2. Fam. Obolidae.

Die beiden Klappen etwas ungleich, oval oder kreisrund, mehr

phosphorsauren Kalk als Hornsubstanz führend. Schlossrand breit und

verdickt, mit einer Stielfurche (Fig. 202 B f, C f). Nur paläozoisch;

vom Cambrium bis zum Perm. Typische Gattung:

[Illustration: Fig. 202. A-C Obolus Apollinis Eichw. Cambrium.

St. Petersburg. A grössere Klappe von aussen. B, C dieselbe von

innen. f = Stielfurche des Schlossrandes; m = Mittelleiste; s =

Schliessmuskeleindrücke; d = Gleitmuskeleindrücke.]

Obolus Eichw. (Fig. 202 A-C). Die nagelförmige oder kreisrunde Schale

besitzt auf der Aussenseite concentrische Anwachsstreifen und feine

radiale Streifen (A). Die Innenseite der grösseren Schale (B, C) zeigt

den gestreiften und verbreiterten Schlossrand und die Stielfurche (f).

Zu beiden Seiten einer mittleren Leiste (m) liegen die Eindrücke der

paarigen vorderen (centralen) und hinteren Schliessmuskeln (s). Die

Gleitmuskeleindrücke (d) liegen seitlich. Die kleinere Klappe besitzt

einen weniger stark verbreiterten Schlossrand, eine kaum angedeutete

Mittelleiste und eine herzförmige Vertiefung in der Mitte. Cambrium und

Silur.

O. Apollinis Eichw. (Fig. 202). Im »Obolus-« oder

»Ungulitensandstein« des Cambriums der russischen Ostseeprovinzen.

O. Davidsoni Salt. Obersilur. Grossbritannien, Schweden.

Elemente der Paläontologie · 第 116 / 606 题