Palaeobatrachus Tschudi, zu den Arciferae gehörig, soll einige Merkmale
der Aglossa zeigen; kommt in zahlreichen Arten in oligocänen und
miocänen Schichten Mitteleuropas vor. Von
P. diluvianus Goldf. kommen Larven und ausgewachsene Thiere sehr
häufig in der Braunkohle des Siebengebirges vor.
Geologische Verbreitung der Amphibia.
Die älteren Amphibien gehören ausnahmslos zur Ordnung der Stegocephala,
welche zuerst im Carbon auftreten und sich hier und im Perm zu einer
ausserordentlichen Mannigfaltigkeit von Formen entwickeln; von allen
diesen erhält sich nur die Gruppe der Labyrinthodontia bis in die
Trias, um dann ebenfalls zu verschwinden. Reste von Stegocephala sind
in allen fünf Erdtheilen gefunden worden; in grösserer Menge beisammen
kommen sie im Carbon von Grossbritannien und Böhmen (Gaskohle), in
den permischen Petroleumschiefern von Autun, im Rothliegenden von
Saarbrücken und des Plauenschen Grundes bei Dresden, sowie im Perm
von Texas vor. Die Labyrinthodontia entstammen zumeist der deutschen,
besonders der württembergischen Trias. Jura und Kreide haben bisher
fast nichts von Amphibienresten geliefert. Die nur local häufigeren
Formen des Tertiär schliessen sich nahe an lebende Formen der Urodela
und Anura an.
Fußnoten:
[H]: Das Supraoccipitale mag dem Interparietale der Säuger entsprechen.