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+Kapitel 1.+ Die Topik oder Dialektik und ihr Objekt 1

+Kapitel 2.+ Ihr Nutzen 3

+Kapitel 3.+ Der naturgemäße Grad ihrer Vollkommenheit 4

+Kapitel 4.+ Die wahrscheinlichen Schlüsse als Objekt der

Dialektik. Es handelt sich bei ihnen entweder um ein Akzidenz

oder die Gattung oder das Proprium oder die Definition 4

+Kapitel 5.+ Erklärung dieser vier Begriffe 5

+Kapitel 6.+ Die Einteilung der wahrscheinlichen Schlüsse nach

diesen Genera ist nicht zu pressen. Die Probleme der einen Art

können gleichzeitig zu anderen Arten gehören 8

+Kapitel 7.+ Das Identische, sofern es die Übereinstimmung einer

Definition mit ihrem Gegenstand bedingt. Seine Arten 9

+Kapitel 8.+ Beweis für die Richtigkeit der Einteilung der

Schlüsse nach den genannten vier Genera des Akzidenz, der Gattung,

des Proprium und der Definition 10

+Kapitel 9.+ Verhältnis der vier Genera zu den Kategorien:

Definition und Gattung können zu allen Kategorien, Proprium und

Akzidenz können nicht zu der Kategorie der Substanz gehören 11

+Kapitel 10.+ Satz und Problem als Objekte der Disputationen.

Der dialektische Satz 12

+Kapitel 11.+ Das dialektische Problem. Die These 14

+Kapitel 12.+ Induktion und Syllogismus, die beiden dialektischen

Begründungsweisen 16

+Kapitel 13.+ Vier Werkzeuge oder allgemein verwendbare Mittel,

um Induktionen und Syllogismen zu erhalten. Das erste Mittel: die

Ausfindigmachung und Auswahl der den Schluß begründenden Sätze 16

+Kapitel 14.+ Regeln für die Auswahl der Sätze 17

+Kapitel 15.+ Das zweite Mittel: die Unterscheidung der

verschiedenen Bedeutung der Wörter 18

+Kapitel 16.+ Das dritte Mittel: die Auffindung des

Unterschiedes der Dinge 24

+Kapitel 17.+ Das vierte Mittel: die Auffindung ihrer

Übereinstimmung 25

+Kapitel 18.+ Von dem mannigfachen Nutzen, den die drei

letztgenannten Mittel gewähren. — Die dialektischen Örter oder

τόποι als begründende Sätze im einzelnen 25

Zweites Buch.

+Kapitel 1.+ Örter aus dem Akzidenz. Vorbemerkungen 28

+Kapitel 2.+ Widerlegende Örter. Das Akzidenz ist nicht Gattung.

Die Akzidenzien der Genera sind nach den Arten zu beurteilen,

die der verschiedenen Subjekte nach der Definition der letzteren.

Aus dem Problem muß man einen Satz machen und ihn beanstanden.

Man muß sehen, worin die Menge und worin die Weisen maßgebend

sind 29

+Kapitel 3.+ Örter, die gleichzeitig widerlegen und begründen.

Verschiedene Bedeutung der Wörter 32

+Kapitel 4.+ Weitere Örter. Ersatz eines undeutlichen durch ein

deutlicheres Wort. Wenn demselben Subjekt Entgegengesetztes

zukommen kann, muß man die Gattung und ihre Arten beachten. Grund

und Folge. Nichtüberstimmung der Zeit, für die die Attribute

gelten 35

+Kapitel 5.+ Digressionen im Interesse der eingenommenen

Position. — Widerlegung aus den Konsequenzen 37

+Kapitel 6.+ Attributive Akzidenzien. Urgierung der Begriffe

zur Begründung eines Satzes. Notwendige, gewöhnliche und

zufällige Attribute. Attribute, die mit ihrem Subjekt identisch

sind 38

+Kapitel 7.+ Behandlung der Sätze mit entgegengesetztem Subjekt

oder Prädikat 40

+Kapitel 8.+ Die vier Arten der Entgegensetzung 42

+Kapitel 9.+ Begriffsverwandtes und durch abgeleitete Wörter

Bezeichnetes. Werden und Vergehen, Schaffen und Zerstören 44

+Kapitel 10.+ Örter aus dem sich ähnlich Verhaltenden, dem mehr

und minder Zukommenden und dem gleich sehr Zukommenden 46

+Kapitel 11.+ Örter aus dem Zusatz, dem mehr oder minder

Vorhandenen und dem beziehungsweise und irgendwann und irgendwo

Vorhandenen 48

Drittes Buch.

