Kennst Du diese Verse von Greiner, Papa?
Und immer fremder sind mir Tag und Räume ...
Was weht um mich? Man sagt: ein Menschenwort.
Was rauscht um mich? Man sagt: die alten Bäume,
Die rauschen noch aus deiner Kindheit fort.
Und Gärten stehn im abendlichen Land,
Ihr Schatten grüßt mich kühl und altbekannt.
Ich aber wandre dunkel fort, im Innern
Ein uralt Schattenbild, das leise weint.
Die nenn ich Mutter, diesen nenn ich Freund
Und lächle tief und kann mich nicht erinnern.
Sie passen -- und sie passen auch nicht. Ich kann mich nicht erinnern,
wie ich einmal als ein Andrer gelebt habe, damals als all dieses um mich
her war, wie es heute ist, und doch anders, oh so anders! Oder ist dies
kein Leben mehr? Es wird sich mit der Zeit herausstellen, ob es Leben
ist, und ob es möglich sein wird, es zu leben oder nicht. Sollte jenes
der Fall sein, so müßte es mir in der Tat gelungen sein, die ganze
Oberschicht menschlichen Wesens, die uns gemeinhin bedeckt, abzukratzen
(_grattez le Russe_!), die ganze moralische Haut sozusagen, jene, in der
auch das sogenannte Gewissen steckt, das Alltagsgewissen, nach dem man
so behaglich lebt, dieweil es mit Gründen für alles voll steckt wie ein
Brombeerbusch im Oktober. Möglich, es ist so. Möglich, das qualvolle
Unbehagen, das mir das jetzige Leben verursacht, kommt davon, daß ich
die Haut verlor und nun schauderbar friere in der Nacktheit. Worauf es
ankäme, wäre dann wohl, nicht, wie ich es unbewußt bereits vorhaben
werde, eine neue Haut zu bilden -- die nur die alte werden könnte --,
sondern vielmehr den Zustand der Hautlosigkeit als dauernden zu
ertragen, mit Frieren aufzuhören, ihn lebensfähig zu machen.
Wie soll mans nennen? Nur -- Mensch zu sein. Alle Strahlen des
Lebendigseins aufzufangen -- mit keiner spiegelnden Netzhaut, die Bilder
hervorfluten läßt und verwirrende Gestalten --, sondern sie aufzusaugen
in den innerst glühenden Kern des Menschseins, wo sich von selber zu
ätherischer Reine und Klarheit die ewigen Begriffe bilden, die
zeitlosen, die unwandelbaren Formen, in denen die Gottheit sich
darstellt.
Aber das sind alles wohl nur so Ausdrücke ...
Fest steht, daß ich bis zum 31. Juli dieses Jahres nichts weiter war als
ein blasser und nichtemal besondrer Nervenbaum. Nun sehe ich, daß ich in
den Zweigen oben eine nahezu völlig unbenützte Seele sitzen habe, --
leider keinen goldenen Fasan, sondern so ein besondres Zwitterding von
Sperber und Nachtigall. Warum es so stille sitzt, darf uns nicht
wundern. (Total verlaust!)
XIII
Rechenschaftsablage an meinen Vater
Zuvor habe ich zu gestehen, daß der einzelnen Schuldposten einerseits so
viel sind, und andererseits in einem so besondren Durcheinander über die
Blätter des Schuldbuches verstreut, daß ich den Vorschlag eines
besondren Verfahrens machen möchte, nämlich daß ich die einzelnen
Hauptposten zusammenstellen darf in der Art jener kindlichen
Spielzeugkästen, bestehend aus einem Dutzend würfelförmiger Holzklötze,
als welche zusammen mit jeder ihrer Seiten ein Gemälde herstellen, mit
dessen Einzelquadraten besagte Seiten beklebt sind, und es bleibt nur
noch zu erwähnen, daß in meinem Falle jeder Teil jedes vorgestellten
Bildes so wenig im eigentlichen Sinne als Bruchstück erscheint, als jede
geistige, sinnliche Vorstellung in ihrer Art immer eine Ganzheit zu
haben scheint, -- das heißt also gleichfalls die Form eines Bildes.
