5. Klasse: Crinoidea.

Litteratur über Crinoidea.

Angelin, N. P. Iconographia Crinoideorum in Stratis Sueciae Siluricis

fossilium. Holmiae 1878.

Beyrich, E. Ueber die Crinoiden des Muschelkalks. Abh. d. Berliner

Akad. d. Wissensch. 1857.

* Carpenter, P. H. Report on the Crinoidea I. Scient. Result of

Challenger Voyage. Vol. XI. 1884.

de Koninck & le Hon. Recherches sur les Crinoides du terrain

carbonifère de la Belgique. Mém. de l’acad. roy. de Belgique 1854.

Litteraturverzeichniss bis 1854.

de Loriol, P. Monographie des Crinoides fossiles de la Suisse. Abh. d.

schweizer paläont. Gesellsch. Bd. IV, V 1877-78.

---- Paléontologie française. Terr. jurass. T. XI, Crinoides. 1882-88.

Meek & Worthen. Geological Survey of Illinois. Palaeontology. Bd.

II-VI. 1866 bis 1875.

Quenstedt, F. A. Petrefactenkunde Deutschlands. Bd. IV. Leipzig 1874-76.

Schultze, L. Monographie der Echinodermen des Eifler Kalkes. Denkschr.

d. Wiener Akad. d. Wissensch. Bd. XXVI. 1866.

Wachsmuth & Springer. Revision of the Palaeocrinoidea. Proc. of the

Acad. of Nat. Sc. of Philadelphia. 1879, 1881, 1882, 1885, 1886.

Der Körper der Crinoiden oder Seelilien haftet fast immer vermittelst

eines längeren oder kürzeren Stieles auf dem Boden und besitzt

bewegliche, meist verzweigte Arme, so dass wir 3 Theile an dem Thier zu

unterscheiden haben:

1) Den Stiel (oder die Säule) (Fig. 153 A st), eine Aufeinanderfolge

runder oder eckiger Kalkscheiben. Der Stiel wird von einem runden oder

eckigen Canal, dem sog. Centralcanal (Nahrungscanal) durchzogen (Fig.

153 D c), welcher Blutgefässe (vielleicht auch Nervenstränge) enthält.

Zuweilen sitzen an den Seitenflächen des Stieles Ranken (Fig. 170 A

r), ebenfalls aus Kalkplättchen bestehend und von je einem Aste des

Centralcanals durchzogen. Wenn sie abgefallen sind, bleibt am Stiele

eine entsprechende Narbe zurück (Fig. 170 C a, F a, H a). Das untere

Ende des Stieles ist zuweilen wurzelförmig ausgebreitet (Fig. 167 A;

Fig. 165 B). Das oberste Stielglied entwickelt sich zuweilen stärker

als die übrigen (Fig. 153 A cd) und heisst dann Centrodorsale. Bei den

stiellosen Crinoiden repräsentirt dieses Stück den einzigen Rest des

Stieles (Fig. 154 A cd, B cb).

[Illustration: Fig. 153. Apiocrinus. A A. magnificus d’Orb. Oberer

Malm. La Rochelle, Charente inférieure. Statt l (links) lies b. st =

das obere Ende des Stiels; cd = letztes Stielglied (Centrodorsale); b,

r₁, r₂ = Dorsalkapsel; b = Basalia; r₁ = erste Radialia, r₂ = zweite

Radialia, r₃ = dritte Radialia, an welche sich die Arme (br₁, br₂ etc.)

anschliessen; ir = Interradiale; p = Seitenglieder der Arme (pinnulae).

B, C A. Parkinsoni Schl. Oberer Dogger. Normandie. B Verlauf der Canäle

in den Tafeln der Dorsalkapsel; b, r₁, r₂, r₃, br₁, br₂ wie in Fig. A;

c₂ = offene Canäle der Basalia; die punktirten Linien geben den Verlauf

der verdeckten Canäle an; rc = Ringcanal. C Längsschnitt durch das

obere verdickte Stielende; cd = Centrodorsale. D ein Stielglied von A.

polycyphus Mer. mit weitem, rundem Centralcanal (c).]