+Kapitel 1.+ Örter aus dem Akzidenz zur Begründung vergleichender

Werturteile. — Vorbemerkung. — Wünschenswerter ist vor allem was

in sich wertvoll ist, also länger dauert, wesenhaft etwas ist, für

sich selbst Ursache des Guten ist usw. 50

+Kapitel 2.+ Wünschenswerter ist sodann, was mit höheren Werten

zusammenhängt, größer an Zahl ist, mit Lust verbunden ist und

dergleichen 53

+Kapitel 3.+ Wünschenswerter ist, was die der Art eigene Güte hat,

seinen Inhaber gut macht, das Bessere und Herrschende gut macht

usw. 57

+Kapitel 4.+ Die angeführten Örter zeigen nicht nur das Bessere,

sondern auch das schlechthin Gute an 59

+Kapitel 5.+ Sie sind zur Erhöhung ihrer Brauchbarkeit möglichst

allgemein zu fassen 60

+Kapitel 6.+ Örter für partikuläre Probleme. Alle im 2. und 3.

Buch angeführten Örter sind, weil allgemein, auch für die

partikulären Probleme verwendbar, einige ganz besonders.

Begründung und Umstoßung der partikulären Probleme, der

unbestimmten wie der bestimmten. Verwendung des Ortes aus der

Teilung nach B. 2, K. 2, Abs. 3 61

Viertes Buch.

+Kapitel 1.+ Örter aus der Gattung. Die Disputierenden bekümmern

sich selten um Gattung und Proprium. Die einem Ding zugewiesene

Gattung ist verkehrt, wenn ein Verwandtes nicht unter sie fällt,

statt der Gattung das Akzidenz steht, Gattung und Art nicht zur

selben Kategorie gehören, das der Gattung Untergeordnete weiter

reicht als sie selbst usw. 66

+Kapitel 2.+ Die Gattung ist ferner verkehrt, wenn die Art noch

zu einer anderen Gattung gehört, die weder die angegebene Gattung

umfaßt, noch von ihr umfaßt wird, wenn die Gattung selbst an der

Art teilhat, so daß diese von ihr ausgesagt wird, wenn man die

Differenz oder den Unterschied der Art für das Genus ausgibt oder

sie in das Genus aufnimmt usw. 69

+Kapitel 3.+ Die Gattung ist verkehrt, wenn das unter ihr

Begriffene an etwas teilhat, was ihr konträr ist, wenn die Art

mit der Gattung nur den Namen gemein hat, wenn die Gattung nur

eine Art haben soll, wenn man etwas metaphorisch Ausgedrücktes

als Gattung bezeichnet, wenn die Art ein konträres Gegenteil hat,

die Gattung aber nicht, und doch die konträren Arten nicht in

derselben Gattung stehen usw. 74

+Kapitel 4.+ Ein Maßstab für die Richtigkeit oder Verkehrtheit

der Gattung ist die Gleichheit des Verhältnisses zweier Begriffe

zu zwei anderen Begriffen, mag es nun das Verhältnis des

Bewirkenden zum Bewirkten sein oder das der Art zur Gattung, und

mag es sich bei solchen Verhältnissen um ein Positives oder um

einen Mangel oder eine Negation, und mag es sich um Absolutes

oder Relatives handeln 77

+Kapitel 5.+ Die Gattung ist verkehrt, wenn man den Habitus unter

den Aktus reiht und umgekehrt, wenn man ihn unter ein mit ihm

verbundenes Vermögen ordnet; das, was irgendwie mit der Art

verbunden ist, als Gattung setzt, wenn Art und Gattung nicht in

demselben Subjekt ruhen usw. 82

+Kapitel 6.+ Die Gattung ist verkehrt, wenn sie überhaupt von

nichts Gattung ist. Wenn sie ein transszendentaler Begriff ist,

wenn sie an und in der Art als ihrem Subjekte sein soll, wenn sie

mit der Art nicht synonym ist, d. h. von der einen Art in einem

anderen Sinne ausgesagt wird, als von der anderen; ferner, wenn

sie sich nicht zu allen Arten als Wesensbestimmung verhält. Sie

kann verkehrt sein, wenn sie bloß auf das unter eine Gattung zu

Bringende folgt 86

Fünftes Buch.

