2 _St. Peter_, iii. 8.

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

Yet onward still to thee we speed,

As to the fight th' impatient steed,

As ship to port, or shaft from bow,

Or swift as couriers homeward go:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

As in a ball's concentric round

Nor starting-point nor end is found,

So thou, Eternity, so vast,

No entrance and no exit hast:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

A ring whose orbit still extends,

And, ne'er beginning, never ends;

'_Always_' thy centre, Ring immense!

And '_Never_' thy circumference:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

Came there a bird each thousandth year,

One sand-grain from the hills to bear,

When all had vanished, grain by grain,

Eternity would still remain:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

As long as God shall God remain,

So long shall last hell's endless pain,

So long the joys of heaven shall be;

O long delight! long misery!

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

O man! let oft thy musings dwell

Upon the dreadful woes of hell,

Oft on the saints' all glorious lot,

For both shall last when Time _is not_:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

The thought of thee in pain, how dread!

In joy how bright thy prospects spread!

For here God's Goodness glads our eyes,

And there His Justice terrifies:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

Who here lived poor and sore distressed,

Now truly rich, with God doth rest;

With joys consoled for all his ill,

He lives to praise God's Goodness still:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

A moment's pleasure sinners know,

Through which they pass to endless woe:

A moment's woe the righteous taste,

Through which to endless joy they haste:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

Who looks to thee alone is wise,

Sin's pleasures all he can despise;

The world attracts him now no more,

His love for vain delights is o'er:

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

Who thinks on thee speaks thus with God,

"Here prove me with Thy chastening rod,

Oh! let me here Thy judgments bear,

Hereafter, Lord, in mercy spare!"

Mark well, O Man, Eternity!

Eternity! Eternity!

How long art thou, Eternity!

"O man! I warn thee, think on me,

Think oft on me, Eternity;

For I the sinner's woe shall prove,

And recompense of pious love:"

Mark well, O Man, Eternity!

[1]This was a favourite hymn of Niebuhr's.

Sommerlied. I.

Herr, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du

hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das

Wesen, und sind geschaffen.

Keine Schönheit hat die Welt,

Die mir nicht vor Augen stellt

Meinen schönsten Jesum Christ,

Der der Schönheit Ursprung ist.

Wenn die Morgenröth entsteht,

Und die goldne Sonn aufgeht,

So erinnre ich mich bald

Seiner himmlischen Gestalt.

Ja, oft denk ich an sein Licht,

Wenn der frühe Tag anbricht:

Ach was ist für Herrlichkeit

In dem Licht der Ewigkeit!

Seh ich dann den Mondenschein,

Und des Himmels Aeugelein,

So gedenk ich: Der diess macht,

Hat viel tausend grössre Pracht.

Schau ich, in dem Frühling an,

Unsern bunten Wiesenplan,

So bewegt es mich zu schrein:

Ach, wie muss der Schöpfer sein!

Wenn ich zu dem Quellbrunn geh

Oder bei dem Bächlein steh;

So versenkt sich stracks in Ihn,

Als den reinsten Quell, mein Sinn.

Lieblich singt die Nachtigall,

Süsse klingt der Flötenschall;

Aber über allen Ton

Ist das Wort: Marien Sohn!

Anmuth giebt es in der Luft,

Wenn die Echo wieder ruft;

Aber nichts ist überall,

Wie des Liebsten Wiederhall.

Ei nun, Schönster, komm herfür,

Komm und zeige selbst Dich mir;

Lass mich sehn dein eigen Licht,

Und dein blosses Angesicht.

O dass deiner Gottheit Glanz

Meinen Geist umgäbe ganz,

Und der Stral der Herrlichkeit

Mich entrückt aus Ort und Zeit!

Ach, mein Jesu, nimm doch hin,

Was mir decket Geist und Sinn,

Dass ich Dich zu jeder Frist

Sehe, wie Du selber bist.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn for Summer. I.

Thou art worthy, O Lord, to receive glory and honour and power: for

Thou hast created all things, and for Thy pleasure they are, and

were created.

_Rev._ iv. 11.

Earth has nothing sweet or fair,

Lovely forms or beauties rare,

But before my eyes they bring

Christ, of beauty Source and Spring.

When the morning paints the skies,

When the golden sunbeams rise,

Then my Saviour's Form I find

Brightly imaged on my mind.

When the day-beams pierce the night,

Oft I think on Jesus' Light,

Think how bright that Light will be,

Shining through eternity.

When, as moonlight softly steals,

Heaven its thousand eyes reveals,

Then I think: Who made their light

Is a thousand times more bright.

When I see, in spring-tide gay,

Fields their varied tints display,

Wakes the awful thought in me,

What must their Creator be!

If I trace the fountain's source,

Or the brooklet's devious course,

Straight my thoughts to Jesus mount,

As the best and purest fount.

Sweet the song the night-bird sings,

Sweet the lute, with quivering strings;

Far more sweet than every tone

Are the words "Maria's Son."

Sweetness fills the air around,

At the echo's answering sound;

Far more sweet than echo's fall,

Is to me the Bridegroom's Call.

Lord of all that's fair to see!

Come, reveal Thyself to me;

Let me, 'mid Thy radiant Light,

See Thine unveiled glories bright.

Let Thy Deity profound

Me in heart and soul surround,

From my mind its idols chase,

Weaned from joys of time and place.

Come, Lord Jesus! and dispel

This dark cloud in which I dwell;

Thus to me the power impart,

To behold Thee as Thou art.

Sommerlied. II.

Es sollen Dir danken, Herr, alle deine Werke; und deine Heiligen

Dich loben.

Geh aus, mein Herz, und suche Freud,

In dieser lieben Sommerzeit,

An deines Gottes Gaben:

Sieh an der schönen Fluren Zier,

Wie lieblich sie sich dir und mir

Nun ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub,

Das Erdreich decket seinen Staub

Mit einem grünen Kleide:

Narzissen und die Tulipan,

Die ziehen sich viel schöner an

Als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,

Das Täublein fleugt aus seiner Gruft,

Und macht sich in die Wälder:

Die hochbegabte Nachtigall

Ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Schon Hügel, Thal und Felder.

Die Glucke führt ihr Völklein aus,

Der Storch baut und bewahrt sein Haus,

Das Schwälblein speist die Jungen:

Der schnelle Hirsch, das leichte Reh

Ist froh, und kommt aus seiner Höh

Ins tiefe Gras gesprungen.

Die Bächlein rauschen in den Sand,

Und zieren lieblich ihren Rand

Mit Bäumen reich an Schatten:

Der Schaf und Hirten Lustgeschrei

Erschallet fröhlich hart dabei,

Von grüner Wiesen Matten.

Die unverdrossne Bienenschaar

Fleucht hin und her, sucht hier und dar

Ihr edle Honigspeise:

Des süssen Weinstocks starker Saft

Bringt täglich neue Stärk und Kraft

In seinem schwachen Reife.

Der Weizen wächset mit Gewalt;

Darüber freut sich Jung und Alt,

Und rühmt die grosse Güte

Des, Der so überflüssig labt,

Und mit so manchem Gut begabt

Das menschliche Gemüthe.

Ich selbst, ich kann und mag nicht ruhn,

Des grossen Gottes grosses Thun

Erweckt mir alle Sinnen:

Ich singe mit, wenn Alles singt,

Und lasse, was dem Höchsten klingt,

Aus meinem Herzen rinnen.

Ach, denk ich, bist du hier so schön,

Und lässt Dus uns so lieblich gehn

Auf dieser armen Erden,

Was will doch wohl, nach dieser Welt,

Dort in dem reichen Himmelszelt

Und goldnen Schlosse werden!

Welch hohe Lust, welch heller Schein

Wird wohl in Christi Garten sein!

Wie muss es da wohl klingen,

Da so viel tausend Seraphim

Mit unverdrossnem Mund und Stimm

Ihr Alleluia singen!

O wär ich da, o stünd ich schon,

Ach süsser Gott, vor deinem Thron,

Und trüge meine Palmen;

So wollt ich, nach der Engel Weis,

Erhöhen deines Namens Preis

Mit tausend schönen Psalmen.

Doch gleichwohl will ich, weil ich noch

Hier trage dieses Leibes Joch,

Auch nicht gar stille schweigen:

Mein Herze soll sich fort und fort,

An diesem und an allem Ort,

Zu deinem Lobe neigen.

Hilf nur, und segne meinen Geist

Mit Segen, der vom Himmel fleusst,

Dass ich Dir stetig blühe:

Gieb dass der Sommer deiner Gnad

In meinem Herzen früh und spat

Viel Glaubensfrücht erziehe.

Mach in mir deinem Geiste Raum,

Dass ich Dir werd ein guter Baum,

Und lass mich wohl bekleiben:

Verleihe, dass zu deinem Ruhm

Ich deines Gartens schöne Blum

Und Pflanze möge bleiben.

Erwähle mich zum Paradeis,

Und lass mich bis zur letzten Reis

An Leib und Seele grünen:

So will ich Dir und deiner Ehr

Allein und keinem Andern mehr

Hier und dort ewig dienen.

Paul Gerhard. 1606-1676.

Hymn for Summer. II.

All Thy works praise Thee, O Lord, and Thy saints give thanks unto

Thee.

_Ps._ cxlv. 10.

Come forth, my heart, and seek delight

In each delicious sound and sight,

This joyful summer morning:

See, how God's goodly gifts abound,

And mark how all the plains around

His hand hath been adorning.

Rich foliage decks each waving tree,

And what a rich green mantle, see,

The earth is now arraying:

Bright lilies and narcissus fair,

Than robes of Israel's king more rare,

Their beauties are displaying.

The thrilling lark ascends the sky,

The dove forsakes her tower on high,

Swift to the woods retiring;

The richly-gifted nightingale

Pours forth her notes o'er hill and vale,

Delight her song inspiring.

The hen walks forth her brood among,

The swallow feeds her clamorous young,

The stork protects her dwelling:

The stag and roe, with footstep light,

Come bounding from the neighbouring height,

Joy in each movement telling.

The little brooks run babbling by,

Their margin bordered beauteously

With trees, in shade abounding:

The sheep's low bleat, and shout of joy

Sent forth by idle shepherd-boy,

From meadows green come sounding.

Th' unwearied bees, on busy wing,

From flower to flower flit murmuring,

And seek their honied treasure;

While on the vine, from day to day,

New strength the tender shoots display,

Each day increase in measure.

Green ears the wheat-blades now unfold,

And all rejoice, both young and old,

The God of harvest praising;

From Whom this rich abundance flows,

Who every precious gift bestows,

Men's hearts with gladness raising.

I too my part will gladly take;

God's glorious works my heart awake,

And soul and spirit capture:

Since all are singing, I will sing,

Will bring my grateful offering,

And join the hymn of rapture.

If in this earthly scene below

Thyself so glorious Thou dost shew,

To us poor sinful mortals,

Then what, when earth is past and gone,

Will be the joy before Thy Throne,

Within the golden portals?