* * * * *
Ich fange an! Erstes Bild:
Ein Mädchen, das ich vielleicht liebte, hieß Esther. Hier steht sie, in
der Hand eine sogenannte Gänseblume, an der sie zupft: Liebe ich ihn?
Liebe ich ihn nicht? Andrerseits sehen wir hier mich selbst, eine
ähnliche Blume zupfend: Ich liebe sie --, ich liebe sie nicht. --
Weiter: Eine Abschiedsszene. Sie -- will nach Amerika, um dort
gewissermaßen zu heiraten. Will -- will auch nicht. Ich -- möchte sie
wohl halten; will -- will auch nicht. Letztes Stück: Ein
Schiffsuntergang mit Pauken und Trompeten; sie ertrinkt.
Summa: Ich bin der Schuldige am Untergang dieser hülflosen Seele.
* * * * *
Zweites Bild: In einer Sylvesternacht las mein Vater Briefe einer
gewissen liebenden Cordelia, genannt die arme Seele. Hier ist sie zu
sehn, wie sie sich in inbrünstigem Verlangen verzehrt, mir das Geheimnis
ihres Lebens zu öffnen. Hier zu sehen bin ich, wie ich gepeinigt bin von
einem ähnlichen Verlangen. Hier zu sehen ist Cordelia: tot.
* * * * *
Summa: Gesetzt, ich hätte die Kraft aufgebracht, zu bekennen: wäre nicht
die zwingende Folge davon ihre Erleichterung zum eigenen Geständnis
gewesen? Summa: Ich bin der Schuldige am Tode dieser armen Seele.
* * * * *
Drittes Bild: Hier ist Sigune, eine blasse verwaiste Pflanze. (>Ich
wünschte, daß vom Fenster sie verschwände!<) Hier der vielerseits
bekannte Georg, eine Art besondren Wirbelwinds. Hier liegt sie,
ausgerissen.
Summa, und so weiter.
* * * * *
Viertes Bild: Da wäre noch ein besondres Vorgeständnis zu machen. Ich
verschwieg, daß unlängst die vielerseits bekannte Magda Chalybäus bei
mir war, das heißt, ich war eben wieder einmal eingeschlafen, und sie
saß neben mir wie der beste Engel, als ich erwachte. Obwohl sie mich
anzusehen schien wie immer, merkte ich wohl, daß etwas keine Richtigkeit
hatte mit ihrem Blick, und gleich sehe ich folgende Bilder:
Eine Frau, die einmal kürzere Zeit so eine besondre Art Geliebte von
immer Demselben war. Diese und jene Szene der Eifersucht oder der
ehrgeizigen Andeutungen. Trennung. Jahrelanges Nichtvorhandensein in der
Erinnerung Desselben. Nun der wohlbekannte Festabend. Jene Frau, genannt
Cora, in der Maske einer Eumenide. Scheint Magda wegen ihres von Renate
geborgten Kleides für dieselbe zu halten. Alberne (?) Drohungen. Später
Magda mit Demselben im Monopteros. Theatralischer Überfall Coras mit
einem Dolch. Ich weiß nicht: galt es mir oder galt es ihr? Ehe Derselbe
dazwischen fährt, sinkt Magda zu Boden.
Nun, meinem Vater ist obgenannte Magda besonders bekannt, und er kann
sich demgemäß ihre Rede vorstellen auf meine Frage nach ihren Augen. Oh,
sie könne recht gut sehn! Grade heute zum Beispiel sei es besonders gut,
sie sehe mich ganz deutlich, sie sei auch zum Beispiel ganz allein zu
mir durch das Zimmer gekommen, ja, es wäre geradezu schade gewesen, daß
ich eben schlief -- und so weiter. Mit einem Wort: blind.