+Kapitel 1.+ Örter aus dem Proprium. Vier Arten desselben. Wir

fragen besonders nach dem immer und an sich gültigen Proprium 91

+Kapitel 2.+ Zuerst fragt es sich, ob das Proprium gut angegeben

ist oder nicht. Es ist es nicht, wenn es durch Unbekannteres

bestimmt wird, als es selbst ist. Die für das Proprium

gebrauchten Wörter dürfen nicht mehrdeutig sein, auch das nicht,

dessen Proprium angegeben wird. Man darf bei der Bestimmung

des Proprium nicht mehrmals dasselbe sagen und keine

transszendentalen Bezeichnungen verwenden 93

+Kapitel 3.+ Man darf zur Erklärung der Eigentümlichkeit einer

Sache nicht diese Sache selbst heranziehen, überhaupt nichts

verwenden, was nicht bekannter ist als das zu Erklärende selbst.

Man darf nicht für ein Proprium ausgeben was der Sache nicht

immer folgt und was nur vorübergehend an ihr wahrgenommen

worden ist. Das Proprium darf nicht mit der Definition

verwechselt, auch nicht angegeben werden, ohne daß man die

Gattung anführt 98

+Kapitel 4.+ Zweitens fragt es sich, ob das angegebene Proprium

überhaupt ein solches ist, ob also ein Ort wirklich ein Proprium

liefert. Das wahre Proprium muß allem zukommen, was zu einer Art

gehört, und muß ihm zukommen, sofern es zu ihr gehört; es muß

ihm allein zukommen; es darf nicht das Subjekt bezeichnen, dessen

Proprium es sein soll usw. 102

+Kapitel 5.+ Das Proprium darf nicht als das immer, sondern nur

als das naturgemäß Vorhandene bezeichnet werden. Überhaupt muß

man es einmal in der rechten Art und Weise aufstellen und dann

auch genau sagen, welches das eigentliche Subjekt des Proprium

sein soll. Das Proprium des Ganzen muß auch von den Teilen wahr

sein, wenn sie dieselbe Beschaffenheit mit ihm haben 108

+Kapitel 6.+ Über die Richtigkeit eines Proprium entscheidet auch

die Prüfung des Entgegengesetzten: des Konträren, des Relativen,

des Gegensatzes von Habitus und Privation, endlich der

Kontradiktion 112

+Kapitel 7.+ Man muß auch die Beugungsfälle und das sich ähnlich

oder gleich Verhaltende in Betracht ziehen. Ebenso muß man das

Verhältnis von Sein und Werden, desgleichen die Idee des Dinges

berücksichtigen 115

+Kapitel 8.+ Ferner ist zu berücksichtigen das mehr und minder

Zukommende und ebenso das gleich sehr Zukommende 118

+Kapitel 9.+ Bei dem Proprium, das etwas Potenzielles besagt,

darf sich das Potenzielle nur auf Wirkliches beziehen. Das durch

den Superlativ ausgedrückte Proprium kann leicht aufhören, das

Proprium des ursprünglichen Subjekts zu sein 121

Sechstes Buch.

+Kapitel 1.+ Örter aus der Definition. Die Erörterung hat an sich

fünf Teile. Drei scheiden aus, weil sie schon bei den Topi aus

Akzidenz, Gattung und Proprium erledigt worden sind. Bleiben also

nur die Fälle, daß man nicht gut oder gar nicht definiert hat.

