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Anmerkungen zur Transkription
Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1906 so weit
wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler
wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr
verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert;
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Kurzgefaßte
Symbolik der Freimaurerei.
Kurzgefaßte
Symbolik der Freimaurerei.
Von
Dr. Otto Henne am Rhyn.
„Wir würden gut tun zu bedenken, daß in unserer Zeit der
wachsenden Öffentlichkeit selbst dasjenige, was wir in
geschlossener Loge vornehmen, auch der Kenntnis der nicht
maurerischen Welt auf die Dauer sich kaum entziehen kann, daß
man den größeren Teil unserer Formen, Übungen, Ausdrucksweise
+bereits kennt+, daß dieses +kein Unglück+, sondern eine
Aufforderung ist, unseren Arbeiten einen desto würdigern
Charakter zu erhalten und alles dasjenige aus unseren Logen
zu entfernen, was einem einsichtigen und unbefangenen
Beobachter zweideutig, zwecklos oder kindisch erscheinen muß.“
Prof. ~Dr.~ +J. J. Hottinger+,
erster Großmeister der schweiz.
Großloge Alpina (1844-50).
[Illustration]
Berlin
Franz Wunder.
Vorwort.
Dem Wunsche des Verlegers ist dieses kleine Buch entsprungen, das
zum ersten Male den Versuch wagt, die Sinnbilder der Freimaurerei
systematisch geordnet darzustellen. Zwar ist ihm schon vor mehr
als vierzig Jahren das weit ausführlichere „Vergleichende Handbuch
der Symbolik der Freimaurerei“ von ~Dr.~ Jos. Schauberg in Zürich
(1808-1866), 3 Bände, erschienen in Schaffhausen 1861, vorausgegangen.
Mit erstaunlicher Gelehrsamkeit ausgestattet, verliert es sich jedoch
in haltlose Phantasien über Zusammenhänge der Freimaurerei mit
Mythologien und Mysterien des Altertums und ist nicht geordnet, sondern
besteht aus unzusammenhängenden Aufsätzen, behält aber trotzdem einen
gewissen Wert.
Der Verfasser vorliegender Arbeit hat sich so selbständig als möglich
verhalten und war hierdurch genötigt, sich gegen manche eingewurzelte
Vorurteile zu wenden, in der Überzeugung, daß der Freimaurerei mit dem
Verlangen einer Weiterentwickelung im Geiste der Zeit besser gedient
ist, als mit starrem Festhalten an Eigenheiten, die einem längst
verflossenen Zeitalter angehören und für die Gegenwart und Zukunft
wertlos geworden sind.
St. +Gallen+, Weihnacht 1906.
Der Verfasser.
Inhaltsverzeichnis.
Seite
Einleitung 1
Erster Abschnitt. +Die Grundlagen der Symbolik+ (Stärke) 5
1. +Die Loge+ 5
~a~) Die Örtlichkeit 5
~b~) Die Mitglieder 9
2. +Die Arbeit+ 14
~a~) Die künstlerische Arbeit 14
~b~) Die lehrhafte Arbeit 19
3. +Das Licht+ 25
~a~) Die Vorbereitung des Lichtes 25
~b~) Die Erteilung des Lichtes 30
4. +Die Grade+ 34
~a~) Die alten Grade 34
~b~) Die Hochgrade 39
Zweiter Abschnitt. +Die Bestandteile der Symbolik+ (Schönheit) 44
5. +Die Zeichen+ 44
~a~) Die Erkennungszeichen 44
~b~) Die Not- und Hilfszeichen 47
6. +Die Zieraten+ 52
~a~) Der Loge 52
~b~) Der Brüder 57
7. +Die Werkzeuge+ 62
~a~) Die Hauptwerkzeuge 62
~b~) Die Nebenwerkzeuge 65
8. +Die weiteren Sinnbilder+ 70
~a~) Der Vergangenheit 71
~b~) Der Gegenwart 74
~c~) Der Zukunft 83
Dritter Abschnitt. +Die Höhen der Symbolik+ (Weisheit) 91
9. +Die Meister+ 91
~a~) Die M. der Legende 91
~b~) Die M. der Wirklichkeit 95
10. +Die Gestirne+ 102
~a~) Die Erde 102
~b~) Der Mond 105
~c~) Die Sonne 108
11. +Die Welträtsel+ 113
~a~) Der a. B. d. W. 113
~b~) Der ewige Osten 120
12. +Die Lehrarten+ 127
~a~) Die englischen Lehrarten 127
~b~) Die französischen Hochgradsysteme 131
~c~) Die schwedische Lehrart 138
Nachwort 142
~Der Bilderschmuck (die Symbolik) der Freimaurerei.~
Einleitung.
+Symbole+ oder +Sinnbilder+ sind Merkmale der Zusammengehörigkeit
menschlicher Kreise; sie können in Zeichen, Worten, Farben, Bildern,
Zahlen oder auch in bestimmten Sätzen und Lehren bestehen. Die
erstgenannte Art von Sinnbildern vereinigt unter der Form von
Wappen oder ähnlichen Bildern die Mitglieder von Familien, Stämmen,
Orten, Ländern u. s. w., unter der von Fahnen die Heere einzelner
Staaten zu einem Ganzen. In den Religionen bilden die gemeinsamen
Glaubensvorschriften und Kultusgebräuche als Symbole die Bindemittel
der sich zu ihnen bekennenden Menschen und bildeten in Zeiten, die eine
Gewissensfreiheit noch nicht kannten, sogar Zwangsmittel gegenüber den
Bewohnern gewisser Gebiete.
Die Zusammengehörigkeit der +Freimaurer+ kennt irgend welchen Zwang
nicht; in unbeschränkter Freiheit eignete sich ihr Bund nach und nach
eine nicht leicht zu überblickende große Menge in ihren Kreisen
allgemein verständlicher Sinnbilder in Form von Worten, Zeichen, Lehren
und Gebräuchen an. Alle diese Symbole haben einen tiefen Sinn, dessen
Erfassung und Verständnis das einzige +Geheimnis+ der Freimaurerei
bildet. Die Enthüllung dieses Geheimnisses ist nur den im Bunde
einheimischen Gemütern möglich, und die Unmöglichkeit es außerhalb
desselben zu durchschauen, hat seit der Entstehung des Bundes eine
wahre Flut von Spott, Hohn, Mißverständnis, Verleumdung, Haß und
Verfolgungssucht gegen die Freimaurerei hervorgerufen.
Mißverständnis ist indessen den freimaurerischen Sinnbildern auch im
Bunde selbst nicht erspart geblieben, aber nicht nur ohne allen bösen,
sondern durch einen übertriebenen guten Willen. Es hat nämlich gelehrte
Brüder gegeben, an denen das 18. und 19. Jahrhundert überreich sind,
denen die Sinnbilder des Bundes viel zu einfach waren, die solche
vielmehr wegen oberflächlicher Ähnlichkeiten mit solchen oder mit
anderen Erscheinungen, die in verschiedenen Völkern und Religionen
vorkommen, in eine Verbindung brachten, die bis in die Urzeiten des
Menschengeschlechtes hinauf reichte, aber bei nüchterner Betrachtung
der geschichtlichen Tatsachen unmöglich aufrecht zu erhalten ist.
