Beim umgekehrten Falle ebenso, _mutatis mutandis_.[4]

Moral davon: Da das Papiergeld die Bewegungen der metallischen

Currency[5] nachahmen muß, da hier eine künstliche Regulation an die

Stelle dessen treten muß, was im anderen Falle natürliches Gesetz ist,

muß die Bank of England ihre Papier-[Noten-]Ausgaben vermehren, wenn das

Bullion[6] einströmt (zum Beispiel durch Ankauf von _government

securities_,[7] _Exchequer bills_[8] usw.), und vermindern, wenn das

Bullion abnimmt, durch Verminderung ihrer Diskontos oder Verkauf von

Regierungspapieren. Ich behaupte nun, daß die Bank umgekehrt handeln

muß, ihre Diskonten _vermehren_, wenn das Bullion _abnimmt_, und sie

ihren gewöhnlichen Gang gehen muß, wenn es zunimmt. Unter Strafe, die

Handelskrise, die im Anzug ist, unnötig zu intensieren. Indes darüber

_une autre fois_.[9]

Was ich hier auseinandersetzen will, geht auf die Elementargrundlagen

der Sache. Ich behaupte nämlich: _Auch unter einer rein metallischen

Currency hat das Quantum derselben, ihre Extension und Kontraktion

nichts zu tun mit dem Aus- und Einfluß der edlen Metalle, mit der

günstigen oder ungünstigen Handelsbilanz, mit dem günstigen oder

ungünstigen Wechselkurs_, außer in äußersten Fällen, die praktisch nie

eintreten, aber theoretisch bestimmbar sind. Tooke stellt dieselbe

Behauptung auf; ich habe aber keinen Beweis gefunden in seiner _History

of Prices_ für 1843 bis 1847.

Du siehst, die Sache ist wichtig. Erstens wird die ganze

Zirkulationstheorie in ihrer Grundlage geleugnet. Zweitens wird gezeigt,

wie der Verlauf von Krisen, so sehr das _Kreditsystem_ eine Bedingung

desselben ist, mit der _Currency_ nur insofern zu schaffen hat, als

verrückte Einmischungen der Staatsgewalt in ihre Regelung die vorhandene

Krise erschweren können, wie 1847.

Bei der folgenden Illustration zu bemerken, daß hier angenommen [ist]:

Der _Einfluß_ von Bullion hängt zusammen mit flottem Geschäft, noch

nicht hohen, sondern steigenden Preisen, Überfluß von Kapital, Überschuß

der Exports über die Imports. Der Ausfluß von Gold _vice versa_,[10]

_mutatis mutandis_.[11] Nun, diese Voraussetzung haben die Leute, gegen

die die Polemik gerichtet ist. Sie können nichts dagegen sagen. In der

Wirklichkeit können 1001 Fälle eintreten, wo Gold ausfließt, obgleich in

dem Lande, das es ausführt, die Preise der übrigen Waren weit niedriger

stehen als in denen, wohin es Gold führt. Zum Beispiel dies der Fall für

England 1809 bis 1811 und 1812 usw. Indes die _allgemeine Voraussetzung_

erstens _in abstracto_ richtig, zweitens von den Currencykerls

angenommen. Also hier einstweilen nicht zu debattieren.

Vorausgesetzt also, es herrsche _rein metallische Currency in England_.

Damit aber nicht vorausgesetzt, daß das _Kreditsystem_ aufgehört hat.

Die Bank von England würde sich vielmehr in eine _Depositen- und

Leihbank_ zugleich verwandeln. Nur würden ihre Ausleihen bloß in barem

Gelde bestehen. Wollte man diese Voraussetzung nicht, so würde, was hier

als _Depositen der Bank of England_ erscheint, als __hoards__[12] _der

Privaten_ erscheinen, und was als Ausleihe derselben, als Ausleihe der

Privaten. _Was hier also von den Deposits der Bank of England_ gesagt

wird, [ist] nur _Eine Abkürzung, um den Prozeß nicht zersplittert,

sondern auf Einen_ __focus__[13] zusammengefaßt darzustellen.

