Bauchschild gross, mit breiten Plastronflügeln. Im Rücken- oder im
Bauchschilde bleiben auch beim erwachsenen Thiere immer Fontanellen
(Fig. 780 u. 778). Gehfüsse, vollständig bekrallt, mit nicht mehr als
drei Phalangen an einem Finger (Fig. 776). Phalangen mit Gelenken
versehen. Die Thalassemydae sind reich vertreten in Jura und Kreide,
verschwinden aber mit der Tertiärzeit. Sie dürfen wohl als die
gemeinschaftlichen Stammformen der Cheloniden und Emyden angesehen
werden.
Idiochelys H. v. M. (Fig. 778). Bauchschild ohne mittlere, aber wie das
Rückenschild stets mit seitlichen Fontanellen. Höchstens 6 verkümmerte
Neuralplatten (wie bei vielen Pleurodira), so dass die Costalplatten
median zusammenstossen können. Von geringer Grösse. Jura von Europa.
I. Fitzingeri H. v. M. (Fig. 778). Lithographischer Schiefer von
Bayern und von Cirin bei Lyon.
[Illustration: Fig. 780. Thalassemys Hugi Rüt. Oberer Jura von
Neufchâtel. Bauchschild von aussen mit grosser Fontanelle (F) in der
Mitte. es = Epiplastron; hs = Hyoplastron; hp = Hypoplastron; xs =
Xiphiplastron.]
Thalassemys Rütim. (Fig. 780). Rückenschild sehr flach und herzförmig,
an Gestalt dem der Seeschildkröten ähnlich; Neuralplatten schmal und
kegelförmig, Costalplatten mit kaum vorragenden freien Rippenenden.
Centralschilder schmal. Bauchschild mit grossen Fontanellen. Zu dieser
Gattung gehören Thiere von sehr bedeutender Grösse aus dem oberen Jura
von Solothurn und Neufchâtel.
Th. Hugi Rütim. (Fig. 780). Oberer Malm von Solothurn und Neufchâtel.
Eurysternum Mnstr. (Fig. 776) ist Thalassemys sehr nahe verwandt, doch
von geringerer Grösse. Oberer Malm von Europa.
E. Wagleri H. v. M. (Fig. 776). Oberer Malm von Solnhofen und
Kelheim, sowie von Cirin.