Wenn zwei oder mehrere menschliche Kreise gewisse Sinnbilder gemein
haben oder ähnliche Symbole besitzen, so spricht dies noch lange
nicht für ein Fortleben des einen Kreises in einem andern, sondern
höchstens für eine Entlehnung von Zeichen, Worten, Lehren und
dergleichen. Der verständige Freimaurer wird sich durch solche
unhaltbare Phantasiegemälde nicht blenden lassen, sondern unentwegt
an der Selbständigkeit des Bundes, wie dieser sich in der Geschichte
entwickelt hat, festhalten und sie nach Kräften verteidigen.
Das richtige Verständnis der freimaurerischen Sinnbilder muß jedem
Bruder zu allen Tugenden entflammen, die mit der Vernunft vereinbar
sind, wie namentlich: Bruderliebe, Freundschaft, Gewissenhaftigkeit,
Sittlichkeit, Wohltätigkeit, -- mit Bezug auf besondere Verhältnisse:
Gehorsam gegen die Gesetze des Landes und Bundes, Treue gegen
den Bund, gegen Familie und Vaterland, Verschwiegenheit über die
Angelegenheiten des Bundes, -- mit Bezug auf sein eigenes Ich:
Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung und Selbstveredelung. Der wahre
Freimaurer wird weder einem blassen und ungesunden Kosmopolitismus,
noch einem selbstsüchtigen Individualismus huldigen, sondern die guten
Seiten dieser Richtungen in einem gesunden Patriotismus vereinigen,
wie denn der Bund selbst der Hauptlehre in den Sinnbildern nach
kosmopolitisch, im Festhalten an der Selbständigkeit der heimischen
Organisation patriotisch und in der liebevollen Sorge für die Seinigen
individualistisch gerichtet ist.
Mit Bezug auf die philosophischen Richtungen der Zeit ist der Bund
ganz entschieden einem düsteren Pessimismus abhold, ohne deshalb
den Optimismus soweit zu treiben, daß er gegenwärtige Zustände für
keiner Verbesserung bedürftig halten würde. Daraus folgt auch, daß
sein Grundzug idealistisch und dem Materialismus abgeneigt ist, ohne
aber von seinem Idealismus einen wissenschaftlich berechtigten
Rationalismus und einen der Wirklichkeit ihr Recht zugestehenden
Realismus auszuschließen.
Im Verhältnis zur Religion ist vor allem festzuhalten, daß die
Freimaurerei keine Konfession ist und sich keiner solchen unterwirft,
wohl aber gegen eine jede der Tugend günstige duldsam und gerecht ist.
Gibt es auch in ihrem Schoße zwei Richtungen, eine christliche und
eine humanistische, so sind doch beide darin einig, die +Humanität+
hochzuhalten, die eben in der Beobachtung jener Tugenden besteht,
welche die maurerischen Sinnbilder lehren.
Daher ist es auch dem Freimaurerbunde gemeinsam, daß er gegen alle
Erscheinungen Front macht, die dem Begriffe der Humanität Hohn
sprechen; solche sind: der Egoismus, die Intoleranz, die Habsucht,
Streitsucht, Genußsucht und jede Art verbrecherischen Treibens.
Er verwirft als Bund jede Gewalttätigkeit, sei es im kleinen als
Zweikampf oder Attentate oder im großen als Krieg, den er freilich
als Verteidigung des Vaterlandes zugeben muß. Daß er die jetzt im
Verschwinden begriffene Sklaverei verabscheut, ist selbstverständlich.
Aus dem allem geht hervor, daß der Freimaurerbund kein „Großes Nichts“
(~Grand rien~) ist, wie einst behauptet wurde. Denn stets wird er an
seinem Wahlspruche festhalten:
+Weisheit+ leite unsern Bau,
+Stärke+ festige ihn,
+Schönheit+ ziere ihn.
+Erster Abschnitt.+
Die Grundlagen der Symbolik (Stärke).
1. Die Loge.
Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach.
+Goethe+ (Mignon).
~a~) Die Örtlichkeit.
Die +Loge+ (althochd. ~loubja~, Laube), Werkstätte oder Bauhütte,
auch Logenhaus genannt, der Versammlungsort der Brüder zu feierlichen
Handlungen, muß vor allem eine gegen das Eindringen Unberufener
gesicherte Lage haben. Außer verschiedenen anderen, zu weniger
wichtigen Zwecken dienenden Räumen ist der hauptsächlichste der
Logensaal, auch Loge im engeren Sinne oder Tempel genannt. Dieser
bildet ein rechtwinkliges längliches Viereck (daher die Figur ▭
für Loge, und [Symbol] für Logen), dessen vier Seiten nach den
+Himmelsgegenden+ benannt und womöglich auch nach diesen gerichtet
sind. Die Schmalseiten heißen Morgen oder Osten (auch Orient) und
Abend oder Westen, die Längsseiten Mittag oder Süden und Mitternacht
oder Norden. Im Osten befinden sich auf einer Erhöhung über Stufen
die Plätze des Vorsitzenden (des Meisters vom Stuhl) und der übrigen
Beamten, mit Ausnahme der beiden Vorsteher oder Aufseher, die ihre
Plätze im Westen zu beiden Seiten des Eingangs haben (in einigen
Systemen der zweite auf der Südseite), während den übrigen Brüdern
die beiden Längsseiten eingeräumt sind. Da, wie diese Benennungen
zeigen, die Loge die Welt bedeutet, so will die Redensart: des Maurers
+Wind+ blase von Osten nach Westen (ursprünglich ein englischer
Seemannsausdruck), zweierlei sagen, einmal: die Gesittung und Bildung
der Menschheit schreite vom Morgenlande her nach dem Abendlande, und
dann: der Geist der Werkstätte gehe vom Sitz des Meisters vom Stuhl aus
in der Richtung nach Westen. Für den allgemein anerkannten Vorrang des
+Orients+ vor den übrigen Himmelsgegenden spricht auch der Ausdruck:
sich orientieren, d. h. sich nach dem Osten richten, nach dem Aufgange
der Sonne, und dies tun denn auch die Freimaurer. Im weiteren Sinne
aber hat die ganze Loge eine geistige und sittliche Bedeutung für die
Brüder; sie ist, wie Rob. Fischer sagt, ihr Vaterhaus, ihre Schule und
ihre Arbeitstätte im höheren Sinne.
Es ist Pflicht der Brüder einer Loge, zu sorgen, daß diese
gehörig +gedeckt+ sei. Der Ausdruck kommt, wie die meisten in der
Maurersprache, vom Bauen. Ein Bau ist erst dann gegen äußere Einflüsse
gesichert, wenn er gut gedeckt ist, ein solides Dach hat. Die Sorge für
die Deckung ist (nicht in allen Logen) die Aufgabe eines besonderen
Beamten, des +Ziegeldeckers+ oder wachhabenden Bruders, was auch in
vielen anderen geheimen oder geschlossenen Gesellschaften der Fall ist
oder war. Dieser Bruder ist es auch, der die Eintretenden auf ihr Recht
dazu prüft und sie, wenn dieses in Ordnung ist, einläßt. Wo diesem Amt
nicht besonders besteht, ist es irgend einem anderen Mitgliede der Loge
übertragen.
