XIII.

Bei aller Freundschaft zum Grafen Lamberg liebte es Wolf Dietrich doch,

seine Umgebung immer mehr zu verwelschen; so hatte er den Juristen

Agostino Tandio aus Siena zu seinem Geheimschreiber, den Mailänder

Sebastian Cattaneo zum Weihbischof und Bischof von Chiemsee ernannt.

Baumeister des Fürsten war J.B. Minguarda, eine wichtige Persönlichkeit

am Hofe des baulustigen Erzbischofs.

Als Wolf Dietrich aber mit Cattaneo zerfallen war, kamen der Reihe nach

nur Italiener zur Würde des Weihbischofs, die bestrebt waren, bei Hof zu

Einfluß zu gelangen. Indes hielt der Fürst in politischen

Angelegenheiten doch am bewährten Ratgeber Lamberg fest, der am meisten

damit vertraut war; allerdings war ein dem Charakter des Erzbischofs

entsprechendes sprungweises Vorgehen aus eigener Initiative nie

ausgeschlossen, und Lamberg wie die Hofräte bekamen dann die mißliche

Aufgabe, in heiklen diplomatischen Verhandlungen beschwichtigend zu

wirken und den verfahrenen Karren wo möglich wieder ins Geleise zu

bringen.

Ein Sprung dieser Art war das plötzliche Angebot an Kaiser Rudolf II.,

dessen Sudwerk zu Ischl im Salzkammergut auf ewige Zeiten mit Holz aus

den Wäldern des salzburgischen Pfleggerichts Hüttenstein zu versorgen.

Natürlich konnte diese Spende des bisher im Geben sehr spröden Fürsten

den Kaiser nur erfreuen. Weniger erbaut davon waren die Hofräte, welche

sich den Kopf schier zerbrachen, um das Motiv solcher Spende und einer

unfaßlichen Konzilianz zu entdecken. Und erst auf vorsichtig betretenen

Umwegen vermochten die Juristen Wolf Dietrichs herauszubringen, daß der

Fürst eine Annäherung an den Kaiser wünschte, und mit Mühe setzten die

Räte bei der zu Pilsen erfolgten Vertragsschließung die Klausel durch,

daß es dem Erzstift freistehen sollte, die Holzspende wieder aufzuheben,

wenn Österreich das Halleiner Salz an seinem freien Gang nach Böhmen

hindern oder sperren würde. In diesem Sinne wurde denn auch der Vertrag

geschlossen, und Wolf Dietrich kam durch sein Entgegenkommen mit dem

Kaiser auf guten Fuß, verdarb es aber dementsprechend mit dem

bayerischen Nachbar, der in der Spende nichts anderes erblicken konnte,

als den geglückten Versuch, daß Salzburg sich den ungehemmten Ausgang

des Halleiner Salzes nach Böhmen sichern wollte.

Das fürstliche Geschenk mußte zu München geradezu verblüffen, und zwar

im Hinblick auf die bisherigen Klagen des Fürsten auf Reichstagen über

Geldmangel, Minderertrag der Bergwerke, demzufolge Wolf Dietrich dem

Kaiser die erbetene Hilfe in der gewünschten Höhe verweigern zu müssen

erklärt hatte. Herzog Max von Bayern konnte hier nur einen argen

Widerspruch finden, der indes jene Holzspende noch übertrumpfte, als in

München bekannt wurde, auf welch' pomphafte, nie dagewesene Weise der

Erzbischof den zu Gast gekommenen spanischen Admiral Francisco de

Mendoza empfing und mit einer Pracht und Üppigkeit bewirtete, die den

Admiral veranlaßte, zu verkünden, daß der Erzfürst von Salzburg nicht

nur der prunkliebendste, sondern auch der reichste unter den

Kirchenfürsten Deutschlands sein müsse.