2) Den Kelch, eine kelchförmige oder kugelige Kapsel, welche nach oben

auf den Stiel folgt und welche die wichtigsten Weichtheile einschliesst

(Leibeshöhle) (Fig. 153 b u. r). Nur die untere und seitliche Wand

des Kelches (Dorsalkapsel) ist für gewöhnlich sichtbar, weil die vom

Kelche sich abzweigenden Arme -- die nach dem Tode des Thieres sich

zusammenlegen -- die obere Wand oder Decke des Kelches verhüllen. Da

die Mundöffnung auf der Oberseite gelegen ist, so ist die letztere als

Ventralseite gekennzeichnet.

Der Körper der Crinoiden befindet sich somit in der umgekehrten Lage,

wie derjenige der Echinoidea, Ophiuroidea und Asteroidea. Die Wand

des Kelches besteht entweder ganz oder doch zum grössten Theile aus

fest an einander gefügten Kalkplatten, deren Zahl und Stellung zur

Unterscheidung der Familien und Gattungen in erster Linie in Betracht

kommt.

[Illustration: Fig. 154. Marsupites ornatus Sow. Obere Kreide: Senon.

England. A ein Kelch mit dem unteren Theile der Arme. B Schema der

Kelchplatten. cd = Centrodorsale; ib = Infrabasalia; pb = Parabasalia;

r = Radialia mit den Ausschnitten für die ersten Brachialia (br I); br

II = zweite Brachialia; agl = Armglieder.]

Die äusserlich sichtbare Dorsalkapsel der jüngeren Crinoiden (der

mesozoischen und känozoischen Zeit = Neocrinoidea) besteht meist aus

wenigen, regelmässig nach der Fünfzahl angeordneten Platten. Die 5

Platten desselben Kranzes sind nicht von einander verschieden. Man

bezeichnet die Platten folgendermaassen:

I. Radialia (r) heissen diejenigen, meist fünfseitigen Tafeln, welche

in der Verlängerung der Arme, d. h. radial liegen (Fig. 153 A r₁-r₃,

Fig. 154 B r). Sie berühren sich mit ihren Seitenflächen und es

schieben sich keine anderen Tafeln dazwischen. Meist wird der

Oberrand der Dorsalkapsel aus einem Kranze solcher Radialia gebildet.

Nach oben können noch mehrere derartige Stücke in gleicher

Stellung sich anschliessen (zweites [r₂], drittes [r₃] Radiale).

II. Basis heissen die 2 (oder der eine) Tafelkränze, welche zwischen dem

ersten Radiale und dem obersten Stielgliede (oder Centrodorsale)

gelegen sind. Besteht die Basis aus einem Tafelkranze, so stehen die

Platten interradial, d. h. in der Verlängerung der Zwischenräume der

Arme, und heissen schlechtweg Basalia (Fig. 153 A b); besteht die

Basis aber aus 2 Tafelkränzen, so nennt man die Tafeln des oberen

Kranzes, welche interradial liegen, Parabasalia (Fig. 154 pb),

diejenigen des unteren Kranzes, welche, wie die Radialia, radiär

stehen, Infrabasalia (Fig. 154 ib). Im ersten Falle heisst die Basis

monocyclisch, im letzteren dicyclisch. Nur in seltenen Fällen

betheiligen sich an dem Aufbau der Dorsalkapsel der Neocrinoidea

ausser der Basis und den I. Radialia noch weitere Tafeln, nämlich

II. und III. Radialia (Fig. 153 A r₂, r₃) oder kleine interradial

gestellte Täfelchen zwischen den letzteren, sog. Interradialia (Fig.

153 A ir). Als scharfes Kennzeichen für den Kelch der Neocrinoidea

kann die fünfstrahlig symmetrische Ausbildung der Dorsalkapsel

gelten, die sich in der regelmässigen Fünfzahl und der gleichen

Grösse der zu einem Tafelkranz gehörigen Platten ausspricht.

Die obere oder Ventralseite des Kelches der Neocrinoidea wird meist von

einer lederartigen Haut gebildet, welche auch mit kleinen Kalkplatten

belegt sein kann. In der Mitte der Oberseite liegt der Mund (Fig. 155

o). Von demselben zweigen sich frei zu Tage liegend 5 Ambulacralfurchen

ab, die nach den Armen (Fig. 155 br) verlaufen. Der After (a) liegt

excentrisch und zwischen den Furchen, also interradial.