What matchless rays, what light divine

In Christ's own Paradise will shine,

What sounds be ever ringing,

Where thousand seraph hosts rejoice,

With ceaseless and unwearied voice

Their Alleluias singing!

Oh! that with God's exulting band

I even now might take my stand,

With them might now adore Him,

And, bearing high victorious palms,

Sing praise in thousand joyful psalms,

As angels do, before Him!

Yet silence here I will not keep,

The while on earth I still must creep,

This body's burden bearing:

My heart shall evermore be bent

Its thankful homage to present,

Jehovah's praise declaring.

Lord! let my spirit but be filled

With softening dews from heaven distilled,

That it through Thee may flourish:

Grant that the summer of Thy Grace,

Within my heart's unfertile place,

The fruits of Faith may nourish.

For Thee within my soul make room,

Let me a thriving tree become,

Thy bounteous blessing sharing;

Make me a goodly plant to grow,

Within thy garden here below,

Abundant blossoms bearing.

Let every branch and tender shoot

Be laden here with precious fruit,

That, when from earth transplanted,

To Paradise my soul may soar,

To praise Thee better, love Thee more:

Oh! may this prayer be granted!

Gottes Vorsehung.

Der Herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seine Werke.

Ich singe Dir mit Herz und Mund,

Herr, meines Herzens Lust;

Ich sing und mach auf Erden kund

Was mir von Dir bewusst.

Ich weiss, dass Du, der Brunn der Gnad

Und ewge Quelle seist,

Daraus uns Allen früh und spat

Viel Heil und Gutes fleusst.

Was sind wir doch? was haben wir

Auf dieser ganzen Erd,

Das uns, o Vater, nicht von Dir

Allein gegeben werd?

Wer hat das schöne Himmelszelt

Hoch über uns gesetzt?

Wer ist es, der uns unser Feld

Mit Thau und Regen netzt?

Wer wärmet uns in Kält und Frost?

Wer schützt uns vor dem Wind?

Wer macht es, dass man Oel und Most

Zu seinen Zeiten findt?

Wer giebt uns Leben und Geblüt?

Wer hält mit seiner Hand

Den goldnen, werthen, edlen Fried

In unserm Vaterland?

Ach, Herr mein Gott, das kommt von Dir,

Du, Du musst Alles thun:

Du hältst die Wach an unsrer Thür,

Und lässt uns sicher ruhn.

Du nährest uns von Jahr zu Jahr,

Bleibst immer fromm und treu,

Und stehst uns, wenn wir in Gefahr

Gerathen, herzlich bei.

Du strafst uns Sünder mit Geduld,

Und schlägst nicht allzusehr,

Ja endlich nimmst du unsre Schuld,

Und wirfst sie in das Meer.

Wenn unser Herze seufzt und schreit,

Wirst du gar leicht erweicht,

Und giebst uns, was uns hoch erfreut,

Und Dir zur Ehr gereicht.

Du zählst, wie oft ein Christe wein,

Und was sein Kummer sei;

Kein stilles Thränlein ist so klein,

Du hebst und legst es bei.

Du füllst des Lebens Mangel aus

Mit dem was ewig steht,

Und führst uns in des Himmels Haus,

Wenn uns die Erd entgeht.

Wohl auf, mein Herze, sing und spring,

Und habe guten Muth;

Dein Gott, der Ursprung aller Ding,

Ist selbst und bleibt dein Gut.

Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil,

Dein Glanz und Freudenlicht,

Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil,

Schafft Rath und lässt dich nicht.

Was kränkst du dich in deinem Sinn

Und grämst dich Tag und Nacht?

Nimm deine Sorg und wirf sie hin

Auf Den, Der dich gemacht.

Hat Er dich nicht von Jugend auf

Versorget und ernährt?

Wie manchen schweren Unglückslauf

Hat Er zurückgekehrt?

Er hat noch niemals was versehn

In seinem Regiment:

Nein, was Er thut und lässt geschehn,

Das nimmt ein selig End.

Ei nun, so lass Ihn ferner thun,

Und red Ihm nicht darein;

So wirst du hier in Frieden ruhn,

Und ewig fröhlich sein.

Paul Gerhard. 1606-1676.

God's Providence.

The Lord is loving unto every man, and His mercy is over all His

works.

_Ps._ cxlv. 9.

I sing to Thee with mouth and heart,

Of all my joys the Well;

I sing, that what I know Thou art

My songs to all may tell:

That Thou a Fountain art of grace,

With blessings richly stored

For all, in every time and place,

This, this I know, good Lord.

For what have all that live, and move

Through this wide world below,

That does not from Thy bounteous love,

O Heavenly Father, flow?

Who o'er our heads the curtain drew

Of heaven's ethereal tent?

By whom are precious rain and dew

Upon our pastures sent?

In frost and cold, whose hand but Thine

Protects from tempest drear?

Who gives in season oil and wine

Men's hearts to brace and cheer?

Whose impulse sends the life-blood warm

Swift circling through our veins?

Who guards our land from war's alarm,

While peace around us reigns?

O Lord, of this and all our store

Thou art the Author blest;

Thou keepest watch before our door,

While we securely rest:

Thy truth and love from year to year

For all our wants provide;

With ready help, in times of fear,

Thou standest at our side.

Thou with us sinners bearest long,

With measured stripes dost prove,

And drownest all our grievous wrong

In ocean-depths of love.

When silent woe our bosom rends,

Thy pity sees our grief,

And gives what to Thy glory tends

No less than our relief.

Thou knowest when each Christian weeps,

And why the tear-drops fall;

And in the Book Thy mercy keeps

These things are noted all:

Thy lasting joys will compensate

For lack of worldly store,

And heavenly homes the just await,

When earth shall be no more.