Als der Spanier aber den gastlichen Hof zu Salzburg verlassen hatte,

wehte insofern ein anderer Wind durch das Palais, als der Hofkastner

wieder einmal vor leeren Kassen stand und sich innerhalb des Kapitels

Stimmen erhoben, die sich erlaubten, solch ungeheuerliche

Prachtentfaltung zu tadeln und zugleich an Erfüllung jener

Verbindlichkeiten zu erinnern, die Wolf Dietrich bei der

Wahlkapitulation vor nun sehr geraumer Zeit übernommen.

Mit einem Aufbrausen und einfachen Mandat war einer solchen Situation

nicht zu entgehen; Wolf Dietrich konnte, da das Kapitel gegen ihn

auftrat, auch nicht auf die Hilfe Lambergs zählen, der doch als

Kapitular dem Kapitel angehörte. Der Fürst fand den ersehnten Ausweg,

indem er alle Unkosten der Regierung auflastete und deduzierte: Der

gewählte Erzbischof übt die Regierung aus, also ist er vollkommener

Nutznießer und Herr aller Einkünfte, Regalien und Gefälle des Erzstiftes

gegen Entrichtung der dem Erzstift obliegenden Bürden; der regierende

Fürst könne also auch mit etwaig erspartem Vermögen bei seinen Lebzeiten

frei schalten und walten, dasselbe verschenken und auf Stiftungen

verwenden; hingegen solle dasjenige, was er nach seinem Tode an

Gebäuden, Fahrnissen und Barschaft hinterlasse, dem Erzstift

anheimfallen.

Mit diesem meisterhaften Schachzug, der Vertröstung auf die Erbschaft

vermochte der kluge Fürst thatsächlich das Kapitel zu einem

diesbezüglichen Vertrag zu bewegen, und nun war Wolf Dietrich dessen

sicher, in Zukunft vor den unzufriedenen Dränglern Ruhe zu bekommen. Das

Kapitel war einfach auf die Zukunft verwiesen und muß warten, bis der

regierende Herr mit dem Tod abgegangen sein wird. Was sich dann als

Nachlaß, insonders in Bar vorfindet, das ist eine andere Sache. Somit

hatte sich die stetig vollzogene Berufung von Opportunisten ins Kapitel

bis auf die nörgelnden alten Domherren ebenso gut bewährt, wie die vom

Fürsten vorgenommene Auswechslung von ihm ergebenen Personen im

Stadtrat. Dort hatte Bürgermeister Ludwig Alt einem Stadthauptmann Platz

machen müssen, zum Syndikus wurde gleichfalls eine andere Persönlichkeit

ernannt, und kurz darauf wurden beide Posten wieder aufgehoben und mit

Bürgern besetzt, über deren freundlich ergebene Gesinnung kein Zweifel

obwalten konnte.

Damit aber Geld in den Kasten kam, wurde die Türkensteuer, welche der

Fürst nur in bescheidenen Teilen dem Kaiser gewährte, voll in der Höhe

der kaiserlichen Forderung weiter erhoben und das Überplus dem

fürstlichen Fiskus eingeliefert.

Jahre zogen ins stiftische Land und reicher Kindersegen ward dem Fürsten

zu teil, der treu zu seiner Salome hielt. Der Nörgler an seinen

Beziehungen zur schönen Frau unter der Bürgerschaft wurden immer

weniger, sie fanden das Verhältnis zwar nicht in Ordnung, doch

imponierte selbst den verbissensten Patriziern die Treue, das Festhalten

des Fürsten an einer zur Gemahlin erkorenen Frau zu einer Zeit, da die

Konkubinenwirtschaft weit verbreitet und fast nicht mehr anstößig

empfunden ward. Und bei Notleidenden, Kranken, Armen und Siechen gab es

überhaupt nur eine Stimme dankbarsten Lobes für Wolf Dietrich und

Salome, deren Wohlthätigkeit im ganzen Erzstift bekannt war.

Im trauten Zusammensein mit Salome überkamen aber doch den Fürsten

manchmal trübe Gedanken, die vertrauliche Mitteilungen aus Rom immer

wieder wachriefen, Berichte über Bayerns stetige Versuche, den

Salzburger zu diskreditieren eben seines Verhältnisses zu Salome wegen.

In solchen Momenten rief Wolf Dietrich unmutig, verbittert aus, daß

kleinlich sei des Herzogs Machenschaften, und unfaßlich das Zögern Roms.

„Hab' ich Gregors Machtwort respektiert, gekränkt dadurch mein treues

Weib, nicht eingelöst mein fürstlich Wort, entbehrt der Bund des

kirchlichen Segens, was soll Verleumdung weiter! Will Rom ein abermalig

Machtwort sprechen, sei's drum! Des stetig Sticheln bin ich wahrlich

überdrüssig, säh' lieber ein feindlich Andringen!“

Immer verstand es Salome, den Gebieter durch zarte Rede zu beruhigen, zu

trösten über das Ungemach, das schließlich ja nicht unverdient genannt

werden könne.

Im Gefühle innig aufquellender Liebe rief Wolf Dietrich: „Das sagt

Salome, der ich die Ehe einst gelobt, mein Weib, dem das Wort ich

gebrochen?!“ „Ja, geliebter Herr und Gebieter! Wohl hab' ich ersehnt

heiß die kirchlich Einsegnung unseres Bundes, wie jedes liebend Weib im

innerst Fühlen solche Segnung wird erstreben; doch in meinem Falle

eracht' ich es als höchste Pflicht, zu unterordnen mich den höheren

Geboten, zu fügen mich und alles verhindern nach Kräften was gefährden

könnte Thron und Leben meines gnädigen Herrn!“

Von Herzen dankbar zog Wolf Dietrich die Getreue in seine Arme und küßte

die weiße Stirn Salomens.

Sich der Umschlingung entziehend, sprach Salome dann leise: „Mein

gnädiger Herr! Ein Wort im Vertrauen möge mir verstattet sein!“

„Sprich, Geliebte, ich bin ganz Ohr für dich!“

„In schuldiger Demut tret' ich, wie schon gestanden, willig in den

Hintergrund. Als Mutter aber muß ich für unsere Kinder nach meinen

Kräften sorgen —“

„Salome! Ich thue sicherlich das Meinige! Will nicht hoffen, daß

Ursach' ist zur geringsten Klage?!“

„Mit nichten, theurer Gebieter! Wahrlich fürstlich ist zu nennen die

Fürsorge für mich und die Kleinen. Allein der Blick muß weit hinaus sich

richten....“

„Ich verstehe mählich! Geurkundet ist bereits, daß führen wird jeder

Sproß aus unserem glücklich Bund meinen Namen Raittenau! Das gilt für

unseren Erstling Wolf wie für unsere andern Kinder!“

„Verzeiht mir, hoher Herr und geliebter Gönner! Geurkundet hat der

Stiftsherr, zugleich Erzbischof mit Handschrift und dem Siegel. Zwingt

solche Urkund' aber unsere Feinde zur Anerkennung einer legitimen

Abstammung, da nichtig ist der Bund der Eltern?“

„Ob der Bayer wird nennen meine Kinder nach meinem Namen, mich könnt'

kalt dies lassen!“ erwiderte in trotziger Geringschätzung der Fürst.