[Illustration: Fig. 155. Oberseite des Kelches von Antedon (Recent).

o = Mundöffnung central, von welcher die offenen Ambulacralfurchen

(Radien) nach den Armen (br) ausstrahlen. Der After (a) liegt

excentrisch und zwischen den Radien (interradial).]

Der Kelch der Crinoidea der paläozoischen Zeit (Palaeocrinoidea)

weist einen viel complicirteren Bau auf. Selbst wenn die Dorsalkapsel

nur aus der gleichen Anzahl von Tafelkränzen besteht, wie bei der

überwiegenden Anzahl der Neocrinoidea, so sind doch die 5 Radien

niemals alle gleichartig ausgebildet, indem entweder die Basalia nicht

in normaler Zahl (z. B. 4 statt 5) vorhanden sind (Eucalyptocrinus --

Fig. 161 D b) oder eines der 5 Parabasalia anders gestaltet ist als die

übrigen 4 (Cyathocrinus -- Fig. 164 C pb), oder indem sich zwischen die

Radialia in einem Interradius (Hexacrinus -- Fig. 160 A a₁) oder in

allen (Actinocrinus -- Fig. 156) eine oder mehrere Tafeln einschieben,

die allgemein als Interradialia (ir) bezeichnet werden. Die zwischen

die I. Radialia eingeschobene sechste Platte steht in der Verlängerung

der Afteröffnung (Fig. 160 A a-a₁) und heisst erste Analplatte, die

darüber folgenden zweite, dritte Analplatte etc. (Fig. 156 D a₁-a₅).

Durch die Analplatten ist die Hinterseite des Kelches ausgezeichnet;

der betreffende Interradius heisst Analinterradius. Somit zeigen

die Palaeocrinoidea niemals eine regelmässig fünfstrahlig-radiäre

Anordnung der Kelchtafeln, sondern immer eine zweiseitig symmetrische

(unregelmässig strahlige).

Die Kelchdecke der Palaeocrinoidea zeigt in den seltenen Fällen,

wo sie beobachtet werden kann, keine wesentlichen Unterschiede

von der der Neocrinoidea (Fig. 156 C). Ein centraler Mund (o) und

Ambulacralfurchen (c), von kleinen Plättchen (c₁) bedeckt und dann

Ambulacralröhren genannt, sind vorhanden. Der After (a) liegt

excentrisch im hinteren Interradius. Aber in den meisten Fällen spannt

sich über die Kelchdecke eine aus festen Platten zusammengefügte

Ventralkapsel (Fig. 156 B), welche die Ambulacralfurchen (B c₁, C

c, c₁) und den Mund verdeckt. Diese Decke kann sich in eine lange

Afterröhre (oder Proboscis) verlängern (Fig. 156 A pr), an deren Ende

oft die Afteröffnung liegt. Die Ventralkapsel ist im Wesentlichen eine

Wiederholung der Dorsalkapsel, insofern sie sich ebenfalls aus radialen

und interradialen Platten zusammensetzt (Fig. 160 B). Eine weniger

feste, vielmehr biegsame und wahrscheinlich nur aus Interradialplatten

zusammengesetzte Ventralkapsel besitzen die Articulata. Bei einer

anderen Gruppe (den sog. Fistulata) endlich erscheint die Ventralkapsel

zurückgebildet, so dass die Kelchdecke ganz oder zum Theil zu Tage

liegt; sie sendet in diesem Falle eine sackförmige, oben geschlossene

Ausstülpung aus dem Kelche heraus, welche aber hinten, also excentrisch

liegt, und die von regelmässigen Tafeln gebildet wird, deren Ränder

durchbohrt sind (Fig. 164 B p). Dieses Organ diente wahrscheinlich zur

Respiration.