Cheer up! my heart, rejoice and sing,

All anxious care resign;

For God, Creation's Lord and King,

Is thy God, even thine:

He is thy Portion, he thy Joy,

Thy Life, and Light, and Lord,

Thy Counsellor when doubts annoy,

Thy Shield and great Reward.

In restless thought, or blank despair,

Why spend each day and night?

On Him Who made thee cast thy care;

He makes our burdens light:

Did not His love, and truth, and power

Watch o'er thy childhood's day?

Has he not oft, in threatening hour,

Turned dreaded ills away?

His wisdom never plans in vain,

Ne'er falters or mistakes;

All that His counsels wife ordain

A happy ending makes;

Upon thy mouth then lay thy hand,

And trust His guiding love;

Then firm as rock thy peace shall stand,

In earth and heaven above.

Das Vertrauende Herz.

Befiehl dem Herrn deine Wege:

Und hoffe auf Ihn, Er wirds wohl machen.

Befiehl du deine Wege,

Und was dein Herze kränkt,

Der allertreusten Pflege

Des, Der den Himmel lenkt;

Der Wolken, Luft und Winden

Giebt Wege, Lauft und Bahn,

Der wird auch Wege finden,

Da dein Fuss gehen kann.

Dem Herren musst du trauen,

Wenn dirs soll wohl ergehn;

Auf sein Werk musst du schauen,

Wenn dein Werk soll bestehn:

Mit Sorgen und mit Grämen

Und mit selbsteigner Pein

Lässt Gott Ihm gar nichts nehmen;

Es muss erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade,

O Vater, weiss und sieht,

Was gut sei oder schade

Dem sterblichen Geblüt;

Und was Du dann erlesen,

Das treibst Du, starker Held,

Und bringst zum Stand und Wesen,

Was deinem Rath gefällt.

Weg hast Du allerwegen,

An Mitteln fehlts Dir nicht,

Dein Thun ist lauter Segen,

Dein Gang ist lauter Licht:

Dein Werk kann Niemand hindern,

Dein Arbeit darf nicht ruhn,

Wenn Du, was deinen Kindern

Erspriesslich ist, willst thun.

Und obgleich alle Teufel

Hie wollten widerstehn,

So wird doch, ohne Zweifel,

Gott nicht zurücke gehn:

Was Er Ihm vorgenommen,

Und was Er haben will,

Das muss doch endlich kommen

Zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o du arme Seele,

Hoff, und sei unverzagt;

Gott wird dich aus der Höhle,

Da dich der Kummer jagt,

Mit grossen Gnaden rücken;

Erwarte nur der Zeit,

So wirst du schon erblicken

Die Sonn der schönsten Freud.

Auf, auf, gieb deinem Schmerze

Und Sorgen gute Nacht;

Lass fahren, was das Herze

Betrübt und traurig macht:

Bist du doch nicht Regente;

Der Alles führen soll,

Gott sitzt im Regimente,

Und führet Alles wohl.

Ihn, Ihn lass thun und walten,

Er ist ein weiser Fürst,

Und wird sich so verhalten,

Dass du dich wundern wirst,

Wenn Er, wie Ihm gebühret,

Mit wunderbarem Rath

Die Sach hinausgeführet,

Die dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile

Mit seinem Trost verziehn,

Und thun an seinem Theile,

Als hätt in seinem Sinn

Er deiner sich begeben;

Und sollst du für und für

In Angst und Nöthen schweben,

So frag Er nichts nach dir.

Wirds aber sich befinden,

Dass du Ihm treu verbleibst,

So wird Er dich entbinden,

Da du's am mindsten gläubst:

Er wird dein Herze lösen

Von der so schweren Last,

Die du zu keinem Bösen

Bisher getragen hast.

Wohl dir, du Kind der Treue,

Du hast und trägst davon

Mit Ruhm und Dankgeschreie

Den Sieg und Ehrenkron.

Gott giebt dir selbst die Palmen

In deine rechte Hand,

Und du singst Freudenpsalmen

Dem, Der dein Leid gewandt.

* * *

Mach End, o Herr, mach Ende

An aller unsrer Noth;

Stärk unsre Füss und Hände,

Und lass bis in den Tod

Uns allzeit deiner Pflege

Und Treu empfohlen sein,

So gehen unsre Wege

Gewiss zum Himmel ein.

Paul Gerhard. 1606-1676.

The Trusting Heart.

Commit thy way unto the Lord, and put thy trust in Him, and He

shall bring it to pass.

_Ps._ xxxvii. 5.

To God thy way commending,

Trust Him Whose Arm of might,

The heavenly circles bending,

Guides every star aright:

The winds, and clouds, and lightning

By His sure Hand are led;

And He will, dark shades brightening,

Shew thee what path to tread.

Trust God, His time awaiting,

If thou wilt have success;

Work, His Work contemplating,

That He thy work may bless:

Whate'er is worth thy getting

By prayer thou shalt obtain,

And not by anxious fretting,

Or self-inflicted pain.

Thy love, O Father, gloweth

With zeal for mortals' good,

And what is hurtful knoweth

To human flesh and blood:

Our future Thou foreseèst,

And, through Thy strong Right Hand,

The counsel Thou decreèst

Shall ever firmly stand.

Resources rich possessing,

That love still finds a way,

Thy every act a blessing,

Thy pathway cloudless day;

In one unbroken tissue,

Which no let e'er withstood,

It brings to happy issue

Plans for Thy children's good.

Although to make God falter

The powers of hell combine,

One jot they cannot alter

Of His all-wise design:

All projects and volition

Of His eternal Mind,

Despite all opposition,

Their due fulfilment find.

