3. Klasse: Gastropoda (Bauchfüssler, Schnecken).

Litteratur über Gastropoda.

(Vergl. p. 228, 229.)

Bellardi, L. I Molluschi de terreni terziari del Piemonte e della

Liguria. Parte I-III. Torino 1872-1882.

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Hoernes, R. Die fossilen Mollusken des Wiener Tertiärbeckens. Bd. I.

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de Koninck. Faune du Calcaire carbonifère de la Belgique, IIIᵉ et IVᵉ

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und 1865).

Zittel, K. A. Die Gastropoden der Stramberger Schichten (Mitth. aus d.

Mus. d. k. bay. Staates. Bd. II, Abth. 3. 1873).

Die Schnecken sind nackte oder beschalte Weichthiere mit gesondertem

Kopfe und einem bauchständigen Fusse (daher der Name Gastropoda).

Sie leben z. Th. im Wasser, z. Th. auf dem Lande und athmen theils

durch Kiemen, theils durch Lungen. Die Mehrzahl der Schnecken besitzt

die Fähigkeit, ein kalkiges Gehäuse (Schale) abzusondern, welches

in der Regel äusserlich liegt, so dass das Thier sich in dasselbe

ganz oder theilweise zurückziehen kann, seltener befindet sich die

rückgebildete Schale in der Körperhaut versteckt. Das Gehäuse ist

ähnlich zusammengesetzt wie die Schale der Lamellibranchiata; eine

-- oft fehlende -- äussere, hornige Lage (Oberhaut) bedeckt die

eigentliche Schale. Letztere besitzt meist eine porzellanartige

Beschaffenheit; zuweilen ist die innerste Lage perlmutterartig. Der

kohlensaure Kalk ist vorwiegend als Aragonit vorhanden und dies ist der

Grund der relativ leichten Zerstörbarkeit der Schneckenschalen, die in

den älteren Formationen entweder in Calcit umgewandelt oder gänzlich

aufgelöst sind.

[Illustration: Fig. 305. Latirus craticulatus Lin. Lebend. Rothes

Meer. A eine rechtsgewundene Schneckenschale in der gebräuchlichen

Stellung; das Gewinde (g) der Länge nach bis zur Mitte aufgeschnitten,

der letzte Umgang (u) ganz. b = Basis; sp’ = Spitze; u’ = erste, durch

Querwände abgeschlossene Umgänge; n = vertiefte Nähte zwischen den

einzelnen Umgängen; sp = Spindel; f = Falten derselben, auch in den

früheren Umgängen sichtbar; M = Mündung; c = unterer, c’ = oberer Canal

derselben; a = Aussenlippe; i = Innenlippe; s = Spiralstreifen der

Schalenoberfläche. B h-h = Länge oder Höhe, b-b = Breite oder Dicke des

Gehäuses.]

[Illustration: Fig. 306. Eine linksgewundene, ungenabelte

Schneckenschale. a = Aussen-, i = Innenlippe; c = Mündungscanal.]

Die für die Unterscheidung der fossilen Schnecken allein verwerthbare

Schale besteht nur in den seltensten Fällen aus mehreren (8) Stücken

(Placophora), vielmehr gewöhnlich nur aus einem einzigen Stücke.

Zweiseitig symmetrische [und dann in der Regel napfförmige (Fig.

312) oder spiral in einer Ebene aufgerollte (Fig. 311)] Schalen

gehören zu den seltenen Erscheinungen. Die in der Anlage vorhandene

zweiseitige Symmetrie des Thieres und der conisch röhrenförmigen

Schale wird vielmehr in der Regel dadurch gestört, dass sie sich

spiral um eine Achse wickeln unter fortwährender Verschiebung der

Aufrollungsebene nach einer und derselben Richtung (von hinten nach

vorn). Der zuerst gebildete Theil der Schale -- Spitze (Fig. 305 sp’)