Ist die Loge nicht gehörig gedeckt, d. h. ist, ohne daß sie deshalb
nicht gut gebaut wäre, Gefahr oder wenigstens Besorgnis einer Störung
oder Belauschung vorhanden, so sagt man, auch wenn Brüder außerhalb der
Loge über Bundesangelegenheiten sprechen und ein Uneingeweihter in der
Nähe ist, „+Es regnet+.“ Offenbar ist dies auch wieder eine Anspielung
auf ein unsolides Dach, durch das es herein regnet. Weniger ansprechend
ist die freilich alte (schon 1737 in einem englischen Ritual
vorkommende) Deutung, daß ein ertappter Lauscher unter die Traufe des
Hauses gestellt worden sein soll, bis ihm das Wasser bei den Schultern
in die Kleider und zu den Schuhen wieder herausgelaufen sei. Schwerlich
ist dies wirklich vorgekommen. Bei guter Ordnung ist auch eine solche
Maßregel überflüssig.
Die Loge, d. h. der Logensaal, nicht die übrigen Räume des Gebäudes,
ist +dunkel+, ehe Licht angezündet wird; denn sie hat keine Fenster,
oder sie sind verdeckt. Dies ist ohne Zweifel nur deshalb so
eingerichtet, damit das eine geistige Erleuchtung bedeutende Licht auch
eine natürliche Überwindung der Dunkelheit bewirken könne. Es ist daher
wohl zu weit hergeholt, wenn auch ansprechend, was Schauberg[1] zur
Erklärung dieser Tatsache aufführt. Nach ihm rührt sie daher, daß die
älteren Körperschaften, von denen er die Freimaurerei ableitet, ihre
Versammlungen in dunkeln Räumen oder gar in Höhlen abhielten. Wirklich
wurden die Mysterien des aus Persien zur Römerzeit nach dem Abendlande
eingeführten Sonnengottes +Mithras+ in Höhlen gefeiert, deren viele mit
seinem Bilde, auch in Deutschland, aufgefunden wurden. Denn die diesem
Gotte huldigende, auf dem Gegensatze zwischen Licht und Finsternis
beruhende, Religion beruhte auf dem Gedanken, daß das Licht in der
Finsternis verborgen sei und aus ihr hervorgehend, sie überwinde.
Auch der griechische Zeus wurde in einer Höhle auf Kreta geboren, der
Lichtgott Apollon war der Sohn der Nachtgöttin Latona oder Leto, und
die Sonne selbst taucht aus der Nacht hervor.
Der Kirchenvater Origenes berichtet nach Celsus, daß in den Mysterien
der Mithras-Höhlen der Durchgang der Seele durch die damals
angenommenen sieben Planetensphären zum reinen Lichte gelehrt worden
sei. Von diesem Gedanken ist aber ein weiter Schritt zu den einfachen
Gebräuchen der Freimaurerei und zur Dunkelheit der Loge. Auch im alten
Ägypten haben ja die Pharaonen und in Indien Brahmanen und Buddhisten
Tempel in Felsen ausgehauen, und so gibt es noch vieles, was mit Hilfe
einer kühnen und ausschweifenden Phantasie auf die Logenausstattung
und Logengebräuche bezogen werden kann, was aber geschichtlich auf
schwachen Füßen steht. Auf die innere Ausstattung der Loge werden wir
in dem Abschnitte der „Schönheit“ zu sprechen kommen.
Wie das Versammlungshaus, so nennt sich auch der darin sich
zusammenfindende Verein +Loge+; als solcher entbehrt er jedoch
besonderer Sinnbilder.
b) Die Mitglieder.
Die auf rechtmäßige Weise aufgenommenen Freimaurer nennen sich
+Brüder+, weil sie Mitglieder einer wenn auch großen Familie geworden
sind. Dieser Gebrauch ist ein alter, ohne daß ihn deshalb die
Freimaurer von anderen Vereinigungen entlehnt hätten. Alle engeren
Verbände haben gewisse Benennungen für ihre Angehörigen. Die Beamten
und Lehrer nennen sich Kollegen, die Studierenden Kommilitonen
(die Corpsmitglieder Corpsbrüder), die Offiziere Kameraden, die
Sozialdemokraten Genossen und eine ganze Menge von Vereinsmitgliedern
ebenfalls Brüder. Die alten Ägypter nannten bei Totenklagen die
Verstorbenen Brüder und Schwestern, ebenso die alten Hebräer ihre
Glaubensgenossen, so auch die ersten Christen, und die Klosterbewohner
nennen sich untereinander ebenso.
Im schriftlichen Verkehr erkennen sich untereinander sonst unbekannte
Brüder am Gebrauche von +drei Punkten+ (⸫) als Abkürzung maurerischer
Ausdrücke nach dem Anfangsbuchstaben. Sie werden deshalb von ihren
römischen Feinden mit wohlfeilem Spott die „Dreipunkte-Brüder“ genannt,
als ob damit irgend etwas gesagt wäre, während die Spötter doch
+selbst+ mit der +Dreizahl+ einen Kultus treiben. Diese ist eben eine
alte, heilige Formel, die sich bei allen Völkern und in allen Zeiten
findet. Sie beruht auf den sich von selbst ergebenden Teilen der Zeit
(Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), einer jeden Handlung (Anfang,
Mitte und Ende), des menschlichen Lebens (Geburt, Leben und Tod), des
Raumes (Länge, Breite und Höhe oder Tiefe), des Tages (Morgen, Mittag
und Abend), des Sonnenstandes, des Mondumlaufes, und zeigt sich auch
in den 3 Grundfarben (rot, gelb, blau), den Mischfarben (orange, grün,
violett), den Licht- und Schattenformen (weiß, grau, schwarz) u. s. w.
Die ägyptischen Hieroglyphen zeigen als Bezeichnung der Gattung eines
Dinges dessen Charakter in dreimaligem Bilde eines Zeichens, das diesen
ausdrückt, wie sie auch die Mehrzahl durch drei Zeichen ausdrücken.
Diesem unbewußten Zuge der Menschenseele entsprangen auch die
ägyptischen, indischen, griechischen, römischen, keltischen,
slawischen und germanischen Dreiheiten von Göttern und die christliche
Dreieinigkeit, sowie die dreimalige Bekreuzung der frommen Christen.