Fall I. __Influx__[14] _von Bullion_. Hier die Sache sehr einfach. Viel

unbeschäftigtes Kapital, also Zunehmen der Deposita. Um sie zu

verwenden, würde die Bank ihren _Zinsfuß_ herabsetzen. Also Ausdehnung

des Geschäftes im Lande. Die _Zirkulation_ würde nur steigen, wenn das

Geschäft so stiege, um vermehrte Currency zu seiner Führung nötig zu

machen. Sonst würde die überflüssig ausgegebene Currency wieder in die

Bank zurückströmen durch den Verfall der Wechsel usw. als Deposits usw.

Die _Currency_ wirkt hier also nicht als _Ursache_. Ihre Vermehrung

schließlich _Folge_ des größeren in Aktion gesetzten Kapitals, nicht

umgekehrt. (In dem angegebenen Falle würde also die _nächste_ Folge

_Wachsen der Deposits_, das heißt des unbeschäftigten Kapitals sein,

nicht der Zirkulation.)

Fall II. Hier fängt eigentlich die Sache an. _Export von Bullion_ wird

vorausgesetzt. Anfang einer Periode der _pressure_.[15] Wechselkurs

ungünstig. Dabei mache schlechte Ernte usw. (oder auch Verteuerung der

Rohmaterialien der Industrie) beständig größere Wareneinfuhr nötig.

Gesetzt, die Rechnung der Bank of England stehe beim Beginn einer

solchen Periode wie folgt:

a. Kapital 14 500 000 £ _Government securities_ 10 000 000 £

Rest [Reserven] 3 500 000 £ _Bills of Exchange_ 12 000 000 £

Deposits 12 000 000 £ _Bullion or coin_ 8 000 000 £

------------   ------------

30 000 000 £   30 000 000 £

Die Bank schuldet, da unter der _Voraussetzung_ keine _Noten_

existieren, nur die 12 Millionen _Deposits_. Nach ihrem Prinzip (die

Deposits in Zirkulationsbanken [... unlesbar], nur den dritten Teil

ihrer Zahlungsverpflichtungen in bar liegen haben zu müssen) ist ihr

Bullion von 8 Millionen um die Hälfte zu groß. Um mehr Gewinn zu machen,

setzt sie den _Zinsfuß herab_ und steigert ihre _discounts_[16] zum

Beispiel um 4 Millionen, die für Korn usw. ausgeführt werden. Die

Rechnung der Bank steht dann so:

b. Kapital 14 500 000 £ _Government securities_ 10 000 000 £

Rest 3 500 000 £ _Bills of Exchange_ 16 000 000 £

Deposits 12 000 000 £ _Bullion or coin_ 4 000 000 £

------------   ------------

30 000 000 £   30 000 000 £

Aus dieser _figure_[17] folgt:

Die Kaufleute agieren _zuerst_ auf die _Bullionreserve der Bank_, sobald

sie _Gold_ ausführen müssen. Dieses exportierte Gold _vermindert_ ihre

Reserve (die der Bank), ohne im mindesten auf die _Currency_ zu wirken.

Ob die 4 Millionen in ihren Kellern oder in einem Schiffe nach Hamburg

liegen, ist _dasselbe_ für die Currency. Es zeigt sich endlich, daß ein

bedeutender _drain_ von Bullion,[18] hier von 4 Millionen Pfund

Sterling, stattfinden kann, der nicht im geringsten weder die _Currency_

noch das Geschäft des Landes im allgemeinen affiziert. Nämlich während

der ganzen Periode, wo die _Bullionreserve_, die _zu groß_ gegen die

Liabilities[19] war, nur auf ihre __due proportion__[20] zu denselben

reduziert wird.