[Illustration: Fig. 156. Actinocrinus. A A. (Batocrinus) pyriformis

Shum. Carbon. Jowa. Auf der linken Hälfte sind die Arme (br)

gezeichnet, auf der rechten fortgelassen, um die Ventralkapsel

und die lang ausgezogene proboscis zu zeigen; st = Stiel. B, C A.

proboscidialis Hall. Carbon. Jowa. B ein Kelch mit aufgebrochener

Ventralkapsel; unter derselben liegen die getäfelten Ambulacralröhren

(c₁) und das gefaltete Organ (oe). Für die andern Bezeichnungen siehe

Fig. D. C Ansicht eines Kelch-Steinkernes von oben; o = Mund; c =

die vom Munde nach den Armen ausstrahlenden Ambulacralröhren als

Abdruck; c₁ = dieselben mit erhaltener Täfelung; a = After. D Schema

des hinteren Theiles der Dorsalkapsel von Actinocrinus; b = Basalia,

über denselben die Radialia r₁, r₂, r₃, die paarigen Radialia (oder

Distichalia) d₁, d₂, d₃ und die Interaxillaria id. Zwischen den

beiden Radien liegen die analen Interradialia (a und ir), unter denen

die mittlere Reihe der Analplatten (a₁-a₅) sich von den seitlichen

Interradialia (ir₁-ir₃) abhebt.]

3) Als Arme (Brachia) bezeichnet man die gegliederten Anhänge, welche

an der oberen Grenze der Dorsalkapsel sich abzweigen. Sie bestehen

aus gelenkigen oder fest verbundenen Kalkgliedern (Armglieder) und

besitzen meist feine gegliederte Anhänge, sog. Pinnulae (Fig. 165 F p).

Strenge genommen beginnen die Arme unmittelbar über dem ersten Radiale.

Wenn aber, wie das bei den meisten Palaeocrinoidea der Fall ist, die

untersten Armglieder in die Dorsalkapsel noch mit eingeschlossen sind,

so werden sie als II., III. Radiale bezeichnet (Fig. 156 D r₁-r₃). Die

in der Fortsetzung der Radialia liegenden Armglieder heissen Brachialia

(Fig. 163 I br, II br). Meist tritt aber sehr bald eine Theilung

des Armes ein; dann wird das letzte unterhalb der Theilungsstelle

befindliche Täfelchen Axillare (Fig. 156 D r₃) genannt und die durch

Theilung entstandenen Täfelchen heissen Distichalia (Fig. 156 D d₁-d₃).

Tafeln, die sich zwischen die Distichalreihen einschieben, bezeichnet

man als Interdistichalia (Fig. 156 D id).

Die Arme können einfach (Fig. 163 A) oder ein oder mehrere Male

getheilt sein (Fig. 164 A). Stehen die Armglieder in einfachen Reihen,

so spricht man von einzeiligen (Fig. 162), stehen sie abwechselnd in

2 Reihen, von zweizeiligen Armen (Fig. 165 A, F). Die vom Kelche aus

die Innen- (Ventral-) Seite der Arme durchziehende Ambulacralfurche

enthält als Ausstülpungen der Leibeshöhle Wasser- und Blutgefässe,

einen Nerven- und einen Genitalstrang. Die Furche kann von Täfelchen

bedeckt sein (Fig. 163 D ps). Die -- zuweilen fehlenden -- Armanhänge

oder Pinnulae stehen abwechselnd auf beiden Seiten des Innenrandes der

Arme (Fig. 165 F p).

Mit Ausnahme der ungestielten, geringe Tiefen bewohnenden Gattung

Comatula leben die wenigen heutigen Crinoiden in mittleren Meerestiefen

meist zwischen 80 und 1000 Faden, stellenweise in grösseren Mengen

zusammen. Ihre Zahl ist gegenüber der der fossilen gering. Zu einer

naturgemässen Classification der zahlreichen fossilen Formen ist

das Verhalten der Ventralseite in erster Linie ausschlaggebend.

Da aber dieses Merkmal nur an besonders gut erhaltenen Stücken

beobachtet werden kann, so geben wir im Folgenden einen Schlüssel

für die Bestimmung der wichtigsten Gattungen, in welchem nur solche

Merkmale zur Unterscheidung benutzt sind, die an allen nicht geradezu

fragmentären Stücken zu sehen sind.

A. Dorsalkapsel aus mehr als 21 grösseren Tafeln bestehend. Mehrere

Radialia und Interradialia, ferner Distichalia vorhanden (Fig. 157 A,

B, D).

a. Basalia und I. Radialia auf der Seite der Dorsalkapsel nicht

sichtbar, ganz oder zum grössten Theil auf der Unterseite gelegen

(Fig. 159 A if, pb, r₁).

