Ein Gefühl unendlicher Verlassenheit überkam ihn, als sei er mit einem
Male ganz allein auf der Welt.
Rings um ihn rührte sich nichts.
Er setzte sich auf eine feuchte Bank dicht am Seeufer und biß die
Zähne aufeinander, um nicht in diese totenhafte Stille seinen Schmerz
hinauszuschreien. Dann fand er endlich Tränen, und das erleichterte
ihn.
Die Kälte durchschüttelte ihn, und die Feuchtigkeit drang durch seine
Kleider, daß er wieder weiterging.
Das starre Entsetzen, dieser versteinernde Schmerz war von ihm
gewichen, und ein fast schmeichelndes Wehgefühl war an die Stelle
getreten.
So verlor er sich wieder in die Irrgänge des Tiergartens, kam zuweilen
von dem schmalen Wege ab und lief gegen einen Baum, wenn der Mond von
einer Wolke verschleiert war und er sich tastend weiter finden mußte.