c. Nehmen wir aber an, daß die Umstände, die den _drain_[21] der 4

Millionen nötig gemacht, fortdauern: Kornmangel, Steigen des Preises der

Rohbaumwolle usw. Die Bank wird besorgt für ihre Sicherheit. Sie _erhöht

den Zinsfuß_ und limitiert ihre _discounts_.[22] Daher _pressure_[23] in

der Handelswelt. Wie wirkt diese _pressure_? Es wird auf die _Deposits_

der Bank gezogen, ihr Bullion sinkt verhältnismäßig. Sinken die

_Deposits_ auf 9 Millionen, das heißt vermindern sie sich um 3

Millionen, so müßten dann 3 abgehen von der Bullionreserve der Bank.

Diese würde also fallen (4 Millionen bis 3 Millionen) auf 1 Million

gegen Deposits von 9 Millionen, Verhältnis, das gefährlich für die Bank

würde. Will sie also ihre Bullionreserve auf dem dritten Teil der

Deposits halten, so wird sie ihre _discounts_ um 2 Millionen verringern.

Die Rechnung wird dann so stehen:

Kapital 14 500 000 £ _Government securities_ 10 000 000 £

Rest 3 500 000 £ _Bills under discount_ 14 000 000 £

Deposits 9 000 000 £ _Bullion or coin_ 3 000 000 £

------------   ------------

27 000 000 £   27 000 000 £

Folgt hieraus: Sobald der _drain_ so groß wird, daß die Bullionreserve

ihre _due proportion_ gegen die Deposits erreicht hat, erhöht die Bank

den Zinsfuß und vermindert die _discounts_. Aber dann beginnt die

_Wirkung auf die Deposits_, und infolge ihrer Verminderung vermindert

sich die Reserve von Bullion, aber in größerem Verhältnis der Diskont

von Bills.[24] Die _Currency_ wird nicht im geringsten affiziert. Ein

Teil der entzogenen Bullion und Deposits _füllt_ das Vakuum,[25] das die

Kontraktion der Bankakkomodation[26] in der inländischen Zirkulation

erzeugt, ein anderer wandert ins Ausland.

d. Gesetzt der Import von Korn usw. dauere fort, die Deposits sänken auf

4 500 000, so würde die Bank, um die nötige Reserve gegen ihre

Liabilities zu behalten, ihre _discounts_ um 3 Millionen noch

reduzieren, und die Rechnung stünde wie folgt:

Kapital 14 500 000 £ _Government securities_ 10 000 000 £

Rest 3 500 000 £ _Bills under discount_ 11 000 000 £

Deposits 4 500 000 £ _Bullion or coin_ 1 500 000 £

------------   ------------

22 500 000 £   22 500 000 £

Die Bank hätte unter der Voraussetzung ihre _discounts_ von 16 auf 11

Millionen, also um 5 Millionen reduziert. Der nötige Bedarf der

Zirkulation ersetzt durch weggenommene Deposits. Aber gleichzeitig

Mangel an Kapital, hoher Preis der Rohmaterialien, Abnahme der

Nachfrage, also des Geschäftes, also _schließlich_ der Zirkulation, der

nötigen _Currency_. Der überflüssige Teil derselben würde als Bullion

ins Ausland zur Zahlung des Imports geschickt. Die Currency wird

_zuletzt_ berührt, und sie würde erst über ihre notwendige Quantität

hinaus _vermindert_, wenn die Bullionreserve vermindert [ist] über das

notwendigste Verhältnis zu den Deposits hinaus.

Zu dem Obigen noch zu bemerken:

1. Statt ihre _discounts_ zu vermindern, könnte die Bank ihre _public

securities_ verklopfen, was unter der Voraussetzung unprofitlich wäre.

Indes Resultat dasselbe. Statt ihre eigene Reserve und _discounts_ würde

sie die von Privatpersonen, die ihr Geld in _public securities_ stecken,

vermindern.