Einen sehr großen oder sehr heiligen Menschen nannte man früher:
dreimal groß oder dreimal heilig (so Hermes Trismegistos). Läßt man
jemanden hoch leben, so tut man es dreimal. Die Aufforderung zu einer
raschen Handlung wird durch den Ruf: 1, 2, 3 begleitet. Namentlich ist
aber dies der Fall bei dem +Maurergruße+. Bei diesem wird die Zahl 3
mit sich selbst vervielfältigt, zu 9, und man schließt seine Briefe an
Brüder mit der Formel: in der uns heiligen Zahl (i⸫ d⸫ u⸫ h⸫ Z⸫), d. h.
mit 3 × 3. Dieselbe Zahl wird auch bei dem +Händeklatschen+ (das bei
Nichtmaurern keine bestimmte Form hat) beobachtet, bisweilen aber auch
durch langsamere Wiederholung der Zahl 3 beschlossen (auch kommt vor
die Form: 3 × 5 + 3). Es dient sowohl zum Willkomm, als zum Abschied
und als Beifallszeichen. Auch das Händeklatschen kommt im Altertum vor,
so in Ägypten und Babylonien zur Aufmunterung der Arbeiter, Ruderer,
Soldaten u. s. w., auch in gewissen Takten, ebenso im Götterdienste.
Die Anwendung der Zahlen 3 und 9 auf ethische und geistige Ideen
zeigen bei Griechen und Römern die 3 Grazien (Anmut), die 3 Parzen
(Verhängnis), die 3 Furien (Rache), die 3 Richter der Unterwelt
(Vergeltung), die 9 Musen (Wissenschaften und Künste), nach denen
die 9 Bücher der Geschichte Herodots benannt sind. In neuerer Zeit
sind zu erwähnen die 3 Ideen der Wahrheit, Schönheit und Güte, die
der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit,
die 3 Berufsfakultäten der Hochschulen (theologische, juristische und
medizinische), zu denen erst später die philosophische kam, die 3 Teile
der Philosophie nach Hegels und anderen Systemen, die 3 Studienjahre
(bei normaler Laufbahn), die 3 Militärdienstjahre und endlich die 3
(idealen) Jahre der Logenarbeit, die der Lehrling als seine Lebensjahre
angibt, der Geselle auf 5 und der Meister auf 7 erhöht. Weitere
freimaurerische Dreizahlen werden uns noch mehr begegnen.
Hier muß indessen der Vollständigkeit wegen eine solche Dreizahl näher
berührt werden, weil sie in unser System der freimaur. Symbolik nicht
eingereiht werden kann, da sie durchaus veraltet ist und ihre Teile
nach unserer Anordnung in verschiedene Kapitel fallen. Wir meinen
die Zusammenstellung der 3 +großen+ und der 3 +kleinen Lichter+ nach
dem altenglischen System, während sie in anderen Systemen anders
angeordnet werden. Als die 3 großen Lichter gelten danach: Bibel,
Winkelmaß und Zirkel, als die 3 kleinen: die Sonne, der Mond und der
Meister vom Stuhl. Jene werden als geistig aufzufassende, diese als
sinnlich wahrnehmbare unterschieden, ferner jene als beständig, diese
als zeitlich und örtlich beschränkt leuchtende Lichter. Es ist leicht
ersichtlich, daß diese Zusammenstellung, wenn auch wohlgemeint, doch
willkürlich und unlogisch ist. Logischer Weise mußte an der Stelle der
Bibel ein weiteres Werkzeug und an jener des M. v. St. ein weiteres
Gestirn stehen.
Diese beiden Dreiheiten sind aber auch entbehrlich, und es wird auf
sie wenig Gewicht mehr gelegt. Sie sind daher auch an manchen Orten
fallen gelassen und, wenn auch kaum auf glückliche Weise, zu ersetzen
gesucht worden. So hat eine Loge ein System von 3 großen, 3 mittleren
und 3 kleinen Lichtern aufgestellt. Sie heißen: Gott, Mensch und St.
Johannislicht (ein etwas sonderbarer Name für den schöpferischen Geist
des Menschen); Religion, Moral und Verdienst; Weisheit, Stärke und
Schönheit. Solche Triaden könnten leicht noch mehr gefunden werden;
aber was ist damit gewonnen? Weiter bringen sie uns nicht. Bleiben wir
bei dem, was tatsächlich vorliegt, -- bei den wirklich und allgemein
anerkannten Symbolen der Freimaurerei, und stellen zusammen:
+Lichter+: +Gestirne+: +Ideen+: +Werkzeuge+:
Gottheit. Sonne. Weisheit. Hammer.
Gewissen. Mond. Stärke. Winkelmaß.
Menschheit. Erde. Schönheit. Zirkel.
Die nähere Erklärung wird folgen.
Die Bibel und der Meister werden ihren nicht unwürdigen Platz finden.
[1] Schauberg, Vergleichendes Handbuch der Symbolik der Freimaurerei.
Schaffhausen 1861.
2. Die Arbeit.
Nur der verdient sich Freiheit, wie das Leben,
der täglich sie erobern muß.
+Goethe+, Faust II.
~a)~ Die künstlerische Arbeit.
Die Freimaurerei ist an sich schon eine Kunst, wenn auch keine solche,
deren Äußerungen in Museen aufbewahrt oder der Öffentlichkeit auf
Bühnen dargeboten werden könnten, weil sie nicht ohne das Leben in
ihren Kreisen zu verstehen sein würden. Sie läßt sich also nicht in
das System der schönen Künste einreihen, sondern bildet ein System für
sich, das sich aber bescheiden in seine engsten Kreise zurückzieht. Sie
hat eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrer größte Feindin, der römischen
Kirche, deren Übungen ebenfalls künstlerisch sind, ohne festgelegt
werden zu können, aber der Öffentlichkeit hingegeben werden, weil
sie eben nicht ohne diese den von ihr angestrebten Einfluß aufrecht
erhalten könnte. Diesen Einfluß aber verschmäht die Freimaurerei und
findet in sich selbst ihr Genügen.
Die künstlerischen Darbietungen der Freimaurerei, allerdings +nur+ für
die Brüder bestimmt, haben durchaus einen nach Verwirklichung der
Idee des Schönen strebenden Charakter. Ihr Organ sind die feierlichen
Versammlungen der Brüder oder die verschiedenen Gattungen von +Logen+,
wie nicht nur die Versammlungsorte und die Brüdervereine, sondern auch
deren Versammlungen selbst genannt werden. Sie bewegen sich in reicher
Mannigfaltigkeit von den heitersten bis zu den ernstesten Anlässen.