„Doch nicht, gnädiger Herr! Just der Bayer soll gezwungen sein,

anzuerkennen solche Urkunde“

Überrascht blickte Wolf Dietrich auf, er wußte nicht im Augenblick,

wohinaus Salome wolle. „Den Bayer zwingen? Dazu reicht Salzburgs Macht

nicht wohl aus!“

„Nicht Salzburg hätte ich im Auge, der Kaiser kann ihn zwingen!“

„Der — Kaiser?! Salome, deiner Gedanken hoher Flug setzt mich fürwahr ins

Staunen!“

„Wie Salzburg steht zum Kaiser, ich weiß dies nicht. Ein bittend Wort,

mein' ich, und gerne wird des Reiches höchster Herr betätigen des

Stiftsherrn Urkund' — —!“

„Hm!“ Gedankenvoll schritt Wolf Dietrich im reich geschmückten

Wohngemach hin und her, nicht eben angenehm berührt von den Plänen

Salomes, die zu realisieren das schwankende Verhältnis Salzburgs zum

Kaiser sehr erschwert. Ist der Fürst in diesen Tagen persona grata bei

Rudolf, es kann solche Beziehung sich ändern binnen wenigen Tagen, und

von besonderer tief empfundener Ergebenheit zum Kaiser spürt Wolf

Dietrich wenig in seinem Herzen. Dies aber der Gemahlin zu sagen, geht

nicht an. Zu Salome tretend, sprach der Fürst: „Solch' wichtige Sache

will überlegt, sorglich betreuet sein. Ich werde deinen Plan im Aug'

behalten und zur rechten Zeit den rechten Schritt thun!“

„Wie mein gnädiger Herr befiehlt! Nur bitt' ich in schuldiger Ehrfurcht,

es möge nicht zu lang gezögert werden, wasmaßen vom Herzog Max nicht

viel des Guten zu versehen ist!“

„Pah, der Bayer! Ein Mann, der im Rücken kämpft und salzhungrig ist!“

Salome kannte den Fürsten zu genau, um in Momenten solcher

Geringschätzung eine Umstimmung, eine Warnung zu versuchen, womit nur

das Gegenteil, erbitterter Trotz, erreicht würde. Die kluge Frau wollte

aber auch nicht beitragen, die Mißachtung und Unterschätzung eines

gefährlichen Gegners zu fördern, und so beschränkte sich Salome darauf,

den Gebieter zu bitten, die für die Kinder wichtige Angelegenheit nicht

aus dem Auge verlieren zu wollen.

Mit einer leisen Verstimmung im Herzen kehrte Wolf Dietrich in seine

Apartements zurück. Briefe Lambergs aus Regensburg, die ein Kurier eben

gebracht, konnten die Laune des Fürsten nicht verbessern. Lamberg

berichtete, daß der Reichstag gesprengt sei infolge der wegen der

Erneuerung des Religionsfriedens zwischen den protestantischen und

katholischen Ständen ausgebrochenen Streitigkeiten, und daß bisher die

Gesandten Salzburgs mit der katholischen Partei gegangen seien. Die

protestantische Bewegungspartei habe nun die „Union“ errichtet, eifrige

Katholiken seien daran, als Gegengewicht die „Liga“ zu gründen, und so

frage Lamberg an, ob Salzburgs Vertreter dieser Liga beitreten dürfen

oder nicht.

Das umfangreiche Schreiben schloß mit dieser Frage ab, Lamberg hatte es

unterlassen, seiner Meinung betreffs eines Beitrittes zur Liga irgend

welchen Ausdruck zu geben.

Wolf Dietrich erfaßte sehr wohl die Bedeutung dieser Angelegenheit und

überlas den Bericht sogleich ein zweites Mal, um es dann achselzuckend

aus der Hand zu legen, wobei der Fürst murmelte: „Will der Bayer und

sein Anhang die Liga, soll er sie gründen, ich thu' nicht mit; habe

genug im eigenen Land zu sorgen und zu walten. Immer der Bayer! Der

Mainzer und all' die anderen mit dem Kurhut auf den dicken Köpfen! Wolf

Dietrich thut euch den Gefallen nicht, er will nicht das fünfte Rad am

Wagen sein! Meine Politik mach' ich selber, und brauche keinen

Jesuiten-Max dazu!“

Eine Ordre rief die Gesandten Salzburgs heim, der Liga-Angelegenheit

ward mit keinem Wort erwähnt.

Es schien, als hätte Wolf Dietrich sich mit diesen Zeilen den Ärger vom

Halse weggeschrieben, in fast fröhlicher, zum mindesten aber boshafter

Stimmung begab er sich, da es Zeit zur Tafel geworden, zu Salome, die ob

der Veränderung der Laune den Gebieter erstaunt betrachtete.

