3. Klasse: Myriapoda (Tausendfüssler).

Litteratur über Myriapoda.

Zittel. Handbuch der Paläontologie. Bd. II, p. 721.

Am wurmartigen Körper scheidet sich nur der Kopf als besondere

Leibesregion ab; nur selten verwachsen einige Körpersegmente mit

demselben. Scheinbar kommen bei manchen lebenden und fossilen Formen 2

Anhangspaare auf 1 Segment.

Fossile Vertreter finden sich schon im Devon (Old red sandstone), mit

einiger Häufigkeit in der Steinkohlenformation. Die ersteren sind

wahrscheinlich Meeres-, die letzteren Süsswasserbewohner gewesen. Aus

mesozoischen Schichten sind die Tausendfüssler nicht mit Sicherheit

bekannt. Dagegen erweisen sich die Oligocänschichten Europas (Bernstein

des Samlandes, Süsswassergyps von Aix-en-Provence, Braunkohle von Rott

a. Niederrhein) und Nordamerikas (Green River-Schichten) als reich an

Myriapodenresten, die sich in die heutigen Ordnungen der Chilopoda und

Diplopoda einreihen lassen, während für die paläozoischen Formen die

Ordnungen der

Protosyngnatha (wenige Segmente, raupenähnlich, Oberfläche mit

Nadelbüscheln -- Steinkohlenformation) und

Archipolypoda (zahlreiche Segmente, z. Th. abwechselnd verschieden

gestaltet -- Devon und Steinkohlenformation)

aufgestellt wurden.

Elemente der Paläontologie · 第 253 / 606 题