Gesang 3, Stanze 118.
Alfonso kehrt, nach dieses Sieges Glücke,
Hinwieder zu des Tajo schönem Becken;
Dass auch der Fried' ihn mit den Kränzen schmücke,
Womit die Schlachten ihn so reich bedecken:
O welch erbarmungswürdiges Geschicke,
Das Todte könnt aus ihren Gräbern wecken,
Trifft da die arme, zarte Dulderin,
Die erst getödtet ward, dann Königin!
Allein durch dich, durch dein allmächtig Sehnen,
O reine Lieb', erstarb der Zeiten Zierde,
Als dürftest du sie deine Feindin wähnen,
Die treue, der dein schönster Lohn gebührte.
Wohl sagt man, Amor, dass durch bittre Thränen
Gestillt nicht werde deine grimme Gierde;
Soll Menschenblut nun strömen vom Altare
Zur süssen Augenweide dir, Barbare?
[Fußnote 44: Zuerst abgedruckt im »Pantheon, Zeitschrift für
Wissenschaft und Kunst, von Büsching und Kannegiesser. Berlin, 1810.« I.
Bd. 1. Heft. Seite 1-8.]
Man sah dir hold der Jahre Lenz verfliessen,
In jene Seelenruh warst du versenket,
Ignes, und in den Wahn, den blinden, süssen,
Den keinem noch auf lang das Glück geschenket,
In des Mondego angenehmen Wiesen,
Den deiner schönen Augen Born getränket,
Den Bergen lehrend, und der Flur den lieben
Namen, der tief dir in die Brust geschrieben.
Auch deines Prinzen Regungen vergalten
Dein Sehnen wohl mit seelenvollem Danken;
Dein Bild sie fest vor seinen Augen halten,
Wenn er verbannt aus deiner Blicke Schranken:
Des Nachts ihn täuschen süsse Traumgestalten,
Des Tags entrücken ihn zu dir Gedanken,
Und was er sinnt, und was er sieht im Innern,
Ist alles nur Ein wonnevoll Erinnern.
So vieler Fürstentöchter, schöner Frauen
Bewerben hat bei ihm das Ziel verfehlet;
Wie denn auf andres pflegt herabzuschauen
Wess Herz die Eine, traute, hat erwählet.
Der alte Vater blickt mit stillem Grauen
Auf die Verirrung dieser Lieb', ihn quälet
Des Volkes Murren und das Widerstreben
Des Sohns, sich in der Ehe Band zu geben.
Und so beschliesst er denn in argem Muthe
Ignes dem süssen Lichte zu entrücken.
Es könne nur in frech vergoss'nem Blute,
So meint er, solcher Liebe Brand ersticken.
War's Wahnsinn, der ihn trieb, sein Schwert, das gute,
Das Schrecken sende nur der Feinde Blicken,
Vor dem der Mauren Wuth gemusst erbeben,
Gegen ein zartes Fräulein zu erheben?
Zu ihm, dess Herz wohl möchte sich versöhnen,
Wird sie geschleppt von wilden Ungeheuern,
Und es gelingt den mordbegier'gen Tönen
Des Pöbels, seinen Zorn neu anzufeuern.
Sie aber -- flehend und mit bangem Stöhnen,
Erpresst von Mitleid bloss mit ihrem Theuern
Und mit den Kindern, die sie unterm Herzen
Ihm trug, die mehr denn eigner Tod sie schmerzen;
Die Augen hebend zu des Himmels Milde
Aus denen eine grosse Zähre rollte,
(Die Augen, denn die Hände hielt der wilde
Mordknecht, der sie in Fesseln schlagen wollte)
Dann nieder auf der Kinder zarte Bilde
Sie senkend, die sie jetzt verlassen sollte
Verwaiset, einsam, ohne Schutz und Rather --
Spricht also an den grausamen Grossvater:
Wenn wilde Thiere, deren Sinn zum Hassen
Natur bestimmt, und Eis um sie geschlagen,
Der Wüste Vögel, die, um Raub zu fassen
Und anders nicht, den Flug in Wolken wagen,
Mit kleinen Kindern, die sie seh'n verlassen,
Solch zärtlich Mitleid und Erbarmen tragen,
Wie man an Ninus Mutter hat geschauet,
Und an den Brüdern, welche Rom erbauet;
So trag auch du, dess Herz durchströmt vom warmen
Menschlichen Blute schlägt (falls es zu nennen
Menschlich, den Tod zu geben einer Armen,
Bloss weil ihr Herz in Liebe musst' entbrennen),
Trage mit diesen Kleinen das Erbarmen,
Das man in meinem Urtheil muss verkennen.