Man definiert nicht gut, wenn man undeutlich definiert oder wenn

die Definition zu viel enthält 124

+Kapitel 2.+ Man definiert nicht deutlich, wenn man Homonyma

verwendet, wenn das Definierte selbst nicht eindeutig ist, wenn

man metaphorisch spricht, ungewöhnliche Wörter gebraucht

u. dergl. 125

+Kapitel 3.+ Die Definition enthält zu viel, wenn sie enthält,

was von allem Seienden gilt oder von allem, was mit dem

Definierten unter eine Gattung fällt, wenn sie entbehrliche

Propria enthält oder gar Zusätze, die nicht auf alles unter sie

Fallende passen, wenn sie mehrmals dasselbe sagt und wenn sie zu

dem allgemeinen Ausdruck einen partikulären hinzufügt 127

+Kapitel 4.+ Man definiert gar nicht, wenn man nicht aus

Bekannterem und Früherem definiert. Man definiert nicht aus

Bekannterem, wenn man nicht aus solchem definiert, was

schlechthin oder für uns bekannter ist. Ist es bloß für uns

bekannter, so erklärt man nicht das Wesen des Definierten. Man

definiert ferner nicht aus Bekannterem, wenn man Ruhendes durch

Bewegtes definiert. Man definiert nicht aus Früherem, wenn man

1. das Gegenteil durch das Gegenteil definiert, 2. das

Definierte selbst verwendet und 3. ein Glied einer Einteilung

durch das andere, oder auch wenn man das Übergeordnete durch das

Untergeordnete definiert 130

+Kapitel 5.+ Man definiert ferner gar nicht, wenn der Begriff

oder das Ding in einer Gattung stehen und man sie nicht in ihr

unterbringt. So verabsäumt man die Angabe des Was oder des

Wesens. Wenn man nicht alles angibt, genauer nicht das Beste,

wofür das Definierte Geltung hat; auch wenn man die Gattungen

übergeht 134

+Kapitel 6.+ Man definiert ferner gar nicht, wenn man die die Art

bezeichnenden Unterschiede gar nicht oder verkehrt angibt. Hier

kommen viele Fehler vor: wenn man angibt was gar keine Differenz

sein kann, wie lebendig oder Substanz, was naturgemäß nicht zwei

Arten derselben Gattung unterscheiden kann; wenn man ebenso

angibt, was kein Gegenteil hat; wenn man die Gattung durch

Negation einteilt, was gegen die Anhänger der Ideenlehre gilt;

wenn man statt der Differenz, die die Art bildet, diese selbst

setzt oder statt der Differenz die Gattung usw. 136

+Kapitel 7.+ Man definiert ferner gar nicht, wenn das Ding was es

ist, nicht auf Grund des angegebenen Begriffs ist, wenn es selbst

ein Mehr zuläßt, der Inhalt der Definition dagegen nicht und wenn

man disjunktiv definiert 142

+Kapitel 8.+ Es ist auch keine Definition, wenn sie auf Relatives

geht und den Beziehungspunkt verschweigt, wenn sie die Qualität

oder Quantität bei dem Gegenstand einer Neigung nicht bestimmt,

oder nicht anzeigt, ob sie auf das Gute oder das bloß gut

Scheinende gerichtet ist 144

+Kapitel 9.+ Ferner muß man, um nicht verkehrt zu definieren, bei

einem Habitus darauf achten, seinen Inhaber und seinen Sitz in

der rechten Weise zu bestimmen, bei Relativem, den

Beziehungspunkt der Art nach Maßgabe des Beziehungspunktes der

Gattung anzugeben und für Konträres konträre Begriffe

aufzustellen. Man darf auch das, was kein Mangel ist, nicht als

einen Mangel bestimmen 146

+Kapitel 10.+ Die Beugungsformen des Begriffes müssen denen des

Wortes für das Definierte entsprechen. Der Begriff muß auch zu

der Idee des Definierten und bei Homonymem auf alles durch das

Wort Bezeichnete passen 149

+Kapitel 11.+ Definition des Zusammengesetzten 151

+Kapitel 12.+ Definition der Differenz. — Die Definition darf

nichts Unmögliches enthalten. Den Beziehungspunkt der Relativa

darf man nicht zu weit fassen; man muß ihn an sich, nicht

mitfolgend bezeichnen. Das seiner selbst wegen Wünschenswerte

darf man nicht wie ein eines anderen wegen Wünschenswertes

definieren 153

+Kapitel 13.+ Definition eines Dinges als das und das oder als

bestehend aus dem und dem oder als das mit dem. Definitionen, die

nur scheinbar unter die letzte Weise fallen 155

+Kapitel 14.+ Man darf ein Ding, z. B. den Menschen, nicht als

eine Synthese oder Verbindung definieren und darf einem Ding, dem

gleichmäßig Konträres beiwohnen kann, nicht nur das eine Glied

des Gegensatzes beiwohnen lassen. — Regeln, um die Definition

des Widerparts zu widerlegen oder zu verbessern oder selbst gut

zu definieren 159

Siebentes Buch.

+Kapitel 1.+ Zu der Lehre von den Örtern aus der Definition

gehört auch eine positive Aussprache über die richtige

Definition. Da in der Definition Wort und Begriff identisch sein

müssen, so fragt sich, wann das der Fall ist. Dies muß nach den

Beugungsformen, dem Begriffsverwandten und dem Entgegengesetzten

beurteilt werden. Ist ferner eines etwas am meisten und ein

anderes es auch, so sind beide identisch, wenn jedes der Zahl

nach eins ist. Weitere Regeln zur Feststellung der Identität 161

+Kapitel 2.+ Die Identität von Wort und Begriff beweist aber

noch nicht die Richtigkeit einer Definition 164

+Kapitel 3.+ Bezüglich der Richtigkeit der Definition bemerke

man zunächst, daß man die Definitionen nicht zu beweisen, sondern

nach Art der Mathematiker vorauszusetzen pflegt, sodann, daß es

Sache der Analytik ist, anzugeben, was definieren heißt und wie

man definieren soll. Hier sei nur betont, daß man die Definition

durch Schluß gewinnt. Die Örter, sie zu gewinnen, lehrt genauer

die Analytik. Hier genügen die folgenden Gesichtspunkte.

