Phyllocarida

fasst man vorwiegend paläozoische Reste zusammen, die, wie

beispielsweise die Gattung

Echinocaris Witf. (Fig. 596) ein einfaches, den Kopf und einen

Theil des Leibes bedeckendes, in der Mittelebene nicht getheiltes

Kopfrumpfschild (c) und dahinter ein gegliedertes Abdomen (ab)

erkennen lassen. Letzteres endigt in einem gespaltenen Endgliede (t).

Eine gebogene Linie (l) scheint die Grenze zwischen dem Kopfschilde

und dem Rumpfe anzudeuten. Augenflecke (a) und mehrere Höcker auf

dem Kopftheile; eine Längsleiste (r) bezeichnet vielleicht die

ursprüngliche Grenze zwischen Spindel und Pleuren. Devon. Nordamerika.

Andere Gattungen wie Ceratiocaris M’Coy führen ein bewegliches

Rostrum. Dasselbe findet sich auch bei der lebenden Gattung Nebalia.

Ob die zweiklappigen Reste des Paläozoicums mit vorderem,

dreieckigem, oft durch eine Rostralplatte ausgefülltem Ausschnitt

hierher zu stellen sind (Peltocaris, Cardiocaris) oder als den

Aptychen (p. 385) ähnliche Gebilde aufgefasst werden müssen, bleibt

z. Z. noch zweifelhaft.

[Illustration: Fig. 596. Echinocaris punctata Hall. sp. Devon

(Hamilton-Gr.). Nordamerika. Der Panzer ausgebreitet. c =

Kopfrumpfschild; l = Trennungslinie zwischen Kopf und Rumpf: a =

Augenflecke; r = Längsleiste des Rumpfschildes; ab = Hinterleib mit 6

Segmenten (1-6) und einem dreistacheligen Endgliede (t).]

[Illustration: Fig. 597. Estheria minuta Alb. sp. Unterer Keuper

(Lettenkohle). Sinsheim, Baden. A eine Klappe von der Seite. r =

Rückenrand; c = Zuwachsstreifen. B vergrösserte Oberfläche der Schale.

m = Maschenstructur zwischen den Zuwachsstreifen (c).]

Elemente der Paläontologie · 第 238 / 606 题