(Aber deswegen keine Ergriffenheit! Sondern standfest jetzt, Auge in
Auge, Zahn um Zahn, -- auch abgesehen von noch weiteren diesbezüglichen
Ausführungen ihrerseits, nämlich betreff einer gewissen besondren
Prophezeiung, die endlich in Erfüllung gegangen zu sehn Derselben eine
besondre, sozusagen seelische Genugtuung bereitete.)
Summa: -- -- erübrigt sich wohl nach Analogie der vorigen.
* * * * *
Ein Würfelklotz verfügt über sechs Seiten. Zwei blieben noch leer. Auf
eine derselben würde ich ja sehr gerne mich bringen, wie ich am Tode
Helenes schuldig bin, aber -- ich kanns drehen, wie ich mag: es will mir
durchaus nicht gelingen. Es scheint kaum erklärlich, aber vorläufig muß
es dabei bleiben, daß ich tatsächlich am Tode Helenes _nicht schuldig zu
sein scheine_.
* * * * *
Nun wären freilich die bisher aufgedeckten nur Zusammenhänge äußerer
Art, und ich käme nunmehr zum Nachweis der besonderen, inneren
Notwendigkeiten, nämlich folgendermaßen in der Ordnung:
_Ad I._
_A._ Allgemein. An dem Tage, wo es sich darum handelte, Esther endgültig
zu halten, war ich deshalb nicht genügend bei der Sache, weil ich am
nächsten Morgen auf Mensur zu stehen hatte, einer, wie ich wußte, nicht
eben leichten Mensur, und so kam es auch. Ferner ist zu sagen, daß ich
in München bereits nach wenigen Wochen Corpslebens wußte: es war eine --
nun, seien wir gnädig und sagen ein Irrtum. Gleichwohl wurde ich nicht
nur in A. wiederum aktiv aus unbesondrer Berauschtheit, sondern beharrte
auch dabei _wider besseres Wissen_, nämlich aus purer Schwäche, will
sagen _Unverstand des für mein Leben notwendigen Tuns_.
Gedankenlosigkeit, Schwäche, völlige Unkenntnis des Notwendigen, des
Einen, bei fortwährendem im Mund- und im Hirne-Führen großartiger Plane,
Gedanken, Phantasiestücke in Napoleons Manier und so weiter -- das sind
die Anklagungen.
_B._ Besonders: Obendrein fortwährende Verwirrung. In einem Kaffeehaus
oder Chantant, einer Bar meinetwegen war ich einmal Augen- und
Ohrenzeuge eines besondren Gesprächs zwischen den allerseits bekannten
Josef Montfort und Saint-Georges. Es wurde darin auf das glaubwürdigste
nachgewiesen, daß die seelische Versetzung eines beliebigen Menschen in
die Leiblichkeit eines Andern, -- kurz und gut: die Vornahme einer
_Maske_ unbedingt führen müsse zum Unheil, _wo nicht zum Verbrechen_.
Wer schlug dieses in den Wind seiner Berauschtheit? (Immer Derselbe!)
Nicht nur seiner Berauschtheit! Denn bei völliger Nüchternheit des
folgenden Nachmittags, in _einer Stunde höchster Notwendigkeit_ war ihm
jenes Gespräch _klarstens_ erinnerlich, er aber schlugs in alle
Windsbräute, nahm die Maske vor, und es begann: uralte Verwirrung.
Denn: >so begannst du, mein Tag -- Von Verheißungen voll<: aus
jahrelanger kindlicher Dumpfheit rauchte mit unbekannter Geschwindigkeit
hervor die Flamme des Verstandes, die alle Dinge so überdeutlich -- in
einem Betracht -- zeigte, daß die Beschäftigung ihres Erkennens ihm
allein schon ruhmwürdig schien und ihn somit verschluckte, alldieweil
das genügsame Herz, gespeist mit einigem Abfall, sich allein großzuziehn
hatte.
So geschah es denn _recte_, daß ich -- Beispiel Magdas zweite Errettung
Jasons -- allüberall mit Gedanken handvoll bei der Hand, zu spät kam in
den Augenblicken des Fühlens oder Handelns. Die Ewigkeit habe ich
allzeit großartig begriffen; den Augenblick niemals.