1) Die Mitte der Unterseite tief eingesenkt, weil Basalia und I.

Radialia in das Kelchinnere hineingezogen (Fig. 161 B rb). I.

Radialkranz mit 5 Tafeln (Fig. 161) Eucalyptocrinus.

2) Mitte der Unterseite schwach eingesenkt. Basalia und I. Radialia

von unten sichtbar. I. Radialkranz mit 10 Tafeln (5 Radialia und

5 Interradialia) (Fig. 159 A r₁, ir₁, air₁) Rhipidocrinus.

b. Basalia und I. Radialia auf der Seite des Kelches sichtbar (Fig.

157 B b, r₁).

1) I. Radialkranz aus 5 Tafeln bestehend (Interradialia die Basis

nicht berührend) (Fig. 158 A r₁) Melocrinus.

2) I. Radialkranz aus 6 Tafeln bestehend, weil die erste Analtafel

auf der Basis ruht (Fig. 157 D a₁).

α) Dorsal- und Ventralkapsel starr. Basis monocyclisch. Basalia 3

(Fig. 157) Actinocrinus.

β) Dorsal- und Ventralkapsel beweglich und deshalb immer

eingedrückt. Basis dicyclisch. Parabasalia 5 (Fig. 162)

Taxocrinus.

B. Dorsalkapsel aus 21 oder weniger (meist 10, 15 oder 16) grösseren

Tafeln bestehend (Fig. 160 D; Fig. 164 C).

a. I. Radialkranz aus 6 oder mehr Tafeln zusammengesetzt (Fig. 160

D r).

1) Basis monocyclisch. 2 oder 3 Basalia. Ueber dem I. Radialkranze

mehrere kleinere Täfelchen (Fig. 160 D b) Hexacrinus.

2) Basis dicyclisch. Stets 5 Parabasalia, von denen das hintere

unpaare oben abgestutzt (Fig. 164 C pb).

α) Obere Gelenkflächen der I. Radialia hufeisenförmig ausgeschnitten

(Fig. 164 C r) Cyathocrinus.

β) Obere Gelenkflächen der I. Radialia gerade abgestutzt

Poteriocrinus.

b. I. Radialkranz aus 5 Tafeln bestehend (Fig. 163 C).

1) Kelch gestielt.

α) Basalkranz aus 3 ungleichen Tafeln bestehend. I. Radialia

hufeisenförmig ausgeschnitten Platycrinus.

β) Basal- resp. Parabasalkranz aus 5 mehr oder weniger gleichen

Tafeln bestehend oder verkümmert.

aa) Die Radialia mit einem Consolidationsapparate, d. h. breiten

ausgeschnittenen Muskelplatten, welche eine Scheibe im Inneren

des Kelches bilden (Fig. 163 B or). Arme ungetheilt

Cupressocrinus.

bb) Radialia ohne Consolidationsapparat. Arme getheilt.

I. Radialia nur von unten ganz sichtbar (Fig. 165 A r, D r)

Encrinus.

II. Radialia auf den Seitenflächen des Kelches gelegen (Fig.

154 A r).

*) Kelch sehr klein, selten von den reich verzweigten Armen

getrennt gefunden. Stielglieder fünfstrahlig (Fig. 170)

Pentacrinus.

**) Kelch mässig oder gross, fast immer von den Armen getrennt

gefunden. Stielglieder rund oder oval, nie fünfstrahlig.

†) Stielglieder rund.

§) Kelch aus 21 grossen Platten [Centrodorsale, 5

Basalia, 3 × 5 Radialia bestehend (Fig. 168)]

Apiocrinus.

§§) Kelch nur aus Radialia bestehend, von der Form einer

Gewürznelke (Fig. 167) Eugeniacrinus.

††) Stielglieder oval, tonnenförmig (Fig. 169)

Bourgueticrinus.

2) Kelch ungestielt.

α) Kelch gross. Centrodorsale, 5 Infrabasalia, 5 Parabasalia und

5 Radialia, letztere mit hufeisenförmig ausgeschnittener

Gelenkfläche (Fig. 166) Marsupites.

β) Kelch klein, vorwiegend aus dem Centrodorsale gebildet. Basis

verkümmert (Fig. 171) Antedon.

Elemente der Paläontologie · 第 92 / 606 题