-- ist geschlossen, der zuletzt entstandene -- Basis (Fig. 305 b) --

besitzt eine Oeffnung, Mündung (Fig. 305 M) genannt, aus welcher das

Thier Fuss, Kopf und einen Theil des Mantels hervorstrecken kann. Für

die Betrachtung wird die Schale gewöhnlich derart gestellt, dass die

Spitze nach oben, die Basis nach unten gerichtet ist, und der Beschauer

die Mündung in ihrer ganzen Breite übersieht (Fig. 306, 307 A). Die

Ausdehnung der Schale in der Richtung der Aufrollungsachse heisst Länge

oder Höhe (Fig. 305 B h-h), die grösste dazu senkrechte Ausdehnung

Dicke oder Breite (Fig. 305 B b-b). Man bezeichnet die Schale als links

gewunden, wenn bei der erwähnten Stellung derselben die Mündung links

von der Achse gelegen ist (Fig. 306), im entgegengesetzten, häufigeren

Falle als rechts gewunden (Fig. 305; Fig. 307 A, B). Die einzelnen

Windungen der Schale (Umgänge) wickeln sich in sehr verschiedenartiger

Weise um die Aufrollungsachse, wodurch eine grosse Mannigfaltigkeit der

Gesammtform hervorgerufen wird. Die hauptsächlichsten Abänderungen der

spiral gewundenen Schale sind folgende:

Die Schale ist:

1. walzenförmig (die Umgänge nehmen nach unten nur wenig an Dicke zu)

(Fig. 393);

2. thurmförmig oder verlängert (zahlreiche, langsam und regelmässig an

Dicke zunehmende Umgänge) (Fig. 314, 317);

3. eiförmig (Gewinde kurz, letzter Umgang mehr oder weniger oval)

(Fig. 329);

4. spindelförmig (Schale beiderseits zugespitzt) (Fig. 305);

5. kegelförmig (regelmässig conisch mit platter Grundfläche)

(Fig. 325);

6. kreiselförmig (regelmässig conisch mit convexer Grundfläche) (Fig.

320);

7. kugelig (Gewinde niedrig, letzter Umgang sehr breit) (Fig. 307 A);

8. mützenförmig (Gewinde kurz oder fast fehlend, letzter Umgang

trompetenartig erweitert) (Fig. 313);

9. niedergedrückt (Gewinde kaum hervorragend, Umgänge regelmässig an

Weite zunehmend) (Fig. 319);

10. scheibenförmig (Umgänge nahezu in einer Ebene liegend, Gewinde von

der Seite nicht sichtbar) (Fig. 327).

In seltenen Fällen werden die Windungen ganz unregelmässig, wodurch

Formen entstehen, die manchen Serpulaschalen (Fig. 118 D) zum

Verwechseln ähnlich sehen.

Die Schneckenschale umschliesst für gewöhnlich eine einfache Höhlung,

die dem Thiere als Wohnraum dient. Der Eingeweidesack des Thieres liegt

in dem hinteren Theil der Schalenhöhlung, dem Gewinde (Fig. 305 g)

versteckt, Kopf und Fuss können in den letzten Umgang der Schale (Fig.

305 u) zurückgezogen werden. Zuweilen liegt aber ein Theil des Mantels

ausserhalb der Schale und auf diese zurückgeschlagen. Der zuerst

gebildete, vom Thiere nicht mehr bewohnte Theil der Schalenhöhlung wird

häufig durch kalkige Querblätter von dem Wohnraum abgeschieden oder

auch durch compacte Kalksubstanz ausgefüllt (Fig. 305 u’).

[Illustration: Fig. 307. A Nerita Plutonis Bast. Miocän. Uecken,

Aargau. a = die verdickte Aussenlippe; i = Innenlippe, mit Zähnen (z)

versehen. B Längsschnitt einer Schneckenschale mit weitem und tiefem

Nabel (n’) (Solarium perspectivum Lin.). Bezeichnungen wie in Fig. 305

A.]

Meist wickeln sich die Umgänge in der Richtung der Achse fest um

einander und bilden eine solide Säule, die Spindel oder Columella (Fig.

