3. Fam. Saurodontidae.

Körper schlank; Schwanzflosse fast ganz homocerk. Fulkren schwach; die

Schuppen vieler Arten zeigen einen verdünnten Hinterrand, der mitunter

weit über die folgende Schuppe übergreift und oft gezähnelt ist (Fig.

701). Zähne kegelförmig; Halbwirbel oder Hohlwirbel. Trias bis Kreide,

sehr zahlreich im Jura.

Ptycholepis Ag. Die am Hinterrande gezähnelten Schuppen sind mit tiefen

Längsfurchen verziert; sie sind länger als hoch. Lias. Die Schuppen

finden sich häufig in den Coprolithen von Ichthyosaurus.

P. bollensis Ag. Oberer Lias von Württemberg.

Pholidopleurus Bronn. Klein, langgestreckt, mit kurzem stumpfem Kopfe.

Brustflossen klein, Bauchflossen fehlen. Schuppen in schmale vertikale

Reihen geordnet, ziemlich niedrig, mit Ausnahme einer Längsreihe von

Schuppen, die ausserordentlich hoch und schienenartig werden und einen

grossen Theil der Flanken bedecken. Alpiner Keuper. Einzige Art:

Ph. typus Bronn. Sehr häufig im schwarzen Fischschiefer von Raibl,

Kärnthen.

Pholidophorus Ag. (Fig. 700 u. 704). Gestalt karpfenähnlich. Schuppen

auf den Flanken viel höher als lang, glatt und glänzend, quer oder

radial gestreift; Hinterrand dünn, oft gezähnelt; auf der Innenseite

der Schuppen verläuft dem Vorderrand parallel wie bei sehr vielen

Euganoidei und Heterocerci eine Längsleiste, die nach oben einen

in eine Rinne der benachbarten Schuppe passenden Zahn bildet.

Schwanzflosse tief gabelig. Zahlreiche meist kleine Arten in Trias und

Jura, die sich oft in grossen Gesellschaften beisammen finden.

Ph. striolaris Ag. (Fig. 701) und Ph. micronyx Ag. (Fig. 700). Im

lithographischen Schiefer von Bayern.

Ph. Bronni Kner. Keuper von Raibl.

Ph. pusillus Ag. Rhät von Seefeld in Tirol.

[Illustration: Fig. 700. Pholidophorus micronyx Ag. Schuppen von der

Innenseite mit Gelenkzapfen.]

[Illustration: Fig. 701. Pholidophorus striolaris Ag. Oberer Jura von

Bayern. br = Kiemenhautstrahlen; cl = Clavicula; f = Frontale; im =

Intermaxillare; io = Interoperculum; m = Maxillare; md = Mandibula;

n = Nasale; o = Operculum; p = Parietale; po = Praeoperculum; ps =

Parasphenoid; so = Suboperculum.]

Ophiopsis Ag. Mit vorne sehr hoher Rückenflosse, die die halbe

Rückenlänge einnimmt. Afterflosse klein; Schwanzflosse hemiheterocerk.

Schuppen ziemlich gleichförmig, am Hinterrand häufig gezähnelt. Lias

und Jura.

O. serrata Wagn. Oberer Jura von Bayern.

Elemente der Paläontologie · 第 317 / 606 题