Die Seeschildkröten scheinen aus den Thalassemydae hervorgegangen zu
sein unter vollständigerer Anpassung an das Seeleben. Die Gliedmassen
sind zu Flossen geworden durch Vermehrung der Phalangenzahl und Verlust
der Gelenke an den einzelnen Fingern, von denen mehrere krallenlos
sind. Sowohl das Rücken- wie das Bauchschild zeigt grosse Fontanellen,
die Schale ist flach und herzförmig. Bei einigen der älteren Formen
nimmt auch der erste und letzte Rumpfwirbel Antheil an der Bildung des
Rückenpanzers. Echte Seeschildkröten finden sich seit der Kreide, und
mehrere Arten bewohnen noch heute die wärmeren Meere.
Chelone Flemm. Acht Paar Costalplatten. Kreide bis Gegenwart.
Ch. Hoffmanni Gray. Obere Kreide von Mastricht.
Ch. subcarinata Gray. London-Clay (Eocän) von Sheppey.
Propleura Cope. Neun Paar Costalplatten. Kreide und Eocän.
P. sopita Leidy. Kreide von New-Jersey.
Osteopygis Cope. Zehn Paar Costalplatten. Kreide.
O. platylomus Cope. Kreide von New-Jersey.