Dies ist die einzige Unterordnung der Teleostomi, innerhalb deren
keine Formen mit vollständig verknöcherten Wirbeln sich ausgebildet
haben. Chordascheide stets ungegliedert. Das ganze Innenskelet ist
äusserst wenig, wenn überhaupt, verknöchert. Auch am Schädel sind nur
Deckknochen bekannt. Die Bezahnung ist schwach. Flossenstrahlen sind
in viel grösserer Anzahl vorhanden als Flossenträger, und stehen sehr
dicht. Der Schwanz ist ausgezeichnet heterocerk, die Schwanzwirbelsäule
sowie die äussere Beschuppung reicht fast bis zu der Schwanzspitze.
Der Körper ist meist von dicken rhombischen Ganoidschuppen bedeckt,
doch sind einige extremere Formen nackt oder tragen Knochenplatten.
Zu den Heterocerci, welche höchst charakteristisch sind für die
paläozoischen Schichten seit dem Devon, gehören namentlich die meisten
Fische der Dyas. Spärlich finden sie sich noch in der Trias, und nur
die merkwürdigen Familien der Störe und Löffelstöre haben sich bis zur
Gegenwart erhalten.
Es lassen sich sechs Familien annehmen, unter denen die
Acanthodidae eine sehr isolirte Stellung einnehmen, während über
die Zusammengehörigkeit der übrigen fünf Familien kaum ein Zweifel
herrschen kann. Die typischen Heterocerci aus dem Palaeozoicum,
Palaeoniscidae und Platysomidae, können als die Vorläufer der
mesozoischen Euganoidei angesehen werden.
A. Körper vollständig mit rhombischen Schuppen bedeckt.
I. Vor jeder Flosse mit Ausnahme der Schwanzflosse ein kräftiger
Stachel. Schuppen winzig.
1. Fam. Acanthodidae.
II. Flossen ohne Stacheln; meist grössere Ganoidschuppen.
a. Körper wenigstens doppelt so lang als hoch.
2. Fam. Palaeoniscidae.
b. Körper höchstens doppelt so lang als hoch.
3. Fam. Platysomidae.
B. Körper nackt oder mit einzelnen Reihen von Knochenplatten bedeckt.
I. Bauchflossen kehlständig; Körper so hoch als lang.
4. Fam. Dorypteridae.
II. Bauchflossen bauchständig; Körper viel länger als hoch.
a. Körper ganz nackt.
5. Fam. Spatulariidae.
b. Körper trägt Knochenplatten.
6. Fam. Accipenseridae.