Es ist ungewiß, ob die ersteren, die +Tafellogen+ zum Vorbilde
die +Agapen+ oder Liebesmahle der ersten Christen haben. Da ihnen
jedoch aller Bezug auf eine bestimmte Glaubensrichtung fehlt, geht
ihr Ursprung wohl nicht über die Festmahle unserer Vorgänger, der
Steinmetzen und Bauleute zurück. Eher mögen sich bei ihnen durch die
dem Bunde beitretenden Gelehrten Anklänge an antike Symposien der
bessern Art, bei denen ernste Gespräche nicht fehlten, eingefunden
haben. Durch Adelige und Offiziere, die den Logen beitraten, bürgerten
sich bei den Tafellogen die zur Freimaurerei nicht passenden, weil
deren friedlichem Charakter widerstreitenden kriegerischen Formen und
Ausdrücke der Toaste oder Tafelreden ein, von denen, wie zu hoffen
ist, sich meist nur noch die Bezeichnung „+Feuer+“ für ein Lebehoch
erhalten haben möchte, die mit Bezug auf geistiges Feuer berechtigt
erscheint. Die Tafellogen werden nicht in der dunkeln Loge, sondern im
hellen Festsaale abgehalten, und es wird stets darauf gesehen, daß bei
ihnen strenges Maß eingehalten wird. Immerhin sind sie ein Ausdruck
reiner Freude über das zwanglose brüderliche Beisammensein. Anlaß
zu ihnen bieten meist die maurerischen Feste, das +Sommerjohannis-+,
und wo beide Johannes gefeiert werden, auch das +Winterjohannisfest+,
ferner die Jahresfeste der Logengründung, Jubelfeste verdienter
Brüder, und namentlich die mit den weiblichen Angehörigen begangenen
+Schwesternfeste+, bei denen die Feier der Liebe, Treue und Anmut zu
ihrem gerechten Anspruche kommt.
Ernsterer Natur sind die eigentlichen +Arbeitslogen+ im künstlich
erleuchteten Logensaale. Sie dienen, außer den Festanlässen, zu denen
die Tafellogen den Abschluß bilden, den Aufnahmen, Beförderungen und
wichtigeren Logenangelegenheiten. Ihr Hergang hat für empfängliche
Gemüter etwas ungemein Fesselndes und Ergreifendes, so am Anfange
der Arbeit, der +Hochmittag+ genannt wird, das Anzünden der Lichter
durch die Beamten mit kernhaften Sprüchen, und das kirchlichen Formen
nicht nachgedachte Gebet des M. v. St. zum A. B. a. W., und am Ende,
das +Hochmitternacht+ heißt, die feierliche Entlassung der Brüder mit
herzlichen Wünschen und das ernst stimmende Auslöschen der Lichter. Bei
Aufnahmen und Beförderungen dagegen ist der +ganze+ Hergang malerisch
und dramatisch gestaltet.
Der ernsteste Anlaß, ja ein erschütternder, zu freimaurerischer Arbeit
ist aber die +Trauerloge+, die dem Andenken an die hingeschiedenen
Brüder gilt. Schauberg vergleicht diese Feierlichkeit nach seiner
phantasievollen Art mit dem ägyptischen +Totengerichte+. „Wie
hier“, sagt er, „beginnt die Trauerloge mit einer Art Gericht über
den Verstorbenen, und erst, nachdem dieser der Ehre einer Trauerloge
für würdig erklärt worden, folgt die eigentliche Totenfeier, die
in 3 Hauptteile geteilt werden dürfte, nämlich die Trauerrede oder
die kurze Schilderung des bürgerlichen und maurerischen Lebens des
Dahingeschiedenen, -- das Anzünden der Lampe vor dem symbolischen
Sarkophage des Verewigten, und dessen Schmücken mit Blumen durch
alle anwesenden Brüder in 3 Zügen und Umgängen, worauf die ganze
Feierlichkeit mit der Bildung der Bruderkette und der Erteilung des
Bruderkusses schließt.“ In England und Amerika wird außerdem noch
die öffentliche Bestattung mit maurerischen Gebräuchen und Abzeichen
abgehalten.
Eine Beurteilung des Toten bei der Totenfeier ist etwas völlig
Selbstverständliches und auch außerhalb der Loge allgemein üblich,
und es braucht daher ihr Ursprung nicht aus Ägypten hergeleitet zu
werden, wo übrigens das Totengericht lediglich ein jenseitiges war,
unter dem Vorsitze des Gottes Osiris über 42 Totenrichtern (wegen der
42 Todsünden nach ägyptischer Anschauung). Es konnte daher eher das
christliche Weltgericht aus dem Totengerichte in Ägypten hergeleitet
werden, als die Trauerloge, die ebenso lediglich eine ethische
Vertiefung und Veredlung der allgemeinen Trauerfeierlichkeiten ist, wie
die Tafelloge eine solche anderer Bankette und die Verhandlungsloge
eine solche anderer Vereinssitzungen.
Übrigens werden die Trauerlogen, deren erste bekannte erst 1757 in
Hamburg gefeiert wurde, meistens nicht für einzelne Brüder, sondern
z. B. jährlich für die im Laufe des Jahres verstorbenen Brüder
gemeinsam gefeiert, oder auch, wenn kein solcher Fall vorliegt, am
Allerseelentage oder einem andern für die hingeschiedenen Brüder
überhaupt. Natürlich ist die Trauerloge schwarz ausgeschlagen. Ein
herrliches Muster einer Trauerlogenrede ist die 1813 gehaltene Br.
Goethes zum Andenken Br. Wielands.
Zum Schmucke aller freimaurerischen Versammlungen wird deren ohnehin
künstlerischer Eindruck durch die geistigsten und ergreifendsten aller
Künste, durch das Schwesternpaar der +Poesie+ und +Musik+, erhöht.
Dichtungen und Tonwerke begleiten den Maurer von der (maurerischen)
Wiege bis zum Grabe, in heiteren, ernsten und ernstesten Darbietungen.
In ihrer Verbindung, dem maurerischen +Liede+, findet die Loge ihre
erhebendsten Stunden, zu deren Verschönerung Brüder wie Goethe, Herder,
Mozart und viele andere beigetragen haben und auch nicht maurerische
Größen dieser Künste ihren Zoll entrichtet haben. Schiller war nicht
Freimaurer; aber sein „Lied an die Freude“ ist ein echt maurerisches.
Beethoven war es auch nicht; aber seine Symphonien werden maurerisch
empfunden. Die Loge duldet keine andere als eine reine und erhebende
Dicht- und Tonkunst; alles Gewöhnliche, Platte und Ausgelassene ist
von ihr ausgeschlossen. Fast alle Logen haben ihre Liederbücher und
halten die beiden alles Leben verschönernden und erhebenden Künste in
hohen Ehren. Auch haben alle Logen ihre musikalischen Brüder, die nach
Kräften hierzu beitragen, durch Gesang wie durch Instrumentalmusik,
oft auch einen besondern Musikdirektor.
+Übersicht+.
Leitende Idee: Art der Versammlung: Kennzeichen:
Schönheit. Tafelloge. Edle Heiterkeit.
Weisheit. Arbeitsloge. Feierliche Stimmung.
Stärke. Trauerloge. Gedanke an den Tod.
~b)~ Die lehrhafte Arbeit.
