Macht dann folgende Rechnung:
_Aktive französische Armee_ 300 000 Mann
_Deutsches Revolutionsheer_ 150 000 -
_Italien und Ungarn_ 200 000 -
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650 000 Mann
Also: Revolution führt 650 000 Mann gegen 500 000 Mann des Absolutismus.
Er schließt damit:
„Welche nationalen, welche prinzipiellen Verschiedenheiten die große
Partei der Revolution immerhin spalten mögen – wir alle haben gelernt,
daß zur Bekämpfung dieser verschiedenen Ansichten untereinander die
Stunde erst nach dem Siege gekommen ist“ usw.
Was meinst Du von dieser Berechnung?
Techow setzt voraus, daß die Desorganisation auf Seite der regulären
Armee und die Organisation auf Seite der revolutionären Streitkräfte
sich befinden wird. Das bildet die Basis seiner Rechnung. Doch Du wirst
besser über diese Statistik urteilen können als ich.
Was aber die eigentlich politische Tendenz dieses Aufsatzes ist, die in
der Ausführung noch klarer durchblickt, so ist sie die: Es bricht gar
keine Revolution aus, das heißt kein Parteikampf, kein Bürgerkrieg, kein
Klassenzwist, bis nach _Beendigung des Krieges_ und dem Sturze Rußlands.
Um aber diese Armee für den Krieg zu organisieren, da bedarf es der
_Gewalt_. Und woher soll die _Gewalt kommen_? Vom General Cavaignac oder
einem ähnlichen militärischen Diktator in Frankreich, der seine Generale
in Deutschland und Oberitalien hat. _Voilà la solution_,[3] die nicht
sehr weit von Willichs Ideen abliegt. Der Weltkrieg, das heißt, im Sinne
des revolutionären preußischen Leutnants, die Herrschaft wenigstens
provisorisch des Militärs über das Zivil. Wie aber ein General
_quelconque_,[4] und stände der alte Napoleon selbst aus dem Grabe,
nicht nur die Mittel, sondern auch diesen Einfluß erhalten soll, ohne
vorhergehende und gleichzeitige _innere_ Kämpfe, ohne die verdammte
„innere Politik“, darüber schweigt das Orakel. Wenigstens der fromme
Wunsch des künftigen Weltkrieglers, der seinen angemessenen politischen
Ausdruck exakt findet in den klassenlosen Politikern und Demokraten als
solchen, ist rein herausgesagt.
Lebe wohl!
Dein K. M.
Soeben habe ich Deinen Brief erhalten, was ich hier noch anzeige.
_NB._ Du weißt doch, daß der Stechan oder Steckhahn in Hannover
verhaftet war und, ehe er in unsere Verbindung trat, mit dem Komitee
Schapper usw. in Korrespondenz stand. Nun sind zwei Briefe, die er an
den Sekretär Dietz dieses Komitees schrieb und die dieser erhalten
hatte, jetzt befindlich auf dem Bureau des Polizeiinspektors in
Hannover. Ulmer war nun von uns beauftragt, Herrn Dietz und Komp.
darüber zu interpellieren nächsten Freitag in der öffentlichen Sitzung
des Flüchtlings- oder Emigrationsvereins. Wir haben wieder Konterorder
gegeben. Stechan ist durchgebrannt. Also auf dem Wege nach London oder
schon hier. Und wer bürgt uns dafür, daß Stechan nicht zu unseren
Feinden geht, statt zu uns?
Deine Handelsnachrichten haben mich äußerst interessiert.
Was den K. Schramm angeht, so hatte er von mir ein kurzes
Legitimationsschreiben, eingetragen in seine Brieftasche. Diese Zeilen
könnten zum Uriasbrief an ihm geworden sein.
Addio!
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[1] Was sagst Du dazu?
[2] Gehab’ es ihm wohl.
[3] Dies die Lösung.
[4] Irgendwelcher, xbeliebiger.
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