(Verkl. Faksimile)
[Illustration: In dieser Ausgabe meiner “Lebensgeschichte” grüsse
ich meine Freunde im deutschen Vaterlande. Gerne möchte ich glauben,
dass mein Buch etwas Vergnügen gäbe, um die grosse geistige Freude
einigermassen zu vergelten, die ich dem Lande Schillers und Goethes
schuldig bin.
Helen Keller.
]
Eine neue Helen Keller-Stiftung für
deutsche Blinde, Taube,
Stumme.
* * * * *
Herrn Robert Lutz, Verlagsbuchhandlung,
Stuttgart.
Meinen Ihnen unterm 11. November 1916 gegegebenen Auftrag, alle
meine Einkünfte (~royalties~) aus der deutschen Ausgabe meiner
Schriften bis zum Ende des Jahres, in dem der Friedenszustand
wiederhergestellt wird, den deutschen Kriegsblinden zuzuwenden,
möchte ich erweitern. Ich bestimme daher, daß fortan alle die
genannten Einkünfte von Ihnen oder Ihren Rechtsnachfolgern den
deutschen Blinden, nächstdem auch den Tauben und Stummen zugewiesen
werden sollen, in erster Linie solchen Deutschen, die durch
den Krieg das Augenlicht, die Sprache oder das Gehör verloren
haben. Ihnen und Ihren Rechtsnachfolgern steht es frei, welchen
Einzelpersonen, Gesellschaften oder Organisationen Sie die Gelder
überweisen wollen, sofern nur der Zweck meiner Stiftung erreicht
wird.
Der Verzicht auf meine Einkünfte in dem ausgeführten Sinne ist
zeitlich nicht begrenzt, sondern +endgültig+.
New York, den 10. Januar 1920. (Gez.) Helen Keller.
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Helen Kellers Bücher:
Die Geschichte meines Lebens. Mit Bildern. 55. Auflage. Optimismus,
ein Glaubensbekenntnis. 42. Auflage. Meine Welt. 22. Auflage.
Dunkelheit. 13. Auflage. Briefe meiner Werdezeit. 7. Auflage. Wie
ich Sozialistin wurde. Neue Auflage in Vorbereitung.
(Verlag von Robert Lutz in Stuttgart).