»Ja. Ich hatte ja immer geglaubt, daà ich dir gleichgültig sei; aber
als ich euch sah und singen hörte, mit solcher Begeisterung, und als
eure Stimmen so innig zusammenklangen â das gab mir den GnadenstoÃ.
Bald darauf verlobte ich mich, weil ich mich von allen verlassen
fühlte â aus Trauer â aus Bangigkeit â aus Trotz â ich weià es nicht
mehr.«
»Auch aus Trotz?« fragte er.
»Ja, ja, â o, du darfst mich um des Himmels willen nicht für so gut
halten wie du es tust â ich bin lange nicht so gut, wie du glaubst â«
»Du?« sagte er langsam, indem er das edle Oval ihres Gesichtes mit
schwärmenden Blicken umschrieb:
Du bist die Himmelskönigin,
Du bist von dieser Erde nicht.
Da lachte sie laut auf, und mit warnend erhobenem Finger sang sie:
Ich bin die Himmelsjungfrau nicht,
Ich bin die Elfenkönigin.
Nimm deine Harfâ und spiel und sing
Und laà dein schönstes Lied erschallân!
Doch wenn du meine Lippe küÃt,
Bist du mir sieben Jahr verfallân.
Asmus sprang auf und warf sich auf die Knie:
Wohl, sieben Jahr zu dienen dir,
O Königin, das schreckt mich kaum!