2. Ich habe hier einen _drain_ auf die Bank von 6 500 000 Pfund

vorausgesetzt. 1839 fand einer von 9 bis 10 Millionen Pfund statt.

3. Der vorausgesetzte Prozeß bei einer rein _metallic currency_[27] kann

wie beim Papier zum Schlusse mit der Kasse [?] fortgehen, wie dies

zweimal in Hamburg im achtzehnten Jahrhundert geschehen.

Schreibe bald.

Dein K. M.

----------

[1] Meine Ehe produktiver ist wie meine Erwerbstätigkeit.

[2] Theorie der Währung [beziehungsweise des Geldsystems].

[3] Allesamt.

[4] Nach Abänderung des zu Ändernden; das heißt gemäß den

veränderten Bedingungen.

[5] Metallischen Umlaufsmittel.

[6] Barren Geldmetall.

[7] Vom Staate verbürgte Papiere.

[8] Schatzscheine.

[9] Ein anderes Mal.

[10] Ebenso umgekehrt.

[11] Gemäß den veränderten Bedingungen.

[12] Ersparnisse, Schatzansammlungen.

[13] Brennpunkt.

[14] Einstrom, Zufluß.

[15] Druck, Depression.

[16] Diskonten, Ankauf von Wechseln.

[17] Zahlenbild.

[18] Abzug von Geldmetall.

[19] Zahlungsverpflichtungen.

[20] Richtiges Verhältnis.

[21] Abfluß, Abzug.

[22] Beschränkt ihre Wechselankäufe.

[23] Gedrückte Lage.

[24] Wechsel.

[25] Leere.

[26] Zusammenschrumpfen der Ausgleichmittel der Banken.

[27] Metallische Währung.

54

Manchester, 5. Februar 1851.

Lieber Marx!

Inliegend das restierende eine Pfund von dem Atlas, das ich Dir leider

nicht früher schicken konnte.

Sage Harney, wenn Du ihn siehst, daß er Ende der Woche von mir

mindestens die erste Hälfte einer Reihe von Artikeln über _Continental

Democracy_[1] bekommt – die Artikel so eingeteilt, daß jeder einzelne

nicht mehr als 2 bis 2-1/2 Kolumnen in seinem Friend of the People

ausmacht. Ich werden unter dem obigen Vorwand die gesamte offizielle

Demokratie beim Kragen nehmen und sie dem englischen Proletariat dadurch

verdächtigen, daß ich sie, inklusive Mazzini, Ledru-Rollin usw., mit den

_financial Reformers_[2] auf dieselbe Stufe stelle. Das europäische

Komitee wird _catch it nicely_.[3] Die Herren werden einzeln

durchgenommen werden, Mazzinis Schriften, Ledru-Rollins famose

Heldentaten vom Februar bis Juni 1848, Herrn Ruge natürlich nicht zu

vergessen. Den Italienern, Polen und Ungarn werde ich deutlich genug

sagen, daß sie in allen modernen Fragen den Mund zu halten haben. Das

Ding mit dem Humbug, den Harney mit den Bettelbriefen der Mazzini und

Konsorten treibt, wird zu arg, und da er sonst nicht zu bessern ist, so

werde ich genötigt sein, die Albernheit dieser Kerls in seinem eigenen

Blatt aufzudecken und den englischen Chartisten die Mysterien der

kontinentalen Demokratie zu enthüllen. Ein ausführlicher polemischer

Artikel hilft bei Harney immer mehr als alles Debattieren. Leider habe

ich hier verflucht wenig Material.

Ich habe jetzt hier _Sarraus jeune, Lafayette et la révolution de

Juillet_.[4] Wüßte ich noch ein paar andere Quellen aufzutreiben, so

könnte ich für unsere Revue einen Artikel über die Julirevolution nebst

Fortsetzung bis zur Februarrevolution machen und dabei die _Histoire des

dix ans_[5] einer freundschaftlichen Kritik unterwerfen. Diese _Dix

ans_[6] stehen noch immer von den Weitergehenden unangegriffen da und

bilden in Deutschland wie in Frankreich ein sehr bedeutendes

Bildungselement in der ganzen revolutionären Partei. Ich glaube, es

könnte gar nicht schaden, den Einfluß dieses Buches auf die gebührenden

Grenzen zurückzuführen; bis jetzt ist es unattackierte Autorität.

Herr Russell, der feige Patron, hat sich wieder einmal glänzend

blamiert. Erst speit er Feuer und Flammen gegen die _papal

aggression_.[7] Dann sieht er, daß die Manchester _men_[8] sich absolut

nicht in die Schmiere mischen wollen und accouchiert nun mit seiner

heroischen Maßregel, den katholischen Bischöfen das Tragen englischer

Titel verbieten zu wollen. Und dann die schöne Andeutung, die er durch

Herrn Peto machen läßt, es sei zwar sehr wünschenswert gewesen, in

dieser Session schon das Stimmrecht auszudehnen, aber da die Law-Reform

diesmal vorkomme, so müsse man das Stimmrecht bis nächstes Jahr

verschieben. Echte Whig-Musterlogik. Übrigens sind die _membres_[9] sehr

krittlig und unsicher, die Wahlen rücken heran, sie müssen liberale oder

protektionistische _flourishes_[10] machen, und wenn die Exhibition

nicht gerade in die belebteste Zeit der sessionalen _grande

politique_[11] fiele, so könnte es dem kleinen Männchen schlecht gehen.

Und auch so – _qui sait_?[12]

Das tägliche politische Brot wird überhaupt immer trockener. Die schöne

Position, in der sich _la belle France_[13] jetzt wohlgefällt, ist auch

erbaulich. Es läßt sich übrigens nicht leugnen, daß die Herren

Burggrafen mehr und mehr aufhören, die Repräsentanten der

Bourgeoisfraktionen zu sein, oder besser, daß die Bourgeois sich von

ihren alten legitimistischen und orleanistischen Chefs mehr und mehr

trennen. Erstens die bedeutende Minorität für Baroche in der Sitzung, wo

die Koalition ihn stürzte, und die auch aus sehr vielen

Nichtbonapartisten, ehemaligen Orleanisten usw. bestand; dann die

offenbare Stimmung der konservativen Bourgeoisie _en masse_,[14] die

weit günstiger für den Napoleon ist wie früher. Die Masse dieser Kerls

will jetzt unbedingt weder orleanistische noch legitimistische

Restaurations-Intrigen; _les solutions les embêtent_,[15] und was sie

wollen, ist der Schlendrian der präsidentiellen Gegenwart. Die Kerls

sind weder royalistisch, noch republikanisch, noch imperialistisch,

sondern präsidentiell; das schönste aber dabei ist, daß diese süße

Unbestimmtheit nur möglich ist bei der Masse selbst, und daß jeder, der

sich als offizieller Repräsentant dieser Richtung geltend machen wollte,

doch binnen sechs Monaten wieder aus der Neutralität und in eine

bestimmte royalistische oder imperialistische Fraktion getrieben würde.

Übrigens habe ich hier von französischen Blättern nur die Débats und den

Charivari, der einem indes hier wieder leider Gottes witzig vorzukommen

anfängt, _grâce à l’esprit exquis du peuple dans ces parages_.[16]

Von einem stupiden ungarischen Flüchtling, der mir hier dieser Tage

zwischen die Beine lief, hörte ich, daß diese edle Sorte wieder von

Mordkonspirationen und Emeuten bei Gelegenheit der _great

Exhibition_[17] faselt. Mir schien es fast, als vernähme ich aus diesem

Gepolter die heroische Stimmung der Stürmer von London, Willich und

Barthélemy. Man entrinnt übrigens den Geistern nicht: neulich

redet mich ein Kerl auf der Straße an, und siehe, es war ein

Greatwindmillstreet-Flüchtling, der in Liverpool eine Stelle hat. „Und

nähme ich Flügel der Morgenröte und flöge ans äußerste Meer“, so würde

ich der Bande nicht entrinnen.

Die hiesigen Freetrader benutzen die Prosperität oder Halbprosperität,

um das Proletariat zu kaufen, und John Watts ist der Makler dabei. Du

kennst den neuen Cobdenschen Plan: eine National Free School

Association, um eine Bill durchzusetzen, wodurch die _townships_[18]

bevollmächtigt werden sollen, sich Lokalsteuern aufzulegen zur

Errichtung von Schulen. Das Ding wird famos poussiert. In Salford ist

außerdem schon eine Free Library und ein Museum eingerichtet –

Leihbibliothek und Lesezimmer gratis. In Manchester ist die Hall of

Science – und hier war Watts, wie der Herr Mayor von Manchester gnädigst

anerkannte, wirklich der Makler – von einem Komitee aus dem Ertrag

öffentlicher Sammlungen (zirka 7000 Pfund Sterling sind zusammen)

aufgekauft und wird ebenfalls in eine Free Library verwandelt. Ende Juli

soll die Geschichte – mit 14 000 Bänden _to begin with_[19] – eröffnet

werden. Alle Meetings und Versammlungen zu diesem Zwecke erschallen vom

Lobe der Arbeiter, und speziell von dem des braven, bescheidenen,

nützlichen Watts, der mit dem Bischof von Manchester jetzt auf dem

besten Fuße steht. Ich freue mich schon auf den Ausbruch der Entrüstung

über den Undank der Arbeiter, der beim ersten _shock_[20] von allen

Seiten losplatzen wird.

Mein Herr Alter hat mir dieser Tage einen angenehmen Brief geschrieben,

worin er den Wunsch ausspricht, daß ich auf unbestimmte Zeit, das heißt

solange der Tuck mit den Ermens dauert (und das kann bis 1854 sein),

hier bleibe. Mir natürlich sehr angenehm, _s’il me paie bien mon

ennui_.[21] Ich lasse mir das natürlich nicht merken, bringe dem

„Geschäft“ dies „Opfer“ und erkläre mich bereit, „die Entwicklung der

Verhältnisse hier vorderhand abzuwarten“. Nächsten Sommer kommt er her,

und ich werde ihm dann mich so unentbehrlich zu machen suchen, daß er

auf alles eingehen muß.

Grüße Deine Frau und Kinder herzlich.

Dein F. E.

Particulars bei der Post Office Ordre[22] wie früher.

----------

[1] Die festländische Demokratie.

[2] Finanzreformer. [So nannten sich die radikalen Freihändler, die

neben den Schutzzöllen auch die meisten Finanzzölle abschaffen und

durch Steuern auf Bodenwerte, Erbschaften usw. ersetzen wollten.]

[3] Es schön abbekommen.

[4] Lafayette und die Julirevolution.

[5] Geschichte der zehn Jahre. [Louis Blancs Buch über die

Julirevolution und die ersten Regierungsjahre Louis Philipps.]

[6] Zehn Jahre.

[7] Angriffe des Papstes.

[8] Männer, Leute.

[9] [Parlaments-]Mitglieder.

[10] Fahnenschwenken, Aufputzerei.

[11] Hohe Politik.

[12] Wer weiß?

[13] Das schöne Frankreich.

[14] In der Masse.

[15] Die Lösungen sind ihnen unbequem.

[16] Dank dem feinen Geiste des Volkes in diesem Landstrich.

[17] Große Ausstellung.

[18] Städteverwaltungen.

[19] Zum Anfang.

[20] Stoß, Auflehnung.

[21] Wenn er mir meine Langeweile gut bezahlt.

[22] Einzelheiten bei der Postanweisung.

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Der Briefwechsel zwischen Friedrich Engels und Karl Marx 1844 bis 1883, Erster Band · 第 26 / 196 题