305 sp). Die Spindel wird nur an der Innenseite der Mündung von aussen

sichtbar, ebenso die spiralen Wülste, welche häufig auf der Spindel

verlaufen und Spindelfalten oder schlechtweg Falten genannt werden

(Fig. 305 f). Berühren sich die Windungen in der Achse der Schale

nicht, so entsteht ein engerer oder weiterer, conischer, gegen unten

verbreiterter und sich öffnender Hohlraum, Nabel (Fig. 307 B n’). Wird

derselbe nachträglich von einer schwieligen Verdickung verschlossen,

so spricht man von einer Nabelschwiele (Fig. 322). Die äusserlich

gewöhnlich durch Vertiefungen bezeichnete Grenze der Umgänge heisst

Naht (Fig. 308 n).

[Illustration: Fig. 308. Latirus craticulatus Lin. Lebend. Rothes

Meer. A eine rechtsgewundene Schneckenschale in der gebräuchlichen

Stellung; das Gewinde (g) der Länge nach bis zur Mitte aufgeschnitten,

der letzte Umgang (u) ganz. b = Basis; sp’ = Spitze; u’ = erste, durch

Querwände abgeschlossene Umgänge; n = vertiefte Nähte zwischen den

einzelnen Umgängen; sp = Spindel; f = Falten derselben, auch in den

früheren Umgängen sichtbar; M = Mündung; c = unterer, c’ = oberer Canal

derselben; a = Aussenlippe; i = Innenlippe; s = Spiralstreifen der

Schalenoberfläche. B h-h = Länge oder Höhe, b-b = Breite oder Dicke des

Gehäuses.]

[Illustration: Fig. 309. Eine linksgewundene, ungenabelte

Schneckenschale (Fusus antiquus Müll.). a = Aussen-, i = Innenlippe; c

= Mündungscanal.]

Die Mündung der Schale wechselt in ihrem Umriss ausserordentlich: sie

kann kreisrund (Fig. 386), halbmondförmig (Fig. 310 A), eiförmig (Fig.

324 A), linear (Fig. 328) etc. sein. Nur selten bildet der Mundrand

oder -saum ein geschlossenes Ganzes -- zusammenhängender Mundrand (Fig.

324) --, meist trennt sich der Aussenrand (Aussenlippe -- Fig. 310 A a)

vom Innen- oder Spindelrande (Innenlippe -- Fig. 310 A i). An Stelle

des fehlenden Innenrandes können die vorletzte Windung oder die Spindel

treten (Fig. 326). Die Trennung der beiden Ränder tritt dann besonders

scharf hervor, wenn die Mündung sich nach unten (vorn) in eine kürzere

oder längere Rinne (Ausguss oder Canal -- Fig. 308 c) verlängert,

welche die Athemröhre aufnimmt, oder wenn gar eine Rinne am oberen

(hinteren) Ende der Mündung auftritt (Fig. 308 c’). Der Innenrand

legt sich meist fest an die vorletzte Windung oder die Spindel an.

Der Aussenrand verläuft gerade, d. h. in der Fortsetzung des letzten

Umganges (Fig. 325), er kann aber auch nach innen eingerollt, nach

aussen umgeschlagen (Fig. 314 a), zuweilen flügelartig ausgebreitet

(Fig. 368) und dann auch wohl fingerförmig zertheilt sein (Fig. 369).

Auf Innen- wie Aussenlippe treten Verzierungen, als Zähne (Fig. 310

A z), Runzeln oder Falten auf. Die Verzierungen der Schalenoberfläche

(Skulptur genannt) wie Wülste, Rippen, Streifen, Furchen, Stacheln,

Höcker etc. verlaufen entweder den Nähten parallel, also spiral

-- Spiralverzierungen (Fig. 308 s, 309, 310 A) -- oder senkrecht

dazu -- Querverzierungen (Fig. 315). Die bei lebenden Schnecken

(namentlich Meeresschnecken) zur Artunterscheidung gut verwerthbaren

Farbenzeichnungen finden sich bei den fossilen in der Regel nicht mehr

erhalten. Die Schalen der Süsswasserschnecken sind an ihrer (durch

Bacterien) angefressenen Spitze und der grünen oder schwarzen (zuweilen

auch bei meerischen Schnecken vorkommenden) Epidermis kenntlich.