Immerfort mit mir selber im Schwunge wie mit einer irrsinnig gewordenen
Gebetskaffeemühle sah ich von jedem, was vor mich hingeriet, stets so
viel, wie der Blick aus der Dreharbeit nach oben eben hergab. So kam der
Tag Esthers, und ich dachte an mich, scherte mich den Henker um sie und
-- lieferte sie demgemäß dem Henker aus. Seelisch immerfort großen
Umgang pflegend mit Heroen und Dämonen, war ich _immer unvorbereitet für
Bruder und Schwester_. So kam der Tag, wo Cordelia zusammenbrach vor
mir, wo schon das Geständnis sich auf ihren Lippen wand wie eine
flammende Schlange, aber ich ließ mich gerne _beschwichtigen_, auf
später vertrösten, wo es zu spät war (denn immer ist später zu spät!),
denn: der Mensch zwar hat eine besondre Membran erfunden, so fein, daß
er über Länder und Ströme hinweg seiner Geliebten den Zustand seiner
zärtlichen Gefühle mitzuteilen vermag: eine Membran aber, innerstes
Empfinden der selben Geliebten ahnend aufzufangen im Augenblick, wo Leib
sich preßte an Leib, die zu erfinden bemühte er sich nicht. Und ich, der
ich ein Mensch bin: _hatte ich nicht die Aufgabe, sie zu erfinden_?
Ich? Freilich, es ist wahr, daß ich unter allen gewöhnlichen Menschen
nichts bin als ein ebenso gewöhnlicher Mensch, und dennoch war ich nicht
ganz ausgeschlossen vom Besondren, will sagen: der Gnade. Augenblicke
erstrahlten schon ganz im überirdischen Feuer. Aus Nacht und Buschwerk
hervortretend die Erlauchte -- oh wie? durchflammte sie mich nicht mit
einem Strahl ihres Auges? war nicht eine einzige Wimper ihres Lides
stark und scharf genug zur _magischen_ Durchbohrung, und ich brannte auf
lichterloh? Was denn erlosch ich im Nu? Ich hatte doch die Kraft, das
Schicksal über mir zu empfinden, das mich in jenem Augenblick an ihre
Fußspur fesselte, und die Kraft, mich in meinen Grundfesten erschüttern
zu lassen! Warum war ich denn so lau und so erbärmlich und gewöhnlich,
daß ich nicht festhielt mit Klauen und Zähnen, und warum ließ ich mich
fortlocken von jeder Stimme, die vorüberflog, jedem Bleiglanz, jeder
trüben eigenen Not, all dem Zuvielen? Warum tat ich denn nicht, was not
war, heftete mich an das Eine, unlösbar, mit allen Gewalten Leibes und
der Seele, verfolgte es, setzte ihm zu, warf ihm immer neue Schlingen
um, wenn es die ersten zerriß, ließ nicht ab von ihm, wich nicht von
seiner Seite, wurde taub und blind gegen alles andre, gegen Blitz und
Donner, Frühling und Winter, Leben und Sterben, nur aufdürstend, nur
auflodernd in der Flamme! Statt dessen taumelte ich so umher, war immer
gut und niemals mehr, verirrte mich in der Vielheit, sah immer -- o
holdes Wort der Gepriesnen! -- nur Masse, nur Masse, richtete nichts als
Unheil an und stand und stehe nun da endlich, die Hände von Schätzen
leer, aber übervoll von der Schuld. Wenn ich das Eine getan hätte, wären
mir nicht vielleicht Kronen und was ich nur wünschte freiwillig in den
Schoß geregnet? Ich hätte gelebt, ich lebte noch, und Alle mit mir, die
nun dahin sind durch mich. Warum, ja warum _bin_ ich denn gewöhnlich,
wenn ich Wort um Wort und Schale um Schale _weiß_, wie man es macht, es
nicht zu sein!
