart afford,

Through hope of his salvation:

In trial's grievous hour

His Arm will hold us fast,

And from temptation's power

Will set us free at last.

To Father and to Son

Be praise and glory given,

And to that Holy One

Who reigns with them in heaven:

To God, the One in Three,

The God Who is, and was,

And evermore shall be:--

The One Eternal Cause!

Hymns from the German Translated by Frances Elizabeth Cox · 第 11 / 25 题