Viele Schnecken, namentlich aus der Ordnung der Prosobranchiata,

tragen auf der Hinterseite des Fusses eine gesonderte, hornige oder

kalkige Platte, meist von der ungefähren Form der Mündung, den sog.

Deckel, mit welchem das Thier beim Zurückziehen in die Schale die

Mündung verschliessen kann (Fig. 384). Häufig zeigt der Deckel spirale

Windungen (Fig. 351 b). Manche Lungenschnecken sondern nur für den

Winter ein deckelartiges Gebilde (Winterdeckel oder Diaphragma) ab. Bei

der Gattung Clausilia findet sich ein an die Spindel festgeheftetes

Deckelstück (Clausilium -- Fig. 392 B).

Die meisten Gastropoden leben im Wasser, die Mehrzahl der

Lungenschnecken (Pulmonata) und einige Prosobranchiata (Unterordnung

Neurobranchiata) auf dem Lande. Weitaus der grösste Theil der

Wasserbewohner findet sich im Meere, nur ein geringer Theil im

Süsswasser; manche Formen können in salzigem und brackischem,

andere in süssem und brackischem gleich gut fortkommen. Sowohl

Land- als Wasserschnecken zeigen gegen die Pole zu eine Abnahme der

Formenmannigfaltigkeit, der Grösse und der Pracht der Verzierung. Die

Meeresschnecken leben meist in geringen Tiefen (0-72 m), in grösseren

Tiefen nehmen sie rasch ab, und in der abyssischen Region (über 500 m)

findet man nur noch wenige, z. Th. sehr dünnschalige Formen.

[Illustration: Fig. 310. A Nerita Plutonis Bast. Miocän. Uecken,

Aargau. a = die verdickte Aussenlippe; i = Innenlippe, mit Zähnen (z)

versehen. B Längsschnitt einer Schneckenschale mit weitem und tiefem

Nabel (n’) (Solarium perspectivum Lin.). Bezeichnungen wie in Fig. 308

A.]

Man theilt die Gastropoden in folgende Ordnungen und Unterordnungen ein:

A. Athmung durch Kiemen (wenn durch Lungen, meist ein Deckel vorhanden).

a. Kiemen und Vorhof hinter der Kammer des Herzens. Schale häufig

fehlend. Fossil nicht sehr wichtig.

I. Ordn. Opisthobranchiata.

b. Kiemen und Vorhof vor der Kammer des Herzens. Schale meist

vorhanden.

α. Vorderer Theil des Fusses zu einer aufrechten Flosse

umgewandelt. Nackt oder beschalt. Fossil unwichtig.

II. Ordn. Heteropoda.

β. Fuss mit Kriechsohle. Schale stets, Deckel meist vorhanden.

Fossil sehr wichtig.

III. Ordn. Prosobranchiata.

1. Schale aus 8 beweglichen Stücken bestehend. Fossil unwichtig.

1. Placophora.

2. Schale aus einem Stück bestehend.

* Athmung durch Kiemen.

o Kiemen blattförmig, kreisförmig angeordnet. Schale

napfförmig. Fossil nicht wichtig.

2. Cyclobranchiata.

oo Kiemen federförmig. Schale spiral aufgerollt, selten

napfförmig. Fossil wichtig.

3. Aspidobranchiata.

ooo Kiemen kammförmig. Schale spiral. Meist ein Deckel

vorhanden. Fossil sehr wichtig.

