Organismen, welche in entwickeltem Zustande bald eine einzige
kugelige ~Zelle~, bald ein kugeliges ~Syncytium~ darstellen,
welches aus mehreren verschmolzenen Zellen besteht. Im ersteren
Falle ist ein einziger ~Zellkern~, im letzteren mehrere Kerne im
Innern der Protaplasma-Kugel eingeschlossen. Letztere ist in eine
feinkernige innere ~Markmasse~ (_Endoplasma_) und eine schaumige
äussere ~Rindenschicht~ (_Exoplasma_) gesondert. Das Protaplasma
der Rindenschicht bildet Vacuolen (oder vergängliche, contractile
Wasserbläschen). Von seiner Oberfläche strahlen rings zahlreiche
haarfeine Fäden aus, die gewöhnlich einfach, nicht verästelt, ziemlich
starr sind und wenig Neigung zur Verschmelzung besitzen. Bald ist
der Körper ganz weich und nackt; bald bildet er ein festes Skelet,
welches aus vielen zerstreuten Nadeln (_Spicula_) zusammengesetzt ist,
oder eine Gitterschale darstellt. Meistens schweben die Heliozoen
frei im Wasser; seltener sind sie festgewachsen. Fortpflanzung
~ungeschlechtlich~, bald durch Theilung, bald durch Sporenbildung. Die
Heliozoen leben sowohl im süssen Wasser, als im Meere.
Erste Ordnung der Heliozoen:
~Aphrothoraca~ (HAECKEL). Nackte Sonnlinge. Fig. 40, 41.
Nackte Heliozoen, mit weichem, schaumigem Körper, ohne Skelet.
~Gattungen~: Actinophrys (sol). Actinosphaerium (Eichhornii).
Zweite Ordnung der Heliozoen:
~Chalarothoraca~ (HERTWIG). Bestachelte Sonnlinge.
Heliozoen mit einem Skelet, welches aus Spicula oder zerstreuten
Stäbchen (radialen Stacheln oder tangentialen Nadeln) zusammengesetzt
ist.
~Gattungen~: Acanthocystis (spinifera). Heterophrys (marina).
Dritte Ordnung der Heliozoen:
~Desmothoraca~ (HERTWIG). Beschalte Sonnlinge.
Heliozoen mit einem Skelet, welches eine kugelige, von Löchern
durchbrochene Schale bildet.
~Gattungen~: Hedriocystis (pellucida). Hyalolampe (fenestrata).
Vierzehnte Classe des Protistenreiches.