Der sinnreiche Bettler

Sonst bemessen die Bettler ihre dankbaren Wünsche nach dem Wert der

Gabe, die ihnen gereicht wird. Derjenige, von welchem hier die Rede

ist, sagt, das sei grundfalsch. Wer ihm viel gibt, dem wünscht er

eine hundertfältige Vergeltung von Gott. Wer ihm aber wenig gibt,

dem wünscht er eine tausendfältige oder, wenn es noch weniger ist,

eine hunderttausendfältige Vergeltung. Denn er sagt: "Ich muss einen

gleich guten Willen bei allen voraussetzen. Wer wenig reicht, wird

wenig haben. Ich muss ihm also mehr wünschen. Soll ich das Meinige

auch noch dazu beitragen, dass zuletzt die Reichen alles bekommen?"

Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes Eine Auswahl aus verschiedenen Quellen · 第 66 / 197 题