Die Logenversammlungen haben neben dem (ganz oder teilweise)
künstlerischen auch vielfach einen lehrhaften Charakter. Allerdings
überlassen sie wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungen mit
Fug und Recht den gelehrten Gesellschaften und den Hochschulen; doch
werden vielfach im hellen Logenraum allgemein verständliche Vorträge
über verschiedene Gegenstände der Wissenschaft und Angelegenheiten
des Lebens gehalten. Man hat daher entweder die Logen überhaupt oder
die Versammlungen gewisser höherer Grade verschiedener europäischer
Länder im 18. und 19. Jahrhundert oft +Akademien+ genannt, ja neuerlich
sogar den Ursprung der Freimaurerei aus den italienischen Akademien
des Zeitalters der Renaissance hergeleitet. Dazu hat besonders der
Umstand beigetragen, daß in den nach jenem Vorbilde im 17. Jahrhundert
in Deutschland und England entstandenen „Kollegien“ und „Sozietäten“
der Pädagog und Philanthrop Joh. Amos Komensky aus Mähren, genannt
+Comenius+ (geb. 1592, gest. 1670) eine Rolle spielte, den man seiner
ganzen geistigen Richtung nach einen Vorläufer der Freimaurerei
nennen darf. Ihm zu Ehren wurde 1891 durch die Bemühungen Br. Ludwig
+Kellers+ und anderer gelehrter Brr. und Nichtbrüder in Berlin die
Comenius-Gesellschaft gegründet, die sich auch mit Untersuchungen über
die Entstehung der Freimaurerei beschäftigt.
Die Freimaurerei hat eine so umfangreiche und zum Teile sehr wertvolle
+Literatur+ hervorgebracht, wie sie keine andere Gesellschaft
aufzuweisen hat. Daher ist auch ihre +Lehre+ eine sehr ausgedehnte und
mannigfaltige, von der dieses kleine Buch einen schwachen Abriß zu
geben versucht. Auch diese Lehre hat Schauberg aus Ägypten abgeleitet,
von woher sie Pythagoras nach Europa gebracht haben soll. Ohne Zweifel
bestehen zwischen dem von diesem großen Philosophen gestifteten
Geheimbunde und der Freimaurerei gewisse Ähnlichkeiten, aber auch
wesentliche Verschiedenheiten (siehe des Verf. „Buch der Mysterien“).
Jener Bund ist auch so früh untergegangen, daß an eine zusammenhängende
Überlieferung bis auf neuere Zeiten nicht zu denken ist. Entlehnungen
aus früheren Erscheinungen begründen keinen Zusammenhang. Die
Freimaurerei erhebt keinen Anspruch darauf, den +Stein der Weisen+
gefunden zu haben oder finden zu wollen; wohl aber hält sie ihre Brüder
dazu an, daß jeder in dem Bau, den sie erstrebt, in dem Tempel der
Weisheit, Stärke und Schönheit ein brauchbarer Stein zu werden trachte.
Die Lehre, die sie erteilt, ist daher in ihrem Hauptteile die der
geistigen +Baukunst+, und wenn diese und die Freimaurerei selbst eine
+königliche Kunst+ genannt wird (seit Andersons Konstitutionenbuch von
1723), so geschieht dies, weil das Ziel, das sie anstrebt, die höchste
Vervollkommnung des Menschen ist. Dieses Ziel wurde freilich auch von
den größten Weisen aller Zeiten und Völker in geringerm oder größerm
Maße angestrebt, aber von keiner menschlichen Gesellschaft in dem Maße
wie von der Freimaurerei. Hat es auch der Stifter des Christentums sich
vorgesetzt, so hat es die +Kirche+, die sich seine Nachfolgerin nennt,
dadurch verdunkelt und hintangehalten, daß sie sein unentbehrlichstes
Mittel, die geistige +Freiheit+ nach Kräften durch vorgeschriebene
Glaubenssatzungen unterdrückte.
Sind in der Freimaurerei, wenn auch in bescheidenem Maße, die
vornehmsten Wissenschaften vertreten, die Philosophie in ihrer
Morallehre und Symbolik, die Geschichte in ihrer rührigen Pflege der
Geschichte des Bundes und der mit ihm zusammenhängenden Erscheinungen,
die Naturwissenschaft in der Ergründung des menschlichen Herzens und
seiner Bedürfnisse, so ist gewissermaßen die Mathematik in der von der
Loge in ihren Sinnbildern enthaltenen Zahlenlehre vertreten.
Schöpfer der Zahlenlehre ist +Pythagoras+, nach dessen Lehre „Zahl und
Harmonie das Wesen, die bestimmende Macht und das Gesetz der Welt sind,
das sittliche und vernünftige Leben des Menschengeistes bestimmen und
zusammen die Tugend begründen“, -- worin ihm der deutsche Philosoph Br.
Krause nachfolgte.
Die Zahl +Eins+ lehrt die Einheit aller Dinge, die Zahl +Zwei+
ihre zwei Seiten, die tätige und die leidende. Zusammen bilden sie
die +Drei+, die wir bereits (sowie die Neun) betrachtet haben. Die
Zahl +Vier+ tritt auf in den Himmelsgegenden, den 4 Elementen, den
4 Jahreszeiten und Änderungen der Tageslänge, den (mit der Nacht)
4 Tageszeiten, den 4 Seiten der Tempel, Gräber und Altäre, den
4 Evangelisten, der Verwandtschaft des Vierecks mit dem Kreise,
aus dessen rechtwinkliger Durchschneidung es entsteht, den 4
Temperamenten u. s. w. +Fünf+ ist die Zahl der menschlichen Sinne,
der Temperaturstufen (heiß, warm, lau, kühl und kalt), der Finger und
Zehen, der Säulenordnungen und Baustile[2], der Vokale u. s. w. +Sechs+
ist die Verdoppelung der heiligen Drei und die Hälfte der heiligen
Zwölf. +Sieben+ ist die Zahl der sog. freien Künste und Wissenschaften,
die in sehr verschiedener Art aufgezählt werden, z. B. Grammatik,
Logik, Rhetorik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik oder:
Dichtkunst, Musik, Zeichenkunst, Rechenkunst, Geometrie, Astronomie und
Baukunst, die Zahl der Sakramente und -- der Todsünden, -- der Farben
des Regenbogens, der Töne einer Tonleiter, der ehemals dafür gehaltenen
Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn), wie
geglaubt wird: der Tage, Monate oder Jahre, in denen ein lebendes
Wesen reift, der Wunder des Altertums, der sog. Weisen Griechenlands
u. s. w. +Zehn+ ist die Summe von 1, 2, 3 und 4, die der beiderseitigen
Finger und Zehen, der maßgebenden Abschnitte im Zahlensystem, der
hebräischen, auch bei den Christen geltenden Gebote u. s. w., +Zwölf+,
das Produkt von 3 und 4, die Zahl der Tages- und Nachtstunden, der
Mondumläufe im Jahre, der Monate, der Zeichen des Tierkreises, der
griechischen und römischen Hauptgötter, der germanischen Asen, der
Patriarchen, Propheten und Apostel, der Stämme des Volkes Israel und
noch vieler anderer Dinge. Allerdings sind viele dieser Zahlenwerte
durch die Wissenschaft beseitigt oder sonst bedeutungslos geworden;
aber es handelt sich hier nur um die Kenntnis der Bedeutung, welche die
Zahlen stets in der Geschichte des Menschengeistes gehabt haben und um
die Mahnung an die Brüder, in allen Lagen des Lebens diejenige Zahl
zu beobachten, die von der Stimme des Gewissens als die richtige und
wohltätige bezeichnet wird.
Noch mehr als die Arithmetik ist die +Geometrie+ eine mit der Baukunst
und daher auch mit der Maurerei in Verbindung stehende Wissenschaft, ja
sie wurde von den älteren freimaurerischen Schriftstellern geradezu als
die Grundlage und das innerste Wesen der königlichen Kunst bezeichnet
und die edelste aller Wissenschaften genannt, weil es ihre Aufgabe ist,
die Größenverhältnisse des Weltalls zu messen. Da jedoch die Loge keine
Schule oder Gesellschaft zur Pflege der Mathematik an sich ist, so
kann die Geometrie für die Freimaurerei nur eine moralische Bedeutung
haben, d. h. sie ist ein Ausdruck für das Erfordernis, in allen Dingen
das rechte Maß zu halten, die in der Natur bestehende Ordnung auf das
sittliche Verhalten des Menschen anzuwenden und nach den Grundsätzen
der Schönheit und Regelmäßigkeit am Tempel der Menschheit zu bauen.
Das rechtwinkliche Viereck der Loge ist ein schwacher Ausdruck
dieses Erfordernisses und mahnt die Brüder stets, sich auch im Leben
rechtwinklich d. h. gerade zu verhalten.
[2] Dorische, ionische, korinthische, etruskische und römische Säule;
byzantischer, maurischer, romanischer, gotischer Stil und
Renaissance.
3. Das Licht.
Es werde Licht! +Genesis.+
Mehr Licht! +Br. Goethe.+
~a~) Die Vorbereitung des Lichtes.
Das Licht ist die höchste Idee, nicht nur der Freimaurerei, sondern
der Welt überhaupt; es ist die höchste Offenbarung des höchsten Wesens
und dessen verständlichste Versinnbildlichung, daher auch mit seiner
Schöpfung diejenige der Welt nach der Auffassung des hebräischen
Altertums und nach der ältesten aller höher gebildeten Völker ihren
Anfang nimmt. Und wenn wir uns daher fragen, welches die +größten
Lichter+ der Freimaurerei sind, so fühlen wir im Innersten, daß es
nicht bloße Sinnbilder sein können, sondern wirkliche Objekte des
Glaubens und Wissens, nämlich:
das Licht +über+ uns, die +Gottheit+,
das Licht +in+ uns, das +Gewissen+ und
das Licht +um+ uns, die +Menschheit+,
und ihre Bilder, nicht selbst Lichter, zugleich unentbehrliche
Hilfsmittel der Baukunst:
das Sinnbild der Macht, der +Hammer+,
das der inneren Stimme, das +Winkelmaß+,
das der denkenden Umgebung, der +Zirkel+.
Unseren germanischen Vorfahren war der Hammer der Begleiter des
höchsten Gottes, des Donnerers, Donar oder Thor, der persönlich
gedachten Allmacht.
Die Benennung „Lichter“ kann auch weiter gefaßt werden, doch ohne
Zwang, wenn es sich um +wirkliche+ Lichter handelt, z. B. die +Sonne+.
Wie Schauberg richtig sagt, sind die Freimaurer Lichtgläubige und
Lichtsuchende; das Logenleben ist ein wahrer Lichtdienst und jede
Loge ein Tempel des Lichtes. Das höchste Fest der Loge ist daher die
Aufnahme eines Suchenden, deren Hauptteil die Erteilung des Lichtes an
ihn bildet. Darum nur ist die Loge dunkel, damit durch das Anzünden der
Lichter ihr Charakter als Tempel des Lichtes vollkommen zum Bewußtsein
der Brüder gelange. Die Loge gleicht daher der Erde, die in der Nacht
dunkel ist und mit dem Aufgange der Sonne erhellt wird, die im Winter
düster und kalt ist, um bei dem Anbruche des Frühlings mit Licht und
Wärme durchdrungen zu werden. Wäre die ganze Menschheit in gleicher
Weise des Lichtes bedürftig, so wäre die Loge überflüssig, und ganze
Völkerscharen würden am Morgen früh auf lichten Höhen der Sonne
zujubeln und deren, wie ihren Schöpfer preisen und am Ende des Winters
mit heiligen Gesängen den Einzug des Frühlings begrüßen.
So weilt denn auch der das Licht Suchende und im Einklang damit „hell
leuchtend“ ballotierte Kandidat in der +dunklen Kammer+, in die ihn
sein Pate geführt hat, in diesem Abbild der Loge im kleinen, auch
Kammer des Nachdenkens genannt, um mit sich zu Rate zu gehen, warum
er das Licht suche und +was+ er im Lichte suche und finden werde. Die
dunkle Kammer ist ein Abbild des Mutterschoßes und zugleich des Grabes;
feuchte Wände umgeben sie und schließen Abbilder des Todes ein; sie
gleicht also auch dem Dunkel, von dem wir vor der Geburt und nach dem
Tode umhüllt sind.
Man kann auch der Ansicht sein, daß diese düstere Umgebung nicht
zweckmäßig sei und dem Suchenden üble Eindrücke verursache;
sie war auch in den ersten Zeiten des Daseins der Freimaurerei
nicht gebräuchlich und gehört, soviel Sinn sie auch hat, zu dem
Theatralischen, mit dem sich der Bund, nicht zu seinem Vorteile,
umgeben hat.
Doch, nach dem vorherrschenden Gebrauche wird das Gleichnis der Geburt
zum Lichte fortgesetzt. Der vorbereitende Br. erscheint, spricht
dem Suchenden freundlich zu, und erklärt ihm, daß der Lichtsuchende
dem neugeborenen Kinde gleich sein müsse, das nackt, arm und
(geistig) blind in die Welt trete. Diese Prozedur wurde früher maßlos
übertrieben; man begnügte sich zuletzt, den Suchenden das Oberkleid
ablegen zu lassen und den einen Fuß in einen niedergetretenen Schuh
zu hüllen[3], was aber nicht mehr allgemein üblich ist. Dagegen blieb
die Abnahme alles beweglichen Metalles (oder der Wertsachen) und das
Anlegen der Augenbinde. Beides ist auch ein schönes Zeichen des
Vertrauens in die guten Absichten der Brüderschaft.
Eine der schönsten Stellen in den Reden des Heilandes sagt: „Bittet,
so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so
wird euch aufgetan.“ Diese Zuversicht ist wahrlich nicht überall so
gerechtfertigt und angebracht wie in der Loge. Diese ist geduldig und
nachsichtig, und wenn die in der dunkeln Kammer gegebenen Antworten auf
die an den Suchenden gerichteten Fragen nur einigermaßen befriedigend
sind, so wird ihm und seinen Führern auf ihr Anklopfen in maurerischer
Weise (mit 3 starken Schlägen, welche die 3 obigen Verheißungen
bedeuten sollen) die Türe des Tempels aufgetan.