Der Fürst erlustierte sich an der Verwunderung Salomens, setzte sich auf

ein Tabouret und lachte laut vor sich hin. „Willst wissen, Geliebte, was

meinen Sinn erheitert? Kann's nicht sagen! Haha! Ein köstlich Erinnern!“

„Betrifft es mich, gnädiger Herr?“ fragte, schalkhaft werdend, Salome.

„Ging es nach Maxens Sinn, könnt' es schon sein!“

„Wen meint mein Gebieter mit sothanem ‚Max‘?“

„Haha! Wen anders als den freundlichen Nachbar! Will eine Liga gründen,

der brave Mann! Die alte Liga reicht nicht aus! Kam mir just in

Erinnerung, was Maximilian Prächtiges geleistet, excellentissime!“

„Und das wäre?“

„Der Herzog führte Krieg gegen — der hübschen Weiber kurze Röcke und

pönte die nackten Knie seiner Bergbauern!“

„So streng soll der Bayern-Herzog sein?“

„Noch mehr! Er giebt Fanggeld für Ehebruch-Denunzianten! Muß lieblich

Leben sein im Bayerlande! Und bei solchen Auswüchsen mutet man mir zu,

die Jesuiten, die den Herzog in den Fingern haben, zu berufen in das

Erzstift. Können lange warten! Salome, geh' nicht nach Bayern, laß deine

kleinen Füßchen nimmer sehen vor einem Bayer, ansonsten wird Salome

gepönt, verliert den schönen Kopf!“

Die Favoritin staunte über solche Spottlust, die Wolf Dietrich

überkommen; der Fürst war kaum zu erkennen in dem Sticklachen, das ihm

den Kopf rötete. Es bedurfte einiger Zeit, bis Wolf Dietrich ruhiger

wurde, und Salome nützte dieses Intervall, um sich durch vorsichtige

Fragen einigermaßen über die jetzigen Beziehungen Salzburgs zu Bayern zu

orientieren. Wo der Stiftsherr so grimmig spöttelt, kann es mit der

Freundschaft nicht zum besten bestellt sein, das zu erraten fand auch

Salome nicht schwer.

Wolf Dietrich ging auf die Fragen seiner Freundin williger denn erwartet

ein, es schien ihm, nachdem der Lachreiz überwunden, Bedürfnis, seine

Meinung vertraulich auszusprechen. Freilich blieb mancher Ausdruck in

lateinischer Sprache der Dame unverständlich, Salome mußte sich aufs

Raten verlegen und deutete das „aut Caesar aut nihil“ dahin, daß der

Gebieter entweder zu öberst in der Liga sitzen oder gar nicht mitthun

wolle.

Die weiteren Bemerkungen des Fürsten bekräftigten diese Auffassung: „Wo

der Bayer das Direktorium hat, geht Salzburgs Stiftsherr nimmer mit,

wasmaßen immerdar geizet nach der Hegemonie im deutschen Süden. Die

Vorherrschaft gebühret aber dem Erzstift, ich bin Primas von

Deutschland, nicht der Bayern-Herzog!“

Vorsichtig fragte Salome: „So strebet der Nachbar wohl gar die Erbschaft

im Erzstift an?“

Höhnisch rief Wolf Dietrich und richtete sich dabei auf: „Soll er wie er

will und mag! Wird ihm nichts nützen, an meiner Thür ist ein tüchtiger

Riegel vorgeschoben und diesen bringt kein Herzog und kein Kaiser weg!“

„Mein gnädiger Herr spricht in Rätseln!“

„Keineswegs, und Salome wird gleich verstehen, wenn ich sage: Ins

Erzstift darf mir kein Prinz von Bayern, auch nicht von Österreich

kommen; den Koadjutor bestimmen wir selbst, und das von mir und dem

Kapitel aufgestellte Statut schließt die Wahl von bayrischen und

österreichischen Prinzen für immer aus. Das ist der Riegel vor der porta

salisburgensis, von dem ich gesprochen!“

Celsissimus: Salzburger Roman · 第 23 / 27 题