Maclurea Les. (Fig. 348) an. Oberseite flach, alle Windungen zeigend;
Unterseite tief und eng genabelt, gewölbt (A). Mündung halbkreisförmig.
Der in Verbindung mit der Schale gefundene, dicke, kalkige Deckel
erinnert durch seine Fortsätze an die ähnlichen Bildungen von Nerita
(p. 313), weshalb die Gattung vielleicht zu den Neritidae zu stellen.
Wenn die flache Spiralseite, wie hier geschehen, als Oberseite gedeutet
wird, ist die Schale links gewunden, bei umgekehrter (von vielen
Autoren vorgezogener) Stellung rechts gewunden. Ausschliesslich im
Cambrium und Untersilur, häufig in Nordamerika (»Maclurea Limestone«
des Untersilurs), selten in Nordeuropa.
M. matutina Hall. Cambrium. Nordamerika.
M. magna }
} Untersilur. Nordamerika.
M. arctica Haught. }
M. Logani Salt. (Fig. 348). Untersilur. Nordamerika, Schottland.
[Illustration: Fig. 348. Maclurea Logani Salt. Untersilur. Canada. A
Schale von vorn ohne Deckel. B der schwach spiral gewundene Deckel von
aussen (links) und von innen (rechts), den längeren der beiden inneren
Fortsätze zeigend. ¹⁄₁.]
B. Taenioglossa (Bandzüngler).
Schale meist regelmässig spiral aufgerollt, selten ganz unregelmässig
(Serpula-ähnlich) oder mützenförmig. Nach der Gestalt der Mündung
zerfallen die Taenioglossa in die folgenden 2 Abtheilungen:
I. Holostomata. Mündung ohne Ausschnitt oder Canal.
II. Siphonostomata. Mündung mit Ausschnitt oder Canal.
Es ist zu dieser Eintheilung zu bemerken, dass einige Gattungen, welche
nach der Beschaffenheit des Thieres zu den Holostomata gerechnet
werden müssen, wie z. B. Melanopsis (p. 322), einen mindestens eben so
deutlichen Ausguss der Mündung besitzen, wie die Gruppe der Entomostoma
unter den Siphonostomata (p. 324 ff.).