mit zwei einander mittels aufgehobener Handflächen sich begrüßenden
Männern.]
Die +Stellung der Ainufrau+ ist eine verhältnismäßig hohe, insofern
sie nicht gekauft wird. Nach ihrer Heirat bleibt sie auch ihrem Stamme
erhalten, denn die verwandtschaftlichen Beziehungen mütterlicherseits
gelten für engere als die väterlicherseits. Demgemäß beeilt sich die
Jungverheiratete nicht, in das Haus ihres Gatten überzusiedeln, sondern
verbleibt in dem ihrer Eltern noch einige Jahre; in der Regel macht
sie hier auch ihr erstes Wochenbett durch. Diese Erinnerungen an ein
früheres Matriarchat machen sich auch in verschiedenen abergläubischen
Vorstellungen bemerkbar. Frauenblut auf die Brust gerieben, bewirkt,
daß alle, die mit Geldangelegenheiten zu tun haben, stets ihren Vorteil
daraus ziehen, ein Stückchen der Menstruationsschürze ist ein mächtiger
Talisman in allen Lagen des Lebens.
[Illustration:
Phot. Admiral Holland.
Abb. 61. Ainudorf mit einem Bärenkäfig in der Mitte.