2. Ordnung Testicardines.

Die hierher gehörigen Formen zeichnen sich durch den Besitz eines

Schlosses aus. Im einfachsten Falle besteht dasselbe aus einem

Schlossfortsatze in der Mitte des Schlossrandes der kleineren Klappe

(Fig. 205 D f), an den die Oeffnungsmuskeln sich anheften -- Productus.

Bei den meisten Formen entwickeln sich ausserdem am Schlossrande der

grösseren Klappe 2 symmetrisch zur Mittelebene gestellte Zähne (Fig.

208 B zp’), welche den Schlossfortsatz der kleineren Klappe seitlich

fest umschliessen. Die Zähne greifen in entsprechende Vertiefungen

(Zahngruben -- Fig. 208 A) der anderen Klappe ein. Eine seitliche

Verschiebung der Klappen gegen einander ist hierdurch unmöglich

gemacht, vielmehr geschieht das Oeffnen der Schale nur durch Entfernung

der kleineren Klappe von der grösseren innerhalb der Symmetrieebene

der Schale. Diese symmetrische Stellung und Ausbildung der Zähne und

Zahngruben bezeichnet man als isodonte Bezahnung. Die Mehrzahl der

Testicardines besitzt ein wohlentwickeltes, kalkiges Armgerüst; nur den

Familien der Productidae und Orthidae fehlt dasselbe fast vollständig.

Elemente der Paläontologie · 第 119 / 606 题