Mög' ihre Noth Mitleid in dir erregen,
Da meine Unschuld dich nicht kann bewegen!
Und wie du wusstest einst mit Schwert und Feuer
Den Tod zu senden in der Mauren Reihen,
Sey jetzt vom Tode gnädiglich Befreier
Der Schwachen, die du keiner Schuld kannst zeihen.
Falls aber Unschuld büssen soll so theuer,
Verweis auf ewig mich in Wüsteneien,
In Libyens Gluth, in Scythiens kalte Schauer,
Wo ich mein Leben enden mög' in Trauer.
Lass mich, wo alle Schrecken sich erheben,
Hin in der Löwen und der Tiger Erbe,
Dass ich, was Menschenherz nicht mochte geben,
Erbarmen dort und Mitleid mir erwerbe.
Dort will ich pflegen, innig hingegeben
In's Angedenken dess, für den ich sterbe,
Der nachgelass'nen Pfänder theure Gabe,
Zu der leidvollen Mutter einziger Labe.
Der König sinnt schon drauf, sie zu befreien,
Ob ihrer Worte, die ihn tief bewegen;
Das störr'ge Volk nur will ihr nicht verzeihen,
Noch ihre Sterne, die nicht brachten Segen.
Die, welche glauben, dass die That Gedeihen
Dem Reiche bringe, ziehen scharfe Degen,
Gegen ein Fräulein. Herz, schwarz und bitter,
Ihr zeiget euch als Henker, nicht als Ritter!
Wie gegen Priams Tochter, Polyxene,
Aus der der Mutter letzte Freuden quellen,
Damit Achilles Schatten sich versöhne,
Man Pyrrhus sahe sich gerüstet stellen;
Sie aber ihre jungfräuliche Schöne --
Die Augen, welche wohl die Trüb' erhellen,
Hin auf die Mutter, die vor Schmerzen wüthet,
Gerichtet, -- zum Sühnopfer willig bietet:
So gegen Sie, die Wüthenden; die Auen,
Aus denen Liebe sieht mit hellen Blicken,
In jedes Auge, das sie mag erschauen,
Sanftheit und Milde strahlend und Entzücken,
Und ihre süssen Blumen, die getrauen
Sie sich mit Blutesströmen zu ersticken,
Grimmig erbos't die Schwerter drein versenkend,
Der Rache, die herannaht, nicht gedenkend.
O hohe Sonne, hat dein Strahl genommen
Von des Entsetzens That wohl Blick und Kunde?
Ist er nicht auch denselben Tag verglommen,
Wie in Thyestes Gastmahls Gräuelstunde?
Ihr hohlen Thäler, die ihr da vernommen
Das letzte Wort aus dem erblassten Munde,
Noch lange hallte fort in euerm Laute
Der Name Pedro, den sie euch vertraute.
Wie einer Blume, so in Zier getauchet,
Dass sie der Schmuck war auf den blüh'nden Heiden,
Wenn sie gebrochen und zum Kranz verbrauchet,
Der rohen Hand Betastung musst' erleiden,
Der Schmelz vergeht, der süsse Duft verhauchet:
So ist das Fräulein nach dem bittern Scheiden;
Der Lippen Ros' erblasset, es entschweben
Die lichten Farben mit dem süssen Leben.
Der That zum ewigen Andenken kehren
Mondego's Töchter, die sie lange klagen,
In einen Quell die da geweinten Zähren,
Und geben ihm den Namen, den er tragen
Auf alle Zeiten soll: noch jetzo nähren
Wo Ignes lebt und liebt in ihren Tagen,
Von einem Quelle sich der Blumen Triebe,
Dess Wasser Zähren sind, der Name: Liebe.