No more then droop and languish,

Thou sorrow-stricken soul;

E'en from the depths of anguish,

Whose billows o'er thee roll,

Thy Father's Hand shall draw thee:

In hope and patience stay,

And joy will soon shed o'er thee

An ever brightening ray.

All faithless murmurs leaving,

Bid them a last good-night,

No more thy vexed soul grieving,

Because things seem not right:

Wisely His Sceptre wielding,

God sits in regal state,

No power to mortals yielding,

Events to regulate.

Trust with a faith untiring

In thine Omniscient King,

And thou shalt see admiring

What He to light will bring:

Of all thy griefs the reason

Shall at the last appear;

Why now denied a season,

Will shine in letters clear.

Awhile, perchance to try thee,

He seems to hear thee not,

All comfort to deny thee,

As if thou wert forgot;

As though He disregarded

Thy bitter cry and moan,

His care for thee discarded,

And left thee quite alone.

But if all ills thou brookest,

With constant faith and love,

When least for help thou lookest,

Thy cross He will remove:

At last, compassion taking

On thine estate forlorn,

Will ease the woe heart-breaking

Which thou hast meekly borne.

Then raise thine eyes to heaven,

Thou who canst trust His frown;

Thence shall thy meed be given,

The chaplet and the crown:

Then God the palm victorious

In thy right hand shall plant,

Whilst thou, in accents glorious,

Melodious hymns shalt chant.

* * *

End, if Thou wilt, our sorrow,

And our probation close;

Till then, we fain would borrow

Strength to support life's woes:

To Thee our way commending,

Whose Wisdom orders best,

We tread the pathway tending

To heaven's eternal rest.

Lied an dem Treuen Hirte.

Ich bin ein verirrt und verloren Schaf:

Suche, Herr, deinen Knecht,

Guter hirte, willst du nicht

deines schäfleins dich erbarmen,

und mich nach der hirtenpflicht

tragen heim auf deinen armen?

willst du mich nicht aus der qual

holen in den freudensaal?

schau wie ich verirret bin

auf der wüste dieser erden:

komm und bringe mich doch hin

zu den schafen deiner heerden:

führ mich zu den lämmern ein,

welche labt dein gottesschein.

mich verlangt, dich mit der schaar

die dich loben anzuschauen,

die da weiden ohn gefahr

auf den selgen himmelsauen;

die nicht in der furcht mehr stehn,

und nicht können irre gehn.

denn ich bin hier sehr bedrängt,

muss in steten sorgen leben,

weil die feinde mich umschränkt,

und mit list und macht umgeben,

dass ich armes schäfelein

keinen blick kann sicher sein.

O Herr Jesu, lass mich nicht

In der Wölfe Rachen kommen;

Hilf mir nach der Hirten Pflicht,

Dass ich ihnen werd entnommen:

Hole mich, dein Schäfelein,

Zu den ewgen Hütten ein.

Johann Angelus. 1624-1677.

Hymn to the Good Shepherd.

I have gone astray like a sheep that is lost; Lord, seek Thy

servant

_Ps._ cxix. 176.

Wilt Thou not, my Shepherd true,

Spare Thy sheep, in mercy spare me?

Wilt Thou not, as shepherds do,

In Thine arms rejoicing bear me;

Bear me where all troubles cease,

Home to folds of joy and peace?

See, on earth's wide desert way

How my truant steps mislead me;

Bring me back, no more to stray,

In Thine own green pastures feed me.

Gather me within the fold,

Where Thy lambs Thy light behold.

With Thy flock I long to be,

With the flock to whom 'tis given

Safe to feed, and, praising Thee,

Roam the happy plains of heaven:

Free from fear of sinful stain,

They can never stray again.

Lord! I here am fore beset,

Fears at every step confound me;

Lo! my foes have spread their net,

And with craft and might surround me:

Such their snares on every side,

Safe Thy sheep can ne'er abide.

Jesus, Lord! my Shepherd true,

Oh from wolves Thy sheep deliver;

Help, as shepherds wont to do,

From their jaws preserve me ever:

Bid Thy trembling wanderer come

To his everlasting home.

Christus unser Licht.

Alsdann werden der Blinden Augen aufgethan werden.

Was Du vor tausend Jahren,

Mein Heiland, hast gethan,

Lässt Du noch jetzt erfahren

Die so Dir gläubig nahn.

So wie den armen Blinden,

Nach deines Worts Bericht,

Liess'st Du mich Gnade finden,

Und gabst mir Freud und Licht.

Betrübt sass ich am Wege,

Tiefblind in meinem Geist,

Sehnsucht im Herzen rege,

Doch Wehmuth allermeist:

Die Psalmen hört ich singen,

Die Palmen fühlt ich wehn,

Die Dir die Gläubgen bringen,

Und konnte Dich nicht sehn.

Zu gross wards mit dem Schmerze,

Zu drückend ward die Pein,

Da fasst ich mir ein Herze,

Hub an nach dir zu schrein;

Sohn Davids, rette, heile,

Wie Du's verheissen hast;

O liebster Jesu, eile,

Nimm von mir Nacht und Last.

Und immer heisser weinend,

Mit immer lauterm Wort,

Stets mehr mein Herz entsteinend,

Fuhr ich zu rufen fort.

Da ward mein Aengsten minder,

Da sagte was zu mir:

Getrost, du armer Blinder,

Getrost, Er rufet dir!

Du standst, ich fühlt es, stille,

Ich wankte zu Dir hin;

Abfiel mein eigner Wille,

Verändert war der Sinn.