Nachdem der Suchende auf die Frage des M. v. St. erklärt hat, was er
in der Loge suche, bemerkt ihm der Vorsitzende: wie der Eintritt in
den Tempel den Eintritt in das Leben, so bedeuten die Vorgänge in der
Loge das Leben selbst. Das Leben sei eine mannigfach bewegte Reise,
auf der man sich oft verirren, aber schließlich doch an das erstrebte
Ziel gelangen könne. Wie der Mensch auf der Reise des Lebens in
vieler Hinsicht geprüft werde, so müsse auch der Lichtsuchende seine
Sündhaftigkeit beweisen. Dies geschieht nun durch die drei +Reisen+,
die in jedem Grade auf verschiedene Weise in einem Umgange um die die
Mitte des Saales einnehmenden Lichter unter sicherer Führung vollführt
werden. Im ersten Grade sind es die +Elemente+, die der Suchende zu
berühren hat, nämlich das Feuer, das Wasser und die Erde, an deren
Stelle in einigen Lehrarten die Luft tritt.
Dies wird folgendermaßen erklärt: Der Aufzunehmende hat das Licht
gesucht und ist in verzehrendes +Feuer+ geraten. Oft werden strebende
Menschen von dem wilden Feuer der Leidenschaften versengt und gehen
darin unter. Aber durch weise Vorsicht ist das Feuer zu bändigen und
zum wohltätigen Wärmespender umzuwandeln.
Im +Wasser+ erlischt die zügellose Flamme; aber das Wasser der kühlen
Selbstsucht erstickt auch die heilige Glut der Begeisterung für
Menschenwohl. Die weise Besonnenheit aber drängt die kalten Wogen der
Gleichgültigkeit für das Ideal zurück und gestattet den Fluten nur ihre
wohltätige Wirkung zum Besten der Gesundheit und Reinlichkeit auch im
Seelenleben.
In den Staub der +Erde+ versinken Reichtum, Pracht und Schönheit; aber
der fruchtbringende Schoß der Mutter Erde befördert das Samenkorn, das
in sie versenkt wird, zu herrlicher Blüte und wohlschmeckender Frucht.
Die Probe der Luft ist uns nicht bekannt und auch in unseren
Hilfsmitteln nicht erwähnt.
Diese Gleichnisse können allerdings noch weiter ausgedehnt werden, was
uns aber in nebelhafte Fernen führen und -- verführen würde.
Die eigentümliche Art der drei sinnbildlichen, einen rechten Winkel
bildenden +Schritte+, die früher nach vollendeten Reisen zum Oriente
hin getan werden mußten (ein Überrest aus den alten Handwerksbräuchen),
und mehrere andere antiken Kulten nachgeahmte Proben, die jetzt als
verwirrend, beängstigend und ermüdend meist aufgegeben sind, versagen
wir uns zu erwähnen.
~b~) Die Erteilung des Lichtes.
Die Prüfungen sind überstanden; der Suchende wird zum Orient geführt
und vor den Altar gestellt. Es wird ihm vom Meister mitgeteilt, daß er
nach vollendeter Aufnahme nicht mehr zurücktreten könne. Beharrt er
auf seiner Absicht, so wird fortgefahren; in dem gewiß höchst seltenen
Falle des Verzichtes aber wird er entlassen, wodurch er aber in einen
inneren Konflikt kommen kann, etwas erlebt zu haben, was für ihn keine
weitere Bedeutung hat und ihn in der Achtung der Brüder herabsetzt. Im
ersteren, wahrscheinlichen Falle hat er zu erklären, daß er das neue
Gelübde ablegen wolle. Es hat Fälle gegeben, in denen ein Aufgenommener
später sein Gelübde brach und sogar sich einer dem Freimaurer-Bunde
feindlichen Richtung anschloß.[4] Dies hat er mit seinem Gewissen
abzumachen; für den Bund ist er verdorben und gestorben. --
Es folgt die Ablegung des +Gelübdes+, das im Bunde der Freimaurerei
kein solches der Verzichtleistung auf alle irdischen Güter des Lebens
ist wie in den Mönchsorden, sondern ein Gelübde der Tat, der Treue und
der Verschwiegenheit, soweit diese notwendig ist, um die Interessen
des Bundes zu wahren. Es bezieht sich nicht auf die Geschichte und
die Organisation des Bundes, auch nicht auf eigentliche der Welt
verborgene Geheimnisse, die es ja gar nicht gibt, sondern nur auf
die Erkennungszeichen und auf die dem Br. im Vertrauen gemachten
Mitteilungen. Die Gebräuche der Loge sind nur insofern geheim zu
halten, als Äußerungen darüber mutwillig und zwecklos oder gar
böswillig erscheinen. Zu +wissenschaftlichen+ und sonstigen +ernsten+
Zwecken +dürfen+ und +sollen+ sie besprochen werden; was wie dies zur
Kenntnis der menschlichen Kultur gehört, kann und darf kein Geheimnis
bleiben. +Die Wissenschaft kennt diesen Begriff nicht.+ +Unsere+ Loge
zeigt sogar den +Tempel+ jedem würdigen Besucher des Hauses.
Die Form eines +Eides+ hat das Gelübde nicht mehr überall. Auf einen
bestimmten Gegenstand braucht es nicht notwendig abgelegt zu werden;
wenn doch, so ist dieser ein Sinnbild der Einordnung in den Kreis
der Brüderschaft. Die feierliche Aufnahme schließt diesen Vorgang.
Sie geschieht bisweilen durch den Bruderkuß, meist aber durch den
Handschlag.
Nun ist es Zeit geworden, dem Suchenden die Binde von den Augen zu
nehmen und ihn das Licht der Loge schauen zu lassen.
Zu diesem Zwecke wird der neue Br. in die +Bruderkette+ gestellt,
die die Hände sämtlicher anwesenden Brr. vereinigt, wodurch die
Zusammengehörigkeit Aller versinnbildlicht wird.
Im rektifiz. schott. System findet eine zweimalige Erteilung des
+Lichtes+ statt, erst des schwachen und dann des starken. Bei jenem
erhellt nur eine aufflackernde und dann erlöschende, einen magischen
Eindruck erweckende Flamme, bei diesem aber das volle Licht für den
Aufgenommenen den Bruderkreis und die Loge. Meist wird das letztere
allein erteilt, und nun erst sieht der neue Br., wo er ist, sieht sich
verbunden mit den übrigen Brrn., deren Gesang mit Musikbegleitung ihn
als Br. begrüßt.
Er vernimmt nun die Namen der drei Säulen der Loge: Weisheit, Stärke
und Schönheit, ihrer Lichter, der Zieraten und Werkzeuge, die der
Freimaurerei Höheres bedeuten und die Pflicht der Wohltätigkeit. Noch
ist er aber in der Lage nicht, sie zu üben, und ihn ziert eine schöne
Beschämung. Es wird ihm daher das Abgenommene zurückgegeben, und er
kann sein erstes +Almosen+ in den „Sack der Witwe“ entrichten, wie die
Armenkasse genannt wird.
Den Schluß der Aufnahme bildet die Mitteilung von Zeichen, Wort und
Griff des I. Grades, der Art des Anklopfens, die Überreichung der
maurerischen Bekleidung und Abzeichen, sowie der Handschuhe, auf
welcher Dinge Bedeutung an ihrem Orte zurückzukommen ist.