Ich habe an alles gedacht und alles gesehen, und ich weiß jetzt, um was
der Kampf gekämpft wird. Tag für Tag habe ich gesehen, wie es nur
schlimmer geworden ist. Und es ist keine Freude, klar zu sehen. Es ist
ein Leiden. In dieser Zeit habe ich jede Einzelheit verfolgen können,
und ein Wort oder ein Blick konnte mich bis in mein innerstes Wesen
erzittern machen, weil ich wußte, was er zu bedeuten hatte. In meiner
Anwesenheit und der der Knaben habe ich sie gleichsam abfallen und
Gespräche mit einem Unsichtbaren führen sehen. Bis aufs Aeußerste habe
ich jeden Nerv anstrengen müssen, um in ihren Augen den Blick zu
erzwingen, der zeigte, daß sie sich bewußt wurde, daß sie nicht allein
war. Ich habe sie selbst alles fühlen und verstehen sehen, sie ahnen und
wissen sehen, was in ihr lauerte. Sie hat sich in Angst vor mir
niedergeworfen und mich gebeten, sie nicht wegzuschicken -- sondern ein
wenig Geduld zu haben.
Ich leide furchtbar darunter, ihren Kampf zu verfolgen, und dennoch weiß
ich, daß das, was jetzt meine Qual ausmacht, nur eine andere Seite
derselben Eigenschaften einer reichen und machtvollen Natur ist, deren
Wellen hoch gehen wie die des Meeres -- derselben Eigenschaften, die mir
einst alles Glück und allen Jubel der Welt geschenkt.