Aus dem Spanischen.
Madrigal.
Ihr Augen, hell und reine,
Da eure süssen Blicke preist die Menge,
Warum, wenn ihr mich anschaut, blickt ihr strenge?
Wenn ihr, je mehr voll Hulden,
So mehr die Welt erfreut mit heitrem Scheine,
Warum blickt ihr mit Zorn auf mich alleine?
Ihr Augen, hell und reine,
Erscheint mir nur, sey's auch mit solchem Scheine!
Aus Cervantes.
Amadis von Gallia an Don Quixote de la Mancha.
Du, der nachahmtest jenes Thränenleben,
Das auf des Armuthfelsens schroffer Kante
Ich führte, da Verschmähung mich verbannte
Von Freuden, mich der Busse zu ergeben;
Du, dem vom Auge Fluthen man sah beben,
Dass ihm der Salztrank schier das Herz abbrannte,
Dem, als ihn Silber, Kupfer, Zinn schon nannte,
Die Erd' auf Erde dürft'ges Mahl gegeben:
Sey sicher, dass in alle Ewigkeiten,
Mindstens so lang', als in der vierten Sphäre
Der feuerrothe Phöbus treibt die Pferde,
Den Preis der Tapfern keiner dir bestreiten,
Dein Vaterland vor allen seyn das hehre,
Dein weiser Meister einzig bleiben werde!
Don Belianis von Gräcia an denselben.
Mehr als ein Ritter auf dem Erdenrunde
Thät ich in Handeln, Sprechen, Stechen, Hauen,
Ob meiner Thatkraft all' erfasst' ein Grauen,
All' Unbill rächend, die mir kam zur Kunde.
Ich gab Grossthaten Fama's ew'gem Munde,
Ich war galant, ich war beliebt bei Frauen;
Wie Zwerglein thät ich alle Riesen schauen,
Zu Kampf und Streit bereit in jeder Stunde.
Fortuna lag zu meinem Fuss geschmieget,
Das Glück stand meiner Weisheit treu ergeben,
Wie eine gute Magd, stets zu Gebote.
Ob nun mein Ruhm des Monds Horn überflieget,
Ob auch noch nichts mir hat getrübt das Leben,
Neid' ich doch dich, du grosser Held Quixote!
Petrarca's Sonnet 36.
Sie tritt mir vor's Gemüth -- vielmehr ist drinne,
Dass Lethe nicht vermag sie wegzuheben, --
Wie sie von ihres Sterns Strahlen umgeben,
Im Lenz des Lebens trat mir vor die Sinne;
Dass ersten Blickes ich ein Bild gewinne
Von ihr, so sittig, still und gottergeben,
Dass ich, »sie ist's,« mir sage, »ist am Leben,«
Und Frag' an sie und hold Gespräch beginne.
Bald giebt sie Antwort, schweigt auch wohl, dann siehe,
Wie man halb wacht im Traum, der Irrthum webte,
Sag ich meinem Gemüth: Du bist im Fehle;
Tausend, dreihundert, acht und vierzig, frühe
Ein Uhr, den sechsten des Aprils, entschwebte
Dem süssen Leibe ja die sel'ge Seele.
Gedruckt bei Julius Sittenfeld in Berlin.
Nachtrag zum ersten Bande.
S. 95 Zeile 5 von oben ist nach den Worten: »denn er ist gleich dem
Satze X,« als Note unter dem Texte aus der 2. Auflage der
Wissenschaftslehre folgender Zusatz hinzuzufügen:
»D. h. ganz populär ausgedrückt: Ich, das in der Stelle des Prädicats A
setzende, ^dem^ zufolge, ^dass es in der des Subjects gesetzt wurde^,
weiss nothwendig von meinem Subjectsetzen, also von mir selbst, schaue
wiederum mich selbst an, bin mir dasselbe.« (Anmerk. * * zur 2.
Ausgabe.)
Zu bemerken ist noch, dass die S. 91, 95 und 98 hinzugefügten Zusätze
der 2. Ausgabe ^nur^ in der zweiten »verbesserten« Ausgabe, Jena und
Leipzig bei Gabler 1802, nicht in der bei Cotta erschienenen
»unveränderten,« sich finden.