Du sprachst: Was willst du haben?

O Herr, ich möchte sehn,

An deinem Blick mich laben.

Du sprachst: Es soll geschehn!

Und was Du hast gesprochen,

Das fehlt ja nimmer nicht;

Mein Zagen ward gebrochen:

Und meiner Seele Licht.

Du giebst mir deinen Segen;

Frei von der alten Schmach,

Folg ich auf deinen Wegen,

Dir, Herr, in Freuden nach.

Friedrich Freiherr de la Motte Fouqué. 1777-1843.

Christ our Light.

Then shall the eyes of the blind be opened.

_Isa._ xxxv. 5.

A thousand years have fleeted,

And, Saviour, still we see

Thy deed of love repeated,

On all who come to Thee.

As he who sat benighted,

Afflicted, poor, and blind,

So now, Thy word is plighted,

Joy, light, and peace I find.

Dark gloom my spirit filling,

Beside the way I sat;

Desire my heart was thrilling,

But anguish more than that:

To me no ray was granted,

Although I heard the psalms

The faithful sweetly chanted,

And felt the waving palms.

With grief my heart was aching,

O'erwhelming were my woes,

Till, heavenborn courage taking,

To Thee my cry arose:

"O David's Son! relieve me,

My bitter anguish quell;

Thy promised succour give me,

And this dark night dispel."

With tears that fast were flowing,

I sought Thee through the crowd,

My heart more tender growing,

Until I wept aloud:

Oh! then my grief diminished,

For then they cried to me,

"Blind man, thy woe is finished,

Arise, He calleth thee."

I came with steps that faltered,

Thy course I felt Thee check;

Then straight my mind was altered,

And bowed my stubborn neck:

Thou saidst, "What art thou seeking?"

"O Lord! that I might see."

Oh! then I heard Thee speaking;

"Believe, and it shall be."

Our hope, Lord, faileth never,

When Thou Thy word dost plight;

My fears then ceased for ever,

And all my soul was light.

Thou gavest me Thy blessing;

From former guilt set free,

Now heavenly joy possessing,

O Lord! I follow Thee.

Des Sieges Krone.

Sei getreu bis in den Tod:

So will Ich dir die Krone des Lebens geben.

Steil und dornig ist der Pfad

Welcher zur Vollendung leitet;

Selig ist, wer ihn betrat,

Und als Streiter Jesu streitet:

Selig, wer den Lauf vollbringt,

Siegend sich zu Jesu schwingt.

Ueberschwenglich ist der Lohn

Der bis in den Tod Getreuen,

Die der Lust der Welt entflohn,

Ihrem Heiland ganz sich weihen,

Deren Hoffnung unverrückt

Nach der Siegeskrone blickt.

Den am Kreuz wir bluten sehn,

Er hat uns den Lohn errungen,

Und zu seines Himmels Höhn

Sich vom Staub emporgeschwungen:

Sieger in des Todes Nacht,

Sprach Er selbst: Es ist vollbracht!

Zeuch, o Herr, uns hin zu Dir,

Zeuch uns nach, die Schaar der Streiter:

Sturm und Nacht umfängt uns hier,

Droben ist es still und heiter;

Jenseits, hinter Grab und Tod,

Stralt des Lebens Morgenroth.

Auf dann, Mitgenossen, geht

Muthig durch die kurze Wüste:

Seht auf Jesum, wacht und fleht,

Dass Gott selbst zum Kampf euch rüste:

* * *

Der in Schwachen mächtig ist,

Gieb uns Sieg durch Jesum Christ.

Samuel Gottlieb Bürde. 1753-1794.

The Crown of Victory.

Be thou faithful unto death, and I will give thee a crown of life.

_Rev._ ii. 10.

Steep and thorny is the way,

Straight to heaven our home ascending;

Happy he who every day

Walks therein, for Christ contending;

Happy when, his journey o'er,

Conqueror he to Christ shall soar.

Great shall be his recompense,

True to death on God who waited,

Who renounced the joys of sense,

To his Saviour consecrated;

Who has gazed with steadfast eye

On the crown of victory.

On the Cross our dying Lord

Bled for man who had offended,

Purchased us the great reward,

Then from earth to heaven ascended:

Victor e'en in death, He said,

"Father! it is finishèd."

May we soon approach Thee near,

We who long on earth have striven!

Storms and night surround us here,

Bright and peaceful 'tis in heaven:

Death may strike, and graves may yawn,

Yonder beams life's endless dawn.

On then, comrades, wend your way,

Let not life's drear waste alarm you;

Look to Jesus, watch and pray

'Gainst the fight that God would arm you.

* * *

God, Who strong the weak canst make,

Victory give for Jesus' sake.

Des Christen Gebet. I.

Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

Ein reines Herz, Herr, schaff in mir,

Schleuss zu der Sünden Thor und Thür,

Vertreibe sie, und lass nicht zu,

Dass sie in meinem Herzen ruh.

Dir öffn ich, Jesu, meine Thür,

Ach komm und wohne Du bei mir,

Treib all Unreinigkeit hinaus

Aus deinem Tempel und Wohnhaus.

Lass deines guten Geistes Licht

Und dein hellglänzend Angesicht

Erleuchten mein Herz und Gemüth,

O Brunnquell unerschöpfter Güt.

Und mache denn mein Herz zugleich

An Himmelsgut und Segen reich;

Gieb Weisheit, Stärke, Rath, Verstand,

Aus deiner milden Gnadenhand.

So will ich deines Namens Ruhm

Ausbreiten als dein Eigenthum,

Und dieses achten für Gewinn,

Wenn ich nur Dir ergeben bin.