Konträres wird konträr definiert. Dann sind es die

Beugungsformen, das Begriffsverwandte, das, was in demselben

Verhältnis zu einander steht, endlich das Mehr und das Ebenso,

woraus man die Definitionen begründen muß 164

+Kapitel 4.+ Für besonders zahlreiche Fälle läßt sich eine

Definition aus dem Sinnverwandten und den Beugungsformen

rechtfertigen. Man achte auch sorgfältig auf die konkreten

Einzeldinge, um zu sehen, ob der für die Art angegebene Begriff

auf sie paßt 168

+Kapitel 5.+ Eine Definition ist schwerer zu begründen als zu

widerlegen. Dieses wird im einzelnen nachgewiesen. Ihr kommt

hierin das Proprium am nächsten. Es umzustoßen ist leicht, es zu

begründen sehr schwer. Am leichtesten von allen vier Stücken zu

begründen ist das Akzidenz, aber es ist am schwersten zu

widerlegen 168

Achtes Buch.

+Kapitel 1.+ Nachdem gezeigt worden, wie der Disputierende die

nötigen Sätze gewinnt, um sachlich seinen Standpunkt zu

begründen, gilt es, das Erforderliche über die Technik beim

Disputieren zu sagen. Der Dialektiker will nicht nur das Wahre

oder Wahrscheinliche dartun, sondern auch in der Disputation den

Sieg über den Gegner davontragen. Dem entsprechend muß er beim

Fragen und Antworten eine gewisse Weise und eine gewisse Ordnung

beobachten. Die notwendigen Sätze, aus denen der Schlußsatz oder

dessen unmittelbare Vordersätze gewonnen werden, dürfen, um den

Gegner nicht aufmerksam zu machen, nicht gleich im Anfang

vorgetragen werden. Auch bei der Führung des Induktionsbeweises

und im Interesse der größeren Deutlichkeit der Rede oder um den

Schlußsatz zu verschleiern, sind gewisse Regeln zu beobachten 173

+Kapitel 2.+ Induktion und Syllogismus. Weisungen für das

Verfahren bei der Induktion 178

+Kapitel 3.+ Es kann bei denselben Voraussetzungen für ein

Problem schwer sein, sie anzugreifen, und leicht, sie zu

verteidigen. Verhalten beim Angriff 182

+Kapitel 4.+ Ziel und Aufgabe des Antwortenden oder Defendenten 185

+Kapitel 5.+ Regeln für den Antwortenden 185

+Kapitel 6.+ Antwort auf wahrscheinliche und unwahrscheinliche,

zur Sache gehörende und nicht gehörende Behauptungen 188

+Kapitel 7.+ Antwort auf undeutliche oder vieldeutige, sowie auf

deutliche und eindeutige Fragen oder Einwürfe 189

+Kapitel 8.+ Der Verteidiger, der etwas nicht zugibt, ohne eine

entgegenstehende Meinung oder einen Gegengrund zur Verfügung zu

haben, macht leere Schwierigkeiten. Freilich ist oft die Antwort

auf einen Einwurf schwer, wie z. B. auf die Einwürfe Zenos gegen

die Bewegung. Aber gegen Zeno steht die allgemeine Meinung 189

+Kapitel 9.+ Der Verteidiger nehme sich keiner unwahrscheinlichen

Sätze an 190

+Kapitel 10.+ Haltlose Einwürfe entkräfte man, indem man den

wahren Grund ihrer Haltlosigkeit aufdeckt. Vier Instanzen gegen

einen gegnerischen Schluß 191

+Kapitel 11.+ Eine Beweisführung kann an sich und kann in der

Form, die sie durch eine gegnerische Frage erhält, mangelhaft

und tadelnswert sein. Schadhaftigkeit durch Schuld der anderen

Seite. Fünffacher Tadel, den sie an sich verdienen kann. Ein

schlüssiger Beweis kann schlechter sein als ein nichtschlüssiger.

Was ist ein Philosophem, ein Epicheirem, ein Sophisma und ein

Aporem? Der Schlußsatz kann wahrscheinlicher sein als die

Vordersätze 192

+Kapitel 12.+ Wann ist die Beweisführung klar? wann ist sie

falsch? Drei Fragen bei einer Beweisführung an sich 197

+Kapitel 13.+ Beweisführung aus unzulässigen Vordersätzen;

petitio principii und Postulierung des Gegenteils des zu Anfang

Gefragten 198

+Kapitel 14.+ Wie wird man ein tüchtiger und gewandter

Dialektiker 200

Topik · 第 5 / 10 题