Druckfehler im siebenten Bande.
S. 520, Z. 2 v. u. statt jener Zeitalter l. jenes Zeitalters.
- 527, - 6 v. o. - erfolge l. erfolgte.
Nachtrag.
(Aus dem in ^Friedr. Schiller's Nachlass^ nach bereits beendetem
Abdrucke dieses Bandes aufgefundenen Originaltexte der
Abhandlung.)
Zur Abhandlung: »Geist und Buchstab« S. 284. Z. 7. nach dem
Worte:
^wollen^.
[Fußnote 45: Durch diesen Wink soll nicht etwa dem ^intelligibeln
Fatalismus^ das Wort geredet werden. Zwar wird der Wille allemal durch
die für das Subject in seiner gegenwärtigen Stimmung überwiegenden
Gründe bestimmt; aber dass ^diese^ Gründe überwiegen und nicht die
entgegengesetzten, und dass das Subject gerade in dieser Stimmung ist
und in keiner anderen, davon liegt der Grund in der absoluten
Selbstthätigkeit. Diese ist es, welche das entscheidende Uebergewicht in
die Wagschale legt durch freie Reflexion und Abstraction in dem
absoluten Anfange eines jeden innern Lebensactes, der von da aus durch
die mannigfaltigen Geschäfte des menschlichen Geistes hindurch
nothwendigen Gesetzen folgt. Der Trieb treibt den Menschen nicht
unwiderstehlich, wie etwa die Elasticität materieller Körper; denn es
ist ein Trieb, gerichtet an ein selbstständiges Wesen. Es bedarf der
Reflexion auf seine Richtung; diese Reflexion ist der Anfangspunct des
fortgehenden steten Fadens, und von dem Grunde, ob überhaupt reflectirt
wird oder nicht, und davon, wie reflectirt wird, ob auf die vollständige
Anregung oder nur auf einen Theil derselben, hängt es ab, wie die
Willensbestimmung ausfalle. Also: der Wille ist nicht frei, aber ^der
Mensch ist frei^. Alle seine Vermögen hängen innigst zusammen, und
greifen bei dem Handeln gesetzmässig in einander ein; und nur daraus,
dass man für wirklich zersplittert hielt, was nur willkürlich und zum
Behufe der Speculation zertheilt wurde, entstanden Theorien, die
entweder dem natürlichen Gefühle oder dem Räsonnement, oder richtiger
beiden zugleich widersprechen. Nicht bloss -- so hart diese Behauptung
auch Manchem vorkommen mag -- nicht bloss die Willensbestimmung des
empirischen Individuums, sondern sein gesammter innerer Charakter, seine
Vorstellungs- und Begehrungsweise, woran er Vergnügen oder Misvergnügen
finde sogar, hängt von eines Jeden Selbstthätigkeit ab. Man übertrug die
durch das Selbstgefühl angekündigte Freiheit zuerst auf den Willen, weil
dieser jeden innern Lebensact abschliesst und vollendet, und weil
derselbe von ihm aus sogleich in die Aussenwelt übergeht, mithin auf
diesem Grenzpuncte zuerst die Verschiedenheit des freien Subjects und
des gebundenen Objects bemerkt wurde. Aber gerade darum, weil er die
angeführte Stelle in der Reihe der Geistesgeschäfte einnimmt, ist der
Wille am wenigsten frei, denn er ist durch das mehrste Vorhergehende
bestimmt. Mit dem Willen fängt der Mensch einen neuen Zustand in der
Sinnenwelt an; man folgerte, dass er mit demselben Willen auch den
nothwendig vorauszusetzenden neuen Zustand in sich selbst anfinge; aber
diese Folgerung ist unrichtig, und sie war zugleich unwahrscheinlich.
--]
Dritter Brief. (S. 291.) Anfang.
