Gingst du je beladen, ein Mensch, und suchtest
Eines Bruders, einer Schwester Schoß,
Auszuruhen, das stet und steil
Aufwärtsragte, das überbürdete Haupt?
Und vom Schweigen, im Lärm deine einzige Wehr,
Ach, vom Schweigen, der Lippen brennendem Siegel,
Einmal zu erlösen sehnsüchtiger Lippen Dürre
An kühlen Quellen, an geliebtem Mund?
Suchtest du lang, und sank nicht der Tag, ach sanken
Viele nicht? Doch als eines Abends dein Blut
Müde verging in die ruhige Röte und Nacht,
Fandest auch du; und immer gefaltete Hände
Lösten sich still, geliebter Geschwister gewiß.
Zuckte die Lippe auch schon? und ging euer Atem
Schwer von Verlangen inbrünstigen Worten vorauf?
Aber ihr schwiegt. Durch Stummheit, die sternhelle, gingen
Aller Fülle beglänzte Ströme
Lautlos, selig, zwischen euch hin und her.