XIV. Kapitel.

Der Gärtner beginnt, seine Schere zu handhaben.

Asmus war erst wenige Tage im Seminar, als er sich auf dem Heimwege,

auf demselben Spielbudenplatze, der seine sonntäglichen Schwelgereien

in nun vergangenen Tagen gesehen hatte, von einer weiblichen Stimme

anrufen hörte.

»Asmus, sei man nich so stolz!« rief die weibliche Stimme.

Er fuhr aus seinen Gedanken auf und starrte in das Gesicht einer Frau,

die ein Kind auf dem Arme trug.

Ja, war’s denn möglich – das war ja Adolfine Moses, die mütterliche

Gespielin früherer Jahre, die treffliche Sibylle, in deren Hexenküche

er so manchen Buchweizenkloß gegessen hatte, die ihm die erste

Nachricht vom Ausbruch des Krieges mit Frankreich gebracht hatte.

»Kenns mich woll ganich mehr?« rief Adolfine und verzog lachend den

Mund bis an beide Ohren.

»Aber natürlich, Adolfine, natürlich kenn ich dich!« rief Asmus. Ihre

Häßlichkeit war im wesentlichen nicht anders geworden, nur reifer.

Semper der Jüngling · 第 52 / 292 题