In einer übertriebenen, wegen der Maske übertriebenen eingebildeten
Sicherheit raste ich mördrisch mit Keulen umher, da im Gegenteil alles
unsicher war, und unsicher in Wahrheit bis ins Mark unaufhörlich tanzte
ich herum mit Lemuren und Chimären der tausend fernen Möglichkeiten,
immer ins Weiteste gerichtet, augenlos immer fürs Nächste, die nächste
Sigune! Ratlos bis ins Mark vor lauter gedachtem Tunwollen war ich am
Ende nur immer froh, ja lieber nichts zu tun, als etwas _Bestimmtes_,
und Esther ging in den Tod, Sigune ging, und Cordelia fragte ich nicht
nach.
Dreimal kam der Tod selber, um mich zu warnen -- ich überhört' es! Oh
die ewige Schande, nicht eher zu wissen von einer Not, ehe man sie
selber erfuhr! nicht eher zu wissen vom Tod, ehe selber man starb.
Hemmungen, aha! Hemmungen der Tat, die hatte ich gut und gern, aber
hatte ich je eine einzige Hemmung meiner Gedanken? In Erwartung der
Geliebten -- ich konnte ja nicht einmal den Urin verhalten und dünkte
mich wahrhaftig zu lieben, als ob es möglich wäre, seine Notdurft zu
verrichten in der Stunde der Unsterblichkeit. Magda, sie wars, die Jason
aus dem Teich holte, Magda, die ihn vor der Windmühle bewahrte, und ach,
da blüht nun meine Verworfenheit auf dem Mist, denn: Jason retten, heißt
das nicht, Gott selber aus dem Wasser ziehn? Ich aber, ich wars nicht
wert (obgleich dieser Bogner sich damals hinstellte und die Hände
aufhob: Danken Sie Gott, Sire, daß nicht Sie diese Verantwortung und so
weiter!) und kann nun heulen und mich zerknirschen und zerreißen am zu
späten Tag, daß ich beim Ewigen ewig dabeistehn muß _und darf es nicht
tun_! Ist das die Hölle? Ist das Höllenpein? Ist das auszudenken? Ja,
denke, denke du nur, laß die Schwäche groß handeln und setze du den
Grübelbohrer an Maler Bogner. Oh meine Herren Richter, bilden Sie sich
vielleicht ein, ich hätte irgend was vergessen? Freiwillig geblendet hab
ich mich, an den Augen kastriert, als mein Herr Vater mir eine gewisse
besondre Mitteilung über meine Geburt machte, und da tappte ich denn ins
Leben hinein wie der blinde gewesene Hengst Unkas, nur Eines, nur Eines
in Nase und Nieren, daß es mir ja nicht entwiche, o du heiliger
Mistgeruch aus der eigenen Stalltür: die _Gewohnheit_.
Gewohnheit, das leirige Gleis, zog mich widerstandslos dahin, und wo mir
das Große, Heilige, Ewige entgegentrat, den Blitz in den Händen, da zog
ich hurtig die Weiche auf, da hielt ich hurtig den Ableiter vor, glitt
glatt weiter mein Gleis, geführt statt zu führen, und was -- statt des
Erlauchten, Unsterblichen -- was bekam ich? Cora bekam ich, das Halbe,
das Armselige, das Ding, >das wie Gold ist aus Lehm<, den Antichrist!
Gnädiger Gott, der du bist! Wenn es denn möglich sein soll, wenn es aus
all diesem noch einen Weg geben soll für mich, so bewahre mich vor dem
einen: ja, wahrlich, wenn ich auch mit Blut und Knochen, mit all meinen
Sinnen und Übersinnen wieder hinein muß ins Alte, -- so sei mir gnädig
und verhilf mir zu dem Einen: nicht der Gewohnheit wieder anheimzufallen
mit meiner _Seele_! Daß ich meine eigenen Gedanken sehe wie Sterne,
meine _eigenen_ Gefühle fühle wie Blumen; daß ich nicht dem Ungefähren
nachtappe, wie ich das Pferd Unkas sich selber nachtappen sah in den
ewigen Stall!
Ich bin zu Ende.