Hierher gehören die ältesten, auf die Trias beschränkten
Sauropterygier, zum Theil Formen von geringer Grösse. Schultergürtel
(Fig. 770) mit wohlentwickelter Clavicula nebst Episternum. Scapula
mit gering entwickeltem ventralem Fortsätze. Coracoidsymphyse ziemlich
kurz. Humerus mit Foramen ectepicondylare. Gliedmassen noch wenig
von Gehfüssen verschieden, Hand und Fuss kurz, Phalangenzahl nicht
vermehrt, doch scheinen Krallen am Vorderfüsse stets zu fehlen
(Schwimmfüsse). Hals- und vordere Rumpfrippen deutlich zweiköpfig.
Rippen kräftig, mitunter ganz auffallend dick.
Die hier aufgezählten Gattungen sind wohl Vertreter mehrerer Familien.
Die primitivsten Formen erinnern noch sehr an Rhynchocephala.
[Illustration: Fig. 770. Lariosaurus Balsami Cur. Muschelkalk von
Perledo. Schultergürtel von der Bauchseite (Orig.). b = Bauchrippen;
c = Coracoid; cl = Clavicula; e = Episternum; f = Foramen
ectepicondylare; h = Humerus; r = Rippen; s = Scapula; w = Wirbel.]
[Illustration: Fig. 771. Simosaurus Gaillardoti H. v. Meyer.
Muschelkalk von Crailsheim. Schädel von oben. A = Augenhöhle; F =
Scheitelloch; N = Nasenhöhle; S = obere Schläfenhöhle; fp + op =
Postfrontale + Postorbitale; l = Jugale; q = Quadratum; sq = Squamosum.]
Mesosaurus Gerv. Schädel verlängert, mit langen spitzen Zähnen. Rippen
auffallend dick, vielleicht unbeweglich. Fünf Tarsalia in der distalen
Reihe.
M. tenuidens Gerv. Karooformation (Trias) von Südafrika.
M. (Stereosternum) tumidus Cope. Trias (?) von Brasilien.
Lariosaurus Cur. (Fig. 770). Schädel sehr klein, nicht verlängert.
Coracoid ohne Einschnitt an dem etwas verbreiterten äusseren
(glenoidalen) Rande. (Pachypleura etc. sind ähnliche Formen.)
L. Balsami Cur. (Fig. 770). Schwarze Kalke (Muschelkalk) von Perledo
(Lombardei).
Nothosaurus Mnstr. (Fig. 772). Schädel langgestreckt, schmal, mit
ausserordentlich grossen Schläfengruben; vordere Zähne sehr verlängert.
Coracoid mit Einschnitt am äusseren Rande. Häufig in der deutschen
Trias.
N. mirabilis Mnstr. (Fig. 772). Deutscher Muschelkalk. Etwa 40 Fuss
lang.
N. Schimperi H. v. Meyer. Buntsandstein von Sulzbad im Elsass.
[Illustration: Fig. 772. Nothosaurus mirabilis Mnstr. Muschelkalk bei
Bayreuth. A Fangzahn (¹⁄₁). B Schädel von der Seite. A = Augenhöhle; N
= Nasenhöhle; S = Schläfenhöhle.]
Simosaurus H. v. Meyer (Fig. 771). Dem vorigen ähnlich, doch der
Schädel breiter; die Zähne mit kurzen kegelförmigen Kronen, unter der
Krone stark eingeschnürt. Lettenkohle und Muschelkalk.
S. Gaillardoti H. v. Meyer (Fig. 771). Muschelkalk von Crailsheim.
S. (Neusticosaurus) pusillus Fraas. Lettenkohlenkalke. Hoheneck.