4. Ctenobranchiata.

** Athmung durch Lungen. Fossil nicht sehr wichtig.

5. Neurobranchiata.

B. Athmung durch Lungen. Ein eigentlicher Deckel fehlt. Fossil wichtig.

IV. Ordn. Pulmonata.

Die systematische Stellung mancher fossilen Schnecken muss unsicher

bleiben, weil ganz ähnliche und im fossilen Zustande schwer oder

gar nicht unterscheidbare Gehäuse von ganz verschieden organisirten

Thieren erzeugt werden können. Eine natürliche Eintheilung lässt sich

somit nach den Gehäusen allein nicht erzielen. Um dem Anfänger die

Bestimmung der wichtigsten fossilen Formen zu erleichtern, geben wir

nachstehende Schlüsseltabelle, in welcher nur Merkmale der Schale für

die Unterscheidung verwerthet sind. Die Gruppirung der Gattungen ist

dadurch vielfach eine ganz unnatürliche geworden.

A. Schale aus mehreren (8) Stücken bestehend

Chiton.

B. Schale aus einem Stück bestehend, oft mit Deckel.

a. Schale vollkommen zweiseitig symmetrisch, spiral in einer Ebene

aufgerollt oder napfförmig (Fig. 311, 312).

α. Schale napfförmig (Fig. 312).

1. Am Wirbel geschlossen (Fig. 331)

Patella.

2. Am Wirbel mit Schlitz (Fig. 312)

Fissurella.

β. Schale spiral in einer Ebene aufgerollt, Aussenlippe mit

Spalt (Fig. 311)

Bellerophon.

b. Schale mützenförmig, gebogen oder im Anfang spiral, oft fast

symmetrisch. Mündung trompetenartig erweitert (Fig. 313)

Capulus.

c. Schale unsymmetrisch spiral aufgerollt, mit geschlossenen Windungen

(Fig. 314-327).

α. Mündung mit Ausguss oder Canal (Fig. 314-318).

1. Aussenlippe oben mit seitlichem Schlitz (Fig. 316).

a. Mündung länglich, mit langem Canal (Fig. 316)

Pleurotoma.

b. Mündung oval oder viereckig, mit kurzem Ausguss. Mündung

mit Falten (Fig. 317)

Nerinea.

2. Aussenlippe ohne seitlichen Schlitz.

o Spindelfalten in allen Windungen vorhanden.

+ Mündung kaum höher als breit; letzter Umgang wenig höher

als die früheren. Gehäuse thurmförmig (Fig. 314)

Cerithium.

++ Mündung verlängert. Letzter Umgang erweitert (Fig. 375).

Gehäuse spindelförmig

Voluta.

oo Spindelfalten fehlend oder undeutlich.

+ Mündung mit kurzem Ausguss. Innenlippe umgeschlagen

(Fig. 314).

* Letzter Umgang wenig höher als die früheren. Mündung

kaum höher als breit. Gehäuse thurmförmig (Fig. 314)

Cerithium.

** Letzter Umgang viel höher als die übrigen. Mündung

verlängert.

§ Innenlippe schwielig verdickt. Mündung unten stark

verengt (Fig. 358)

Melanopsis.

§§ Innenlippe nicht schwielig verdickt (Fig. 373)

Buccinum.

++ Mündung mit kürzerem oder längerem Canal (Fig. 315, 318).

* Aussenlippe nicht ausgebreitet (Fig. 318).

§ Schale ohne Querwülste (Fig. 377)

Fusus.

§§ Schale mit Querwülsten (Fig. 318).

aa. Die Querwülste stehen unregelmässig (Fig. 318)

Tritonium.

bb. Die Querwülste hängen zusammen (Fig. 380)

Murex.

** Aussenlippe ausgebreitet, oft mit fingerförmigen

Fortsätzen.

§ Mündung nach oben nicht in eine Rinne auslaufend

(Fig. 370)

Alaria.

§§ Mündung nach oben in eine Rinne auslaufend (Fig.

315 r)

Rostellaria.

β. Mündung ganz, d. h. ohne unteren Ausguss oder Canal (Fig.

319-327).

1. Aussenlippe mit Schlitz (Fig. 320 A s, C s).

o Schale thurmförmig, hoch

Murchisonia.

oo Schale kreiselförmig, niedrig (Fig. 320)

Pleurotomaria.

2. Aussenlippe ohne Schlitz (Fig. 319, 321-327).

o Spindel oder Innenlippe ohne Falten, höchstens gezähnt

(Fig. 319, 321-327).

