Der Körper ist von rhombischen oder cycloiden Ganoidschuppen bedeckt,
der Schädel ist vollkommen gepanzert, der Schwanz ist diphycerk
bis heterocerk. Die Brust- (meist auch die Bauch-)flossen sind
quastenförmig mit beschuppter kurzer (Fig. 678 B) oder verlängerter
(Fig. 680) Achse. Die Radien (Fig. 678 B r) des wohlentwickelten (nur
bei Polypterus verknöcherten) primären Flossenskelets sind zahlreich,
die Flossenstrahlen (fs) weit vom Schultergürtel getrennt; es sind zwei
kurze (Fig. 680) oder eine lange vieltheilige Rückenflosse vorhanden,
die auch ganz fehlen kann. Fulkra fehlen, ebenso Kiemenhautstrahlen,
statt deren Kehlplatten (Fig. 684 j) sich finden. Nur bei den recenten
Formen sind die Wirbel vollständig verknöchert.
Die Crossopterygii zeigen sehr innige Beziehungen zu den Dipnoi (vgl.
Fig. 676), in Folge dessen die Abgrenzung beider Gruppen für manche
fossile Formen schwierig ist. Nach dem Bau ihrer Gliedmassen können die
Crossopterygier als die ursprünglichsten Formen unter den Teleostomi
angesehen werden. Sie gehören zu den häufigsten und auffallendsten
Fischformen des Devon und Carbon, treten später sehr zurück, sind aber
noch in der Gegenwart vorhanden.
Man kann folgende 5 Familien unterscheiden:
A. Wirbel unvollständig verknöchert. Zwei kurze Rückenflossen (sämmtlich
fossil).
1. Mehrere einfache Flossenträger für jede Rückenflosse.
a. Schuppen cycloid, dachziegelförmig sich bedeckend.
α. Brustflossen mit verlängerter Achse; Zähne dendrodont.
1. Fam. Holoptychiidae.
β. Brustflossen mit kurzer Achse; Zähne labyrinthodont.
2. Fam. Rhizodontidae.
b. Schuppen rhombisch.
3. Fam. Rhombodipteridae.
2. Nur ein gabelförmiger Flossenträger für jede Rückenflosse.
4. Fam. Coelacanthidae.
B. Wirbel vollständig verknöchert; Rückenflosse sehr lang und vieltheilig
oder fehlend (nur recent).
5. Fam. Polypteridae.