1. Isopoda.

Litteratur über Isopoda.

Ammon, L. von. Ein Beitrag zur Kenntniss der fossilen Asseln.

Sitzungsber. d. bayer. Akad. Math.-phys. Classe 1882 S. 507.

Die Isopoda sind Meeres-, seltener Süsswasser- oder Landbewohner.

Die grössten Formen werden bis 23 cm lang. Das Kopfschild ist meist

klein, trägt sitzende Augen, wie dasjenige der Trilobiten, und wird

häufig von den ersten Rumpfsegmenten seitlich umfasst (Fig. 598). 7,

seltener 6 bewegliche Rumpfsegmente, die oft eine Theilung in Spindel

(sp) und Pleuren (hier Epimeren genannt -- pl) erkennen lassen. Die

Pleuren zuweilen gefurcht wie bei den Trilobiten. Einige Segmente

des Hinterleibes (1-3) frei; die letzten oft zu einem Schwanzschilde

(s) verwachsen. Manche Formen können sich nach Art der Trilobiten

einrollen. Der ganze Bau des Körpers lässt eine mehr als habituelle

Aehnlichkeit mit den Trilobiten erkennen. Das gilt besonders von

der auf der südlichen Halbkugel von der Strandzone an bis zur Tiefe

von mehr als 2000 Faden verbreiteten Gattung Serolis (Fig. 598),

welche die Trilobitendreitheilung des Rumpfes, die Pleurenfurchen,

die Lichas-ähnlichen Höcker des Kopfschildes und die ebenfalls

Lichas-artige, radiale Anordnung der (4) Schwanzschildsegmente bewahrt

zu haben scheint.

Die seit der Jurazeit bekannten fossilen Formen schliessen sich enge an

die lebenden an. In der Steinkohlenformation Deutschlands und Englands

ist aber eine Gattung (Arthropleura Jord.) gefunden worden, welche

durch ihre beträchtlichen Dimensionen sowie die Gleichartigkeit der

Fusspaare am Mittel- und Hinterleibe eine vermittelnde Stellung nach

den Trilobiten hin einnimmt.

[Illustration: Fig. 598. Serolis paradoxa Fab. Punta Arenas.

Magellanstrasse. Ansicht der Rückenseite. Das Kopfschild ist von dem

ersten Rumpfsegmente durch eine Naht (n) getrennt; a = Augen; a’ =

erstes, a’’ = zweites Fühlerpaar; I-VI = die ersten 6 Rumpfsegmente

(das siebente nur von der Unterseite sichtbar); sp = Spindel; pl =

Pleuren (Epimeren), auf den ersten Segmenten abgegliedert; 1-3 = die

ersten 3 (freien) Hinterleibssegmente; s = Schwanzschild mit radial

angeordneten Segmenten (r); f₁ = das letzte (sechste) Anhangspaar des

Hinterleibes. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 599. Gampsonyx fimbriatus Jord. Unteres

Rothliegendes. Lebach b. Saarbrücken. i = erstes, a = zweites

Antennenpaar; I = erstes, II = zweites Fusspaar der freien

Rumpfsegmente; t = letztes Körpersegment, zwei flossenartige Anhänge

(f) tragend.]

Elemente der Paläontologie · 第 243 / 606 题