+ Innenlippe abgeplattet und meist gezähnt. Gewinde sehr

niedrig; letzter Umgang sehr gross (Fig. 321).

* Schale dickwandig (Fig. 341, 344)

Nerita, Velates.

** Schale dünnwandig (Fig. 321)

Neritina.

++ Innenlippe weder abgeplattet noch gezähnt (Fig. 319,

322-327).

* Schale mit weitem Nabel (Fig. 319).

§ Meeresschnecken (Fig. 319)

Straparollus, Solarium.

§§ Süsswasserschnecken (Fig. 327)

Planorbis.

** Schale eng oder gar nicht genabelt (Fig. 322-326).

§ Ränder der Mündung zusammenhängend (Fig. 324).

aa. Mündung meist kreisrund, selten oben ein wenig

ausgezogen. Zahl der Umgänge oft mehr als 5 (Fig.

384, 385)

Cyclostoma.

bb. Mündung oben deutlich verschmälert. Umgänge meist

wenig zahlreich (bis 5) (Fig. 324)

Paludina.

§§ Ränder der Mündung nicht zusammenhängend (Fig. 322,

323, 325, 326).

aa. Schale hoch thurmförmig (Fig. 323).

I. Mündung rundlich oder vierseitig, oben nicht

ausgezogen. Schalen mit regelmässigen

Spiralstreifen oder Rippen (Fig. 349)

Turritella.

II. Mündung nach oben verschmälert (Fig. 323).

α. Schale glatt, selten mit Spiralstreifen;

Umgänge flach oder regelmässig gewölbt

(Fig. 359)

Chemnitzia.

β. Schale meist quer gerippt, oft auch mit

Spiralstreifen; Umgänge meist kantig (Fig.

323)

Melania.

bb. Schale niedriger, kegelig bis kugelig (Fig. 322,

325, 326).

I. Schale kugelig, letzter Umgang sehr hoch und

breit (Fig. 322)

Natica.

II. Schale regelmässig conisch oder halbkugelförmig

(Fig. 325, 326).

α. Schale meist mannigfaltig verziert (Fig.

325).

a. Mündung rund, eher höher als breit (Fig.

336, 338)

Turbo.

b. Mündung quer, breiter als hoch (Fig. 325)

Trochus.

β. Schale nur durch Anwachsstreifen verziert

(Fig. 326).

Helix.

oo Schale mit Spindelfalten (Fig. 328, 329).

+ Schale eiförmig, dick; rechtsgewunden; Gewinde niedrig

(Fig. 328, 329)

Actaeonella, Avellana.

++ Schale spindelförmig; linksgewunden; Gewinde hoch (Fig.

392)

Clausilia.

[Illustration: Fig. 311. Bellerophon bicarenus Lév.]

[Illustration: Fig. 312. Fissurella Italica Dfr. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 313. Capulus neritoides Phill. sp. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 314. Cerithium margaritaceum Brocc.]

[Illustration: Fig. 315. Rostellaria fissurella Lmk.]

[Illustration: Fig. 316. Pleurotoma cataphracta Brocc. sp. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 317. Nerinea trinodosa Voltz.]

[Illustration: Fig. 318. Tritonium flandricum d. Kon. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 319. Straparollus pentangulatus Sow. sp.]

[Illustration: Fig. 320. A, B Pleurotomaria anglica Sow. sp. C Pl.

caepa Desl.]

[Illustration: Fig. 321. Neritina crenulata Kl.]

[Illustration: Fig. 322. Natica millepunctata Lmk. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 323. Melania inquinata Desh.]

[Illustration: Fig. 324. Paludina. A P. pachystoma Sdbg. B P. avellana

Neum.]

[Illustration: Fig. 325. Trochus angulatoplicatus Mnstr.]

[Illustration: Fig. 326. Helix deflexa A. Br.]

[Illustration: Fig. 327. Planorbis euomphalus Sow. ¹⁄₁.]

Elemente der Paläontologie · 第 149 / 606 题