Heinrich Georg Neuss. 1664-1716.

The Christian's Prayer. I.

Blessed are the pure in heart: for they shall see God.

_St. Mat._ v. 8.

A new and contrite heart create

In me, Thou God compassionate:

Shut close the gate, and keep the door,

That sin may enter in no more.

To Thee my soul I open wide,

Come, Jesu! and therein abide,

And from Thy temple, Lord, my heart,

Bid all unrighteousness depart.

Oh! let Thy Holy Spirit's light,

And Thine own heavenly radiance bright,

O'erflow my spirit like a flood,

Eternal Source of every good!

Thus to my cleansed and contrite heart

Thy heavenly riches, Lord, impart;

And let Thy Wisdom, Truth, and Grace

Take root within the barren place.

Then shall I tell in grateful song

The praises that to Thee belong;

And while I live, my joy shall be

To consecrate myself to Thee.

Des Christen Gebet. II.

Alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe,

Kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts.

O Gott, Du frommer Gott,

Du Brunnquell guter Gaben,

Ohn Den nichts ist was ist,

Von Dem wir alles haben:

Gesunden Leib gieb mir,

Und dass in solchem Leib

Ein unverletzte Seel

Und rein Gewissen bleib.

Gieb, dass ich thu mit Fleiss

Was mir zu thun gebühret,

Wozu mich dein Befehl

In meinem Stande führet;

Gieb, das ichs thue bald,

Zu der Zeit da ich soll;

Und wann ichs thu, so gieb

Dass es gerathe wohl.

Hilf, dass ich rede stets

Womit ich kann bestehen;

Lass kein unnützlich Wort

Aus meinem Munde gehen;

Und wenn in meinem Amt

Ich reden soll und muss,

So gieb den Worten Kraft

Und Nachdruck ohn Verdruss.

Findt sich Gefährlichkeit,

So lass mich nicht verzagen;

Gieb einen Heldenmuth,

Das Kreuz hilf selber tragen:

Gieb dass ich meinen Feind

Mit Sanftmuth überwind,

Und wenn ich Rath bedarf,

Auch guten Rath erfind.

Lass mich mit Jedermann

In Fried und Freundschaft leben,

So weit es christlich ist:

Willst Du mir etwas geben

An Reichthum, Gut und Geld,

So gieb auch diess dabei,

Dass von unrechtem Gut

Nichts untermenget sei.

Soll ich auf dieser Welt

Mein Leben höher bringen,

Durch manchen sauren Tritt

Hindurch ins Alter dringen;

So gieb Geduld, vor Sünd

Und Schanden mich bewahr,

Auf dass ich tragen mag

Mit Ehren graues Haar.

Las mich an meinem End

Auf Christi Tod abscheiden;

Die Seele nimm zu Dir

Hinauf zu deinen Freuden;

Dem Leib ein Räumlein gönn

Bei seiner Aeltern Grab,

Auf dass er seine Ruh

An ihrer Seiten hab.

Wenn Du die Todten wirst

An jenem Tag erwecken,

So thu auch deine Hand

Zu meinem Grab ausstrecken:

Lass hören deine Stimm,

Und meinen Leib weck auf;

Und führ ihn schön verklärt

Zum auserwählten Hauf.

Johann Heermann. 1585-1647.

The Christian's Prayer. II.

Every good gift and every perfect gift is from above, and cometh

down from the Father of Lights.

_St. James_, i. 17.

Thou good and gracious God,

Whose care to all extendeth,

On Whose Almighty Will

Creation all dependeth;

These my petitions grant,

Within a body found

A conscience uncorrupt,

A soul without a wound.

Make me with zeal pursue

My rightful occupation,

Do all as unto Thee,

And as becomes my station;

With promptness make me act,

And at the time most fit,

And when the act is done,

Then bless and prosper it.

O let me never speak

What bounds of truth exceedeth,

But watch that no vain word

From out my mouth proceedeth;

And when, if need must be,

I speak at duty's call,

Grant that without offence

My words with force may fall.

In danger's threatening hour,

Let me not flee despairing,

But, fighting faith's good fight,

My Saviour's standard bearing,

Let me with deeds of love

Turn fiercest foe to friend,

And when in doubt I stand,

Do Thou Thy counsel lend.

Make me, as Thou hast taught,

Love Christians all as brothers,

And, far as Christian ought,

Live peaceably with others.

Should worldly ease or wealth

E'er be my prosperous lot,

Let not therein be found

Riches unjustly got.

If Thou my term of days

In feeble old age lengthen,

And, with increasing years,

If griefs and troubles strengthen,

Give patience, faith, and love,

Unmurmuring all to bear,

And let no spot of sin

Disgrace my hoary hair.

Let me in my last hour

Find joy and peace in dying,

My only hope and trust

On Jesus' Death relying;

Then let my soul ascend

To Thee in regions blest,

And by my parents' side

My wearied body rest.

And when the last Great Day

Each secret thing revealeth,

Lord, let it be Thy Hand

Which then my grave unsealeth;

And let me hear Thy Voice

Bid me awake, arise!

And join Thy chosen saints,

All glorious in the skies.

Des Kranken Morgenlied.

Ich bin der Herr dein Gott, der deine rechte Hand stärket, und zu

dir spricht: Fürchte dich nicht, Ich helfe dir.

Nun tret ich wieder aus der Ruh,

Und geh dem sauern Tage zu,

Wie mir ist auferleget:

Nicht weiss ich, was für neue Plag

Mir heute noch begegnen mag;

Doch weiss ich, dass mich träget

Mein frommer Gott in seiner Hut,

Dass mir die Last nicht Schaden thut.

