Und er wagte nicht, ihr den Kopf aufzuheben; denn es schien ihm, daÃ
sie ruhte. Aber dann hob sie von selbst den Kopf und sah ihn aus
leuchtenden, weinenden Augen an. Und er zog sie fester an sich und
preÃte seine Lippen in einem langen, langen Kusse auf ihren edlen,
frischen, roten Mund.
Sie waren nur noch zehn Minuten von Hildens Hause entfernt; aber sie
brauchten zu diesem Wege noch zwei Stunden. Denn immer wieder gingen
sie in weitem Bogen um das Haus herum, obwohl ein unaufhörlicher
feiner Regen herabrieselte. Sie freuten sich unbewuÃt dieses Regens;
er kam herab wie sanfte Linderung einer langen Sehnsucht. Es schien
ihnen auch, als brauche man nun um nichts mehr zu sorgen, als hätten
sie nun des Glückes genug und brauchten nichts mehr als solch ein
stilles, seliges ewiges Wandern.
Sie sprachen nur wenig, und wenn sie sprachen, so war es fast immer
dasselbe: