Der Carpus (Fig. 934 B) der Amblypoda hat nur theilweise noch die
ursprüngliche seriale Anordnung der Condylarthra, während der Tarsus
(Fig. 934 A) die alternirende Anordnung ganz wie die Perissodactyla
zeigt. Füsse 5/5 zehig, fast plantigrad, meist kurz und sehr plump;
Gehirn ausserordentlich klein (Fig. 935); Schädel oben flach, ohne
Sagittalcrista. Das Gebiss ist zwar lophodont, doch sonst von ziemlich
primitivem Charakter, brachyodont und die M trigonodont.
[Illustration: Fig. 934. Loxolophodon (Dinoceras) mirabilis Marsh.
Bridger-Eocän von Wyoming. A rechter Hinterfuss. a = Astragalus; c =
Calcaneus; cb = Cuboid; n = Naviculare: 1, 2, 3 = 1.-3. Cuneiforme.
B rechter Vorderfuss. l = Lunare; m = Magnum; p = Pyramidale; s =
Scaphoid; t = Trapezoid: tz = Trapez; n = Unciforme. I-V = 1.-5. Zehe.]
Die Amblypoda sind gänzlich auf das Eocän beschränkt und gehören
theilweise zu den auffallendsten Gestalten, die unter den Hufthieren
zu finden sind; zu ihnen zählen die gewaltigsten Säugethiere der
Eocänzeit. Sie stammen fast alle aus Nordamerika, nur eine einzige
Gattung ist auch aus Europa bekannt. Von den drei Familien lebte die
primitivste im Puerco-, eine andere im Wasatch-, die extremste im
Bridger-Eocän.
a. Proximales Astragalusgelenk kopfartig abgesetzt; Femur mit drittem
Trochanter; Humerus mit Foramen; Gebiss vollständig.
1. Fam. Pantolambdidae.
b. Astragalus ganz flach, ohne Kopf; Femur mit drittem Trochanter;
Humerus ohne Foramen; Gebiss vollständig.
2. Fam. Coryphodontidae.
c. Astragalus ganz flach, ohne Kopf (Fig. 934 A); Femur ohne dritten
Trochanter; Humerus ohne Foramen; obere Schneidezähne fehlen.
3. Fam. Dinoceratidae.