Zwar meine Bürd ist täglich neu,

Doch ist mein Gott auch täglich treu,

Der träget meine Sorgen;

Vor Abends Keiner recht vernimmt,

Was ihm den Tag all ist bestimmt:

Es bahnt ein jeder Morgen

Mir einen frischen Weg zur Pein,

Der kann mit Gott erstiegen sein.

Weil ich denn das versichert bin,

Was trauerst du, verzagter Sinn,

Die Bürd auf dich zu legen?

Trag was du kannst, Gott träget mit,

Der Herr der Welt, Der strauchelt nicht,

Bei Ihm ist lauter Segen;

Mit Ihm geh ich stets frisch daran,

Und scheue nicht die Leidensbahn.

So ist getrost mein frischer Muth,

Wenn ich mich in des Höchsten Gut

Kann eingeschlossen sehen;

Doch das ich des versichert sei,

Muss ich von Sünden leben frei,

Und Gottes Wege gehen:

Mein Gott geht nimmer meinen Steg,

Wo ich nicht wandle seinen Weg.

Drum, liebster Gott, leit meinen Fuss,

Dass ich Dir folg in wahrer Buss,

Und läutre mich von Sünden;

So kann ich, als ein kühner Held,

Bestreiten diese böse Welt,

Mit Dir sie überwinden:

So tret ich muthig an den Tag,

Und scheue nicht, was kommen mag.

Ich leg auf Dich, mein Gott und Herr,

Was mir zu tragen wird zu schwer,

Die Last, die mich gebogen:

Ich lege meine Würd und Stand

In deine grosse Allmachtshand,

Die Du mir nie entzogen:

Mit der hast Du von Jugend auf

Geleitet meinen Lebenslauf.

Ich leg in deinen Schooss hinein

Die meine Blutsverwandten sein,

Da sind sie wohl beschlossen:

Ich lege meine arme Seel

In Jesu sichre Wundenhöhl,

Du wirst sie nicht verstossen,

Wenn sie vom Leibe scheidt der Tod:

Ich leg mich ganz in Dich, mein Gott.

Anton Ulrich, Duke of Brunswick. 1633-1714.

The Invalid's Morning Hymn.

I, the Lord thy God, will hold thy right hand, saying unto thee,

Fear not, I will help thee.

_Isaiah_, xli. 13.

From blest, unconscious sleep I wake again,

To sense of cheerless days and wearing pain,

My sad, appointed lot;

I know not if to-day my righteous God

Will add fresh strokes of His chastising rod,

Yet be it so or not,

His love will guard me with its watchful care,

And keep me safe beneath the cross I bear.

Though every morning bring some burden new,

My heavenly Father every day is true,

Who all my sorrow feels;

No man before the evening's close can say

What unforeseen event shall mark the day,

Which time alone reveals:

Each day may open some new path of pain,

Yet God will in that path my feet sustain.

Then why, faint heart, dost thou still hesitate,

Appalled and frightened at the burden's weight

Upon thy shoulder laid?

Grasp it more firmly, and the Lord of all,

Who ne'er was known to stumble or to fall,

Thy staggering steps will aid:

Cheered by this thought, thou shalt no longer dread

The dreary way of that rough road to tread.

Fain would I take this comfort to my heart.

Could I but feel secure that I have part

In His almighty love;

Which blessed hope no flattering view can give,

Unless a life of holiness I live,

A saving faith to prove;

For if I walk not closely with my God,

I cannot lean on His supporting rod.

Now truly contrite, in Thy way direct

Make me henceforth to walk more circumspect,

And cleanse me from my sin;

Then, strengthened by Thy saving Arm of might,

I 'gainst this evil world shall bravely fight,

And shall the battle win:

With this conviction I my road pursue,

Regardless what each turn may bring to view.

I lay on Thee, my God and Saviour blest,

The weight which has my failing strength opprest,

Too ponderous to endure;

My worldly state with trusting faith I place

In Thine o'er-ruling Hand, throughout my race

My tried support and sure,

Which, from my youth, has never failed to guide

The changeful course of life's eventful tide.

Allies and kindred now, and cherished friends,

To kind, protecting love my prayer commends

Of Thy paternal Heart;

To that safe refuge of Christ's wounded Side

I trust my soul, its frailties there to hide,

When soul and body part,

And from this suffering frame at length set free,

I lay myself, O God, at rest on Thee.

Trost des Traurenden.

Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige

und über alle Maasse wichtige Herrlichkeit.

Wem in Leidenstagen

Aller Trost steht fern,

Der vertrau sein Klagen

Seinem Gott und Herrn.

Er blickt in die Kammer,

Wo der Dulder weint,

Wenn in seinem Jammer

Er verlassen scheint.

Gott bleibt nicht verborgen

Was dich trübt und quält;

Er kennt deine Sorgen

Und weiss was dir fehlt.

Richte deine Blicke

Nach Ihm himmelwärts,

Wenn im Missgeschicke

Zagend ist dein Herz.

Auch dir wird Er lindern

Dein verborgnes Leid,

Der stets seinen Kindern

Helfen ist bereit.

Alle deine Leiden

Sind des Trosts nicht werth,

Nicht der süssen Freuden,

Die dein Herz erfährt,

Wenn Er mit Erbarmen

An sein Herz dich drückt,

Und in seinen Armen

Für dein Leid erquickt.

Heinrich Siegmund Oswald. 1793.

The Mourner's Consolation.

Our light affliction, which is but for a moment, worketh for us a

far more exceeding and eternal weight of glory.

Hymns from the German Translated by Frances Elizabeth Cox · 第 10 / 25 题