2. Fam. Aëtosauridae.

Diese merkwürdigen, bisher nur aus dem Keupersandstein von Württemberg

bekannten Panzerechsen zeigen Beziehungen zu den Belodontidae und

dürften, wenn besser bekannt, wohl eine besondere Unterordnung der

Crocodilia darstellen, die auch nahe Beziehungen zu den Rhynchocephala

hat. Wirbel procöl; der kurze Schädel (Fig. 802) endet in einer

spitzen Schnauze; die sehr grossen Nasenöffnungen liegen seitlich am

Ende der Schnauze. Untere Schläfengrube überdacht, obere kleiner als

die sehr grosse Augenhöhle. Gliedmassen fünfzehig, vorn mit 2, 3, 4,

4, 3, hinten mit 3, 3, 4, 5, 2 Phalangen. Vom Hinterkopfe bis zur

Schwanzspitze ist der ganze Körper in einen zusammenhängenden Panzer

(Fig. 803) aus etwa rechteckigen Knochenplatten eingehüllt, der Rücken

mit zwei, der Bauch mit acht Plattenreihen. Die Panzerplatten sowie die

Schädelknochen sind wenig skulptirt. Einzige Art:

Aëtosaurus ferratus Fraas (Fig. 802 u. 803); eine Platte mit 24

meist wohlerhaltenen Individuen, deren grösstes 86 cm lang ist, wird

im Stuttgarter Museum aufbewahrt; sie stammt aus dem Keupersandstein

von Heslach.

[Illustration: Fig. 802. Aëtosaurus ferratus Fraas. Keupersandstein

bei Stuttgart. Schädel von der Seite und von oben. A = Augenhöhle; D =

Thränenlücke; N = Nasenhöhle; S = obere Schläfenhöhle; ang = Angulare;

art = Articulare; d = Dentale; f = Frontale; im = Intermaxillare; j =

Jugale; m = Maxillare; n = Nasale; o = Occipitale; p = Parietale; pf =

Praefrontale; ptf = Postorbitale.]

[Illustration: Fig. 803. Aëtosaurus ferratus Fraas. Keupersandstein von

Heslach bei Stuttgart. A Theil des Bauchpanzers, B des Rückenpanzers.]

Elemente der Paläontologie · 第 394 / 606 题