Im älteren Miocän findet sich eine Gattung, deren Schale durch die
beginnende Einrollung des Phragmokons ein Bindeglied zwischen manchen
Belemniten mit gekrümmter Alveole und der bekannten lebenden Gattung
Spirula darstellt.
[Illustration: Fig. 563. Spirulirostra Bellardi d’Orb. Untermiocän.
Turin. A Schale von der Seite, B dieselbe in der Mittelebene
durchgeschnitten. p = der bauchwärts gekrümmte Phragmokon; r = Rostrum.]
[Illustration: Fig. 564. Spirula Peronii Lmk. Lebend. Erste Windung
der Schale, in der Mittelebene durchgeschnitten, den erweiterten Sipho
(s), dessen blindsackförmige Endigung (b) in der Embryonalblase (a) und
seine Anheftung durch den Prosipho (p) zeigend.]
Spirulirostra d’Orb. (Fig. 563). Der allein bekannte, untere Theil der
Schale besteht aus einem dreieckigen, sich rasch verjüngenden Rostrum
(B r), welches den bauchwärts gekrümmten Phragmokon (B p) auf dem
Rücken und an den Seiten einschliesst. Die Bauchseite der Schale ist
tief ausgeschnitten. Einzige Art:
Sp. Bellardi d’Orb. (Fig. 563 A, B). Unteres Miocän. Turin.
Spirula Lmk. (Fig. 564). Die spirale Einrollung der Schale ist weit
vollständiger als bei der vorigen Gattung. Das Rostrum bildet einen
dünnen, runzeligen Ueberzug auf der Schale, sonst ist es bis auf
eine zuweilen erhaltene Kalklamelle, welche die Umgänge mit einander
verbindet, verschwunden. Der erweiterte Sipho (s) wird in seiner
ganzen Ausdehnung von trichterförmigen Septaldüten umgeben, seine
blindsackförmige Endigung (c) ist in der kugeligen Embryonalblase (a)
durch einen zarten Strang, den sog. Prosipho (p), festgeheftet. Die
Schale ragt am Hinterende des Thieres theilweise aus dem Mantel hervor;
an ihren vorderen Theil heften sich die Körper- und Trichtermuskeln an.
Sp. Peronii Lmk. (Fig. 564). Häufig in den tropischen Meeren; das
Thier wird selten gefunden, während die Schalen häufig sind.