Sämmtliche Flossen mit sehr starken paarigen Fulkren (Fig. 699). Oberer
Schwanzlappen etwa zur Hälfte beschuppt. Zähne halbkugelig, oft mit
stumpfer Spitze (Fig. 697), die des Zwischenkiefers meisselförmig.
Trias, Jura, Kreide.
Lepidotus Ag. (= Sphaerodus p. p.; Fig. 697-699). Karpfenähnlich.
Schuppen, Flossen und Kopfknochen stark schmelzglänzend; letztere sind
glatt, wie auch meist die Schuppen. Flossen gross mit Ausnahme der
sehr kleinen Bauchflossen. Rückenflosse beginnt über der Bauchflosse.
Schwanzflosse ausgeschnitten. Eine Reihe unpaarer Schuppen auf der
Mittellinie des Rückens. Die vorderen grossen Körperschuppen sind
durch Zapfen auf der Innenseite fest mit einander verbunden (Fig.
698). Mundknochen mit halbkugeligen Zähnen bepflastert, die oft in der
Mitte eine kurze Spitze tragen (Fig. 697). Trias bis Kreide, besonders
charakteristisch für den Jura. Lepidotus ist eine der wichtigsten und
verbreitetsten mesozoischen Fischgattungen.
L. serratus Bell. Fischschiefer (unterer Keuper) von Perledo
(Lombardei).
L. ornatus und L. latus Ag. Rhätische Plattenkalke.
L. rugosus Ag. Unterer Lias von Lyme Regis.
L. semiserratus Ag. (Fig. 698). Oberer Lias von Whitby, Yorkshire.
L. Elvensis Blv. (Fig. 699). Oberer Lias von Württemberg.
L. notopterus Ag. und L. maximus Wagn. (bis 1,70 m lang). Aus dem
lithographischen Schiefer von Bayern.
L. Mantelli Ag. (Fig. 697). Wälderformation von England.
[Illustration: Fig. 697. Lepidotus Mantelli Ag. Wälderform. Hastings,
England. Halbkugelige Zähne mit stumpfer Spitze.]
[Illustration: Fig. 698. Lepidotus semiserratus Ag. Lias. Whitby.
Ganoidschuppe von der Aussenseite. g = glatte, von der Nachbarschuppe
überdeckte Fläche; z = Gelenkzapfen.]
[Illustration: Fig. 699. Lepidotus Elvensis Blv. Lias von Holzmaden. a
= Analflosse; c = Caudalflosse; d = Dorsalflosse; p = Pectoralflosse;
v = Ventralflosse; f = Fulcra (am Vorderrande aller Flossen); k =
Kiemendeckel.]