[Fußnote 46: Dem Nachbar, dem Sie meinen vorigen Brief mitgetheilt
haben, ist in dem ganzen Zusammenhange desselben nur dasjenige
aufgefallen -- melden Sie mir, -- was ich über die Hindernisse sagte,
welche der Mangel an äusserer Freiheit der ästhetischen Bildung in den
Weg stellte; er hat geeilt, die Anwendung davon auf sein Zeitalter und
sein Vaterland zu machen, und wer weiss welche gefährliche Einflössungen
in meinen Worten gefunden. Ich will mich nun seiner Besorgnisse wegen
noch deutlicher erklären.
In den von Germanen abstammenden Verfassungen Europens -- in den
slawischen weit weniger; aber bin ich denn verbunden, auch auf diese
Rücksicht zu nehmen, oder wenn ich in Deutschland schreibe, zu sorgen,
dass meine Ausdrücke nicht gegen den Kaiser von Marokko oder den Dei von
Algier verstossen? -- in den germanischen Verfassungen also hat es sich
so gefügt, dass von Zeit zu Zeit Einzelne von den Unterdrückten unter
der Last sich aufrichteten, Einzelne aus den unterdrückenden Ständen,
durch Zufall oder durch freie Wahl, ihr Gewicht verloren oder aufgaben,
und beide in einen glücklichen Mittelstand zusammenflossen; dadurch das
Loos der Unterdrückten erleichterten, indem sie ihnen den Raum weiter
machten, und auch die Sorgen der Unterdrücker mässigten, indem die Zahl
derer, die sie zu bewachen hatten, sich verminderte. Hierdurch wurde
denn auch die sonst unvermeidliche Progression der Sklaverei verhindert
und die Sachen konnten vermittelst des entstandenen Spielraums mehr in
der gleichen Lage bleiben, wie sie es denn auch, einzelne Zwischenzeiten
abgerechnet, denen aber bald günstigere folgten, in der That geblieben
sind. Aus jenem Mittelstande nun muss und wird sich alles Heil
entwickeln, das noch über die Menschheit kommen soll. Jeder, den das
Glück in diesen schönen Stand setzte, kehre daher nur sein Auge in sich
selbst, ehe er es nach aussen wendet; er mache sich selbst frei, ehe er
Andere befreien wolle; er erhebe sich zu der Denkart, die auf ihr selber
ruhend, ihr selbst getreu und in sich ganz gerundet, über zeitliche
Zwecke und irdische Befürchtungen sich erhebt, und nun lasse er den
lebendigen Ausdruck dieser Denkart in Wort und Wandel auf seine
Zeitgenossen wirken, wie er kann; und überlasse es der allmächtigen
Natur, vor der Jahrtausende sind wie ein Tag, die Saat, die er streut,
zu entwickeln und zu reifen. Wer diesen Geist nicht hat, der will weder
sich, noch Andere befreien, sondern er will die Gewalthaber stürzen, um
selbst an ihre Stelle zu treten, sey's auch unter der Form der Freiheit;
er will nur die Gestalt der Knechtschaft verändern, -- er drohe nun
offenbar den Tyrannen, oder er krieche an ihren Stufen, um einen Theil
ihrer Gewalt zu erschmeicheln, die er zu ertrotzen nicht den Muth hat,
und die er kühner durch den Erfolg ganz begehren wird. Ein solcher ist
fern von der wahren Freiheit; denn er hat sich noch nicht von sich
selbst befreit. Dies ist meine ganze Meinung, und ich mag wohl, dass sie
der Nachbar wisse. --
In unserem Innern, in welchem wir, wie soeben gefordert wurde,
einheimisch seyn müssen, wenn eine unserer Wirkungen nach aussen einen
Werth haben soll, giebt der Sinn für das Aesthetische uns den ersten
festen Standpunct. Das Genie kehrt darin ein, u. s. w.]
Liste der Unterzeichner
auf
Fichte's sämmtliche Werke.
Aachen.
Herr Buchhändler _J. A. Mayer_ 1
für: Herrn Regierungsrath _Ritz_.
Aarau.
Löbl. _Sauerländer_sche Sortiments-Buchhandlung 3
für: Herrn _E. Dorer-Egloff_ in Baden in der Schweiz
-- _J. Correvon_, officier féderal du Génie in
Iverdun.
Bibliothèque cantonale in Lausanne.
Altena.